thatblog.de

und dann war da noch

08 May 2009

  • der Teebeutel, der sich heimlich in der Kanne auflöste und seinen Inhalt ins Wasser entließ.
  • der erste Schluck des verunreinigten Tees, der in einer Spuckorgie endete.
  • die unbedachte Bewegung auf dem Weg zur Küche, um den versauten Tee zu entsorgen, die das Stövchen vom Tisch fegte  und am Boden angekommen sich selbiges auch brav zerlegte.
  • der umgehend laut geäußerte und sehr lästerliche Fluch, der den wartenden Gast im Konferenzraum wohl ebenfalls ungefiltert erreichte, weil die Tür mal wieder offen stand und ich definitiv zu laut war.

Uhr, geh schneller. Los mach.

4 Kommentare | Rubrik(en): geflucht


Schuldig

08 May 2009

Grundsätzlich halte ich mich an die Verkehrsregeln, weil wenn jeder auf der Strasse macht was er will, herrscht bald bewaffnetes Chaos. Manchmal ist die Auslegung einer Verkehrsregel etwas weiter gefasst *öhm*, dennoch in meinen Augen zu dem Zeitpunkt vertretbar. Was ich gar nicht leider kann sind Park-Knollen. Seit Jahren verhindere ich absichtlich durch stetig ordnungsgemäßes Abstellen meines Fahrzeuges, dass die Ordnungebehörde an mir kein Geld verdient. Das langfristige Ziel ist durch derart reduzierte Einnahmen den geldeintreibenden Außendienst überflüssig zu machen, so er denn aufgrund dessen entlassen wird und wir dann endlich in Ruhe parken können. Das ist zumindest die Theorie.

Die morgendliche Parkplatzsuche in der Umgebung der Leipziger Strasse entwickelt sich heuer zum kleinen Abenteuer. An allen möglichen Ecken im Viertel wird gebaut, dabei dringend benötigte Parkplätze per Absperrung in Beschlag genommen. Es müssen sicher so um die 70 Plätze sein, die derzeit nicht benutzbar sind. Dementsprechend schwierig ist das morgendliche Finden eines solchen. Mit Geduld und dem nötigen Quäntchen Glück geht es dennoch. Dennoch dauert es meiner Meinung nach sicher nicht mehr lange, bis die ersten Pendler sich morgens um den(!) einen freien Parkplatz zanken, anstatt ein paar hundert Meter weiter zu fahren und zu suchen. Menschen und Ihre Autos in der Stadt sind bisweilen eine besondere Spezies für sich.

Leider hat mich gestern das Glück verlassen, denn ich musste das Schlittchen mit der Schnauze (beide Vorderreifen ca. 1m über die Parkplatzmarkierung) im eingeschränkten Halteverbot abstellen, auch nach 20 Minuten suchen war nichts zu finden. Der Audifahrer (was sonst) hat seinen Augsburger Mülleimer dermaßen bescheuert abgestellt, dass er 2 Plätze belegte und doch parkte ich vor ihm. Das Risiko schätzte ich als gering ein, denn aufgrund der Baumaßnahmen wähnte ich das hiesige Ordnungsamt etwas toleranter als sonst.

Falsch gedacht, denn ich seit gestern bin ein überführter Lieferverkehrsbehinderer

knollen_052009

Nicht das es etwa eine echte Lieferverkehrsbehinderung gegeben hätte, denn der Laster für den Bioladen hätte mit Schwung sogar quer einparken können und immer noch noch genug Platz zur Verfügung gehabt. Egal, ich stehe seit langem mal wieder abseits des Gesetzes, in wüster Revoluzzermanier  im mittels Schilderwald befriedeten Parkraum und werde natürlich prompt von einem sicher etwas übereifrigen Aufpasser aufgeschrieben. *hmpf* Ich bin ein böser Mensch, ein wirklich böser und ja, es kotzt mich zudem auch an direkt ‘erwischt’ worden zu sein.

Dagegen aufzubegehren macht keinen Sinn, denn rein formal ist das Ordnungsamt völlig im Recht und doch wäre es nur fair gewesen, wenn die Dame/der Herr mit dem mobilen Parkzettelmaschinchen nicht so strikt gewesen wäre. Es ist mir bewusst, dass es mitunter Verkehrsteilnehmer gibt die Gutmütigkeit schamlos ausnutzen, so sie denn überhaupt gezeigt würde. Dennoch sollten man im stehenden Verkehr seitens der Behörde etwas großzügiger sein, ganz besonders wenn es wie hier derzeit einfach schwierig ist seinen Wagen abzustellen. Zumindest die Anwohner im Viertel haben scheinbar abends ihre Ruhe und dürfen parken wo Platz ist, solange sie den fließenden Verkehr nicht behindern. Soll ich nun 34,99€ oder 35,01€ überweisen?

Ein möglichst schönes Wochenende Euch allen.

