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Wunderkomisch

Meine Bürozahnbürste ist fertig, also weg damit. In der Mittagspause zum DM um die Ecke, den ich seit S. nicht mehr bei uns ist, tatsächlich zum ersten Mal wieder aufsuche. Kaum zu glauben, vorher waren wir mindestes einmal die Woche dort. ;) Überhaupt, warum müssen alle Frauen und Mädels aus der Umgebung scheinbar immerzu in den DM laufen? Was machen die nur immer da? Unglaublich was da mittags los ist, so auch heute, ein irrer Betrieb und die Kasse richtig voll. Ich muss aber rein, die Borsten der Zahnbürste sind nicht mehr gerade, das kann ich nur sehr schlecht ab.

Beim schlendern durch die Regale, ich weiß mal wieder nicht wo die Zahnbürsten stehen, zudem räumen die hier auch immer wieder die Regale um, da kann ich mich nur verirren, laufe ich an einer Gruppe von 4 Schülerinnen vorbei, die sich verschwörerisch vor dem Fach mit den Gesichtscremes versammelt haben. Ich schätze die Mädels auf etwa 13. Im Vorbeigehen schnappe ich diese Sätze auf (sinngemäß und zum besseren Verständnis aller nicht in hessisch):

  • Mädel 01: Ei, die Creme ist voll cool.
  • Mädel 02: Ja, voll cool.
  • Mädel 03: Ja genau, bei RTL sagen die, das die voll was bringt.

Das ist der Zeitpunkt, an dem ich meine Schritte verlangsame und mich völlig unnötig an einem Regal aufhalte. Ja, ich muss will lauschen.

  • Mädel 04: Echt?
  • Mädel 03: Ja klar, ist auch im RTL dauernd zu sehen.
  • Mädel 01: Die kaufe ich jetzt.
  • Mädel 02: Lässt Du mich dann auch mal probieren?
  • Mädel 01: Klar.
  • Mädel 04: Meint ihr wirklich das hilft?
  • Mädel 02: Klar, ganz bestimmt.
  • Mädel 03: Ich glaube auch, ganz sicher.
  • Mädel 01: Ei, glaubst Du ich habe echt Lust in 10 Jahren in den Spiegel zu schauen und wie meine Mutter auszusehen?

Zu diesem Zeitpunkt nahm ich auf dem meinen Weg wieder auf, in der Hoffnung meine ohne Zweifel breites Grinsen wird von meinem Schal gut verdeckt. Auf der anderen Seite ist es erschreckend, was Werbung anrichten kann.

[Bild © Knipserlein / www.pixelio.de]


[online seit: 10-Nov-08 (22:22 Uhr) | bisher 4 Kommentare | Trackback]

Knabberzwieback

Zwieback wird Kindern seit Generationen dann verabreicht, wenn sie richtig krank und bettlägerig sind. Das hat sicher auch so seine Berechtigung, doch verbindet das Kind nach dem 3 Mal “Du bekommst nur Zwieback und Tee” mit dem Gebäck später eigentlich nichts wirklich Gutes. Zwieback und Kamillentee – Dreamteam *schauder* Beim samstäglichen Einkauf stießen wir auf eine mir bislang unbekannte Sorte, Zwieback mit Cocos.

Die schmecken richtig Klasse. Jetzt bloß nicht krank werden. :)


[online seit: 10-Nov-08 (8:11 Uhr) | bisher 15 Kommentare | Trackback]

ein Klick zuviel – Teil 03

Zu den beruhigenden Klängen von Laura geht es weiter. Ich checke meine Linux-Rechner, ob die noch drucken können und auch der Rechner der besten Tochter von allen lässt mich nicht im Stich, VISTA frage ich nicht mehr. Es ist mir egal.

Ich wäge kurz ab, ob ich damit leben kann und letztlich auch will, dass das WebInterface von CUPS für mich nicht mehr erreichbar ist. Ich kann es sicher, will aber nicht. Also hopp hopp ins Web. Mir fällt auf, dass ich eigentlich nur eine kleine Sache machen wollte und nun schon ca. 2 Stunden damit vergeude und alles nur weil VISTA … ach ich lasse es lieber, sonst trete ich es am Ende doch noch in die Tonne.

Mein Problem ist nicht unbekannt, nur keiner schreibt so richtig wie man den Click zuviel wieder korrigieren kann. Es wird im allgemeinen nur Spott und Hähme über den Betroffenen ausgeschüttet, begleitet von den überaus hilfreichen Hinweisen der allwissenden Linuxgurus “man xxxxxx”. Das heißt in der Linuxsprache soviel heißt wie RTFM (= read the fucking manual). Grundsätzlich ist das ja nicht verkehrt, nur in der Situation wenig hilfreich. Das kann ich sowie so richtig gut leiden. Zu wissen wie ein Problem zu lösen ist, es aber für sich behalten und stattdessen lieber den Oberlehrer mimen und gönnerhaft auf schrecklich zu lesende Manuals verweisen. Die beantworten auch alle Fragen die man hat – irgendwann tun sie das alle – doch wenn man in einem Thema komplett fremde ich, werfen ‘mans’ nur noch mehr Fragen auf. Das Ergebnis ist User-Frust. Beides, also helfen und auf die entsprechende Hilfe verweisen, geht natürlich nicht. Guru halt. Auf der anderen Seite kenne ich die Typen auch, die in ein Forum stolpern, FAQ sowie Suchfunktionen konsistent weitläufig ignorieren und in 5 verschieden thematisch ungeeigneten Unterforen mit 6 nutzlosen Worten ihr Problem schildern und sich 10 Minuten später aufregen, wenn nichts hilfreiches kommt. Und doch, auch solche User kann man anleiten, wie sie es richtig machen sollen und sie nicht einfach nur abzukoffern.

