Wechselsorge

10 May 2013

Das Netz ist voll von Horrorgeschichten und Erfahrungen, sobald man einem der hiesigen Telekomunikationsunternehmen den Rücken kehren will und sich einem Anderen zuzuwenden möchte. Viele kennen diese Wechsel-Geschichten, teilweise sogar auch aus eigener Erfahrung. Gerade auch wegen dieser Geschichten habe ich mich bisher immer vor einem Wechsel gescheut, eben weil da so viel schief gehen kann und ich überhaupt nicht gut darin bin, wenn ich zwischen den Stühlen sitzen muss und auf die Gutmütigkeit monopolistischer Unternehmen angewiesen bin, die sich hinter AGBs verstecken können. Dennoch habe ich mich nun nach 15 Jahren Arcor (jetzt vodaphone) zum Wechsel auf Kabel bei unitiymedia entschieden, weil ich die Schnauze voll habe. Arcor/Vodaphone wollen/können meinen Upload nicht erhöhen, sondern haben bei meinen Anrufen (zur Nachfrage ob sich im Sektor etwas getan hat) in der Vergangenheit stets versucht mir meine 16mBit down mit IP-TV zu verstopfen. Letzte Woche musste ich mich nahezu 5 Minute mit einem übereifrigen CallCenter-Agent herumgeschlagen, der mit einer unglaublichen Hartnäckigkeit sein “Kunde-hat-Interesse-und-Du-kannst-was-verkaufen-Script” abgearbeitet hat.

Lange also habe ich mit mir gerungen, recherchiert und mich versucht zu informieren und auch jetzt noch nach der Bestellung bei unitiymedia plagt mich ein ziemlich mieses Gefühl, ob das alles gut gehen wird. Zur Sicherheit habe ich schon mal die Versicherung angerufen und mich um die Gültigkeit der Rechtsschutzversicherung versichert. Der Vorlauf zur Umstellung ist ausreichend weitläufig gesteckt. Es sind ~5 Monate Zeit, auch weil die Kündigungsfrist bei Vodaphone mit 3 Monaten vor Vertragsende schon fast unanständig lange ist. Wir müssen noch das Kabel aus dem Keller in die Wohnung ziehen, doch das ist eine relativ einfache Aufgabe. Im schlimmsten Fall habe ich das Handy mit Thethering-Option und weiterhin DVB-T fürs Fernsehen. ….. Ich mache mich selbst ein stückweit verrückt, ich weiß… ich kann manchmal nicht anders. *sigh*

2 Kommentare | Rubrik(en): geflucht, gefragt, gegrübelt, gespannt | Tags: , , , ,


Aus der Serie gestelztes Deutsch im Alltag

08 May 2013

Sie: Ich hätte gerne den Fich.

Der Kellner mit Migrationshintergrund schaut irritiert ist aber still.

Ich: Für mich bitte den Fisch. Fich mag ich nicht.

Sie schaut angelegentlich aufs eilig hervor gekramte Smartphone, derweilen der Kellner seinen Notizblock schließt.

Der Kellner bedankt sich und dackelt davon. Er stellt sich hinter der Theke zu einem Kollegen und zeigt ihm die Bestellung.

Ich zu ihr: Du hast mit Deinem Versprecher vermutlich gerade 4 Wochen Integrationsarbeit vernichtet. Ist ja richtig peinlich so was.  :twisted:

Sie steht wortlos, aber mit sehr bösem Blick zu mir, auf und geht in Richtung der Toilette.

Die Bestellung wanderte bereits in die Küche und ich bin gespannt was sie und ich zu essen bekomme. :mrgreen:

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