9 Kommentare | Rubrik(en): geärgert, geschehen


Das erste Auto

07 May 2009

Peter vom Dreibeinblog erinnert sich anlässlich seiner kürzlich gezählten 145 Euro ‘Unterhaltskosten’ für seinen heutigen Wagen an sein erstes Auto und fragt nach schriftlichem ‘Beistand’. Da lasse ich mich nicht zwei Mal bitten.

Mein erster eigener Wagen war 1983 ein VW Derby:

vw_derby_1979

[Bild © unbekannt]

Allerdings war mein Flitzer weiß, natürlich mit selbst aufgeklebten schwarzen Ralleystreifen, die bei 40 PS auch zwingend nötig waren. Lange habe ich für das Auto nebenher gearbeitet, alles erdenkliche Geld vom spärlichen Lehrlingsgehalt abgezwackt, nur um dann knapp 3.000 Mark für den Traum bezahlen zu können. Dieses Gefühl, das erste Mal alleine im eigenen Auto sitzen zu können ist und bleibt für jeden und immer unbeschreiblich. Das viele, so sorgsam gesparte Geld ‘verloren’ zu haben hingegen schmerzte schon sehr, daran kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Anfangs malte ich mir aus, was man anderes mit dem Geld hätte anfangen könnte, wie z.B. eine Revox B77 Bandmaschine kaufen, oder eines der neuen federleichten Rennräder,besser HiFi-Anlage eigentlich sogar alles, und und und. #schlechtes.Gewissen

Mit den letzten Kröten aus dem Sparkonto fuhr ich mit der Bus-Linie 15 zur Quelle nach Mainz, um mir dort adäquates Audio-Zubehör zu beschaffen. Zu den Zeiten fuhr man keinesfalls ohne Anlage im eigenen Auto. Das war ein NoNo, fast wie auf dem Pausenschulhof der 9.Klasse die Kapuze von Step-Anorak hochziehen, weil es regnet. Dafür hätte man auch Prügel beziehen können.

Soweit ich mich erinnere hatte ich 200 Mark dabei. Dafür erstand ich einen Einbau-Equalizer (der musste sein, schon wegen der Pegel-LEDs und der unglaublich tollen Möglichkeit, selbst bei den miesesten Aufnahmen noch alles zurecht regeln zu können), ein Kassettenradio mit Auto-Reverse (=andere Seite einer Kassette abspielen _ohne_ diese umdrehen zu müssen, alles andere war für nichts verstehende Anfänger), 4 Boxen (2 Stück 3-Wege Aufbau-Kästen für hinten und 2 Stück 1-Weg Einbauboxen für die Türen). In der Dämmerung des gleichen Tages fing ich noch an hektisch alles einbauen zu wollen, musste aber dann leider der einsetzenden Dunkelheit wegen aufhören. Das war eine wirkliche Qual. Es war so schlimm den Kram im Kofferraum zu wissen und just nichts damit machen zu können. Das ist auch heute noch oft so, kaum ist ein Gadget im Hause, muss das auch gleich unbedingt eingebaut, verwendet, angepasst und was auch immer werden. Es liegen einfach zu lassen und zu warten ist Frevel. (got it? :D)

Am nächsten Tag begann ich recht früh die Anlage einzubauen, muss wohl so 08:30 Uhr gewesen sein. Vor dem Haus und auf der Straße wütete ich, auch froh den zu Beginn der Ausbildung selbst zusammengestellten Werkzeugkasten, endlich mal privat verwenden zu können. Es war eine Schinderei, weil ich von Autoelektrik keine Ahnung hatte, fortwährend zwischen bloß nichts kaputt machen, keine Einbauspuren hinterlassen, alle Kabel verstecken und der Vorfreude vor der ersten Ausfahrt mit richtiger Musik schwankte. Die C90 (TDK- was sonst) war schon lange gemischt. Leider weiß ich nicht mehr genau welche Musik als erstes lief, es müsste Phil Collins – The roof is leaking gewesen sein. Die Bilder, die das völlig zerlegte Innenleben des Wagens zeigten, haben leider nicht überlebt. Erst gegen Abend war ich dann zufrieden und fuhr direkt stundenlang in der Gegend herum. Endlich auch angeben können, Freundin beeindrucken, kein Bus mehr, kommen und gehen wann ich wollte, nun konnte ich auch gefragt ob ich mitgehen wolle (weil Fahrer), die Welt war deutlich kleiner und gehörte mir.

Der Derby begleitete mich auch, als ich meine Kasernenzeit im hessischen Norden begann. Er war während der vielen Wochenendheimfahrten ein treuer Begleiter. Trotzdem er sorgsam gehegt und gepflegt wurde, musste es dann irgendwann ein Neuer sein. Nach 2 Jahren Wochenendpendeln war ein BMW 316i mein fahrbarer Untersatz.

