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Mir geht

11 November 2008

diese bescheuerte *argh* Fastnachts-Karneval-Schunkel-Gutelaunemusik im Radio schon jetzt auf den Nerv, dabei ist es gerade mal 11.20 Uhr. *ausschalt und Baldrick aufsetzt*

Ja, ich bin ein sogenannter Fastnachts- oder auch Karnevalsmuffel. Und das obwohl ich mitten im Hoheitsgebiet wohne. Seit ich in Mainz wohnte, bzw. nun hier in Wiesbaden, sehe und erlebe ich überwiegend besoffene Vollschmachmaten, die endlich einen offiziellen Grund haben sich ihr bisschen Resthirn noch dumpfer zu saufen. Oder ich erlebe gerade wieder nüchtern werdende Menschen, die mich angröhlen, mir vors Auto hüpfen und sich dabei total super finden.

Feiern ohne saufen geht wohl nicht. Fastnacht/Karneval feiern ohne mich geht indes sehr gut.

13 Kommentare | Rubrik(en): genervt


Wunderkomisch

10 November 2008

Meine Bürozahnbürste ist fertig, also weg damit. In der Mittagspause zum DM um die Ecke, den ich seit S. nicht mehr bei uns ist, tatsächlich zum ersten Mal wieder aufsuche. Kaum zu glauben, vorher waren wir mindestes einmal die Woche dort. ;) Überhaupt, warum müssen alle Frauen und Mädels aus der Umgebung scheinbar immerzu in den DM laufen? Was machen die nur immer da? Unglaublich was da mittags los ist, so auch heute, ein irrer Betrieb und die Kasse richtig voll. Ich muss aber rein, die Borsten der Zahnbürste sind nicht mehr gerade, das kann ich nur sehr schlecht ab.

Beim schlendern durch die Regale, ich weiß mal wieder nicht wo die Zahnbürsten stehen, zudem räumen die hier auch immer wieder die Regale um, da kann ich mich nur verirren, laufe ich an einer Gruppe von 4 Schülerinnen vorbei, die sich verschwörerisch vor dem Fach mit den Gesichtscremes versammelt haben. Ich schätze die Mädels auf etwa 13. Im Vorbeigehen schnappe ich diese Sätze auf (sinngemäß und zum besseren Verständnis aller nicht in hessisch):

  • Mädel 01: Ei, die Creme ist voll cool.
  • Mädel 02: Ja, voll cool.
  • Mädel 03: Ja genau, bei RTL sagen die, das die voll was bringt.

Das ist der Zeitpunkt, an dem ich meine Schritte verlangsame und mich völlig unnötig an einem Regal aufhalte. Ja, ich muss will lauschen.

  • Mädel 04: Echt?
  • Mädel 03: Ja klar, ist auch im RTL dauernd zu sehen.
  • Mädel 01: Die kaufe ich jetzt.
  • Mädel 02: Lässt Du mich dann auch mal probieren?
  • Mädel 01: Klar.
  • Mädel 04: Meint ihr wirklich das hilft?
  • Mädel 02: Klar, ganz bestimmt.
  • Mädel 03: Ich glaube auch, ganz sicher.
  • Mädel 01: Ei, glaubst Du ich habe echt Lust in 10 Jahren in den Spiegel zu schauen und wie meine Mutter auszusehen?

Zu diesem Zeitpunkt nahm ich auf dem meinen Weg wieder auf, in der Hoffnung meine ohne Zweifel breites Grinsen wird von meinem Schal gut verdeckt. Auf der anderen Seite ist es erschreckend, was Werbung anrichten kann.

[Bild © Knipserlein / www.pixelio.de]

4 Kommentare | Rubrik(en): gehört, gewundert


Knabberzwieback

10 November 2008

Zwieback wird Kindern seit Generationen dann verabreicht, wenn sie richtig krank und bettlägerig sind. Das hat sicher auch so seine Berechtigung, doch verbindet das Kind nach dem 3 Mal “Du bekommst nur Zwieback und Tee” mit dem Gebäck später eigentlich nichts wirklich Gutes. Zwieback und Kamillentee – Dreamteam *schauder* Beim samstäglichen Einkauf stießen wir auf eine mir bislang unbekannte Sorte, Zwieback mit Cocos.

Die schmecken richtig Klasse. Jetzt bloß nicht krank werden. :)

15 Kommentare | Rubrik(en): geschmeckt


ein Klick zuviel – Teil 03

09 November 2008

Zu den beruhigenden Klängen von Laura geht es weiter. Ich checke meine Linux-Rechner, ob die noch drucken können und auch der Rechner der besten Tochter von allen lässt mich nicht im Stich, VISTA frage ich nicht mehr. Es ist mir egal.

Ich wäge kurz ab, ob ich damit leben kann und letztlich auch will, dass das WebInterface von CUPS für mich nicht mehr erreichbar ist. Ich kann es sicher, will aber nicht. Also hopp hopp ins Web. Mir fällt auf, dass ich eigentlich nur eine kleine Sache machen wollte und nun schon ca. 2 Stunden damit vergeude und alles nur weil VISTA … ach ich lasse es lieber, sonst trete ich es am Ende doch noch in die Tonne.

