Life is strange

Das ist es sicherlich, doch hier geht es mir um ein Spiel mit gleichem Namen. Es ist in 5 Episoden aufgeteilt mit einer gesamten Spieldauer von ca. 15 Stunden und von der Anlage eine Art Science Fiction Highschool Drama. Es ist aber kein point-and-click, sondern ein 3rd Person Game mit richtiger Handlung, bewegten Bildern und frei beweglichen Models, diversen Interaktionen und auch mit wunderschönen Bildern. Tatsächlich habe ich mir aus dem Spiel einige Screenshots für Wallpapers erzeugt.

Als Zielgruppe dachte ich zuerst an Teenager, doch habe ich auf Steam auch gestandene EgoShooter-Hardcoregamer gefunden, die es gespielt haben und auch gut fanden. Der Knackpunkt an dem Spiel ist, dass man an bestimmten Stellen in das Spiel per Entscheidungen eingreifen muss und man damit die gesamte Handlung nachhaltig beeinflusst.

Die Sprecher der Figuren und die Dialoge sind fantastisch ausgeführt und gerade die sorgen mit dafür, dass man es irgendwann verdrängt eigentlich in einem Computerspiel zu sein. Man _leidet_ mit, versucht Max und Chloe zu helfen, so wahnwitzig das auch klingt und letztlich ist, man will wirklich helfen und versucht die richtigen Entscheidungen zu treffen wenn gefordert. Dabei will ich nicht verhehlen, dass man auch schon mal dazu gebracht wird mit sich zu hadern und man nicht wirklich sicher ist es richtig gemacht zu haben. Auch diese Elemente ziehen jeden der sich drauf einlässt in das Spiel hinein und sorgen für zusätzliche Momente die bewegen. Unterlegt werden viele wichtige Szenen mit toller einfühlsamer Musik, die einem die besonderen emotionalen Moment intensiver miterleben lässt. Das Spiel hat definitiv seinen Eindruck hinterlassen.

Am Ende der Episode 5 sind die hervorgerufenen Emotionen schon schrecklich zu bezeichnen und selbst ich alter Kerl musste ob meiner letzten Entscheidung und der Erfahrung was ich _angerichtet_ habe schon auch schlucken. Ähnlich erging es übrigens etlichen Youtubern, wie   z.B. BirdyBoots (SPOILER: das verlinkte Video zeigt ab 2:19:00 das vollständige Ende des Spiels, das je nach Spielerentscheidung sehr unterschiedlich ausfällt. BirdyBoots erwischt es dabei ziemlich).

Spielbegeisterung

The Talos Principle ist ein Puzzel-Spiel in der Ego-Perskeptive. Man spielt in ca. 30 Stunden unglaublich liebevolle gestaltete Maps, detailliert und atmosphärisch zugleich. Selbst eine passende InGame-Story zum ganzen fehlt nicht. Nicht nur einmal habe ich mitten drin aufgehört zu spielen und mir die Maps nur angesehen oder den Ausblick einfach nur genossen. Ein absolut phantastisches Spiel, das aber auch viel von einem abverlangt, denn die Puzzles sind stellenweise verdammt knackig und wirklich schwer. Ohne etwas Hilfe von Youtube hätte ich einige ganz sicher nicht geschafft. 
Das die Entwickler sehr viel Herzblut in das Spiel gesteckt haben um es so schön zu machen wie es nun ist, sieht man auch an der letzten Sequenz (vielleicht SpoilerAlarm):
*hachz – so muss das.

Ich spiele online 2

Status heute: Auch nach etlichen Offline-Sessions beziehe ich Runde-für-Runde im Deathmatch auf den Live-Servern weiterhin Prügel und doch habe ich das Gefühl, dass es voran geht. Die Maps Dust II, Fascale, Nuke, Marquis, Mirage kenne ich mittlerweile einigermaßen gut, sehr langsam stellt sich auch die verlorene Auge-Hand-Koordination wieder ein und ich bin kein reines Kanonenfutter mehr. Meistens jedenfalls.

Nun habe ich Operation Vanguard begonnen und ich bin schon zufrieden mit mir. Die silberne Operation-Medaille habe ich mir schon erarbeitet, die Goldene kommt auch bald. Die Maps werden mir weiter vertrauter, man lernt die gewissen Ecken in immer mehr Maps kennen, das Gameplay schleift sich ein, man „spielt”. Der Competitive Modus (also Bomben legen oder Geiseln retten) hat seinen Reiz, mehr als “Capture the Flag“ aus Battlefield. Bei einigen Matches aus der Operation war das Teamplay schon richtig klasse, so wie man es selbst mal gelernt hat: Deckung geben, Vorgehen des Mitspielers ermöglichen, Nachgehen unter Deckung des Mitspielern, wieder vorn vorne, Rückzug decken, Deckung beim entschärfen, spähen, schneller sein als der Gegner, das hat richtig Spaß gebracht. Man muss höllisch aufpassen, die Gamer sind meist pfeilschnell im AIM und im Spott und haben eine Treffsicherheit, die mich häufig an der Redlichkeit zweifeln lassen. Aber jammern gilt nicht.

