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Raucherpech

31 Juli 2009

Rauchen im Auto geht nach meiner Auffassung gar nicht. Da steige ich schon gar nicht ein, weil sich mir ob der merkwürdigen Mischung aus kaltem Rauch, Asche, Autoinnenraum (Zwischenfrage: Wer kann beschrieben,  wie genau der Eigengeruch eines Fahrzeuginnenraum ist?) und was weiß ich noch allem, spontan der Magen umdreht. Aber bitte, jeder muss tun, was er tun muss. Die A66 ist heute morgen leidlich betriebsam, bei ~120km/h lausche ich

[Marlango – Madness]

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Vor mir ein Fiat-Kombi, der aus dem Seitenfenster in regelmäßigen Abständen kleine Rauchwölkchen absondert und im Fahrtwind schnell unsichtbar werden. Der Fiat wird langsamer, ich habe keine Lust dazu und setze zum überholen an. Wie es nun mal ist, auf gleicher Höhe schaut man kurz rüber, um zu sehen wer drinnen hockt. Ich Wirklichkeit ist man ja nicht neugierig, sondern prüft ob die eigene Geschwindigkeit dazu geeignet ist gut und sicher an dem anderen Wagen vorbei zu kommen und wann man selbst wieder auf die Spur scheren darf.

Ich sehe Puck am Steuer des Fiat sitzen, sprich eine Frau mit Sonnenbrille und Gläsern so groß wie aufgespannte Sonnenschirme. Es ist ein grotesker Anblick. Ihren Arm hat sie oben auf der Innenseite der Tür aufgelegt, lasziv balanciert sie in der Nähe des Fensterschlitzes eine Kippe in der linken Hand, die rechte Hand hat das Lenkrad oben fest im Griff. Eine beachtliche Anzahl Goldreifen zieren den Arm mit der Zigarette, so eine Klimper-, Rassel und Dschingderassabumtante also. Eine schon fast unverzeihliche Unart der autofahrenden Raucher ist sehr sehr häufig, die Kippe nach dessen Genuss einfach aus dem Fenster zu schnippen. Da Ihre Hand zu dicht am Fenster ist, geht das Schnippen mit der scheinbar gewünschten Lässigkeit und Eleganz wohl nicht, also wandert die linke Hand mit der Kippe an das Lenkrad. Die rechten Hand angelt sich mit spitzen Fingern die Kippe um sie dann zwischen Daumen und Zeigefinger geklemmt aus dem Fenster schnippen. Es kommt wie es muss, ich sehe Funken am Fenster auseinander stoben, weil sie wohl nicht den Fensterschlitz getroffen hat, sondern das Fenster selbst. Ergo ist die Kippe mitsamt der Restglut wieder im Auto. Keine Schadenfreude jetzt, ich beeile mich stattdessen lieber schnell aus dem Weg zu kommen, weil wenn sie die Nerven verliert, sie vermutlich anfängt mit dem Auto zu flippern. Muss ich nicht haben, also gebe ich feste Gas und setze mich mit gebührendem Abstand vor sie. Im Rückspiegel sehe ich hektisch ihren Kopf im Auto herumwuseln. Als sie es dann scheinbar doch merkt, dass sie im Begriff ist richtig Scheiße zu bauen, zieht sie radikal rechts rüber, um auf dem Steitenstreifen zu halten. Den Rest habe ich nicht mehr verfolgen können, sondern habe nach vorne geschaut und

[Marlango – My Love]

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gehört und mich gefreut, dass es endlich mal einen Raucher erwischt hat nichts passiert ist, außer einem Brandfleck vielleicht. Hätte auch schief gehen können und ich hätte es fast vergessen zu erzählen. Ein schönes und sonniges Wochenende Euch allen.

