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Shorties 25

17 April 2009

  • Meine Versicherung ist taub und pflastert mich weiter mit ungewollten Angeboten zu. Ein freundliches “Bitte stellen Sie Ihre Bemühungen ein mir weitere Versicherungen verkaufen zu wollen ein, es ist kein Bedarf vorhanden” vor ein paar Tagen am Telefon hat nicht genügt. Das muss ich wohl doch etwas massiver werden.
  • Fliegendes mehrbeinigen Getier findet mit einer unglaublichen Sicherheit die kleinste offene Ecke in unseren Fliegenetzen, nur um in die Wohnung zu gelangen und massiv zu nerven. Es ist beeindruckend zu beobachten, wie scheinbar logisch sich das Viehzeugs am Netz entlang tastet, bis sie tatsächlich die Ecke finden, wo der Kleber sich etwas gelöst hat oder eine minimale Minilücke klafft. Warum finden die auf dem gleichen Weg nicht auch wieder hinaus? Bin doch kein Taxi.
  • Der Businesskasper saß vor der Bank und wartete, ein Bein über geschlagen und den Fuß wippend (anthrazit Businesskasperanzug, grell-hellbraune Aktenmappe, weinrote Schuhe, hellblaueSocken, dicke goldene Uhr, silber Manschettenknöpfe, brauner Gürtel. #wtf // dringende Empfehlung: Unbedingt bei Licht anziehen und vor verlassen der Wohnung die Mutti zur Sichtprüfung des Erscheinungsbildes anhalten.
  • Die beste Tochter von allen hat Ihr geliebtes Handy ebenfalls ein Centro in die Freiheit entlassen quasi ausgewildert, damit es sich in freier Wildbahn vermehren kann. Sodann werde ich quasi genötigt, mir ein neues Gadget anzuschaffen, weil sie das Centro doch so gerne mochte und meine Schnuckelchen noch in Gefangenschaft ist. *sigh* Was tut man nicht alles ….. und was kauf ich mir ?
  • Ab übernächsten Samstag sind die beste Tochter von allen und ihr alter Vater für eine Woche allein zu Hause, die Gattin flüchtet in eine kurze Auszeit. Es wird einsam werden, da die beste Tochter von allen an akuter Zimmerflucht leidet. Doch das ist ein anderes Thema.
  • Der Zahnarzt ist nun geklärt. Krankenkasse ist uneinsichtig und lässt mich ziemlich im Regen stehen. Nun ja, man sieht sich immer 2 Mal im Leben. Ja, ich kann nachtragend sein, sehr sogar. Möge also die Folter Wiederherstellung bald beginnen, wenn es nach mir geht erst nach dem Urlaub.

6 Kommentare | Rubrik(en): gefühlt, gefreut, geknickt, genervt, gespannt, gewundert | Tags:


Ida Sand

15 April 2009

Noch nie habe ich von Ida Sand etwas gehört, dennoch via iTunes ihre Platte “True Love” gezogen. Für mich ist es ist spannend, von einem Künstler den man selbst nicht kennt, auf gut Glück ein Album zu laden und sich wirklich überraschen lassen. Natürlich ohne vorhören, eine Entscheidung  wird nur nach Sichtung des Covers und dem daraus entstehenden Gefühl gefällt. Manchmal geht es gut und manchmal geht es auch schief. Dieses Mal ging es gut, “True Love” gefällt mir. Sehr schöne und ruhige Jazzmusik, mit einer für mich streckenweise excellent gespielten Trompete.

[Ida Sand - My Biggest Fear]

falls youtube nicht läuft => click

Leider gibt Youtube nichts vernünftiges aus dem Album her, iTunes oder Amazon müssen da zum Vorhören leider genügen.

Eine etwas andere Umsetzung eines aus Kill Bill 1 bekannten Stückes. Hat auch was. :)

[Ida Sand - Bang Bang]

falls youtube nicht läuft => click

1 Kommentar | Rubrik(en): gehört, gekauft


Drusel fragt 03

13 April 2009

drusel_fragt_03_01

Was ist das und warum hast Du das immer bei Dir? Das ist ein Stein, mein ganz persönlicher Stein sogar. Als die beste Tochter von allen noch sehr klein war, hatte sie für einige Monate einen massiven Sammeltick. So etwas sollen ja viele kleine beste Töchter von allen und auch kleine beste Söhne von allen haben, wenn sie zwischen 5 und 7 Jahren sind. Wenn die Gattin und ich damals nicht heimlich und unauffällig immer wieder etwas von den tollen einzigartigen Sachen entfernt hätten, die Wohnung wäre zu klein geworden. Wahre Massen von Stöckchen, Krimskrams, Kugelschreiber, wunderbare Blätter, viele bunte Glasstückchen, altes Papier und und und, wahre Schätze halt. Und ganz besonders Steine haben es ihr angetan, viele Steine sogar. Den, den Du heute gefunden hast, ist einer aus der damaligen Sammlung. Eines schönen Morgens hatte sie mir diesen kleinen Stein beim verlassen der Wohnung auf dem Weg zum Büro mit der Maßgabe geschenkt, ihn immer bei mir haben zu müssen. Und so ist der Stein in meiner Jacke, seit sie ihn mir mit 5 Jahren gab und sehr bestimmt um die Einhaltung ihrer Maßgabe einstand. Eigentlich bin ich nicht abergläubisch, doch der Stein sollmuss dabei sein, immer noch.