Außerdem ist Tante Google irgendwie maulfaul, ich finde nichts wirklich hilfreiches und komme somit nicht weiter. Mit der Zeit und den letzen Klicks vor ‘Schluss für heute’ schaffe ich es dennoch die Datei cupsd.conf in dem Verzeichnis /etc/cups/ ausfindig zu machen. Dort soll diese Unglücksoption als Conf-Eintrag zu finden sein. Das wäre ja cool. Und tatsächlich, da ist wirklich ein Eintrag, der mit ‘Authentifizierung’ zu tun hat. Aber so ganz offensichtlich ist es für mich nicht.*sigh*

Schlimmer kann es nicht werden (oder doch) und daher ran an den Feind.

Falls Wenn sich zukünftig noch jemand in eine ähnlich bescheuerte Situation wie ich manövriert haben sollte, so habe ich es (den Click zuviel) gelöst:

  • per SSH auf dem betroffenen Linuxsystem einloggen
  • mit cd /etc/cups/ einen Verzeichniswechsel durchführen
  • dann die Conf-Datei mit sudo nano cupsd.conf öffnen (anstelle nano geht auch ein anderer Consoleneditor)
  • finde den Eintrag DefaultAuthType Negotiate und füge davor ein # ein. Damit wird der Eintrag auskommentiert
  • danach abspeichern und den Editor wieder schliessen
  • weil sudo /etc/init.d/cupsd – restart oder sudo /etc/init.d/cupsd -stop nicht funktionieren, wird der Rechner kurzerhand mit sudo reboot neu gestartet
  • danach ist das WebInterface von CUPS wieder ohne Irritationen erreichbar.

Das Ergebnis:

  • Allerlei Zeugs gelesen, was ich vermutlich nie wieder brauchen werde.
  • VISTA wird zu Hause vorerst nicht drucken, weil jetzt habe ich gerade keine Lust mehr.
  • Die Erkenntnis einen geheimen Vorrat an Schokolade anzulegen.
  • Drucken wird eigentlich völlig überbewertet.
  • Ich kann viel und ausführlich schreiben, obwohl ich sauer auf mich selbst bin.
  • Die Gattin beginnt ein neues Puzzle.
  • Rechts bekommt die Auflage ohne Links zu konsultieren nicht mehr zu klicken.

Fertig.


[online seit: 09-Nov-08 (18:44 Uhr) | bisher 7 Kommentare | Trackback]

Laura López Castro

[Laura López Castro - Oración]

[Laura López Castro - Acabou Chorare]

[Laura López Castro - no es por ser ni por estar]

Eine Stimme die mich rührt, still begeistert je öfter ich sie höre. Klar, sauber, unverfälscht, so leicht, ich bin vollkommen gefangen. Solche Sängerinnen gibt es nicht viele auf der Welt. Sie klingt perfekt, da passt Sie mit Ihrer traumhaften Stimme, der schwermütig und doch gleichzeitig leichtfüssigen Musik punktgenau zu meinen Stimmungen heuer.

http://www.lauralopezcastro.com


[online seit: 09-Nov-08 (18:16 Uhr) | bisher 0 Kommentare | Trackback]

ein Klick zuviel – Teil 02

Ich gebe so leicht ja nicht auf. Ich tue nur so, damit sich die bockige Technik in Sicherheit wiegt und ganz plötzlich gehe ich wieder dran. Eine Woche später (gestern Abend) beschäftige ich mich also wieder damit, VISTA mit meinem Heimdrucker anbandeln zu lassen. Nebenbei erwähnt, ich bin fast überzeugt, dass IT irgendwo “Ich versuche es später nochmal” bedeutet.

Ich wühle mich also wieder durch Foren, dieses Mal meide ich die deutschsprachigen Gebiete und suche gleich im englischen Sprachraum. So gehe ich den PC-Magazinexperten hierzulande aus dem Weg und muss nicht über abgeschriebenes Halbgarwissen und nutzlose weil unvollständige Beschreibungen stolpern. Entweder ganz schreiben oder gar nicht. Aber das erlebe ich häufig am Tag. Wenn das Gespräch mit “es geht einfach nicht” beginnt, möchte man erwidern: “Und nun noch einmal bitte für Erwachsene. Wer sind Sie bitte? Was wollen Sie bitte? Und was erwarten Sie aufgrund ihrer Kindersatzesjammerei, für eine Antwort von mir? Hat Ihnen ihre Mutter nicht beigebracht, dass man in verständlichen Sätzen reden muss, will man eine verwertbare Antwort? Wenn Sie beim Bäcker hinein stiefeln, sagen sie auch nicht “ich habe Hunger”, sondern “ich möchte ein Brot” oder so was in der Art. Aber nein, man ist ganz Profi, entschuldigt sich artig für die erlittenen Probleme und beginnt das mehr oder weniger lustige Wurm-aus-der-Nase-zieh-Spiel. Zum x-ten Mal an dem Tag. *sigh*

