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Schlüssel vermisst

11 March 2009

Verloren habe ich keinen, dennoch vermissen ich ihn, den guten alten Autoschlüssel, bzw. das seit den ersten Führerscheintagen gewohnte Auf- und Abschließen. Nie hatte ich an einem meiner Autos den simplen aber heute selbstverständlichen Luxus einer Zentralverriegelung oder gar einer Funkschließanlage. Immer setzte ich den Schlüssel an die Schlösser, völlig automatisch und eigentlich auch unbewusst. Ich sah den Gnubbel hoch oder unten und ich wusste was ich wissen wollte. Heute muss ich nur noch ein Knöpfchen drücken. Und genau diese kleine Bequemlichkeit nervt weiterhin und wirft mich des Morgens immer wieder aus der Bahn. Regelmäßig werde ich mir 200/300 Meter nachdem ich das Schlittchen abgestellt und verlassen habe wirklich unsicher, ob ich nun abgeschlossen habe. Das Bemerken der fehlenden Handlung, nämlich den Schlüssel einzustecken stellt sich erst ein, wenn ich eben nicht mehr davor stehe. Habe ich das Knöpfchen gedrückt oder doch nicht? Leider gibt das Schlittchen bei erfolgtem Schließen per Funk keinen Ton von sich, sondern blinkt lediglich zwei Mal kurz. Doch fürchte ich, dass auch bei zusätzlichen akustischen Rückmeldungen ich es nicht besser hin bekäme. Manchmal genügt es kurz inne zu halten, mich zu konzentrieren um mich dann zu selbst beruhigen. Knöpfchen ist gedrückt, geblinkt hat es auch, alles ok. Doch wie oft laufe ich leicht verstört und verwirrt den Weg zurück und drücke überdeutlich auf den Schließknopf am Schlüssel. Den Schlüssel aber wieder wie gewohnt am Schloss ansetzen mag ich auch nicht, schließlich ist da eine Funkschließanlage. Das mag einer verstehen, ich jedoch nicht.

10 Kommentare | Rubrik(en): geärgert, gelaufen, genervt, gewundert | Tags: , ,


Technikmüde

10 March 2009

Das mir so etwas überhaupt passiert, doch ich bin wirklich und ehrlich technikmüde. Ich habe keinen Spaß daran, mich mit ‘Zeugs’ zu beschäftigen. Alles mag ich einfach nur so nutzen und nicht wissen warum und wie ‘es’ geht. Konfigurationen und das Wissen der Vorgänge unter der Motorhaube sind mir einerlei. Ich kann es derzeit nicht mehr sehen, ich bin des Frickelns müde. Mein Linux verweist und hat schon seit Wochen keine Pflege und Updates mehr erfahren, das Spiele-Windows juckt mich schon lange nicht mehr. Beinahe täglich liegt das PowerBook auf dem Schoss, ohne einen nennenswerten Lerneffekt. Es wird einfach nur genutzt, es macht es mir auch sehr einfach und leicht. Dennoch komme ich mir dabei träge und faul vor. Ganz besonders faul und ganz besonders merkwürdig.

Ein Vakuum ist es dennoch nicht, der Wunsch eine alte Geschichte etwas aufzuarbeiten und hier einzustellen wächst erneut zusehends. Der Feedreader frisst jeden Tag einen guten Teil meine ‘freien’ Zeit auf. Während des Studiums der Blogs finde ich immer wieder tolle Texte und dann denke ich doch bald dort weiter zu machen, wo ich vor ein paar Jahren aus exakt dem gegenteiligen Grund (akute Unlust) aufhörte. Wie kommt das? Die Gattin hätte eigentlich nichts dagegen. Das ist mir sehr wichtig, auch wenn die Geschichte nichts autobiographisches hat. Mir spuken wieder neue Wendungen im Kopf herum, spüre wieder ernsthafte Lust weiter Text zu produzieren. Sobald ich damit aber anfange ist bestimmt wieder bald Schluss mit Vernunft, dann verbringe ich wieder ganze Tage an der Geschichte. Die Maßlosigkeit hier war es vermutlich auch, was mir den Punkt brachte nicht mehr weitermachen zu wollen.

Der mögliche Eindruck von ‘fishing-for-complements’, der sich mir selbst beim Lesen der Zeilen aufdrängt, ist gänzlich ungewollt. Es sind schriftliche Gedanken, von denen ich nicht weiß wohin, sonst nichts.

4 Kommentare | Rubrik(en): gefragt, gewundert


etwas mehr Respekt

09 March 2009

Eigentlich sollte ich meinen Feedreader bearbeiten, so voll wie der ist. Anyway, ein Teil der letzten 4 Tage war Promotion auf dem Messeteppich, Produktinformationen verteilen, Informationen anbieten, Menschen ansprechen, diskutieren, sich auf Themen einlassen die einem unsicher sind, spontane Gespräche mit fremden Menschen führen. Neben der Erkenntnis, dass mir diese Arbeit tierischen Spaß macht, habe ich auch noch etwas gelernt: Deutlich mehr Respekt gegenüber Menschen, die ihr Geld auf der Strasse oder in Kaufhäusern damit verdienen müssen, genau das zu tun was auch ich einen Teil der letzten 4 Tage gemacht habe. Es ist beileibe nicht leicht, auf wildfremde Menschen zu zugehen, um sich oder sein Produkt möglichst angenehm zu präsentieren. Man erlebt die merkwürdigsten Sachen, nur weil der Angesprochene schlechte Laune hat oder eben nicht abgesprochen werden will.

