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Geschmacklich

21 March 2009

Meine Geschmacksnerven bleiben verwirrt. Schon seit Wochen mag ich mindestens einmal am Wochenende ein Brötchen mit Honig vertilgen, obwohl ich eigentlich Honig nur wenig bis gar nicht zugetan bin. Er schmeckt ohne Zweifel sehr lecker, nur die Verwendung ist komisch. Immer wenn ich das Brötchen fertig ist, klebt es auch an den Fingern. *hmpf*

Vorhin war ich mit dem Schlittchen zum ersten Mal beim Aldi (click) zum einkaufen. Die Liste ist schnell abgearbeitet, an der Kassenschlange stehend schaue ich auf den Wühltisch und sehe Datteln. Wie schon im September letztes Jahres kann ich einfach nicht widerstehen und plötzlich ist eine total lecker aussehende Packung im Wagen. *wtf*

In geteilter Vorfreude lade ich alles ein und will den Parkplatz verlassen. Das geht jedoch nicht, weil eine lange Schlange dreckiger Wagen die Ausfahrt blockiert. Neben Aldi ist eine große Autowaschanlage und da die Sonne heute so herlich strahlt, muss die Luxuswagenfahrer ihre Luxuswagen schnell wieder sauber waschen, weil man sonst die Luxuswagen eben nicht mehr als Luxuswagen bewundern kann. Was soll ich sagen, es ging einfach weiter. Die Schlage der völlig verdreckten Luxuswagen bewegte sich langsam, doch keiner lies freiwillig eine Lücke, so das ich rausfahren konnte. Irgendwann setzte ich einfach vor und verschaffte mir so die Lücke. Während der kurzen Wartezeit öffnete sich auf rätselhafte Weise die Dattelpackung. *haps*

10 Kommentare | Rubrik(en): geschmeckt, gesehen, gewundert


Laufpause beeendet

21 March 2009

Nicht wegen des gestrigen wunderbaren Frühlingsanfang, als mehr wegen des schönen Wetters und der günstigen Zeit habe ich meine Laufpause gestern aktiv beendet. Zuletzt bin ich im Januar ernsthaft einmal um den Park gelaufen und ich habe es gehasst. Die Brust, besser die Lungen schmerzten, die Strecke war zu glatt, matschig, meine Sorge umzuknicken oder mir sonst irgendwie weh zu tun, fraßen den ganzen Spaß an der Bewegung komplett auf. Überhaupt sollte man im Winter seinen Hintern eher an der Heizung wärmen als zu laufen.

Meine Sorge, dass ich in der Pause das mühsam herunter gelaufene Gewicht des letzten Sommers schrittweise wieder zulege, hat sich als unbegründet erwiesen. *puh* Einfach war es nicht, aber was ist das schon im Zusammenhang mit dem eigenen Körpergewicht. Wem meiner Vorfahren ich auch immer den Hang zur spontanen Gewichtszunahme zu verdanken habe, die/derjenige hat ganze Arbeit geleistet. Ob sich das im Alter ändert? Bis ich das heraus gefunden habe, muss ich höllisch aufpassen was und wie viel ich verzehre. Doc und auch ich sind jedenfalls sehr zufrieden mit der Entwicklung.

Gestern also bin ich die ersten 5 ernsthaften Kilometer dieses Jahres angegangen und es ging sehr gut. In knapp 45 Minuten bin ich die Runde gelaufen, wirklich sehr gemütlich und eher zur Standortbestimmung, in wieweit sich die Kondition des letzten Jahres verflüchtigt hat. Die Beine sind etwas schwer heute, aber ich fühle mich dennoch gut, richtig gut sogar. Ich werde den Angriff auf die letzten 7 Kilo wagen, die sich letztes Jahr als zu widerspenstig zeigten. Was gönne ich mir als Belohnung bei Erreichen des Ziels im Juni?

Ein schöner Nebeneffekt des ganzen Trainings ist mir kürzlich bewusst geworden. Trotz der hohen beruflichen Belastung der letzten Wochen und der daraus resultierenden Erschöpfung, kann ich mich in kurzen Abständen wieder soweit regenerieren, dass ich den kommenden Tag angehen kann. Das war nicht immer so.

