thatblog.de

Sonntagsshopping

01 March 2009

Meine Meinung über DRM und derer die glauben über diese Abzockermethoden mich als zahlenden Kunden gewinnen zu können, haben ich hier schon kund getan. Insofern freute mich mich bei der letzten Keynote zu erfahren, dass Apple zukünftig DRM-freie Titel im AAC Format über den iTunes Music Store (iTMS) anbieten wird. Im Zuge dieser fast schon als Revolution zu nennenden Neuerung wird auch die Preisstruktur angepasst. Zu dem vormaligen Einheitspreis 0,99€ pro Titel halten mit 0,69€ und 1,29€ weitere Preise ihren Einzug in den iTMS. Persönlich finde ich 0,99€ als auch 1,29€ weiterhin Wucherei und werde meinen Boykott auf die Titel mit 1,29€ aufrecht erhalten.

Weil ich dem ‘unbedingt-haben-will-Level’ nicht standhalten konnte, wurden schon 6 mal DRM-Alben für 9,99€ über iTMS gekauft. Die wurden dann ganz regulär nach mp3 unformatiert und ich war wieder zufrieden. Wie schon vor ein paar Tagen macht der iTMS nun wieder eine Sonderaktion. Für nicht mehr ganz aktuelle Alben gerade mal noch 5,99€. Klasse – gleich mal wieder stöbern.

itms_nice_price

2 Kommentare | Rubrik(en): gefunden, gesehen


Zahlenspicker

01 March 2009

Lange habe ich widerstanden, doch vor kurzem habe ich mehr unfreiwillig das WordPress Stats-PlugIn installiert und auch in Betrieb genommen. Das sowieso schon nur sehr selten und unregelmäßig stattfindende durchaus als old fashioned zu bezeichnende Auslesen der WebServerLogs hat seine Zeit überdauert, da das Tool bei meinen letzten Versuchen mit kryptischen C++ Fehlermeldungen mitten im Auslesevorgang reproduzierbar abschmiert. Pech. Da das Tool seit 2000 schon nicht weiter entwickelt wird, ist es nun also vorbei. Der Knackpunkt an der Sache ist, dieses Tool war der letzte Berührungspunkt aus meinen Anfängen im IT-Support. Mit diesem Tool habe ich seinerzeit begonnen Kundendienst Support für mich auch in der IT zu lernen und darzubieten. Seit damals ist viel, sogar sehr viel beruflich passiert. Der Druck auf den Schalter “Deinstallieren” in der Softwareverwaltung von XP löst so viele Erinnerungen an die Zeit aus. Daher fühlt sich die ganze Situation wie eine Kapitulation an und auch wieder nicht, wie Sentimentalität nun mal ist.

Da die WP-Stats quasi in Echtzeit ermitteln und auflisten, kann ich mich regelmäßiger und deutlich bequemer über die Referrer und Suchbegriffe die zum thatblog führen informieren. Was ist damit mache, weiß ich noch nicht. Im Moment möchte ich es einfach nur wissen, glaube ich. Ganz sicher werde ich keine neuen Stuhlkreis gründen, oder gar eine noch eine Praxis eröffnen. Die derzeit bestehenden Onlinehilfeangebote bei der miesantrophischen Fr.Dr. buchstaeblich, der profunden Welt des Wissens, dem weltbeherrschenden Fellmonster oder auch vielen anderen Mitbloggern genügen völlig, da braucht es keine weitere Spezialpraxis. Das können die aufgeführten Spezialistinnen deutlich besser.