7 Kommentare | Rubrik(en): gefreut, gesehen, gespannt


Shorties 37

31 Juli 2009

  • Blumen sind mir eher lästig und haben für mich seit jeher einen faden Beigeschmack, wenn sie denn verschenkt werden. Die Vase im new Beetle und ein Sonnenblümchen darin fand ich letzthin wiederum sehr schick. #weak
  • Ungerechtigkeit in der Familie. Auch ich möchte hin und wieder dunkle Gummibärchen naschen und nicht immer nur die übrig gebliebenen Hellen. #hmpf
  • Das Hörbuch kommt gut voran, dass neue Vorwort ist hoffentlich und endlich fertig und wird hoffentlich und endlich am Wochenende aufgenommen. Das erste Kapitel wird wieder mal noch überarbeitet. Testweise habe ich ein Kapitel schon mal aufgenommen, oder besser es versucht. Das ist schwerer als gedacht, denn ich verhasple mich immer wieder richtig schlimm und außerdem stimmt die Betonung nicht. Muss ich weiter üben, bis es gut genug ist.
  • Wollte doch der Runnerspoint für eine noname ¾ Laufhose tatsächlich 45€, die gleiche Hose in deren Onlineshop kostet dagegen nur 26€. *hm
  • Zwei Knaben spielten auf einer Fiedel, sie spielten gar manch schön Liedel, da hängten sie die Fiedel in den Schranke, da sagte die Fiedel danke. (Fredl Fesel)
  • Er stand hinter mir an der Kasse, stank wie ein Trupp Bierfreischwimmer im Aschenbecher und hustete herzhaft in meinen Rücken. Da sagt die kleine Göre hinter ihm in der Schlange „Mama, ist der Mann krank?“. Mama sagt ganz souverän, „Ne Süße, noch nicht. Der Mann raucht nur zuviel Zigaretten und trinkt zuviel Bier und könnte auch mal wieder ein Bad gebrauchen“. Er verdrückt sich daraufhin schlagartig die Husterei, die Göre tritt vor und schaut interessiert fasziniert in sein Gesicht. Er läuft rot an und grinst zu ihr herunter, blockiert aber weiterhin seinen Husten. Kinder sind einfach entwaffnend.
  • Und immer den Kopf schön über der Wasserkante halten!
  • Sinn und Zweck einer ReadMe Datei, sofern vorhanden ist diese vorher zu lesen. Wenn man sie liest und nicht versteht, weil die Formulierungen und die Wortwahl so kompliziert wie möglich gestaltet wurde, ist das wieder ein ganz anderes Thema.
  • Warum findet das XP die heimische Time-Capsule nicht mehr? #scheiss #technik

2 Kommentare | Rubrik(en): ge'Apple't, gefragt, gehört, geschehen, gesehen, gesorgt, gespannt, gewundert | Tags:


Die Sache mit der Aufmerksamkeit – Fremdinhalt

30 Juli 2009

Das ist einfach nur gut und so passend. Arbeiten mit und im Internet wird immer unmöglicher, also manchmal. Aber lest selbst:

Die Sache mit der Aufmerksamkeit
by DonDahlmann.

Vor drei Stunden einen Text angefangen. Überschrift geschrieben. Dann poppte was bei Twitter auf, was genau habe ich vergessen. Was ich dann gemacht und mir angesehen habe, auch.

Eine halbe Stunde später wieder bei dem Text gelandet. Gedacht, ich habe einen Teil der Überschrift noch in der Zwischenablage. Als ich “Einfügen” aufrief kam ein völlig anderer Begriff, den ich vergessen hatte, aber zehn Minuten zu vor unbedingt googlen wollte. Also ins Suchfeld. Vier Seiten mit dem Begriff gefunden, aufgemacht.

Eine Stunde später und ca. 15 Tabs später vergessen, dass ich einen Text schreiben wollte. Erst mal geschaut, was es neues in den Feeds und bei Sponline gibt. Nachricht per Twitter fürs Racingblog bzgl. einer neuen Stream-Seite bekommen. Angeschaut. Angemeldet. Auf Bestätigungsmail gewartet. Dabei zwei andere Mail gesehen und beantwortet. Bestätigungsmail bekommen. Account aktiviert. Gesurft.

Eine halbe Stunde später auf Links zu Streams gestoßen. Aufgerufen. Geht nicht. Mich gewundert. Quelltext ausgelesen, um zu sehen, ob es einen Verweis zu Quelle gibt. vettle.com gefunden. Seite aufgerufen. Erst mal Software runtergeladen. Katze stellt sich vor den Monitor und will irgendwas. Was genau hat sie offenbar vergessen, denn sie will nicht gestreichelt werden. Schiebe Katze auf ihren Schlafplatz.

