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15 Minuten Challenge VI – Fotospiel

Die heutigen 15 Minuten fanden eigentlich schon gestern Abend statt, blöderweise nur mit der Handy-Cam. Im unteren und umzäunten Teil des Wiesbadener Kurparks steht ein Denkmal für Gustav Freytag. Weil die Handy-Cam jedoch in dem schwächer werdenden Licht nur vermatsche Farben produziert, gibt es eine SW-Session. Nebenbei sei festgestellt: Denkmäler sind echt dankbare Objekte zum knipsen.

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Beitrag zum Fotospiel von Renee => http://pictureartist.net/


[online seit: 25-Sep-09 (8:47 Uhr) | bisher 9 Kommentare | Trackback]

ungewollte Updates

Wer VISTA nutzt, macht auch Bekanntschaft mit dem werkseitig eingebauten Anti-Spyware Tool Windows Defender. Persönlich kann ich nichts wirklich Gutes von dem Tool vermelden, denn es gammelt auf meinem Rechner vor sich hin, fummelt scheinbar ständig an der Registry herum, verhindert/beschädigt Installation und macht die ganze Kiste subjektiv gefühlt in manchen Dateioperationen zäh wie Gummisohlen. Wer wie heute üblich eine umfassende externe Sicherheitslösung, bestehend aus AntiVirus, Firewall, AntiSpyware und Anti was weiß ich sonst noch auf dem Rechner installiert hat, braucht diesen Defender nicht. Zumal für mich sowieso fraglich ist, warum der Hersteller eines System selbst ein Tool einbaut um sein System zu schützen, als das System so zu gestalten, dann man diese zusätzlich Krücke erst gar nicht braucht. Mag man mir Unwissenden diese vielleicht ketzerisch anmutende Frage verzeihen.

Der findige Nutzer schaltet also Defender in den Einstellungen einfach ab und deaktiviert zusätzlich auch noch den Service in der Service-Verwaltung. Fortan ist das Ding stumpf wie ein abgekauter Zahnstocher und nervt nicht mehr durch tägliche Updates. Stattdessen verlasse ich mich auf eine andere Lösung, die zum einen kommunikativer ist und auch einen zuverlässigeren Eindruck hinterlässt. Sollte man meinen, wenn da nicht das Windows Update wäre, welche doch jeden Tag permanent Updates dafür ankündigt und auch herunterlädt.

Wie zum Teufel kann eine vollkommen abgeschaltete Anwendung weiterhin nach Updates suchen, die auch bekommen und installieren?

Es muss also noch etwas im Hintergrund arbeiten, aber nichts mit dem Tool direkt zu tun haben. Nach intensiver und langwieriger Suche habe ich den Bösewicht dann doch gefunden. Die Spinner haben aus dem Updater einen separaten Prozess gemacht, der einer zwar genre-seltsamen, aber kaum zu widerlegenden Logik nach als wiederkehrende Tätigkeit im Aufgabenplaner hinterlegt ist. Das ist was total cooles, Linuxer sowie auch andere Nutzer eines alternativen Betriebssystem kennen diese Funktion nun aber schon seit Jahren als CronJobs.

Alle anderen Anbieter integrieren derartige Updater im Tool selbst, damit der Nutzer diese dort auch einstellen und kontrollieren kann. Es gibt sicher Gründe warum man dies hier nicht tut, ich verstehe sie nur nicht. Um also auch den Updater für Windows Defender abzuschalten, geht man wie folgt vor:

  • Start => Alle Programme => Verwaltung => Aufgabenplanung
    oder

    Start => ins Feld ‘Suche starten’ Aufgabenplanung eintragen und das Programm oben anklicken
  • links die “Aufgabenbibliothek” ausklappen und den Ordner “Windows Defender” auswählen (der ist erst einmal leer und lässt sich somit auch nicht löschen, weil die Updateaufgabe als solche eine versteckte Aufgabe ist)
  • in der Menüzeile “Ansicht => Ausgeblendete Aufgaben einblenden” auswählen
  • nun kann man den erscheinenden Eintrag mittels der rechten Maustaste deaktivieren oder auch gleich löschen
  • Aufgabenplanung schliessen und fortan werden keine unsinnigen Updates mehr empfangen


