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Betrachtung

29 Dezember 2015

Für mich ist es schon eine Art Tradition am Ende des Jahres zu ermitteln, wie sich meine Musik-Bibliothek im zurückliegenden Jahr entwickelt hat. Dieses Jahr kamen hinzu:

Bildschirmfoto 2015 12 25 um 10 33 36

(2011201220132014)

Streaming?
Bei meinem Handy-Vertrag ist ein Napster-Account dabei, Zwangsbeglückung nennt sich das, der Name hat nicht mehr mit FileSharing zu tun, als vielmehr mit einem Music-Streaming Dienst, der Millionen von Songs blablabla …. *gähn // Ich fremdle, vermutlich wegen der IMHO miserablen iOS-App (nur auf dem iPad, auf dem Handy war die App nach 2 Minuten wieder runter weil es eine Zumutung in Nutzung und Handling war), Apple-Music habe ich mir mal 5 Minuten angesehen und konnte keine Zwang verspüren das für 10€ im Monat unbedingt haben zu wollen, Bedienung gefiel mir ebenfalls nicht, Spotify, Deezer usw. sind nur andere Dienste für die ich keinen erkennbaren Grund sehe zusätzliches Geld ausgeben zu wollen. iTunes Match könnte interessant sein, aber erst nachdem die das DateiLimit von 25.000 aufgehoben haben. Ich bleibe zumindest derzeit bei meinem System, selbst Dateien zu hosten und mich auch darum zu kümmern.

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unerwartet

05 Dezember 2015

Man stelle sich vor, in einer etwas engeren Strassenumgebung, mit links und rechts parkenden Autos. Deren Parkstil lässt vermuten, dass je später man in der Siedlung einen Parkplatz sucht/benötigt, umso rigoroser ist man im Umgang mit der StVO um die freien Flecken. Es ist also eng und dunkel noch dazu. Hier gibt es eine Kreuzung, die von 2 Seiten an belebte Strassen angrenzt und die anderen beiden Seiten münden in eine eher beschauliche Lage. 

Des Morgens fahre ich den Weg von der beschaulichen Seite entlang in Richtung der Kreuzung. Auf dem Weg dorthin überfahre ich fast eine militante Radfahrerin, die das mit der dunklen Kleidung und der tageslichtschwachen Zeit nicht verstanden hat. Ich war so sauer, dass ich sie durch geöffnete Fenster gebeten habe, sie möge sich doch einfach selbst im Wald erschiessen, anstelle drauf zu vertrauen das ein unbeteiligter Verkehrsteilnehmer sie unter der Motorhaube begräbt und sich Zeit seines restlichen Lebens dann Vorwürfe macht. Hat sie nicht verstanden und gab mir mit einem kommunikativen Handzeichen zu verstehen, ich solle mich doch ins Knie ficken. Nun ja.

Ich fuhr weiter auf die Kreuzung drauf, lies mein Knie aber in Ruhe, als von der verkehrsreichen Seite ein Wagen heran preschte. Der Wagen kam von rechts und hätte Vorfahrt gehabt, wäre ich nicht schon auf der Kreuzung gestanden, deswegen fuhr ich weiter. Es began ein entrüstetes Hupen des Wagens der seine Vorfahrt nachträglich einforderte. Ignorant fuhr ich weiter und der Wagen ordnete sich hinter mir ein, nicht ohne weiterhin lautstark auf sein gestohlenes Recht aufmerksam zu machen. 

Eine Kurve, dann noch eine Kurve, dann noch eine, der Wagen fuhr weiter hinter mir her. Spannend. Da sucht wohl jemand Streit auf die persönliche Art. Ich fuhr zum Parkplatztor und hielt die Zugangskarte aus dem Fenster an das Lesegerät, der Wagen weiter hinter mir. Ich erwartete schon in der kurzen Haltepause die Tür hinter mir schlagen zu hören und stelle mich auf sinnloses Gebrülle ein. Es kam aber nichts. Ich fuhr auf den geschlossenen Parkplatz, der wagen auch, mein Parkplatz war 2 Reihen vor dem des anderen Wagens. Wir stiegen aus, sie sieht mich und brüllt über den Parklatz zu, dass ich wohl vollkommen bescheuert wäre.

