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Attacke – schon wieder

Gestern zwischen 18.30 Uhr bis heute morgen um 06.20 Uhr hat es mal wieder ein nutzloser Mensch versucht mit einer massiven Attacke meinen Server zu hacken. Gelungen ist ihm das nicht, doch haben die schieren Massen an Seitenaufrufe den Kleinen in die Knie gezwungen. Er ist auch nicht wie zuvor abgeraucht sondern hat brav und folgsam alle Aufrufe im Stapel bearbeitet bzw. umgeleitet. Und doch war die lange Attacke von mir unbemerkt, weil ich in Karlsruhe und offline war. Nun ja, irgendwann macht der Arsch einen Fehler und dann werde ich der Rasenmäher sein, der über den Seinen hinweg fahren wird. *foshizzle


[online seit: 21-Feb-10 (12:44 Uhr) | bisher 7 Kommentare | Trackback]

in Kurzform

Bloggertreffen, gestern, Karlsruhe, gelacht, gealbert, geratscht, gefragt, gequatscht, tolle und witzige Menschen persönlich kennen gelernt, den Rauchern beim frieren Gesellschaft geleistet, ein bisschen Bier getrunken (leider keine mexikanisches – Service war nett lief und 4 Hände zu wenig), noch mehr gelacht und geblödelt, noch ein bisschen Bier getrunken, gewundert wo genau in dem Laden die Caipis wachsen und ach … trotz leichtem Bauchgrummeln und Anfangsnervosität sehr froh dabei gewesen zu sein.

separate Erkenntnisse:

  • Mein ausgedruckter Anfahrplan war absolut richtig, die Verkehrsführung im Innenstadtbereich von Karlsruhe eine Katastrophe. Die 30 Minuten Verspätung waren nicht meine Schuld, wirklich nicht.
  • Wer zur rechten Zeit ein paar Einbahnstraßen ignoriert, kommt schneller ans Ziel.
  • Autohupen scheinen ein örtliches Ritual darzustellen, jedoch sind sie nicht geeignet Ortsfremde durch die Stadt zu lotsen. Die Karlsruher versteht man zwar gut, viele kennen ihre Stadt aber auch nicht.
  • Fahrradstraßen kann man auch gut mit dem Auto befahren, darf man aber nicht. Hier seit erwähnt, dass ich es gut finde, dass Fahrräder in der Regel keine autohupenähnliche Signalgeber haben.
  • Niemand kann so schon “Coccolocco” sagen, wie eine leicht angeschickerte (Zitat!) Hoheit.
  • Der um 3.15 Uhr festgestellte Tinitus war keiner, sondern die Heizungsventile, die von einer überdimensionierten Pumpe malträtiert wurden. Gut ist, wenn man trotz steigender Müdigkeit noch dahinter kommt, dass nach Aufdrehen der Ventile auch der Tinitus verschwindet. Um 4.30 Uhr ein Fenster öffnen zu können und dir frische kühle Luft zu genießen ist einfach klasse.
  • Der Nachtportier kennt den Unterschied zwischen Wecken bitte um 09.00Uhr  und 07.30Uhr nicht. Ich rate dringend zur Nachschulung. Dafür hatte die rezeptionelle Frühschicht einen zauberhaften französischen Akzent, nur zuviel Kajal auf den Unterliedern.
  • Der sonst übliche und freundliche Anruf der Rezeption ist mit einem in abartiger Lautstärke anspringenden Fernsehgerät eben um diese Uhrzeit nicht aufzuwiegen. btw: Kann sich jemand vorstellen wie es ist, im Schreck aus dem Bett zu fahren und in sein Gesicht zu sehen? Ich fand es nicht so schön.
  • Phantastische Musik beim Fahren auf der arg verschneematschten Autobahn und zunehmenden im Schneegestöber zu hören entspannt und macht  schon fast wieder Spaß.

    [Sara Tavares - Balance]

    falls youtube nicht läuft => click


[online seit: 21-Feb-10 (12:30 Uhr) | bisher 14 Kommentare | Trackback]

Erklärungsnotpflicht

Im Ort gibt es schon lange keine Post mehr, sondern nur noch eine Postagentur. Das ist eine wie auch immer entstandene Ecke in einer kleinen Schneiderei, die sich rein durch das verstärkte Aufkommen von greller gelber Farbe verrät. Lustig ist, dass man trotz stark beengter Verhältnisse noch eine ‘Wartefläche’ ausweist, die 80 cm hinter dem Tresen beginnt. Sie endet vom Tresen aus gerechnet bei ca. 100cm, bei 105cm steht man zur Hälfte in einem Schrank mit Kleidung, die voller mit Stecknadeln angehefteter Zettelchen ist, vermutlich Änderungsanweisungen und Eigentumshinweise. Es prangert ein Poster mit der Ermahnung “Bitte Abstand halten”, für den Aufsteller war kein Platz mehr. Um einen herum surren dann noch 3 Nähmaschinen, bedient von einem düster aussehenden Menschen südländischen Charakters. Er sieht mich mit seinen freundlichen Augen an und murmelt etwas wie “Hallo”, oder so etwas. Dann steckt er seinen Nase wieder in Nadel und Faden und einem kompliziert aussehenden schwarzen Stoffknäuel.

