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Rubriken-Archiv für: gewundert

Über die Sinnfreiheit von Meldungen in Software

19 Januar 2017

Bisher habe ich das iPhone via WLan und iTunes über eine bestimmte Playlist automatisch synchronisiert. Das möchte ich jetzt nicht mehr, sondern Musik per drag-and-drop auf iPhone holen. In iTunes lässt sich die automatische Synchronisierung mit der Playlist aber nicht abschalten. iTunes tut so als wenn es das Häkchen entfernen würde, lässt den Nutzer auch “anwenden” drücken, löscht brav und nach Rückfrage die Musik vom iPhone und schaltet am Ende die automatische SyncOption für die Playlist gerade wieder hinzu. 

Beim nächsten Start wird die just gelöscht Playlist direkt wieder aufs iPhone gespielt. Dazu kommen immer wieder 5 Alben zusätzlich hinzu, die weder in der Playlist sind, noch von mir aufs iPhone gezogen wurden. So eine Scheisse macht mich wahnsinnig. 

Letztlich habe ich dem dummen iTunes gesagt, es solle die gesamte Library auf iPhone kopieren und nicht nur die Playlist. Der Sync im iTunes schaut in die Library, stellt dabei erschreckt fest, das das iPhone viel zu wenig Speicher hat. Es gibt stattdessen und aus Verzweiflung eine microsoft’sche Meldung aus

Itunes is drunk

und bleibt ratlos stehen.

haha, aber nun kann ich den Sync mit der Playlist endlich komplett abschalten und ich habe meinen Willen. Most Advanced OperatingSystem my ass. Ich nenne das Murks.

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Szenen einer Ehe

17 Dezember 2016

Sie schaut fern, er sitzt am Gaming-PC im Nebenzimmer, beide Handys in der Ladestation im Wohnzimmer.

Sie: (ruft) Dein Handy klingelt.

Er: (unterbricht das Game, geht zu den Ladestationen und prüft beide Handys) Nö, kein Anruf. (geht wieder zurück zu seinem Game)

Sie: (ruft 10 Minuten später) Dein Handy klingelt schon wieder.

Er: (unterbricht erneut das Game, geht zu den Ladestationen und prüft beide Handys) Nö, wieder kein Anruf. Ist das ein merkwürdiger Scherz, oder mache ich gerade ein heimisches WorkOut?

Sie: *hmpf

Er: selber hmpf

Sie: (ruft 10 Minuten später) Dein Handy klingelt schon wieder. Mach das doch mal aus, es stört.

Er: (ruft zurück) Die beiden Male hat es auch nicht geklingelt. Schau halt selber nach und lass mich bitte in Ruhe spielen.

Sie: Aber es ist Dein Handy.

Er: (ruft verstört) nein, es hat nicht geklingelt. Das ist im Fernsehen.

Sie: (ruft) Doch Deins.

Er: (ruft) Nein Fernsehen.

Handy in Ladestation klingelt.

Sie: (ruft) HA!

Er: (mutmasst, sie hat heimlich das Festnetz genommen und mein Handy angerufen). Ja jetzt.

Sie: (ruft) Vorhin auch, jetzt komm her und nimm ab, es nervt.

Er:  (unterbricht erneut das Game und geht zur Ladestation) Ha! Es ist Dein Handy.

Sie: Oh, gib es mir doch gerade.

Er: (zögert)

Sie: Bitte!

Er: (zögert)

Handy hört auf.

Sie: Es war wohl nicht wichtig. Ich schau nachher wer das war. Oder Du schaust jetzt.

Er: (bleibt stehen, unschlüssig)

Sie: Hast Du keine Lust mehr zu spielen?

Er: Du lässt mich ja nicht.

Sie: *hmpf

Er: *hmpf

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Bastelstunde – Backup für ein Medien-NAS

30 Oktober 2016

Meine Medien (Filme, Musik etc.) liegen auf einem QNAP NAS (TS-419 P II – 4 Bay, 2.73TB im RAID 1, was eine Nettokapazität von 8,06TB ergibt). Die Macs, iPads und Linux hier im Haus verbinden sich bei Bedarf via WLan/LAN auf SMB-Freigaben und holen sich was sie brauchen, Windows darf das nicht, weil es nur noch ein Rechner für Steam ist. Backups machte ich bis dato via manueller SyncJobs auf externe Platten, die ich danach verräumte.