Mein Problem ist nicht unbekannt, nur keiner schreibt so richtig wie man den Click zuviel wieder korrigieren kann. Es wird im allgemeinen nur Spott und Hähme über den Betroffenen ausgeschüttet, begleitet von den überaus hilfreichen Hinweisen der allwissenden Linuxgurus “man xxxxxx”. Das heißt in der Linuxsprache soviel heißt wie RTFM (= read the fucking manual). Grundsätzlich ist das ja nicht verkehrt, nur in der Situation wenig hilfreich. Das kann ich sowie so richtig gut leiden. Zu wissen wie ein Problem zu lösen ist, es aber für sich behalten und stattdessen lieber den Oberlehrer mimen und gönnerhaft auf schrecklich zu lesende Manuals verweisen. Die beantworten auch alle Fragen die man hat – irgendwann tun sie das alle – doch wenn man in einem Thema komplett fremde ich, werfen ‘mans’ nur noch mehr Fragen auf. Das Ergebnis ist User-Frust. Beides, also helfen und auf die entsprechende Hilfe verweisen, geht natürlich nicht. Guru halt. Auf der anderen Seite kenne ich die Typen auch, die in ein Forum stolpern, FAQ sowie Suchfunktionen konsistent weitläufig ignorieren und in 5 verschieden thematisch ungeeigneten Unterforen mit 6 nutzlosen Worten ihr Problem schildern und sich 10 Minuten später aufregen, wenn nichts hilfreiches kommt. Und doch, auch solche User kann man anleiten, wie sie es richtig machen sollen und sie nicht einfach nur abzukoffern.

Außerdem ist Tante Google irgendwie maulfaul, ich finde nichts wirklich hilfreiches und komme somit nicht weiter. Mit der Zeit und den letzen Klicks vor ‘Schluss für heute’ schaffe ich es dennoch die Datei cupsd.conf in dem Verzeichnis /etc/cups/ ausfindig zu machen. Dort soll diese Unglücksoption als Conf-Eintrag zu finden sein. Das wäre ja cool. Und tatsächlich, da ist wirklich ein Eintrag, der mit ‘Authentifizierung’ zu tun hat. Aber so ganz offensichtlich ist es für mich nicht.*sigh*

Schlimmer kann es nicht werden (oder doch) und daher ran an den Feind.

Falls Wenn sich zukünftig noch jemand in eine ähnlich bescheuerte Situation wie ich manövriert haben sollte, so habe ich es (den Click zuviel) gelöst:

  • per SSH auf dem betroffenen Linuxsystem einloggen
  • mit cd /etc/cups/ einen Verzeichniswechsel durchführen
  • dann die Conf-Datei mit sudo nano cupsd.conf öffnen (anstelle nano geht auch ein anderer Consoleneditor)
  • finde den Eintrag DefaultAuthType Negotiate und füge davor ein # ein. Damit wird der Eintrag auskommentiert
  • danach abspeichern und den Editor wieder schliessen
  • weil sudo /etc/init.d/cupsd – restart oder sudo /etc/init.d/cupsd -stop nicht funktionieren, wird der Rechner kurzerhand mit sudo reboot neu gestartet
  • danach ist das WebInterface von CUPS wieder ohne Irritationen erreichbar.

Das Ergebnis:

  • Allerlei Zeugs gelesen, was ich vermutlich nie wieder brauchen werde.
  • VISTA wird zu Hause vorerst nicht drucken, weil jetzt habe ich gerade keine Lust mehr.
  • Die Erkenntnis einen geheimen Vorrat an Schokolade anzulegen.
  • Drucken wird eigentlich völlig überbewertet.
  • Ich kann viel und ausführlich schreiben, obwohl ich sauer auf mich selbst bin.
  • Die Gattin beginnt ein neues Puzzle.
  • Rechts bekommt die Auflage ohne Links zu konsultieren nicht mehr zu klicken.

Fertig.

7 Kommentare | Rubrik(en): ge'Linux'd, geärgert, gelernt


Laura López Castro

09 November 2008

[Laura López Castro - Oración]

[Laura López Castro - Acabou Chorare]

[Laura López Castro - no es por ser ni por estar]

Eine Stimme die mich rührt, still begeistert je öfter ich sie höre. Klar, sauber, unverfälscht, so leicht, ich bin vollkommen gefangen. Solche Sängerinnen gibt es nicht viele auf der Welt. Sie klingt perfekt, da passt Sie mit Ihrer traumhaften Stimme, der schwermütig und doch gleichzeitig leichtfüssigen Musik punktgenau zu meinen Stimmungen heuer.

http://www.lauralopezcastro.com

Kommentar hinterlassen | Rubrik(en): gefühlt, gefreut, gehört


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