Vor mir steht eine Frau in Hochwasserhosen (Marlene Dietrich Schlagausführung) am gelben überladenen Tresen. Sie bekommt erklärt wie man im Internet per Sendungscode verfolgen kann, wo ihr Paket justemang gerade st. Es ist weder einfach zu erklären, noch zu leicht verstehen, “ist aber schon eine tolle Technik” meint sie. Sie geht und wie schälen uns aneinander vorbei. Die Nische ist vollgestopft mit gelbem Zeugs, Kisten und allem möglichen Plakaten, Paketschachteln, Hängeschränken. Es sind schiefe Baumarkt-Wandregale mit den wohl unvermeidlichen Zubehör, den heute jede Agentur zu verkaufen hat, Paketband, Umschläge, Hefte, Papier, Bürokrams bis hin zu Postkarten.

Ich möchte gerne mein Päckchen abholen, weil ich Dussel einen Artikel bestellt habe, der eine Authentifizierung erfordert (also +18) und es nach Hause, anstatt mir ins Büro habe schicken lassen. Den Zettel und meinen Personalausweis nimmt sie lächelnd entgegen, sie geht in die Knie und kruscht unter der Theke herum. Sie legt alles wieder auf den Tresen zurück, dazu kommt noch mein Päckchen. Sie vergleicht Aufkleber mit dem Perso und schaut mich dann ganz komisch an, also so komisch komisch. Auf dem Päckchen steht “nur gegen Authentifizierung abgeben”, wie es bei Spielen (links)  die nicht an Minderjährige ausgegeben werden dürfen, nun mal aufgeklebt wird. Sie schaut schon wieder so komisch, als sie mir den Zettel für meine Unterschrift, zwischen einem Kaffeekassenschwein und mehreren Prospektaufstellern hinüber  schiebt. Ich fühle mich ungemütlich, sie glaubt bestimmt es ist was ‘perverses’. Es kann mir eigentlich egal sein was sie denkt, ist es aber nicht, denn der Blick geht ins Zentrum, ich muss es unbedingt klarstellen. “Das ist ein Spiel” sage ich und könnte mir direkt schon auf die Zunge beißen, denn es war ein Fehler überhaupt etwas zu sagen. “Ja ja”, erwidert sie lapidar gelangweilt, “muss man ja heute auch aufpassen, gell?” Wäre ich nur still geblieben., aber nein ich kann ja die Schnüß mal wieder nicht halten. Dann schaut sie mich schon wieder so komisch an. Bevor ich mich noch lächerlich mache und das Spiel vor Ihren Augen auspacke, verlasse ich den Laden, ziehe den Mantelkragen hoch, bekomme einen kurzen Hals und ziehe meinen Hut etwas tiefer. Macht man ja wohl so, so peinlich das.


[online seit: 19-Feb-10 (19:46 Uhr) | bisher 18 Kommentare | Trackback]

Grafikeditor für Mac

Auf Mac OS X gibt es ab Werk leider kein einfaches simples Grafikprogramm wie es Paint auf Windows ist. OS X ist sonst komplett, aber hier patzt es. Mir ist es lästig für jede Kleinigkeit an Bildern immer nur GIMP starten zu können/müssen. GIMP ist klasse, doch brauch ich was einfaches schnelles wie z.B. Paintbrush:

klein – flink – kostenlos. Perfekt!


[online seit: 18-Feb-10 (10:55 Uhr) | bisher 10 Kommentare | Trackback]

ebay aus-aus-aus

Verschiedentlich habe ich hier schon erwähnt, dass mich eBay mit seinem zwangsweise portofreien Versand bestimmter Waren und einem Großteil des dortigen Publikums regelrecht ankotzen. Kaum noch eine Auktion geht ohne künstliches Gezeter zu Ende, sei es nun nachträglich wegen des vorher deutlich bezifferten Portos (bin ich etwa für die Tarife der Post verantwortlich?), oder weil man auf der Käuferseite schlicht zu dumm zum lesen ist. Egal wie detailliert oder sonst ich auch den Artikel beschrieben habe, während der Auktion wurde ich mit den blödesten Fragen bedacht, danach wurde gezerrt und gezogen. Mal bekommt man angeblich missverständliche Produktbeschreibungen vorgehalten, oder scheut sich auch nicht mit Unterstellungen, wie z.B. Hehlerei und Betrug zu spielen. Vielleicht hatte ich auch nur schnödes Pech und bin deshalb an diese beachtliche Menge an Vollpfosten geraten.

Ein paar Beispiele:

* Eine Auktion eines defekten VHS-Rekorders an Bastler. Ich schreibe es in großen roten Buchstaben in den Text und auch das der Rekorder nicht benutzbar ist. Natürlich gerate ich an einen Trottel der sich nach Erhalt beklagt, dass das Gerät ja defekt sei und er mich wegen Betrugs verklagen wird. Ein Screenshot des eBay-Angebots hat ihn dann überzeugt, dass er seine Schulzeit deutlich zu früh beendet hat. Die Scherereien mit eBay und Paypal hatte ich dennoch und ich musste mich erwehren.