[online seit: 24-Sep-09 (11:43 Uhr) | bisher 2 Kommentare | Trackback]

streichen

Die Gattin hat sich in den warmen Tagen angewöhnt, wenn sie selbst sich erhebt und mein Fuß /bestrumpft oder nicht) in Griffnähe weilt, mit der Kuppe des eines Fingers (vorzugsweise des Daumens) entlang meiner Fußsohle streicht, ganz kurz nur. Das gibt dann so einen ganz kurzen Schuss, der das Bein zucken lässt, vor allem wenn der Streicher unvorbereitet kommt. Sie freut es und mir macht es nichts, denn kitzelig bin ich nicht so wirklich. Eigentlich kopiert sie das Verhalten, nur das dieser schon fast profihaft diesen Fußsohlenstrich mit wesentlich mehr Erfolg ausführt. Das geschickt gewählte Überraschungsmoment ist sicher eine Sache, doch die Dankbarkeit des Objekts die eigentlich Andere, sprich die Gattin ist kitzelig wie verrückt. Doch gibt es hier niemanden der dies ausnutzen würde.  :roll:

Beim Feeds lesen habe ich es zufällig kommen sehen, wie sich sich heranpirscht, den Daumen schon in einsatzbereiter Position leicht ausgestreckt. Ich habe Zeit mich auf diese perfide Handlung vorzubereiten und *zack*, ha – ich zucke aber nicht. Sie stutzt, runzelt die Stirn, versucht es direkt noch einmal, ich bleibe erneut standhaft, kein zucken. Wer hat gewonnen? Sie greift beherzter zu und bohrt mir nahezu den Daumen in die Fußsohle. Hehe, so ganz sicher auch nicht. Keine Gefahr, siegessicher blicke ich auf. Sie will es wissen und fängt mit allen Fingern der rechten Hand an über die Fußsohle zu streichen, leicht und fies, die Fingernägel finden die feinen Furchen und Linien und …… oha, das wird schwer. Der Fuß will weg, ich zwinge ihn zu bleiben. Konzentration hilft, er bleibt, zwwwei Sekunden, drrrrei Sekunden, vvvvvvier Sekunden, ffffffffünf Sekunden, sssssssssssechs ….. verdammt. Stromschlag im Fuß, ich zucke, sie ist somit zufrieden und geht weiter.  Fünf und eine halbe Sekunde habe ich es ausgehalten. Wer bietet mehr?


[online seit: 22-Sep-09 (21:39 Uhr) | bisher 8 Kommentare | Trackback]

Der Tag an dem die Mauer fiel

Tonari möchte anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls wissen, wo man selbst am 09.11.1989 war.

Wie einige ja schon wissen,trug ich die Bundes.grenz.schutz.uniform und erlebte diesen ganzen Wahnsinn in all seiner tödlichen Perfektion quasi live. Oft stand ich an der Grenze und habe mich gefragt, was für einen Blödsinn ich hier eigentlich mache, während drüben photographiert und beobachtet wurde was das Zeug hielt. Wir waren ja nicht wirklich nur zur Bewachung der Grenze da, die war so gut abgesichert, da war nichts mit plötzlichem Überfall oder mit “freischaffender Verschiebung der Grenzpfosten”. Entgegen der landläufigen Meinung war nicht die Mauer/der Zaun die Grenze, sondern die kam erst 5-15 Meter dahinter, kurz hinter den Grenzpfosten.

Wir haben die Hunde erlebt, oder Alarmeinsätze auf deren Seite, weil ein fliegendes Tier irgendeinen Alarmdraht auslöste. Unser “Arbeit” bestand hauptsächlich darin aufzupassen und zu helfen, wenn es doch einer schaffte diese Anlagen zu überwinden und auf unsere Seite zu kommen, dass kein westlicher Mauerhasser oder Übermütiger sich in Gefahr begaben, usw.

Die Jungs auf den Türmen mochten uns augenscheinlich nicht und wir mochten die auch nicht. Manchmal gab es auf die Entfernung von beiden Seiten (fragt mich bitte nicht nach Details oder nach dem Warum) kleine Provokationen oder Sticheleien. Auch wurde manchmal in unbeobachteten Momenten auf deren Seite zumindest andeutungsweise die dem Vorgesetzten abgewandte Hand zum Gruß erhoben, oder von deren Fußstreife die MP demonstrativ kurz auf den Rücken gedreht, es wurde der Kopf gebeugt (weil man am Weg was suchte), die Mütze kurz gelupft (um sich zu kratzen) oder einfach nur mit einem mehr oder weniger teilnahmslos freundlichen Gesicht hinüber durch den Zaun geschaut und die Kamera nur andeutungsweise vor das Gesicht gehalten. Es gab sehr skurrile und irritierende Situationen, besonders als ich einmal unseren VW-Bus in einen verwachsenen Graben fuhr und nicht mehr raus kam. Bis meine Verstärkung anrollte standen ziemlich fix 4 Grenzer drüben und feixten augenscheinlich was das Zeug hielt. Sie waren dabei aber nicht unfreundlich, bis deren Leutnant kam.