2 Kommentare | Rubrik(en): gefühlt, gemacht


Müssen muss ich gar nicht

27 February 2009

ich_muss_gar_nichts

@RadioBob

  1. Könnten Sie es bitte unterlassen, mir gegenüber diesen Befehlston auf Ihrer WebSeite anzuschlagen. Darauf reagiere ich höchst allergisch. Müssen muss ich überhaupt nichts, ich möchte mir vielleicht Ihre WebSeite ansehen.
  2. Die Wortwahl als solche ist schon recht massiv. Mein Vorschlag ist: Um die WebSeite vollständig nutzen zu können, aktivieren Sie bitte in Ihren Browser JavaScript und installieren mindestens Flash 8. Kling doch viel freundlicher und einladender.
  3. Mir persönlich geht dieses bunte Gezappel, nervtötende PopUps, Flash-Werbe-Banner Vorhalten/Aufdrängen richtig auf den Sack. Deshalb ist über NoScript und AdBlock dieser liderlichen Belästigung ein grundsätzlicher Riegel vorgeschoben. Dafür können Sie nichts, es ist meine bewusste Entscheidung und doch geht Sie diese überhaupt nichts an.
  4. Auf der anderen Seite, warum bauen Sie überhaupt solche künstliche Hürden auf? Ihre WebSeite soll ein Aushängeschild für Sie sein, die jedem unabhängig seiner Fähigkeiten und Kenntnisse zur Verfügung stehen sollte. Dafür macht man WebSeiten doch auch, oder etwa nicht? Finden Sie es wenn wirklich einladend, wenn Sie am Eingang eines Ladens mit den Worten begrüßt werden: “Hier sind Turnschuhe, Jenas und Gelbe T-Shirts sowie auch braune Augen nicht erlaubt? Bitte ziehen Sie sich um und nutzen Kontaktlinsen.” Wie fühlen Sie sich da?
  5. Ansonsten pustet Ihr geile Musik in den Äther und macht mir wieder Lust auf mehr Radio. Gerne gebe ich zu, heute Morgen zu Fleetwood Mac das Radio im Schlittchen an den Anschlag getrieben zu haben, damit man mein schauerliches Mitgegröle leidenschaftliches Mitsingen von außen nicht ertragen musste hören konnte.

    [Fleetwood Mac - the chain]

  6. Ich hoffe sehr, die Werbung und die Hörerhinweisbelästigungen (gerne auch Branding genannt) werden sich auch künftig im Rahmen heutiger Ausmaße halten, sonst fliegt auch Ihr wieder aus meinem Senderspeicher.
  7. Bin ich heute mies gelaunt, sonst wäre es zu diesem Beitrag vermutlich gar nicht erst gekommen.

In diesem Sinne, ein dennoch schönes und erbauliches Wochenende Euch allen. #samstagarbeit.suckz.ass

12 Kommentare | Rubrik(en): gelesen, genervt


Messezeit

26 February 2009

Es steht die (noch) größte IT-Messe hierzulande an, die CeBit. Wenn man die Presse, die Newsletterverweise, die unzähligen Messeposts, die diversen Ankündigungen aller namhaften Hersteller, usw. erfolgreich ignoriert und man diese Phase der Messevorbereitung erfolgreich verdrängt hat, wird man spätestens dann auf den Boden der Tatsachen geholt, wenn die Eigenadressbuchdurchforster ihre “Hallo, ich bin noch da” Mail senden. Davon gibt es leider heuer reichlich.

Menschen die unbedingt noch einen Slot auf ihrem Stand besetzen müssen, damit Cheffe sieht “Schau hin, alles schon ausgebucht, ich bin fleißig”, bis zu Business-Menschen die scheinbar aus purer geschäftlicher Verzweiflung eine mitunter deutlich zu persönlich gefärbte E-Mail verfassen. Das ganze Prozedere gehört irgendwie auch zum Business, aber ich mag es dennoch nicht. Im Ghostwriter sind deshalb schon lange ein paar diesbezügliche Floskeln vorbereitet, die werden verschickt und sollten bis zum nächsten Jahr halten, falls ich nicht schon vorher aus deren Adressbuch fliege.