* Ich verkaufte eine Reihe von gebrauchten Büchern mit der Beschreibung, dass man Gebrauchsspuren erkennt, teilweise die Kanten etwas abgestoßen sind, Seiten geknickt und möglicherweise auch beschädigt sein können. Ich erhalte vom Käufer einen geharnischten Brief (! – keine Mail), in dem er 50% des Kaufpreises zurückfordert, will die Bücher nicht im zugesagten Zustand eingetroffen wäre. Er hätte massig Eselsohren in den Seiten gefunden, sowie er andere fadenscheinige Gründe aufführte, außerdem wäre der Versand per Hermes um 1 Euro billiger gewesen. Auch dieses zuviel gezahlte Geld forderte er gefälligst umgehend ein. eBay mischt sich wieder ein, ich lies es drauf ankommen und es verlief dann im Sande.

* Wir haben früher Kinderkleidung verkauft, wenn sie zu klein geworden war. Diese immer mit Bild, Größen- Zustandsbeschreibungen und ggf. Angaben wo genau welche Flecken zu finden. Es gab unglaubliche Mails von erzürnten Müttern/Vätern, die sich dann eben wegen dieser Mängel bei mir beklagten und Preisnachlässe einforderten.

* Aus einem alten gestorbenen Laptop war nur noch die Festplatte zu retten. Da man diese nicht mehr im Handel bekommt, machte ich die Platte sauber, schredderte sie zusätzlich, damit Neugierige kein Futter erhielten. Es fand sich auch ein augenscheinlich dankbarer Mensch, sehr froh sein baugleiches Laptop wieder zum Leben erwecken zu können. 4 Wochen nach Versand erhielt ich eine mit Schimpfworten und Beleidigungen gespickte Mail, indem er völlig außer sich die Platte als defekt deklarierte. eBay ging sofort auf mich los, sowie ich auch selbst mit diesem Mensch diverse Mails wechselten musste. Als Ergebnis wurde ich verpflichtet die Platte zurücknehmen, den Kaufpreis und sowie das Porto  erstatten, obwohl die Auktion als Privat deklariert war und auch einen Ausschlussklausel hatte. Die Platte kam leicht verschrammt wieder bei mir an. Ein Test mit einem externen USB-Cradle ergab, dass Sie problemlos funktionierte. Bei genauem hinsehen  jedoch hatte ein Anschlusspin einen heftigen Wackelkontakt, sowie alle Pins in der Nachbarschaft reichlich verbogen waren. Laut eBay war das nicht mehr deren Problem.

* und und und

Das liest sich nach Kleinigkeiten und vielleicht waren es auch nur Einzelfälle, dann aber eine ganze Reihe davon. Doch erzeugten sie mitunter die lächerlichsten Mails und einen extrem lästigen Aufwand auf meiner Seite, weil man seinem Gegenüber dennoch einen gewissen Respekt schuldig zu sein glaubte. Wie tagsüber versuchte ich nach Möglichkeit geduldig und freundlich auf “meine Kunden” zuzugehen, erklärte und half teilweise auch massives Unvermögen oder zur Schau gestellte Blödheit auszugleichen (z.B. Einbauhilfe bei einer Grafikkarte, Installationshilfe bei einem Spiel, usw.). Der Erlös rechtfertigte den anschließenden Aufwand sehr häufig in keiner Weise.

Vor ein paar Tagen habe ich kurz überlegt, ob ich 2 noch funktionsfähige Elektroküchengeräte, wie auch 2 teilkomplette Rechner in eBay, ausgewiesen für Bastler anbieten solle. Angesichts meiner Erfahrungen in der Vergangenheit habe ich die Dinger jedoch lieber zerkloppt und fuhr sie auf die Wiesbadener-Deponie. Es wäre die vermutlich anschließende Mühe und Arbeit kaum wert gewesen sein. Schade eigentlich, denn noch vor 3-4 Jahren war es auf eBay wirklich toll und hat auch Spaß gemacht zu handeln. Am Wochenende wurde der Rest des Dachspeichers ausgeräumt und entsorgt. Es ist Verschwendung, die mich in gewisser Weise schon schmerzt. Es gibt immer jemanden der für ein Ding noch Verwendung finden kann.

Es ist gut, dass sich eBay mehr um den Schutz der Käufer bemüht, ich verstehe auch das dies nicht einfach umzusetzen ist, doch mit der jetzigen Strategie werden sich die privaten Verkäufer zusehends zurückziehen und den semi-professionellen Garagen- und Kellerfirmen und Platz machen. Der Flohmarktcharakter geht flöten, sofern er das nicht schon längst ist. Jedem der ein Geschäft ehrlich betreibt  gönne ich seinen Erfolg von Herzen, ich für meinen Teil habe die Schnauze voll von eBay und bin dort endgültig weg. Konto gelöscht. Aus die Maus.


[online seit: 18-Feb-10 (8:18 Uhr) | bisher 15 Kommentare | Trackback]

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