Als die Sache in Ungarn anfing größer und größer zu werden, trug ich schon keine Uniform mehr, doch rechnete ich mit einem Anruf, da ich befürchtete die DDR-Offiziellen würde die Nerven verlieren und ich somit aus der Reserve geholt werden würde. Es kam aber nichts, sondern irgendwie plötzlich wurde Hans-Dietrich Genscher im Fernsehen gezeigt, wie er auf dem Balkon der Botschaft in Budapest den dort Wartenden die Ausreise verkündete. Ein Moment der mir wie sicher vielen anderen eine kurze Gänsehaut erzeugte. Dann sofort der Gedanke, was wohl passieren könnte, wenn der Zug durch die DDR fahren würde. Gottlob passierte nichts.

Ich lag zu Hause auf dem Sofa gammelnd und sah die Pressekonferenz die Günther Schabowski gab, als er die in Leipzig, Dresden und anderen Orten eingeforderte Reisefreiheit endlich verkündete. Im Fernsehen sah ich auch, wie in Berlin die sonst so bösartigen Grenzer mit sanfter Gewalt von der ängstlichen Menge dazu genötigt würden, die Schranken nicht mehr mit Gewalt geschlossen zu halten. Sie ließen zu, dass die Leute die Schranken anfassten und ließen einfach los. Fassungslos und doch froh, dass dieser Wahnsinn endlich vorbei war oder ging, schlief ich irgendwann ein.

Einige Wochen später kamen immer mehr Leute von drüben, um sich hier Arbeit zu suchen und umzusehen. In meiner damaligen Arbeit stellen wir auch gleich 2 Jungs ein. Ich kann mich noch gut an deren Unsicherheit und großen Augen erinnern, als wir uns anboten beim Start zu helfen. Wir halfen ihnen sich hier zurechtzufinden und mit der neu gewonnene Freiheit einher zu gehen. Was aus den Beiden wohl geworden ist?


[online seit: 20-Sep-09 (19:21 Uhr) | bisher 29 Kommentare | Trackback]

Stöckchen hoch 3

Die allwissende Welt hat ein interessantes Stöckchen zu mir weiter geworfen.

Die Regeln: Ich beantworte die drei Fragen, die sich die Welt wo weiß ausgedacht hat, denke mir drei neue Fragen aus und schmeiße das Stöckchen drei Bloggern zu, die meine Fragen beantworten, sich drei neue Fragen ausdenken, den Stock an drei Blogger werfen usw.

1. Wie schlagfertig bist Du, wenn jemand Dir blöd kommt?
Selbst wenn ich sofort einen passenden Erwiderungsgedanken habe, bin ich dennoch meist ruhig und lasse den mir blöd kommenden Menschen erst einmal gewähren, gehe meist sogar noch auf etwas Distanz. Die Menschen, die mir ernsthaft blöd kommen, kennen mich nicht und ich kenne die nicht, also juckt es mich nicht sonderlich.
2. Vom welchem Buch wünschtest Du, Du hättest es geschrieben?
Jenseits von Afrika
3. Welche lebende Person würdest Du gerne kennenlernen?
Bobby McFerrin

So, nun 3 neue Fragen und den Knüppel weiter befördern.

1.Von den Sachen, die Du unbedingt mal machen möchtest, was ist an 3.Stelle?

2. Wie hast Du Rollschuhfahren gelernt?

3. Beschreibe die verschiedenen Stufen Deiner Betrunkenheit.

Und wen suche ich damit nun heim? Ich weiß es nicht, es gäbe einige Kandidaten, doch möchte ich niemanden in Verlegenheit bringen. Wenn sich Interessierte Leser bitte nach eigener Muse an dem Stöckchen vergreifen möchten, wäre ich dankbar. Vielen Dank liebe Welt für das Stöckchen.


[online seit: 20-Sep-09 (15:41 Uhr) | bisher 12 Kommentare | Trackback]

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