thatblog.de

Tipphemmung

18 May 2009

In einer samstäglichen Gewaltaktion wurde der kleine Media-Server von Ubuntu 8.04, dann auf 8.10 und zuletzt auf 9.04 aktualisiert. Das wurde nötig, da der Kleine zusätzlich als Backup-Server dienen, sprich die wöchentlichen Datensicherungen des Web-Servers aufnehmen wird. Da er dazu online sein muss und obwohl ich diverse Vorkehrungen getroffen habe fühle ich mich dennoch deutlich wohler, wenn die Kiste auf den heutigen Stand der Technik gehievt wird. Besser ist das.

Eine Neuinstallation wäre vielleicht weniger zeitaufwendig gewesen, doch laufen die Upgrades zu den verschiedenen Releases nahezu alleine. Nur hin und wieder muss man das Überschreiben einer Conf. verhindern, fertig. Um am Ende einer Neuinstallation doch nur wieder alles(!) komplett neu konfigurieren und einrichten zu müssen, fehlt mir schlicht der Nerv. So stößt man das Upgrade an und schaut halt hin und wieder mal hin. Alles easy.

Normalerweise läuft die Kiste ohne Peripherie (Monitor, Maus, Keyboard) und wird nur Remote per VNC oder SSH bedient. Da ich mein Glück kenne und nach dem Upgrade von 8.04 auf 8.10 sowohl VNC als auch SSH nicht funktionieren, musste ich wohl oder übel doch alles anklöppeln und lasse es auch bis zum Ende dran. *sick* Die Gattin schimpft wegen des Kabel-Chaos noch nicht, bisher jedenfalls.

Doch es wäre nicht ich, wenn nicht mindestens ein dämlicher und sehr seltener Bug am Ende blieb, alleine nur um mich zur Verzweiflung zu treiben. So auch dieses Mal hier: Am Ende der völlig problemlosen Upgrades angelangt (der erwähnte SSH und VNC Aussetzter mal ausgenommen) wird das lokal angeschlossene Keyboard in Ubuntu 9.04 plötzlich nicht mehr erkannt. Im BIOS funktioniert es prima, die Kiste bootet auch um sagenhafte 15 Sekunden schneller bis zum Anmeldebildschirm und dort wartet es dann auf Eingabe. 3 Keyboards habe ich versucht, davon eines sogar als USB, nix ist mit tippen. Zum Hohn blinkt mich dieser verreckte Coursor im widerlich regelmäßigen Abstand weiterhin frech an, als wenn er sagen will, “Los doch, nun mach doch, gib endlich den Namen und das Passwort ein, los mach doch endlich und drück Enter, ich warte hier, zier Dich doch nicht so, mach schon, beeil dich damit ich endlich wieder für Dich arbeiten kann, weil jetzt kann ich nichts machen.” *argh* Manchmal könnte ich Linux richtig hassen. Später mal Tante Google fragen, ob die helfen kann.

2 Kommentare | Rubrik(en): ge'Linux'd, gefragt, gewundert


freier Fall

18 May 2009

Da stehe ich gestern an der Eingangstür vor dem Sportstudio um etwas Luft zu schnappen und um die herrliche Sonne zu genießen. Die Gattin war zu faul hatte keine Zeit, also für mich kein Zeitdruck. Mit Interesse lausche ich

[The Script – Breakeven]

[und falls Youtube wieder zickt => click]

eine für mich neue Band und denke mir nichts böses. Plötzlich reißt die Musik ab und am Kopfhörer zupft es spürbar. Hektisch drehe ich mich um, weil ich zuerst dachte so ein verquerter Scherzbold (nebenbei, damit ist nicht zu spaßen, ganz und gar nicht, wirklich) hat mir das Kabel vom iPod abgezogen. Es steht aber niemand hinter mir, also der Griff zur Seite an die Gürteltasche, doch *schreck* da ist nichts. Der Pod ist weg. *wah* Ein schneller Rundblick auf dem Boden und da lag er.