Sport ist kein Mord, zumindest nicht für mich. :)

Ein schönes Wochenende.

13 Kommentare | Rubrik(en): gelaufen, gelernt, geschafft


Shorties 22

21 March 2009

  • Nutella-Brot mit etwas Butter drunter, ohne geht gar nicht.
  • Bitte niemals mein Display anfassen. Wenn Du mir etwas auf dem Schirm zeigen willst, bitte nimm einen Stift oder etwas anderes was keine Flecken, Kratzer oder sonstige Spuren am Display hinterlässt. Das ist sonst wie ein Fettfinger auf der Brille und macht mich rasend.
  • Letzthin sah ich den Pfarrer unseres Stadtteils. Er grüßte mich mit Namen. *wtf* Woher weiß er wer ich bin? Seiner Kirche habe ich zuletzt zur Taufe der besten Tochter von allen einen Besuch abgestattet.
  • Das Einparken mit dem Schlittchen will tatsächlich neu gelernt werden. Parktaschen sind prima, das Problem ist das Einparken seitwärts, es stellt sich kein sicheres Gefühl für die Abmessungen ein, ich kurble wie ein Anfänger. Hauptsache nicht am Nachbar antitschen. #grusel
  • Die Krankenkasse hat doch ihren Fehler tatsächlich korrigiert, um ganze 3 Euro. Freunde der sinnlosen Verwaltung, jetzt ist Schluss mit freundlich sein, ab jetzt werde ich unangenehm. Geholfen hat es dennoch nichts. Selten hat man mich so auflaufen lassen wie dort. Das macht mich extra sauer und muss in einem separaten Beitrag verdaut werden, aber erstmal runter kommen.
  • Die Gattin versucht mich doch tatsächlich für einen Lauf, den der Arbeitgeber jährlich veranstaltet als Läufer anzuwerben. In 6 Wochen ginge es über 12km und sie ist überzeugt ich wäre gut. Das schmeichelt ungemein, doch es wird nur auf Asphalt gelaufen und dies schreckt mich.
  • Weiß jemand, was flammende Herzen sind? Nein => click. Seit Wochen verzehrt die Gattin eines am samstäglichen 2.Frühstück und zur 2.Kanne Kaffee und hat mich nun auch endgültig infiziert.

4 Kommentare | Rubrik(en): geärgert, gefragt, geschmeckt, gewundert | Tags:


Stressmacher

20 March 2009

Meiner Auffassung nach sind für eine Vielzahl der deutschen Autofahrerinnen und Fahrer die eigenen Fahrzeuge, sowie die der anderen Verkehrsteilnehmer nur Selbstfahrwaffen mit integrierter Knautschzone.