Eine dieser ‘Hallo’ Mails ist mir in der Menge dennoch aufgefallen. Doch dazu gibt es eine Vorgeschichte:

Vor etwa 3 Jahren ging es eine neue Telefonanlage für die Firma zu leasen und einbauen zu lassen. Mithilfe eines überschaubaren Pflichtenhefts wurden die üblichen Verdächtigen der Branche von mir mit der Bitte um Abgabe einer Offerte angeschrieben. Es folgte der normale Gang, bis 2 Anbieter übrig blieben. Diese Beiden lud ich mir ein, um Details der Offerte zu besprechen. Einer der beiden Kandidaten schlug mit 3 Leuten bei mir auf. Etwas überzogen für eine verhältnismäßig kleine Anlage, aber es ist ja nicht mein Geld.

Wie in Meetings üblich hielt man zuerst etwas Smalltalk und sollte dann aber irgendwann zum Geschäft kommen. Doch diese drei hatten anderes im Sinn. Man referierte über die Vorzüge der Hubber-Blubber GmbH, vor allem als Hardwarelieferant für Laptops, PCs und Server für die wir sicher Verwendung hätten. Man versuchte mehr oder weniger unverblümt unsere Quellen zu ergründen, unsere dortigen Konditionen zu erfragen und so weiter. Aus Höflichkeit spielte ich etwas mit, gab aber nichts wirklich verwertbares von mir. Zu meiner Verwunderung bremste meine offensichtliche Zurückhaltung die 3 nicht etwa aus, sondern stachelte sie gar noch an mich weiter im Thema zu behelligen, so wie schlechte Vertriebsleute nun mal sein können. Wobei 2 eher die ruhigen Vertreter waren und nur einer so penetrant war.

Nach ~10 Minuten bat ich zum eigentlichen Grund des Treffens, also unserer neuen Telefonanlage zu kommen. 3 Sätze später waren die schon wieder bei Leasingkonditionen für Server, Laptops und Desktops. Das wurde mir zu bunt. Erneut bat im unabsichtlich zu unwirschen Ton dieses Gesprächsthema nun endgültig zu beenden und mit mir bitte die Details zum Angebot zur Lieferung der Telefonanlage zu unterbreiten. Und zur Untermauerung meiner Aussage schob ich noch nach, dass wir kein Interesse unseren bisherigen Händler zu wechseln hätten. Darüber könne man ggf. gerne reden, wenn die Telefonanlage von der Hubber-Blubber GmbH tatsächlich eingebaut werden sollte und wir damit zufrieden wären. Es trat eine kurze Stille ein und wir gingen endlich zum Thema Telefonanlage, für genau 5 Minuten. Auf meine Frage “Welche Vorbereitungen sind getroffen, um die Telefone an unsere PCs anzubinden”, ging es jedoch sofort wieder los, dass man zur Anlage auch die passenden Laptops und PC liefern könne usw. usw.. *argh*

Wie der Ruediger nun mal sein kann, wenn er extrem genervt wird, gibt es kurze knackige Rundschläge ohne weitere Vorwarnungen. Ich stand auf und wollte zum Erstaunen der Drei das Meeting vorzeitig beenden. Ich bedauerte ihre Zeit verschwendet zu haben, denn offensichtlich hätte die Hubber-Blubber GmbH kein Interesse für Telefonanlagen zu liefern und einzubauen. Nach einer kurzen Phase der Verwunderung trat eine gewisse Empörung über mein rüdes Verhalten zu Tage. Wir einigten uns dann, ausschließlich über das Angebot zu sprechen und sonst über nichts. Der Penetrante verabschiedete sich daraufhin und die beiden Ruhigen blieben. Sollte mir auch recht sein. Der Rest des Meetings war schon etwas angespannt, aber komplett im Thema. Sie kamen wegen der Konditionen und der kostenpflichtigen Serviceleistungen dann letztlich doch nicht zum Zuge.