Der sofort eingeleitete Funktionstest zeigt nichts negatives, es fluppt alles wie soll, Musik kommt auch. Die Tasche hat den Sturz auf den garstigen Beton gut abgefedert. Qualität zahlt sich halt doch ……. *ähm* Moment, wieso ist er denn überhaupt auf den Boden gefallen? Ein erneuter Griff an die Hüfte, doch der Gürtelclip fehlt. Der liegt unweit der Stelle wo auch der Pod zuvor lag, nur in seine Einzelteile zerlegt verstreut. *hä?* Der Versuch diesen wieder zusammenzusetzen scheitert an einer abgebrochenen Führungsschiene für die Metallfeder, die den Clip am Hosenbund hält. Die Tasche selbst ist eine scheiß teure Eixo mit stabilem Gürtelclip und nicht älter als 8 Monate. Also nehme ich die Einzelteile und werde den Laden besuchen.

Heute:
Natürlich fand ich den Kaufbeleg nicht mehr und ging dennoch hin. Natürlich gerate ich an einen unsensiblen Klugscheißer Verkäufer in dem kleinen Mac-Laden, der sich nicht an mich erinnert und mich zudem auch komplett auflaufen lässt. Er ist sicher im Recht, keine Frage und doch hätte er sich etwas Mühe geben können und z.B. im Kassenbuch nachschauen, oder mir ein AT-Angebot machen, oder sonst was. Aber so komplett, “da kann ich nichts für Sie tun”.  Na egal, er muss sich auch nicht mehr bemühen, denn ich war das letzte Mal dort. Hätte ich nur doch online gekauft, dann müsste ich mir keine neue Tasche kaufen. Soweit ist es nun schon mit mir gekommen, aus Servicegründen will ich Amazon dem ortsansässigen Händler vorziehen. Blöder Lokalpatriotismus – bin ja wieder mal selber Schuld.

8 Kommentare | Rubrik(en): geärgert, gestaunt


merkwürdig

17 May 2009

PcProbe TemperaturdispayRichtig erschrocken war ich, als mitten im schreiben plötzlich der Bildschirm der Spielbüchse (Desktoprechner mit XP) schwarz wurde. *wtf* Zuerst dachte ich Stromschwankung, weil die augenscheinlich Unfähigen im Keller Elektrohandwerker mal wieder an der neuen Verteilung herumbasteln müssen. Wofür ist denn das Ding nach Etagen sortiert? *grml* Doch schon fast auf dem Weg mir die Schuhe anzuziehen und zum “Rund-machen” die Treppe hinunter zu sprinten, fällt mein Blick auf den 2.Bildschirm des brav laufende Ubuntus im Media-Server, welches genüsslich weiter die Updates zur 9.04 zieht. Linux ist gut, aber ohne Strom kann es auch nicht. Vielleicht nur ein Wischer im Netz. Es würde sowieso nicht mehr helfen, wenn die Kellerarbeiter es gewesen wären. Also entspanne ich mich und rück auf das Knöpfchen.

Doch der Desktop lässt sich nicht mehr anschalten. Keinen Mucks will er von sich geben, nur der Gehäuselüfter flüstert nach Fühlung vor sich hin und befördert nur mäßig warme Luft aus dem Gehäuse. Ich sehe mich schon freudig einen iMac bestellen resigniert nach kostengünstigen Alternativen suchen, als ich weg musste und die Sache liegen blieb. Das war eine Qual, ein ungelöstes Problem am Heimrechner(!) liegen lassen zu müssen.

Doch auch eine Stunde später war nichts zu wollen. Hatte ich die Absicht heute online zocken zu wollen, etwa zu laut geäußert? Übertemperatur? Die müsste nach einer Stunde schon längt wieder runter sein, dass BIOS fährt beim 55°C CPU automatisch runter. Nach Kurzschluß roch es nicht, Peripherie war auch keine dran. Also hample ich in die Verkabelung und prüfe. Keine wackligen Kabel, alle Steckdosen haben Strom, die Kabel sind auch alle in Orndung. War es doch schlechtes Karma? Der Schalter pustet mir was und tut weiterhin nichts außer klicken, also stehe ich auf uns hole mir etwas süsses zur Beruhigung der Nerven. Als ich zurück komme, bootet das Windows gerade. *hä?* Direkt habe ich den Boardmonitor gestartet und beobachte nun die Temperaturen (siehe links oben). Kann man verstehen, muss man aber nicht.

7 Kommentare | Rubrik(en): gefragt, gewundert


← ältere Beiträge

neuere Beiträge →