  • Montag
    Ein Audi A6 Combi (was sonst) setzt Lichthupen wie wahnsinnig, nur das auch ja alle anderen Verkehrsteilnehmer vor ihm Platz machen, weil 1.fährt er Audi, 2. kann er wirklich schnell fahren. Schlittchen und ich fahren auf der mittleren Spur. Auf der langen Geraden in Richtung Wiesbadener Kreuz im Rückspiegel sehe ich immer wieder sein Licht aufflackern. Hektisch drängelt er die Wagen vor ihm, einige machen auch Platz, andere wiederum nicht. In den Fall zerrt er brutal den Audi auf die mittlere Spur und überholt dann rechts. Wer oder was zu dem Zeitpunkt in seiner Nähe ist, scheint ihm völlig wurscht, sollen doch die Anderen aufpassen, er hat schließlich Audi. Kurz nach dem Wiesbadener Kreuz hat er links plötzlich freie Fahrt und gibt auch sofort mächtig Gas. Im vorbeizischen sehe ich sogar noch den Kindersitz, ich selbst bin wieder auf der rechten Spur. Ca. 300 Meter weiter vorne sehe ich wie der Audi plötzlich eine Vollbremsung hinlegt und im Bremsen quer über alle drei Fahrbahnen, rechts auf die Ausfahrt Wallau zur Ikea zuschießt. Vor mir qualmt und raucht es, weil einige Wagen diesen Querschläger durch eigene Bremsmanöver erfolgreich ausweichen, Glück gehabt. Der Audi fährt in die Ausfahrt. (<= klick)
  • Donnerstag
    Autobahnauffahrten dienen dazu, die eigene Geschwindigkeit dem laufenden Verkehr soweit anzupassen, dass das Einfädeln leichter und gefahrloser von statten geht. Die A66 von und nach Frankfurt ist mir in insgesamt 15 Jahren Pendlerschicksal schon recht vertraut. An manchen Auffahrten muss man unabhängig der Situation immer rein zur Sicherheit auf die mittlere Spur wechseln. Dieses Mal ging es wegen eines LKWs nicht und passe deswegen genau auf, was rechts auf der Auffahrt fährt. Ein weißer Lancia ‘trottet’ träge auf dem Beschleunigungsstreifen und ist schon fast am Ende des Streifens. Doch von sichtbarem Gas geben scheint der Wagen weit entfernt. Ich schätze mal so 60-70 km/h, wir hingegen sind mit ca. 100km/h unterwegs.  Da seine Spur zu Ende ist, bremse ich um die Lücke zum Vordermann zu vergrößern. Es reicht dennoch jetzt schon nicht mehr, der Lancia muss auf dem Standstreifen weiter fahren. Er bremst stattdessen und zieht volle Kanne nach links, wohl nur um den Standstreifen nicht befahren zu müssen. Es zwingt mich zur Vollbremsung im Zuge deren ich dann nach rechts auf ‘seine’ Standspur ziehe und dort weiter fahre. Kurz Gas gegeben und ich war wieder vor ihm eingeschwert. Nichts passiert. (<= klick)
  • Freitag
    Schlittchen und ich fahren gemütlich mit 110km/h auf der mittleren Spur zwischen Zeilsheim und Höchst. Wegen der dortigen Auf- und Ausfahrt war ich wieder eine Zeit lang auf der mittleren Spur, vielleicht auch zu lange, ich bin mir dessen nicht wirklich bewusst. Plötzlich schießt ein roter Punto rechts an mir vorbei, schert ca. 3 Meter vor uns ein und fuchtelt wild mit dem rechten Arm im Auto herum. Offensichtlich ist die Person sehr erregt. Seine Zeichensprache interpretiere ich, dass die Person der Meinung ist, ich sei zu lange in der Mitte gefahren und dies nun missbilligend zur Äußerung bringt. Das mag wie oben zugegeben durchaus sein, berechtigt ihn aber nicht uns derart zu schneiden, dass ich fast reflexartig nach links gezogen wäre, was wiederum die Fahrzeuge hinter mir sicherlich wenig erfreut hätte. Ich gebe ihm durch eine obszöne Geste zu verstehen, dass mir sein Gefuchtel im Moment ziemlich egal ist, konzentriere mich wieder auf den Verkehr und auf

    [Emily King - Moon]

    [falls Youtube wieder zickt => klick]

    Üblicherweise ist eine solche Angelegenheit kaum geschehen auch gleich wieder vergessen. Doch der Punto bleibt strikt vor mir, die Person fuchelt immer weiter und wie mir scheint auch wilder. Zur Sicherheit bremse ich etwas ab, um den Abstand zu vergrößern. Falls die Person es nicht gesehen haben sollte, wiederhole ich die Geste und halte sie ein paar Sekunden aufrecht, so rein zum besseren Verständnis und fahre recht entspannt weiter. Das Spielchen geht noch ein paar Sekunden so weiter, ich muss lachen, das Gefuchtle bleibt. So ein Spinner, so eine Aufregung um eigentlich nichts mehr. Schlittchen und ich passieren fahren längst schon wieder rechts. Der Punto fuchelt immer noch, beantwortet von meiner Geste (mir beginnt das Spaß zu machen, wie Ping-Pong, erst Punto, dann ich, dann Punto, dann ich). Der Punto gibt dann irgendwann Gas und fährt vorne weg, fuchteln inklusive.  (<= klick)

    Im Nachhinein hätte ich das gestenweise Beantworten der Fuchteleien lassen müssen, führt doch zu nichts. Normalerweise reagiere ich auf  ‘Provokationen’ kaum bis gar nicht, warum also heute? Ein wenig Respekt und Anerkennung des Anderen muss doch für jeden möglich sein. Eigentlich versuche ich schon mit gutem Beispiel voran zu gehen, dieses Mal habe ich mich jedoch genauso dumm verhalten wie die Leute, die ich eben wegen ihres Verhaltens im Straßenverkehr missbillige. Ich kauf mir eine gehäkelte Klorolle und einen Hut, dann habe ich zukünftig eine gute Ausrede, falls mir das noch einmal passieren sollte.