Ich gehe in ihre Richtung und sage, da ich schon auf der Kreuzung war. Sie solle sich nun nicht mehr aufregen, dafür wäre es deutlich zu früh. Sie beharrte, sie hätte Vorfahrt gehabt und ich hätte ihr diese genommen. Es wär nur ihrer schnellen Reaktion zu verdanken gewesen, dass sie mir nicht in die Seite gebrummt wäre. Ich Depp. Mir war es deutlich zur früh für den Scheiss. 

Ich liess das so unkommentiert stehen und ging zurück zum Auto um meinen Rucksack zu holen, während Sie ihre Tür mit Karacho zuwarf und mit einem unwirsch hektischen Gang ins Bürohaus began. Da musste ich leider auch hin, weil es ist auch mein Bürohaus. Sie ging mit weiten Schritten vorweg, ich mit meinen mittlerweile aufgesetzten Kopfhörern und im von mir künstlich gehaltenen Abstand hinter ihr her. Sie steht an der Tür, findet ihre Zugangskarte nicht, ich schon.

Jetzt müsse sie sich von mir Depp auch noch die Tür aufmachen lassen. Jetzt bin ich genervt. Sie ist letztlich alt genug einen Führerschein zu haben, aber nicht ausreichend erwachsen um sich wegen einer völlig banalen Situation hier nicht zur Vollidiotin zu machen. Ich habe keinen Bock drauf mich von einer überspannten Idiotin um die Uhrzeit blöd anmachen zu lassen, also solle sie ihr Maul halten bevor ich richtig unhöflich würde. Sie schnaubte und lies sie zuerst eintreten, nachdem ich meine Karte an den Leser hielt. Sie nahm die Treppe, ich den Aufzug zur, war mir auch lieber so.

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Fremd

05 November 2015

Den Führerschein machte ich mit 18, kurz danach ein Auto und seit diesem Tag hatten meine Wagen alle ein Kennzeichen, das mit “MZ” (Mainz) beginnt. Das musste so sein, das gehörte so. Immer schon. Seit heute ist diese <30 jährige Tradition durchbrochen, denn der Corsa hat nun ein “WI” (Wiesbaden) vorne dran. Der Wagen fühlt sich seit dem auch überhaupt nicht wie meiner an. Wenn ich mein Auto mal in einem fremden Parkhaus abstelle und später wieder finden soll, werde ich das nicht, ganz sicher. Ich weiß es. Bestimmt. :knirsch:

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Stöckchen – 11 Fragen

29 August 2015

Tante Emma vom kleinen Gemischtwarenladen fragt und damit man nicht nein sagen will, hält sie jedem potentiellen Stöckchenadressat ihr Töchterchen vor die Nase. Kindchenschema und so, man soll sie als sehr unglückliche Mutter sehen, wenn man nicht antwortet. Dem Kind zuliebe. Perfide, aber wirkungsvoll.

1. Warum hast Du mit dem Bloggen begonnen? Eines Abends im Chat mit einer lieben Freundin zeigte sie mir, dass sie anstelle eines Tagebuches ein Blog eröffnen wollte. Schon vorher hatte ich mich an anderer Stelle erfolglos im bloggen versucht. Erfolglos deswegen, weil ich es an falscher Stelle und mit ungeeigneter Technik tat. Persönliches Tagebuch ist nicht mein Ding, aber hin und wieder aus dem Alltag zu erzählen indes schon. So kam ich drauf es noch einmal mit WordPress zu versuchen.