Das funktioniert, dann wird man zu faul, vergisst es, macht es trotz Vorsatz doch wieder nicht und plötzlich hat man ein 4 Monate altes Backup. Das geht so nicht, denn in dem medien-NAS steckt eine Unmenge Geld und Arbeit. Das muss geändert werden. Backups gehören weitestgehend automatisiert und ausgelagert.

1. Backup der Muisc-Libary
Alle Musikdaten (iTunes) liegen auf meinem MacBook und werden via CronJob und rsync regelmäßig im WLan aufs NAS gespiegelt. Die TimeCapsule eignet sich hierzu leider nicht, die ist zu klein. Eine neue 3TB zu kaufen wäre eine Möglichkeit, aber was mache ich dann mit den Videos? QNAP bringt diverse Backup- und Synctools gleich mit, man muss Sie nur zweckmäßig einsetzen.

Das Medien-NAS kopiert somit die komplette bereits gespiegelt iTunes-Library vom MacBook mitsamt Nebendaten einmal die Woche des Nächtens auf einen separaten Dropbox-Account. Als Privatmensch kann man dort 1TB mieten, das kostet nur 99€ im Jahr. Man kann auch mehr kaufen, jedoch nur als Pro-Account mit einer Mindestabnahme von 5 Lizenzen. Jeder dieser Lizenzen kostet 10€ im Monat, also 50€, oder 600€ im Jahr. Die 5 Stück muss man nehmen, ob man sie braucht oder nicht. Google kommt mit 10TB, jedoch für 99€ im Monat, das sind 1.188€ im Jahr. *gulp Es gibt noch andere Anbieter auf dem Markt, meist im europäischen Ausland. Dort kann man als Privatmensch einen Account von 10TB oder mehr Cloudspeicher für 10-20€ im Monat anmieten, doch im Kleingeduckten steht dann, dass die Accounts nur mit 10mBit Anbindung versehen sind, oder sonstige Nutzungseinschränkungen besitzen. Bei 10mBit läge die maximale Datenrate bei ~1,1MB/s, realistisch sind 800kb/s. Alleine die Videos auf dem NAS würden auf diese Weise über 30 Tage brauchen bis das initiale Backup fertig wäre. Für diese Zeit wäre mein Internetanschluss aber maximal ausgelastet. Das ist inakzeptabel und auch nicht funktional. Amazon und sein CloudLösung zog ich auch in Betracht, habe aber die Berechnung der möglichen Kosten nicht auf die Reihe bekommen. Da bin ich zu blöd für und habe es dann gelassen. 

2. Backup der Videothek – was ich letztlich gemacht habe
Über eBay erwarb ich ein kleines QNAP NAS (TS-219 P II – 2bay) ohne Platten, eine 3TB und 2TB lagen noch im Schrank. QNAP erlaubt gottlob verschiedene RAID-Modi, darunter auch JOBD. Damit werden die Platten im NAS zu einem logischen Verbund zusammengefasst und die Kapazitäten nahezu aufsummiert. Da es ‘nur’ ein Backup sein soll, benötige ich keine Redundanz. Somit hätte ich ca.5TB an Backup-Kapazität, reichlich für meine Zwecke.

Da ich kein LAN-Kabel durch Haus ziehen kann und nicht will, WLan zu weit weg ist, bleibt nur noch Power-LAN als alternatives Tool der Wahl. Power-LAN leitet mittels spezieller Adapter den Netzwerktraffic durch das hausinterne Stromnetz. Ich habe keine Erfahrung damit, also erstmal musste ich mich kundig lesen. Das deutsche Unternehmen Devolo ist wohl der bekannteste Anbieter dieser Adapter, andere Hersteller aus dem chinesischen Raum siegen im Preisvergleich, stürzen aber in Punkte Qualität und Zuverlässigkeit gnadenlos ab. Gekauft habe ich dann Devolo 550 Lan StarterKit. Etwas Sorge hatte ich nach der Lektüre wegen der doch stellenweise sehr alten Elektroinstallation im Haus, doch wenn ich Steckdosen mit den neuen Kabeln nutze, sollte es gehen. So habe ich mich die ganze Woche schon drauf gefreut meinen Plan endlich live zu testen. 