Soweit mich mein Empfinden nicht täuscht, habe ich mich nie in ähnlicher Weise wie teilweise erlebt gegenüber Prospektverteilern, Promotoren derart unwirsch oder unhöflich verhalten, solange man sich mir nicht direkt in den Weg stellte oder den Abstand künstlich zu kurz hielt, dass ich einen Schritt zurück tun musste. Doch werde ich mich fortan bemühen jedem ‘anständigen’ Promotor mit einem lächelnden “Nein, danke” zu verstehen geben, dass ich nicht interessiert bin. Man soll nicht glauben wie angenehm es ist, wenn man auf der anderen Seite steht und eine so kleine schöne Geste erfahren darf. Das motiviert wieder und macht den Job etwas leichter, gerade und besonders wenn man 5 Rüpel hintereinander hatte. Versprochen. #Lektion.gelernt

P.S. Annie Lennox ist einfach geil

P.P.S Meine Füße bringen mich um.

P.P.P.S. Ich geh jetzt ins Bett.

4 Kommentare | Rubrik(en): gelernt, gemacht, geschehen


die letzten 4 Tage

09 March 2009

4 Tage Standbesatzung mitten im Getümmel haben meiner Kondition weniger geschadet, meiner Konstitution jedoch leider schon eher. Die Stimme fieselt, ist dumpf und belegt, die Füße sind ein schmerzender Klumpen, obwohl ich nur gute und eingetragene Schuhe mitgenommen habe, der Rücken bittet um etwas Aufmerksamkeit. “Das ist Materialverschleiß” wie Indy schon feststellte. Ich weiß nicht welche und wie viele Wege ich gegangen bin, es waren sehr viele.

Die Tage waren lang, mental und körperlich anstregender als erwartet, doch mit der Besatzung war auch das ein Erlebnis der Extraklasse, dass ich um nichts in der Welt missen möchte. Wir haben den Stand gerockt (Zitat => D.), wir haben uns mit letztem Einsatz reingehängt, jeder war maximal engagiert und keiner war sich für keinen Job zu schade. Kein Kunde/Interessent ist abgeblitzt, jeder hat seine Antworten erhalten, viele waren mit dem zufrieden was sie hörten, einige auch nicht. Wenn es mal kontrovers zuging, blieben die Menschen vor mir dennoch immer im Rahmen ihrer Möglichkeiten höflich und freundlich. So macht Kundendienst wirklich Spaß, Spaß und noch mehr Spaß.

Trotz der vielen Arbeit hatten auch wir unseren Spaß und den nicht hinter nur verschlossenen Türen, sondern auch draußen auf dem Teppich, mit den Kunden (die auch wollten) und den Nachbarn von gegenüber (sofern die nicht nur very serious Business im Kopf hatten). Unsere kleine Truppe ist in vielen Belangen einzigartig, mit nichts und niemandem aus anderen Firmen zu vergleichen. Ich bin ein Teil davon und könnte nicht stolzer deswegen sein. Da ist keine von Euphorie vernebelte Beurteilung, aus dem Alter bin ich defintiv draußen. Es sind tolle Menschen, es ist ein bombastisches Team. Ich bin ein Fan von Euch allen. Yeah!

1 Kommentar | Rubrik(en): gefühlt, gefreut, geschafft, geschehen


Annie Lennox

09 March 2009

Frauen spielen in meiner musikalischen Welt ein deutliche größere Rolle als Männer. Mit eine der größten Musikerinnen, weil mit einer sensationellen Stimme und einem einzigartigen musikalischem Können gesegnet, ist für mich Annie Lennox. Schon damals zu Zeiten von Eurythmics hing ich an ihren Lippen. Es waren Millionen von Männer in sie verknallt, einer davon sitzt sicher gerade hier. Die Frau kann alles singen, es klingt immer einzig und authentisch. Da bin ich also immer noch ein Anhänger dieser Frau und verpasse es, dass sie mit “The Annie Lennox Collection” ein neues Album draußen hat. Ok, es sind alt Sachen doch auch ein paar Neue dabei.

[Annie Lennox - A Whiter Shade Of Pale]

Nachtrag 12.03.2009:
Da Youtube mal wieder mit dem Einbetten seiner Videos zickt, hier nun der Link. Deren Gehabe ist mittlerweile so kindisch, da ich langsam die Lust verliere Youtube überhaupt noch zu benutzen. (thx Karl und sorry)

iTMS sei dank, darf ich das Manko aber so was von flugs ausgleichen und mich nun verzückt in die Ecke verziehen, um mich meinem übervollen Feedreader zu widmen und ihr zu lauschen. Klasse.

the Collection

1 Kommentar | Rubrik(en): gehört, gekauft


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