7 Kommentare | Rubrik(en): gefühlt, geschehen | Tags:


dazu gelernt

12 April 2009

Der Mensch in Laden machte einen kompetenten Eindruck, als wir die alten Schuhe analysierten, dabei zuerst ein für mich überraschendes Größendefizit (aber nur eine halbe Nummer) und nach einem Laufmuster (Film von rückwärts auf dem Laufband) zum Ergebnis kamen, dass die Schuhe fertig sind. Der Zustand verändere den Laufstil, sendet falsche Impulse an die Beine (daher das Brennen) und erzeugt im Kopf unterschwellig auch eine Sorge um die nicht mehr unversehrten Bandscheiben. Bei solchen wagemutigen Aussagen springt direkt mein additiv innerer Marketing-Bullshit-Buzzer an und so bereite mich drauf vor, dass er mir ‘spontan’ die teuersten besten Schuhe aussucht. Er ist letztlich auch nur ein Verkäufer, insofern hätte ich es ihm nicht weiter übel genommen, sondern seine Aussage in einem anderen Laden vorerst verifiziert.

Er brachte mir also 4 Schuhe, die wir in aller Ruhe (bei vollem Laden) auf dem Laufband testeten und nach dem Ausschlussprinzip arbeiteten. Auf die Preisschilder habe ich vorerst bewusst nicht geschaut. Meine evtl. doch gleich zu fällende Entscheidung wollte ich treffen nachdem was gut für mich ist und nicht nur nach Preis. 15 Minuten und 4 Filme später, es zeigten sich schon erste Schweißperlchen auf meine Stirn, machten 2 Modelle als die am effektivst funktionierenden Schuhe auf sich aufmerksam. Dann erst riskierte ich einen Blick auf das Preisschild und war überrascht, beide Modelle nur sehr knapp über den 100 € zusehen. Für einen guten Laufschuh ist das heutzutage nicht viel. Bei umherschlendern sah ich in den Regalen auch etliche Modelle für weit über 170€.

Aufgrund des angenehmeren Abrollgefühls entschied ich mich für Brooks irgendwas. Stets aufmerksam und zu keiner Zeit schwamm der Berater/Verkäufer im Thema, daher versichterte ich ihm auch meines Respekts und danke ihm ausdrücklich.  Der Laden ist der Runners-Point in der Schusterstaße in Mainz, falls ihn jemand mal selbst versuchen möchte. Die Neuen wurden auch gleich gestern Nachmittag eingeweiht und siehe da, es war deutlich besser und fast alles so wie es sein soll. Die 5km-Runde ging fast glatt und konnte sogar nach einer kurzen Lockerungsgymnastik noch eine halbe Runde verlängert werden. Also haben die alten Schuhe mir ‘indirekt’ das Blei im Arsch verschafft und den kleine Wicht so stark macht. Man lernt immer wieder dazu.

Laufschuhe sollten übrigens nach etwa 1.000km ausgemustert werden:

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Laufschuhe in regelmäßigen Abständen erneuern. Dämpfung, Führung und Stabilisierung sollten stets intakt sein, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Der Verschleiß hängt von verschiedenen Komponenten ab: Gewicht des Läufers, Laufstil und Beschaffenheit des Schuhs. Leichtgewichte mit 60 kg schaffen auf Wald- und Wiesenboden gut und gerne 1000 Kilometer, für 100 kg-Schwergewichte ist auf Asphalt schon nach rund 600 Kilometern ein Wechsel nötig.

Grundsätzlich gilt:
Bei einem Pensum von drei Läufen pro Woche lohnt sich die Anschaffung eines zweiten Paares, das im Wechsel getragen wird. Dadurch werden unterschiedliche Reize an die Beinmuskulatur ausgesandt und die Lebensdauer der Schuhe wird durch die längere “Regenerationszeit” erhöht. (quelle)

Ob die alten Schuhe diese Strecke schon hinter sich haben, kann ich nicht einschätzen. Als Hobbyläufer ein Buch zu führen empfinde ich (noch) als zu albern. Nun weiß ich ja nun worauf ich zu achten habe. Die Shopping-Tour habe ich übrigens verloren => Gattin: 4 | beste Tochter von allen: 4 | ich: 1 . Außerdem haben die Beiden meine doch zeitintensive Schuhauswahl für einen Gang zu Pepe in der Augustinergasse benutzt, um dort  o h n e  m i c h die wohl leckersten Trotellini alla Panna überhaupt zu verspeisen. Mir blieb dieser Genuss vorenthalten, die Schuhsuche hat leider zuviel Zeit gekostet. #ungerecht