Heute bekomme ich also eine “Hall-wach” Mail von der Hubber-Blubber GmbH von dem Typ, der damals das Meeting vorzeitig verlassen hat, mit diesem Inhalt:

Ich möchte Ihnen, als Außendienstmitarbeiter der Blubber-Blubber GmbH, einen Wechsel auf ein modernes Telekommunikationssystem günstig ermöglichen. Hierbei erhalten Sie, je nach Größe und Preis des neuen Systems, eine “Abwrackprämie” von bis zu xxxxx,- Euro für Ihre alte TK-Anlage verrechnet – Demontage inklusive.

Ich musste herzhaft lachen, alleine schon wegen der Abwrackprämie für Telefonanlagen. Das wird vermutlich das Unwort für das Jahr 2009. Wenn Marketingabteilungen aufgrund aktueller Umstände schnell kreativ werden müssen wollen, kann auch mal so etwas ‘absurdes’ heraus kommen. Ich schreibe dem Absender, er möge mich doch bitte aus seinem Verteiler nehmen, weil wir uns seinerzeit für einen Wettbewerber entschieden hätten und ich auch für die Zukunft keine Möglichkeiten der Zusammenarbeit sehe.

Ratet was als 15 Minuten später als Antwort kam, “Wenn wir nicht um eine neue Telefonanlage reden wollten, könne man sich ja auch über Laptops, Desktop und Server reden. Man wäre jederzeit in der Lage und auch Willens ……” *argh*  *plonk*

5 Kommentare | Rubrik(en): geärgert, genervt, geschehen, geschrieben, gewundert


8

26 February 2009

Bei der holden Maid stahl ich mir ein Stöckchen. Neu für mich, denn bisher stand ich diesem Blogger-Brauch eher ablehnend gegenüber. Zeiten ändern sich, Meinungen und Ansichten auch. Nun ja, es gilt 8 möglicherweise wissenswerte Sachen von sich aufzulisten:

  1. Kleidung mit V-Ausschnitt sind ein Haßobjekt an mir. Auch wenn die Gattin scheinbar nie müde wird, mir diese immer wieder aufzudrängen.
  2. Mit zurückhaltender Höflichkeit kann man bei mir besser punkten, als wenn man forsch auf mich zu marschiert.
  3. Weil es die holde Maid erwähnte und mir so in Erinnerung rief:
    Die erste LP, die ich mir vom ersten selbst verdienten Geld kaufte, war “Supertramp – Even in the quitest Moments (click|click|click)”. Die LP habe ich heute noch. Ob ich sie noch abspielen kann? Den Thorens habe ich noch, nur wo anschließen?
  4. Persönliche Freundlichkeiten von Menschen die ich nicht wirklich gut kenne, lassen reflexartig Argwohn bei mir aufkommen. Zu meinen Leidwesen spüren das diese Menschen von mir ungewollt und sind oft zurecht verschreckt.  Die Gattin sagt mir immer wieder, ich muss mehr Vertrauen schenken. Das sagt sich so einfach.
  5. Bauernbrot mit grober grauer Leberwurst und scharfem Senf ist eine meiner wenigen Leidenschaften. Dafür lasse ich alles stehen, nur morgens nicht.
  6. Für mich gibt es kaum etwas schöneres, als die Menschen die ich liebe umarmen zu dürfen und die Umarmung auch erwidert zu bekommen.
  7. Ohne ausreichend Zeit und Ruhe bin ich in ungewohnten Gefilden (sowohl örtlich als auch thematisch) nicht heimisch zu bekommen. Das endet fast immer im Fluchtreflex.
  8. Ich fälle recht schnell Entscheidungen und ziehe das was entschieden ist dann aber auch durch. Ende. Ab dem Punkt darf man mit mir nicht mehr diskutieren, besser ist das. Wirklich.

Wer mag, darf sich das Stöckchen gerne mitnehmen.

7 Kommentare | Rubrik(en): gefangen | Tags:


← ältere Beiträge

neuere Beiträge →