Nachdem alles aufgebaut und konfiguriert ist (ist mit etwas Wissen um QNAP und Netzwerk nicht wirklich schwer) habe ich als erstes den Datendurchsatz und die Stabilität am Power-LAN getestet.

Datendurchsatz mit Devolo-Powerlan im Altbau:
innerhalb der Wohnung (nur Altverkabelung): 12-18MB/s leider nicht sonderlich stabil
innerhalb der Wohnung (nur Neuverkabelung): ~25MB/s sehr stabil
NAS im Keller (Neukabel – aus dem DG und 2 Etagen dazwischen) ~13MB/s sehr stabil – check, das reicht mir.

Für das initiale Backup stelle ich das NAS wieder in die Wohnung und später kommt es in den Keller, ein Fliegennetz drüber damit keine Tierchen hinein krabbeln können, eine kleine USV um Spannungsschwankungen auszugleichen und fertig.

Leider ist eine der Platten aus meinem Schrank doch defekt, die muss ich noch tauschen. In einem Jahr wird der vorab bezahlte Dropbox-Account aufgelöst und alles wird runter in den Keller gesichert. Ich habe mir quasi mein eigenen kleines Backup-Rechenzentrum gebaut. :joydance: 

Kosten:
NAS TS-219 P II: ebay-kleinanzeigen 110€
Devolo Power-Lan: Amazon 80€
WD 3TB Neu-Platte: Amazon 110€
USV: Amazon 80€
Zeitaufwand: 2-4 Stunden

Die QNAP NAS sind bei der Netzwerkkonfiguration manchmal ziemlich zickig, da darf man nicht die Geduld verlieren. Wer Fragen hat oder Hilfe beim eigenen Aufbau einer zweckmäßigen NAS-Backuplösung braucht, darf sich gerne in den Kommentaren melden.

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Über die Sinnfreiheit von Meldungen in Software

30 Oktober 2016

In meinem Backup-NAS kommt nach einem Test auf einer der beiden Festplatten eine Warnung auf die Oberfläche.

SMART PENDING

Also entweder geht das Ding, oder es geht nicht. Wenn man dann ins Detail geht, dann kommt

SMART Details

Anstatt auch eine einfache Erklärung mitzuliefern, muss man selbst auf die Suche gehen. Da es nur ein Backup ist und ich noch im Test bin, lasse ich es drauf ankommen. Wenn das was ich vorhabe am Ende funktioniert, kommt eine WD RED in das NAS.

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amerikanisches Mallorca-Syndrom in Deutschland

26 Juni 2016

Wir sitzen in der Sonne in einer Art kleinen Biergarten mitten in wiesbaden, geniessen die sicherlich kurze Wärme und warten auf unsere bestelltes Essen. Amerikanische Menschen und deren deutsche Begleiter kommen vorbei, wobei die Begleiter wortreich erklären wo man gerade ist und was man hier so macht. Sie sind alle etwas linkisch und unsicher unterwegs, also beide Parteien, vielleicht Urlaubsbekanntschaften auf Gegenbesuch.

Sie stehen alle vor der Tageskarte (Tafel mit Kreide) und übersetzten die Mahlzeiten, es ist eine deutsche Karte mit einfachem aber sehr gutem deutschen Gerichten. Die Amis springen partout nicht drauf an, auch als die Bedienung mit unseren Teller an der Gruppe vorbei läuft, sehe ich nur gerunzelte Stirne. In der Nachbarschaft entdecken sie eine Burger-Bude und sind nicht mehr zu halten. Nun ja, was einigen Deutschen die Schinkenstrasse auf Mallorca ist, ist einigen Amerikanern wohl der Burger. Bloß nichts neues versuchen, könnte ja gut sein. (Es gab übrigens bei uns Rosenkohl mit Rouladen und Petersilienkartoffeln. GEIL!)

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