4 Kommentare | Rubrik(en): gekauft, gelaufen, geschafft, gewundert


Blei im Arsch

10 April 2009

Zwar habe ich die Laufpause beendet, doch muss ich mich plötzlich extrem aufraffen und arg an der Kandare halten. Das Ziel ist seit jeher die gewählte Strecke bestmöglich in einem Zug zu bewältigen, in dem vorgenommenen Tempo, ohne Zwischenpausen (aka. Notgymnastik) und ohne mich zu dabei überfordern. Die Grenzen habe ich letztes Jahr ausgelotet, also gelernt wie und was ich mir zumuten kann und darf. Die ersten paar hundert Meter benötige ich um meinen Tritt zu finden, den ich dann idealerweise bis zum Ende beibehalte. Wenn alles klappt, muss ich mich dann zu nichts mehr zwingen, sondern kann recht entspannt laufen. Auf der Strecke habe ich dann Zeit und Muße mir die Gegend anzusehen, Tage und/oder Situationen zu reflektieren, Leute im Park zu beobachten, oder auch schlicht nur Blödsinn zu denken. Das ich dabei laufe, nehme ich dann erst an 2.Stelle wahr.

Und heute, nach ca.3 Wochen wiederaufnahme des Lauftrainings? Der kleine Wicht (aka. innerer Schweinehund) hat hinzu gelernt und ist mächtig wie nie. Die mehr oder weniger mühsam antrainierten Mechanismen des letzte Jahres greifen nicht mehr, den Tritt finde ich nur sehr schwer, egal welche Tempo ich anschlage. Das fühlt sich richtig beschissen an. Dazu kommt, dass ich plötzlich meine 5km Strecke nicht mehr durchstehe, der kleine Wicht drängt mich zur Pause.

An fehlenden Erholungspausen kann es nicht liegen, es immer mindestens 1-2 Tage sind zwischen den Läufen, max. 2 Läufe die Woche und für die Wiederaufnahme nicht mehr als 5km. Die Distanz hat sich also nicht verändert, die Strecke ebenfalls nicht. An meiner Aufwärmgymnastik vor dem Lauf hat sich nichts geändert. Der kleine Wicht gibt auch keine Ruhe, wenn ich mir als Ziel <50 statt <40 Minuten setze. Die Beine werden dennoch nach ca.3km bleischwer. Das ist kaum zu ignorieren und schon gar nicht, wenn die Beine zu brennen anfangen. Also gehe ich zähneknirschend ein Stück, bis die Beine wieder gut sind, oder ich mache zusätzliche Lockerungsgymnastik. Das Brennen kommt kurz vor Ende der Strecke noch einmal wieder. Dann bin ich die Streck testweise umgekehrt gelaufen, jedoch ohne eine Änderung zu erfahren.

Viele Läufer haben dieses komische Brennen in den Beinen, mal mehr oder mal weniger. Es wird allgemein auf mangelnde Ausdauer zurück geführt. Doch nach der Strecke fühle ich mich, als hätte ich fast ‘nichts’ gemacht. Die Probe aufs Exempel kam letzten Sonntag auf dem Crosstrainer. Bewusst bin ich hier 2 Stufen über meinen normalen Level gegangen, dann strikt/gleichmäßig und kontant 60 Minuten (15 mehr als normal) auf dem Gerät geblieben. Gegen Ende wurde es erst anstrengend, doch kein brennen und kein kleiner Wicht. Als ich vom Geräte runter war, beklagten sich die Beine und es stellte sich das vertraute ‘nach-sportliche’ Gefühl ein. Das werte ich als ‘genug Kondition vorhanden’.

Das Phänomen im Park deute ich dennoch als Überlastung. Irgend etwas ist zuviel, nur was ist es? Der feste Vorsatz die nächsten 4 Wochen die Pause wieder weg zulaufen, die Strecke intus zu bekommen, mich wieder dran gewöhnen, schwindet aufgrund des Frustes und der wiederum schafft Platz für Zweifel.#verdammter.mist

Ich sehe keine signifikante Änderung in den Vorbereitungen, der Durchführung, dem Grundsätzlichen gegenüber dem letzten Jahr, in dem ich zuletzt sehr locker die 5km lief, teilweise sogar unter 25 Minuten. Was ist es also? Trainingsdefizit? Direkt nach der Pause hat es sich nicht so komisch angefühlt. Wo kommt das Ganze so plötzlich her? Ich bin mir fast sicher, dass es nur der Kopf ist. Ausgerechnet.

Da die Schuhe ziemlich fertig sind, versuche es mal auf diesem Weg. Sprich Samstag ist Shopping-time.

5 Kommentare | Rubrik(en): gelaufen, gesorgt


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