Egal, ich komme in meinen Recherchen nicht weiter, dazu habe auch keine Böcke mich zu tief ins VISTA zu vergraben. Eigentlich bin ich gut mutig genug und kann es einfach mal probieren. Das gute alte try-and-error Verfahren. Wenn VISTA nicht alleine kann, dann müssen halt SAMBA und CUPS aus helfen können. Also gehe ich einfach mal in die verschiedenen Linux-Menüs und configs strunzeln, mal sehen was sich so ergibt.

CUPS hat ein praktisches WebInterface, die eine Verwaltung der freigegebenen Drucker erlaubt. Das nutze auch ich hin und wieder.

[klick auf das Bild zum vergrößern]

Dort finde ich unerwarteterweise die Option “Benutze Kerberos Authentifizierung“. *hmmm* Klingt gut. Ist das der Lichtblick? Der linke Hälfte des Hirns sagt “lies erst was das ist”, die rechte Hälfte die zudem unglücklicherweise auch Kontrolle über die Maushand sagt “ach was, mach schon Feigling”. Rechts lässt also klicken und während Links schon flehend nach oben schaut. Als wenn ‘Der’ was dagegen tun könnte. Im Klicken übernimmt dann plötzlich Links die Macht und Rechts begreift endlich auch, dass das nicht gut war. Fortan war das Web-Interface nämlich nicht mehr erreichbar. Toll gemacht Rechts, wirklich toll und alles nur weil VISTA nicht … ach zum Teufel mit … . Also wieder durch die Forentour genommen und versucht in Erfahrung zu bringen, was Rechts angestellt hat und wie Links die Sache wieder ausbügeln kann.

Schnell war dann klar, dass ich nun das Web-Interface mittels

https://&IP_DES_DRUCKERSERVERS%:PORT_DES_DRUCKERSERVERS/admin

aufrufen habe. Na das war einfach, schon fast zu einfach. Rechts ist schon wieder euphorisch und wittert Morgenluft. VISTA will dennoch nicht den Drucker nehmen, weil ja das Passwort nicht stimmt. Ach leck mich doch Du Scheißding und will es fast schon wieder in die Ecke feuern. Doch habe ich Mitleid mit der schönen Hardware und lasse es lieber, sie gehört ja auch nicht mir. Ich nehme stattdessen lieber diese komische Option wieder raus. Die Zertifikate sind sowieso alle ungültig, weil überaltert und wozu soll ich im Heim-LAN HTTPS verwenden, wenn es es nur um interne Zugriffe geht? Sprach es und setzte es auch sofort um. Nur der Klick auf den Verwaltungsbereich brachte keine Entspannung, sondern eine für mich sehr verwirrende Meldung:

Nicht du auch noch Linux, bitte nicht. Heute nicht. Ich ahne, es wird gleich noch richtig spaßig werden. Ich klicke auf den in der Fehlermeldung angebotenen Link komme wieder in die Verwaltung. Doch nicht spaßig. Ich nehme die Option also wieder raus und bestätige, doch dann

401 Unauthorized

Um Zugang zu dieser Seite zu erhalten, geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort (oder Benutzername und Passwort für root) ein. Falls Sie die Kerberos-Identifizierung verwenden, vergewissern Sie sich, dass Sie ein gültiges Kerberos-Ticket haben.

Mein Linux hasst mich jetzt, weil ich das VISTA hier angeschleppt habe. Nur wo ich eine Authentifizierung denn eingeben kann, sagt oder zeigt man mir nicht. Und überhaupt, welche Authentifizierung? Nichts poppte auf, gar nichts. So ein Scheiß und keine Schokolade im Haus. Ich habe verstanden, dass der Tag ist heute nicht dafür geeignet ist, mit dem PC zu spielen. Also mache ich das Ding zu und lese ein analoges Magazin aus simplen Papier. Ich liebe bedrucktes Papier. Das ist etwas tolles, weil ohne Strom und Tasten. Da verschmerze ich auch die leider immer mehr nötige Lesebrille. Müssen die Buchstaben denn so  verflixt klein sein? Außerdem geht es gleich zum Sporteln.

Übrigens die Gattin hat zur eigenen Überraschung und meiner Beruhigung doch keinen Beschwerdebrief gegenlesen zu müssen, doch noch die fehlenden Teile gefunden. Sie langen die ganze Zeit vor Ihrer Nase, gucken muss mal halt schon. Das Ergebnis sieht toll aus:

[Bild © Ravensburger Spiele]

… to be continued


[online seit: 09-Nov-08 (11:21 Uhr) | bisher 8 Kommentare | Trackback]

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