Fertigen Download gesucht. Festgestellt, dass mein Downloadordner voll gestopft ist. Erst einmal geschaut, was da alles rum fliegt. Drei Programme installiert, zwei weitere gelöscht. Dabei fiel mir ein, dass ich aus dem Autostarteinträgen seit Wochen was löschen wollte. Autostartordner gesucht, gefunden, Einträge gelöscht. Katze legt sich so hin, dass ich die Maus nicht mehr nutzen kann. Katze weg geschoben. Katze beleidigt. Mail bekommen. Spam. Getwittert, dass ich heute keine Arbeitsmoral habe.

Veetle installiert. Webseite wieder mit Chrome aufgerufen, aber die Meldung bekommen, dass Veetle nicht mit Chrome geht. Mit spitzen Fingern IE8 aufgemacht. Veetle aufgerufen und mich gefreut, dass es einen CNN USA Stream gibt. Angemacht. Fünf Minuten geschaut. Gefreut. Was zu trinken geholt.

Dann fiel mir ein, dass ich vor drei Stunden einen Text angefangen hatte und das man so ja auch nicht arbeiten kann. Überlegt, was ich in der Zwischenzeit gemacht habe. Beschlossen es aufzuschreiben, woraus dann dieser Text geworden ist.

Der andere Text ist immer noch nicht fertig. Aber die Headline steht ja schon mal. Was macht eigentlich die Katze?

[quelle: dondahlmann.de]

Wer findet sich hier nicht wieder?

7 Kommentare | Rubrik(en): gelesen


Urlaubsvorlieben – Stöckchen

29 Juli 2009

Weil das Schnitzwerkzeug noch ausgepackt herum liegt, wirft bonafilia gleich noch ein Stöckchen hinterher. Fragen und Antworten zu den persönlichen Urlaubsvorlieben. Also dann:

Lieber Heimat- oder Auslandsurlaub?

Da bin ich leidenschaftslos. Zu Hause fühle ich mich auch sehr wohl, hierzulande ist es häufig ebenso so schön wie in der Fremde. Ich muss nicht möglichst weit weg, nur damit ich dann im Büro angeben kann. Außerdem widerstrebt es mir, wenn eine Reise die Ersparnisse eines ganzen Jahres auszehren würde. Was bleibt denn nach 3 Wochen übrig? Wenn ich Geld für eine Urlaubsreise in die Hand nehme, möchte ich einen im Verhältnis vertretbaren Gegenwert erlangen und nicht nur um die eigene Haut zu bräunen oder viele Speicherkarten vollknipsen zu können, möglichst weit weg zufahren.

Ans Meer oder lieber in die Berge?

Der Erzeuger schleppte mich immer in diese grässliche Gegenden, wo man nichts machen könnte, außer zu klettern, sitzen, grässliche Musik verabreicht zu bekommen und Menschen zuzuhören, die man mitunter überhaupt nicht verstand und die sich so gar keine Mühe gaben. Immer wieder wurde ich auf nutzlose Berge oder in feuchtkalte Kämme gejagt, nur um dann wegen Wolken oder sonstiger Unwegsamkeit doch nichts zu sehen. Heute weiß ich wohl, dass auch die Berglandschaft schön sein kann, doch sitzt die Aversion viel zu tief. Keine Berge mehr – never ever.

Auch mal Städtereise buchen?

Gerne, wenn es etwas interessantes zu sehen oder zu erleben gibt, warum nicht. Solange dort nicht geschossen, entführt, abgezockt wird, oder man sich klerikaler oder monarchischer Dauerbeschallung aussetzen muss, bin ich sicher auch für eine Städtereise zu haben.

Welche Länder würdest du gerne mal bereisen?

Malta, Australien, Canada, Kenia, USA, Alaska, Japan, Südafrika

Welche Länder möchtest du niemals bereisen?

