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Aufzugsstress

02 August 2014

Aufzüge sind immer wieder ein Quell der Freude, sei es nun das es morgens auf dem Weg ins Büro nach frischem warmen Essen duftet, oder ein Rasierwasserartist eine kleine Tour gefahren ist, oder man erlebt die Leute, die Angst haben nicht rechtzeitig rein- oder wieder raus zu kommen. Ein neue Quelle ist der Discounter-Aufzug, der den unterirdischen Parkplatz mit dem Verkaufsraum verbindet. Es ist nur eine Etage, doch mit bestücktem Einkaufswagen quasi ein Muss um zurück zu Wagen zu kommen.

Es steht eine Frau in der Nähe des Aufzuges am bevorzugten Discounter in der Nähe. Den Wagen über den Rand voll gepackt, ein kleines Mädchen (3 oder 4) springt umher, hüpft herum, oder gemessen an den Geräuschen spielt sie Pferd. Die Mutter lümmelt lässig am Wagen, eine Telefon zwischen Schulter und Kopf eingeklemmt, mit den beiden Händen eine Zigarette und ein Feuerzeug haltend. Ich laufe mit meinem Wagen in Ihre Richtung, während sie die Kippe ansteckt, ohne das Telefon abzunehmen. Die beginnt zu reden. Das Kind entfernt sich hüpfend von ihr, bis es auf Höhe der Auftzugstür ist. Die Tür geht auf und die Kleine schaut verschmitzt zur Mutter zurück und hüpft flink in den Aufzug. In dem Moment, in dem die Tür sich schliesst schreckt die Mutter hoch und schaut suchend umher. Die Hin- und Her-Blicke werden hektischer, das Telefon fällt in den Wagen, die Kippe und das Feuerzeug auch. Sie bewegt sich in Richtung wo sie die Kleine wohl zuletzt wahrgenommen hat, mehr Hin- und Her-Blicke, Panik macht sich im Gesicht bemerkbar. Ich bin auf Ihrer Höhe und sage ihr, dass die Kleine in den Aufzug gestiegen sei. Sie schaut irre zu mir, zum Wagen, zum Aufzug, weiß nicht so recht was sie nun machen soll. “Passen sie auf meinen Wagen auf” befiehlt sie mir und rennt die Treppe neben den Aufzug runter.

Ich bleibe beim Wagen und höre unten im Keller die Mutter nach dem Kind rufen. Kurz darauf kommt sie mit dem Kind im Arm die Treppen hoch und schimpft sachte mit der Kleinen, dass sie ohne die Mama nicht mehr in den Aufzug gehen soll. Sie kommt zu mir, bedankt sich und geht mit dem Kind im Arm hinter den Wagen. Sie legt die freie Hand an den Holm und mit einem kurzen Ruck schiebt sie den vorwärts zum Aufzug, die Tür geht wieder auf, wir steigen gemeinsam ein. Ihr steht der Schrecken noch im Gesicht, sie atmet schwer, ist blass, ihre Stirn glänzt nass während die Kleine über ihre Schulter hinweg mit mir flirtet.

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