Meine liebe Freundin M. hatte damals schon öfters Andeutungen gemacht, den Derby beizeiten übernehmen zu wollen. Nun kam sie zum Zuge und sie war glücklich, weil es auch ihr erstes eigenes Auto war. An einem Samstag kam sie mit ihrem Papa und holte ihn ab, just als ich meine neue Fischer-Anlage in den BMW einbaute. Ich wähnte den Derby in guten Händen, doch kaum eine Woche später rief sie mich an und entschuldigte sich fast, den Derby im Mainzer Hinterland aufs Dach gelegt zu haben. Ihr wäre nichts passiert (gotttlob), aber der Derby wäre komplett hin. Nun ja, wir haben uns erst 10 Jahre später wieder getroffen, weil aus den Augen verloren. Mit einer ihrer ersten Fragen war, ob ich sie immer noch wegen des zerlegten Derbys zürnen würde. Ich muss damals wohl echt sauer gewesen sein, komisch dass ich mich daran nicht mehr erinnere.

10 Kommentare | Rubrik(en): geschehen, gewundert | Tags: , ,


Ingrid Michaelson in der Batschkapp

06 May 2009

Konzerte sind glücksgefühlseitig gesehen grundsätzlich schon ein persönliches Fest für sich, also meistens zumindest. Das Konzert gestern war ebenfalls ein Fest, Fackelzug, Fahnenweihe, Parade und anschließendem Feuerwerk inklusive.

ingridmichaelson_in_der_batschkapp

Es war keine Band am Start, nur sie und eine Begleitung in Person der letztlich ebenso beeindruckenden Allie Moss. Allie spielte Gitarre, Ingrid eine Ukulele sowie das Keyboard, damit haben die 2 den ganzen Abend bestritten.

Zärtliche und sanfte Lieder, sparsam instrumentalisiert, gepaart mit unglaublich schönen Stimmen und einem Gefühl, diese auch sinnvoll zu verwenden. Diese Frau in ihrer Musik ist wundervoll, großartig, einzigartig und heartwarming wie kaum jemand sonst, den ich bisher auf der Bühne erlebt habe. Ihre Musik nimmt jeden umgehend gefangen, der sich drauf einlässt.

[Ingrid Michaelson - Breakable]

falls youtube nicht läuft => click

Nach dem 2. Lied hatte sie schon gewonnen und ich glaubte förmlich zu spüren, wie das Publikum schiere Unmengen an Sympatie auf die Bühne warf.

[Ingrid Michaelson - You and I]

falls youtube nicht läuft => click

Fast während des ganzen Konzerts sang es überall im Raum mit, mal leise und auch mal kräftiger. Ständig war ich in Gefahr, dass mir das Herz überlief, von dem was die Beiden da oben auf der Bühne darboten. So schön.

[media id=2]

[ok, die Qualität ist wieder sehr bescheiden, tut mir leid]

Keinesfalls unerwähnt soll die Vorgruppe MartinJames jedoch sein. Zwei schottische Jungs mit Gitarren und hörenswerten Folk Songs. Auf deren WebSite kann man mehr hören (click), sofern deren WebServer nicht schon wieder down ist.

martinjames

[media id=1]

[ok, die Qualität ist wieder sehr bescheiden, tut mir leid]

Zum Abschluss noch das Lied, bei dem sie selbst kurz inne hielt, nachdem es fertig war. Sonst war sie typisch amerikanisch, völlig locker und easy.

[Ingrid Michaelson - Keep Breathing]

[und falls Youtube wieder zickt => click]

ingrid_michaelson1

Ich war fix und fertig, überwältigt und so froh da gewesen zu sein. Nachtrag 07.05.09: Hinweis für Nutzer des Internet Explorers: Leider gibt es ein Problem mit dem Flashplayer-PlugIn (FLV-embeded), welches den IE abschmieren lässt. Der Bug im IE ist wohl bekannt. Eine Lösung gibt es derzeit keine, zumindest verstehe ich nicht genug davon um diese umzusetzen. Hoffentlich kann der Autor des PlugIns helfen, denn andere PlugIns gefallen von Handling überhaupt nicht, bzw. funktionieren nicht. Firefox und Safari sind problemlos. Nach ein paar Tests gestern Abend habe ich heute morgen noch auf das PlugIn wordtube umgestellt, welches der IE anstandslos nimmt.

4 Kommentare | Rubrik(en): gefühlt, gehört | Tags: , ,


Joshua Radin

04 May 2009

Über ihn bin ich beim surfen durch iTunes gestolpert. Toller Musiker – tolle ruhige Musik. Endlich mal wieder ein Kerl neu im iPod.

[Joshua Radin - Winter]

[und falls Youtube wieder zickt => click]

[Joshua Radin - Brand new day]

[und falls Youtube wieder zickt => click]

[Joshua Radin - Today]

[und falls Youtube wieder zickt => click]

Hach, das ist feine Musik, da macht die Fahrt morgen früh ins Büro doch gleich wieder mehr Spaß. Mehr zu ihm auf Wikipedia (click) oder auf seiner WebSite (click).

btw: Habe ich schon erwähnt, dass ich mich schon wieder tierisch auf sehr feine Live Musik, dieses Mal morgen Abend dargeboten von Ingrid Michaelson freue? Nein? Also, ich freu mich tierisch drauf Ingrid Michaelson live zu erleben.

7 Kommentare | Rubrik(en): gefunden, gehört


← ältere Beiträge

neuere Beiträge →