In Ländern, in denen schon fast Jagd auf Touristen gemacht wird, oder Bomben in Touristenarealen gelegt werden/wurden, in nahezu alle extrem-muslimischen Länder, ebenso wie in Diktaturen oder Länder der 3. Welt zieht es mich schon mal definitiv nicht. Wobei ich mich hier auf Nachrichten, Internet und ggf. auch das auswärtige Amt berufen würde.

Total relaxen oder lieber Land und Leute kennenlernen?

Beides. Alles zu seiner Zeit und bitte immer in Ruhe oder Gelassenheit. Gerne auch auf Touristenpfaden, aber doch lieber rein ins wilde fremde Leben und dort schauen, hören, lernen, erleben.

Ausländische Spezialitäten kennenlernen oder lieber heimische Kost?

Ausländische Spezialitäten.

Welche Länder hast du schon kennengelernt?

Kroatien, Österreich, Spanien, Frankreich, Dänemark, Holland, Belgien

Welche Städte hast du schon besucht?

Zu viele, um die hier alle aufzuzählen. Wenn ich die innerdeutschen Städte ausspare: Krk, Linz, Wien, Graz, Barcelona, diverse Orte an der Costa Brava, Madrid, Marseille, Lille, Straßburg, Kopenhagen, Rotterdam, Amsterdam, Brüssel,

Dein schönstes Souvenir?

Erinnerungen, Erlebnisse, das schöne Gefühl willkommen gewesen zu sein.

Lieber Sommer- oder Winterurlaub?

Sommer.

Fühlst du dich fremd und unsicher in einem fremden Land?

Ja und nein. Die ersten 2-3 Tage in der Fremde stimmt es schon, da halte ich mich stark zurück, schaue mir erst alles an, wie ist der Lauf der Dinge, wie wird was gemacht und versuche so den Takt des fremden Lebens um mich herum aufzunehmen. Dann passe ich mich soweit als möglich an und dann gehe ich auch auf Leute zu.

Genierst du dich deine bescheidenen Sprachkenntnisse in deinem Urlaubsland anzuwenden?

Nein. Hände, Füsse, Englisch, Deutsch, Zeichensprache. Wenn mein Gegenüber mitmacht, passt das schon. Gerne versuche ich mir Floskeln abzuschauen, so dass zumindest die örtlich üblichen Höflichkeits-Grundlagen, wie z.B. Guten Tag, Bitte, Danke, usw. ohne auf Sprachbarrieren zu stoßen, vermittelt werden können.

In welchem Urlaubsland hat es dir bis jetzt am besten gefallen?

Alle hatten ihren Charme, Kroatien genauer Krk abseits der ‚großen‘ Städte ist mir jedoch in sehr guter Erinnerung.

Ergänzung: Magst Du Wohnmobile, Zelte oder andere Arten von Camping?

w i d e r l i c h – geh mir bloß weg.

Wie bekannt werfe ich bekanntlich nicht gut, also möge sich bitte jeder nach Herzenslust selbst bedienen.

24 Kommentare | Rubrik(en): gefangen | Tags:


Stöckchen: Fragen der Poplyrik

29 Juli 2009

Die Welt des Wissens wirft sehr elegant ein Stöckchen zum schnitzen in meinen Garten.

Who are you? Who who, who who?

The good, the bad and …. ?

Why does it always rain on me ?

Where else?

What shall we do with the drunken sailor?

go away

How many roads must a man walk down, before you can call him a man ?

Eine genügt völlig, wenn es denn die Richtige ist. Das weiß der Mann aber erst, wenn er am Ende der Strasse ist. Auch das macht es so knifflig.

How will I know?

Trust yourself.

Sag mir wie viel Sternlein stehen an dem Weiten Himmelszelt?

Wenn ich doch nur genug Zahlen hätte. #sigh

Was it all worth it was it all worth it?

Yes! Always and forever

Fertig. Dafür, dass ich mit Lyrik in der Form wenig anfangen kann, ging es dennoch flott. Herzlichen Dank liebe Welt und ich hoffe die Antworten sind passend.

Da ich infolge einer lästigen Sperre in der Schulter nicht wirklich mehr gut werfen kann, stelle ich es jedem frei sich zu bedienen. Habt alle einen sonnigen und schönen Tag.

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