    @Person im Punto
    Sie werden es nie lesen und dennoch: Bitte verzeihen Sie mir die gänzlich unnötige Provokation mittels der obszönen Geste von heute morgen.

6 Kommentare | Rubrik(en): gelacht, genervt, gewundert


kleine Selbstverständlichkeit

18 March 2009

Als leidenswilliger Linuxer und gewohnheitsmäßig vernachlässigter Windows-User stoße ich als wohl immer noch als Mac-Frischling geltender User im OS X weiter auf kleine Selbstverständlichkeiten, die so erstaunlich wie auch logisch und eben auch selbstverständlich erscheinen.

Zur Vorgeschichte:

Auf der CeBit hatten wir auf unserem Stand den ganzen Tag einen Jingle laufen, der eine Präsentation auf einigen LCD-Monitoren begleitete und ein Flash-Spiel promoten sollte. Dieser Jingle lief den ganzen Tag und nicht gerade leise. Der Nerv-Level war hoch, bis der Ohrwurm einmal gesetzt war, dann haben wir uns sogar dazu bewegt. Also draußen auf dem Teppich, als auch drinnen im Stand, eben auch Spaß bei der Arbeit haben.Wir haben es zum Schluss gar nicht mehr wirklich gehört, doch die Nachbarstände dafür um so mehr. Es wurde geflaxt und gemault, den Jingle ja nicht anzumachen, es wurden Beträge geboten (aber nie eingelöst) usw. Als Ausgleich der Tortur haben wir am letzten Tag unsere Sound-Anlage dazu benutzt, ein wenig ‘gute’ Musik zu machen. So gegen 08.30 Uhr liefen dann “z.B. Lou Reed – Take a walk on the wild side” und noch ein paar andere echte Schätzchen. Das versöhnte wieder und an allen Nachbarständen groovte es, es war toll zu erleben. Zurück zum Jingle, nach 3 Tagen waren auch die Nachbarstände von dem Jingle-Rhythmus infiziert und wenn keine Kunden in der Nähe waren, ebenfalls kleine ‘Standtänzchen’ wagten. Cheffe hat ausgerechnet, dass wir das ca. 10.000 gehört haben.

Der Ehemann unsere fabulösen Standleitung hat nun den Jingle aus dem Flash-Spiel extrahiert und ein *.mp3 daraus gemacht. Und damit alle was noch davon haben, verschickte sie es natürlich an uns alle. Aus allen Büros drang dieser Jingle begleitet von lautem Stöhnen, oder ‘Oh nein’ Ausrufen. Das Ding brennt sich echt ein und doch hat er was. Damit auch die Gattin infiziert wird, sandte ich ihn mir auch nach Hause. Die Mail wird also abgeholt und ich sehe das:

sound_in_mail

Die ‘kleine Selbstverständlichkeit’ ist am Ende der Mail, in dem Apple Mail direkt in der Mail selbst die Abspielkontrolle automatisch einblendet. Ich musste nur auf ‘play’ drücken, mehr nicht. Klasse. Im Büro-VISTA musste man die Datei durch einen Doppelklick öffnen, der dann zuerst den Media Player öffnet, der dann zuerst ins Internet will (aber natürlich nicht darf), dann wartet man 3 weitere Sekunden bis sich dieses Ding irgend etwas fertig gemacht hat und dann darf man nach einem Klick auf ‘play’ den Anhang der Mail anhören. Das ist doch mal wieder toll gemacht. Jeden Abend freue ich mich darauf den Apfel wieder auf dem Schoss zu haben.

Ah so, der Jingle fehlt noch : 

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6 Kommentare | Rubrik(en): gehört, gelacht, gewundert


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