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kein Entrinnen

01 Juli 2009

Du kannst nicht flüchten, es gibt kein Entrinnen. Das ist ein mehr oder weniger bekanntes Filmzitat, z.B. als Ankündigung einer dramaturgischen Instanz im Western, weil just in der nun direkten Handlungsabfolge dem Helden etwas böses passieren wird. Eine andere Facette hiervon ist Werbung per Post. Also nutzloser Dreck, welcher auf wehr- und arglosem Papier mit allerlei wert- und sinnlosen Informationsgehalt gedruckt wurde und nun die Briefkästen in aller Welt mit enervierender Gleichmäßigkeit verstopft. Derartige Belästigungen landen in letzter Zeit häufiger auch in unseren Briefkasten und hinterlassen mal so am Rande erwähnt bei mir einen echt miesen Eindruck von den Auftraggebern. Rein aus Prinzip würde ich da nichts kaufen, egal wie billig oder bla-bla die auch sein mögen.

Wo immer diese Schmutzfinken auch unsere Adresse bezogen haben, ist mir ein Rätsel. Keiner von uns gibt die leichtfertig heraus, noch wird sie in Larifari-Gewinnspielen angegeben, die Adresse wird nicht verteilt, sondern nur an “zuverlässige Partner” gegeben. Gegen das Impressum hier kann ich leider nichts. Der einzige Schutz den man sich hier einrichten kann, ist eine Adressgrafik zu verwenden oder irgendwelche Scriptgeschichten. Soweit ich das beurteilen kann, sind damit die meisten Bots ausgesperrt. Wir stehen auch in keinem Telefonbuch oder Adressverzeichnis, uns gibt es auskunftstechnisch einfach nicht. Da sind vermutlich Adresshändler, die sich auf halb legalen Wegen in den Besitz der Adressen bringen und diese fortan mit Werbung bombardieren. Werbung als E-Mail ist verhältnismäßig billig zu haben und geht auch schnell durch, aber diese Art des Spam kostet den Auftraggeber richtig Geld und ich glaube nicht, dass es sich gut umschlägt. Mir eigentlich auch egal,  sollen die doch daran bankrott und in Flammen aufgehen. Die verschwenden nur Ressourcen (Holz, Farbe, Benzin, Geld) und stehlen uns Zeit.

Jedenfalls hagelt es bei uns Kataloge, Kaufofferten, Produkthinweise und anderer Schmutz, den hier keiner haben will. Zeitweise habe ich das einfach als “unbekannt verzogen” deklariert und in den nächsten Briefkasten gepackt, damit es zurück geschickt wird. Doch reduziert hat es die schiere Menge  nicht, es ist wohl billiger einfach weiter zu schicken, als faule Adressen auszusortieren. Üblicherweise wird unser Briefkasten entleert, die richtige Post aussortiert (was schon teilweise schwer genug ist) und der Rest wandert in die Papiertonne. Dort wird es dann recycled damit neuer Werbemist gedruckt werden kann und das lustige Spiel beginnt von vorne. So kann man den Wertstoffkreislauf auch verstehen. Papier wird an der Verrottung gehindert, indem es durch Briefträger, machtlose Empfänger, Müllfahrer und Papierverwerter permanent in Bewegung gehalten wird.

Perfide wie diese Auftraggeber aber nun mal sind, liefern die in dem ganzen Unrat auch lustige Bestellscheine mit vorausgefüllter Adresse, vollständigem Namen, persönlicher Kundennummer und jede Menge anderer privater Informationen, die einem das Bestellen ja so leicht wie nur möglich machen sollen. Das alles in die Papiertonne? Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand just genau den Fetzen verräterisches Papier findet und damit seinen Unfug treibt, ist sicher sehr gering, dennoch widerstrebt es mir. Also müssen wir Not gedrungen doch wieder das unliebsame Papier auf der Suche nach diesen persönlichen Informationen durchforsten. Damit nehmen wir auch unterbewusst die Aussagen auf und der Auftraggeber hat doch was er wollte. *argh*

Gerne würde ich das Zeugs sammeln, dann in deren Büro fahren und alles einfach auf deren Schreibtisch kippen. *hachz* Die voll geschissenen Windeln zwischen all dem Papier würde ich nicht erwähnen, die finden die dann sowieso.

13 Kommentare | Rubrik(en): geärgert, geflucht, gefragt, genervt, gewundert


Puschelspiel

01 Juli 2009

Unabhängig der sich sowieso schon stetig ausweitenden Puschelbewegung, kann man nun auch puschlig spielen.

woobies

Und wie die so schön erschrocken gucken und beim treffen so schön nachpuscheln, herrlich puschlig.

Puschelcontent für July 2009 *puschel me softly*

[scheduled post]

11 Kommentare | Rubrik(en): gealbert, gepuschelt | Tags:


Shorties 32

30 Juni 2009

  • Endlich im iPod suchen können, danke OS3.0. Aber hat es wirklich sein müssen, für das Upgrade gleich 8 Euro zu verlangen und es den iPhone-Eigentümern zu schenken? Sind wir iPod-Touch Besitzer in deren Augen Kunden 2.Klasse? Zeit für eine Feedbackmail, die erst nach 3 Tagen beantwortet wurde (die sind sonst schneller). Die Person hatte auch ein recht unglückliches Händchen bei der Auswahl der Textbausteine, demzufolge hat die Antwort keinen guten Eindruck hinterlassen.
  • Normalen Kaffee aus topmodischen und extrem hippen Gläsern zu trinken ist nichts für mich, ich brauch eine Tasse, einen Becher irgendwas was mich den Inhalt von außen nicht sehen lässt. Sonst sieht es aus, als tränke ich heiße Cola. Das ist irritierend, zumal der Kaffee auch dann irgendwie komischer schmeckt. Das Auge trinkt halt mit. Außerdem verbrenne ich mir mit den Gläsern die Finger.
  • Warum fallen mir immer dann “tolle” Sachen ein die ich machen möchte, wenn ich keine Zeit dafür habe? Ich bin ein todo-Listen-Vermeide-Anlege-Fetischist, so wird es wohl sein.
  • Wie bringt man einem Schwachkopf bei, in seinem Garten eben nicht Samstags schon um 06.45 Uhr mit dem Schneiden seiner bekloppten Hecken anzufangen? Weil auf die Nachfrage, dass er doch bitte aufhören und warten möge bis gegen 09.00 Uhr, zuckt er als Zeichen völliger Unverständnis nur seine Schultern. Es wäre sein Garten und da könne er schließlich machen was er wolle. Der friedlichste Mensch kann nicht sein, wenn der bescheuerte Nachbar nicht will. Sich hier aufzuregen bringt dennoch nichts, der Typ hatte als Kind nur Patex zum spielen.
  • Das MacBook ist in Reichweite, oder soll ich doch lieber 15″?  #hibbel
  • Die seinerzeit so freudig angeeignete und doch rudimentäre Fähigkeit mit Stäbchen essen zu können, hat sich wieder verflüchtigt. Es war sicher zerbrechliches Können, daher verzeihe ich es mir und versuche es erneut. Das heutige Sushi hätte zur erneuten Aneignung dienen können, doch brachte ich keine Geduld hierzu auf. Sushi mit Gabel ist stilistisch völlig daneben, doch der mittägliche Hunger ging vor, geübt wird zu Hause und in Ruhe und vor allem gesättigt.

7 Kommentare | Rubrik(en): ge'Apple't, geärgert, genervt, geschrieben | Tags:


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