Mein nachgerüstete Hardware (nVidia GT740 2GB passiv, Intel SSD, AMD FX-4300 CPU, 4 GB RAM) reicht völlig aus, nur die Maus ist nun zu ungenau und auch zu langsam. Das ändern wir die nächsten Tage in Form einer neuen Roccat Gaming Maus, die auch unter meinem Linux läuft und sogar eigene Treiber hat.

Ich spiele online

Die PS3-Plattform nervt wegen der häufigen Ausfälle, Sony wegen seiner Unfähigkeit und Geldgier, Battlefield ödet nur noch, der Connect zu den MP-Servern ist ein mühevolles Geduldspiel, der erst beim 5. oder 6. Versuch dann irgendwann klappt, die KinderAmins auf den privaten Servern kicken häufig wenn man sie mal erwischt, das Gameplay ist nicht vorhanden, die Kids wollen nur Punkte und Ranking machen, es ist ätzend, es nervt, es reicht. Ich habe fertig.

So versuchte ich mal wieder etwas ‘Neues’ und nahm meinen uralten Steam-Account, rüstete meine alten Gaming-PC mit etwas Geld auf, kaufte mir Counter Strike – Global Offensive (CS:GO) aus dem Winterangebot 2014 und will mich dort verprügeln lassen. Alles neu lernen, man kann auch nur zuschauen und so alles kennenlernen, bevor man selbst auf die Map geht. Die Übung war/ist auch nötig.

Auf den Servern herrscht allgemein ein rauher Wind. Wenn man nicht mit dem Team mithalten kann, ist recht schnell ein Kick-Vote am Laufen. Der Deathmatch-Modus ist als Anfänger richtig schlimm, weil man unglaubliche Prügel in kürzester Zeit bezieht. Nach einigen Runden hatte ich genug – sterben-spawn-sterben-spawn-sterben-spawn … ihr kennt das vielleicht. Kanonenfutter zu sein war noch nie mein Ding, ich habe kein Problem zu verlieren, doch will ich zumindest mitspielen. Ich muss aber auch zugeben, die Unkenntnis der Maps und das fremde GamePlays ist für das Team schon ein miese Gesamterfahrung. Daher wechselte ich erstmal in den Offline-Modus und spielte mit den Bots. Die kann man in der Schwierigkeitsstufe glücklicherweise verändern, auf Max-Stufe sind die Bots allerdings auch nicht einfach zu bekämpfen.

iPad-Feuerwehr

Die Gattin knobelt gerne. Noch viel lieber seit sie das iPad mini annektiert hat. Unfreiwillig wie sie anfangs des neuen iPad Airs mehrfach zu vermitteln versuchte, damit das Kleine nicht so nutzlos herumliegen würde. Nun ja..

Weil CandyCrush ja nie weiter geht, bekam ich den Auftrag “Such doch mal etwas neues”. Also nicht so direkt, sondern eher meta. Sie murmelt dann Sätze, die scheinbar keinen Bezug haben, doch wenn man sie kennt weiß man um die indirekten Botschaften und ab wann man gemeint ist, auch wenn man gar nicht gemeint ist. Sie verstehen doch, oder?

Sie spielt jetzt zusätzlich Numberama 2, also immer dann wenn CandyCrush sich weigert gefälligst bespielt zu werden. Doch auch auf Numberama 2 kommt es hin und wieder zu Verzögerungen, ‘weil man vor lauter Zahlen den Zusammenhang nicht findet‘. Stundenlang (in diesem Haushalt gibt es ein massives Wurmloch) könne man suchen und suchen und findet einfach nichts. Meist wird noch ein unflätiger Fluch, ums die entgegen gebrachte Verachtung gegenüber dem Spiel noch zu verstärken. 

Und dann darf die Feuerwehr ran, sprich “Ich gehe mal eine rauchen, schau Du derweil doch bitte, ob Du was findest. Was ich nicht glaube, weil das geht gar nicht.” Die Feuerwehr (also ich) als gewohnter Helfer in der Not findet auch immer, obwohl ich mit solchen Spielen nichts anzufangen weiß. Aber was tut man nicht alles ….