2. Welcher Artikel hat völlig zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit erhalten? Ich wüsste keinen Beitrag, der nach meinem Verständnis ungerechterweise untergegangen sein könnte. Welcher Beitrag hat Dir bisher am meisten bedeutet? => http://www.thatblog.de/2008/05/28/damals-1991/

3. Hund oder Katze? Warum? Hund. Ich mag es nicht, wenn Katzen überall in der Wohnung herumlungern, Hunde machen das nur auf dem Boden oder der Couch und sind folgsamer als Katzen, kratzen nicht wenn der Hafer sticht und müssen nicht vor die Tür begleitet werden. Ich mag Gassi gehen.

4. Für was kannst Du Dich zu jeder Tages- und Nachtzeit begeistern? Gitarre, Online-Gaming (CS:GO), Internet, meine Musik-Libary,

5. Ohne welches Lebensmittel könntest Du nicht leben? Keine Einschränkung, außer Leber und Spargel.

6. Welches ist Dein Alltime-Favourite-Buch? Und warum? Jenseits von Afrika, weil mich die Geschichte einfach jedes Mal wieder holt.

7. Was bringt Dich sofort auf die Palme? persönliche Angriffe, eine ’nach-mir-die-Sinflut’ Einstellung, %einiges sehr privates%

8. Was ist eine echte Macke von Dir? Ich habe meine Sachen gerne und sicher im Griff, das kann für andere manchmal sehr nervig sein.

9. Wenn Du eine Sache in Deinem Leben ändern könntest, welche wäre das? Es gibt bestimmt etwas, mir fällt aber nichts ein.

10. Mit welcher Person des öffentlichen Lebens würdest Du gerne eine private Unterhaltung führen? Warum? Es gibt natürlich öffentliche Menschen für die ich ein gewisse nicht näher erklärbare Sympathie hege, aber deswegen mit denen privat reden? Ich wüsste gar nicht worüber.

11. Wein oder Bier? Bier. Nennt mich Banause, ich finde Wein schmeckt scheisse und das Gedöns beim gesellschaftlichen Essen geht mir auf den Sack. Schon alleine deswegen brüskiere ich bei Bedarf gerne und bestelle mir als einziger ein Bier.

Stöckchen sollen ja weiter gereicht werden. Da ich kein Kleinkind habe, dass ich Ihnen allen potentiellen Opfern entgegen halten könnte, oder Katzenbabies oder Otter, dürfen Sie somit frei entscheiden, ob Sie die Fragen mitnehmen und bei sich beantworten. live long and prosper.

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Zwangsgespräch

08 August 2015

Uns drängt es zu einer Pizza und einem Salat, von dem vor kurzem wieder entdeckten alten Pizzabäcker. Ich bin etwas zu früh zum abholen, so werde ich von einem anderen Wartenden in ein Gespräch über den örtlichen Fussballverein verwickelt. Wobei Gespräch ist zu viel gesagt, Monolog trifft es eher. Er versucht mich wortgewaltig mit seinem geballten Wissen um alle möglichen Insights des Vereins zu beeindrucken und je teilnahmsloser ich diesbezüglich werde, um so mehr bemüht er sich mit stechenden Blick und aufmunternden Kopfnicken doch endlich eine anerkennende Reaktion von mir zu bekommen. Um ihm die Last etwa zu nehmen drehe ich mich von ihm weg und beschäftige mich mit dem Smartphone. Juckt ihn aber nicht sonderlich, spricht er halt einfach lauter. Der Blick des Pizzabäckers und meiner treffen sich und nahezu gleichzeitig rollen wir unauffällig mit den Augen. Kurz drauf lachen wir uns an, während der Fachmann die zig Millionen Euro, die dem Verein aufgrund offensichtlich gravierender Transferfehler nicht in die Kassen gespült wurden, fortlaufend wehmütig bejammert. Auch wenn ich eigentlich erst als zweiter dran bin, meine Pizza ist auf wundersame Weise schneller fertig und er schickt mich damit wieder nach Hause.

5 Kommentare | Rubrik(en): genervt, geschmunzelt | Tags: , ,


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