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[online seit: 03-Aug-10 (18:29 Uhr) | Kommentare nach Passworteingabe verfügbar | Trackback]
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Herr MiM berichtet von neuen Azubis in seinem Büro, weil gestern Montag war und das Lehrjahr begann. Diese arme Zunft der einem wehrlos ausgelieferten jungen Mitmenschen, Frühstücksbeschaffer, Sachenschlepper und dankbares Ziel diverser harmloser, aber dennoch irgendwie bösartiger Scherze der Alteingesessenen.
Ich durfte eine Elektriker-Ausbildung im großen Glaswerk in Mainz antreten. Am ersten Tag schickte man mich Ambossklangfett holen, die Feierabendschablone und den Spanungsabfalleimer. Haha, ja, sehr lustig, aber da muss man durch und es aushalten, auch wenn es schwer fällt. Und es fiel mir schwer, sehr sogar. Am 2. Tag lief ich ich mit 2 Altgesellen in eine weit entfernte Fabrikationshalle, ich durfte tatsächlich die Taschen tragen und Material schleppen/schieben. Ich wollte Elektriker werden und kein Muli, aber wie oben schon festgestellt muss man die Anfangszeit aushalten. In der Halle parkten sie mich an einer Ecke der Maschine, wo ich rein gar nichts sehen konnte und als Ausgleich schicken sie mich dafür zum Frühstück holen, um 08.00 Uhr, Pause war um 09.30 Uhr. Natürlich wusste ich nicht wo die Kantine war und fragte auch aus falsch verstandenem Stolz nicht (ich musste schon genug Spott und Häme aushalten), so lief ich zurück in die Werkstatt um mich einem anderen Azubi zu besprechen. Stattdessen laufe ich dem Chef in die Arme und ich Dämlack frage reflexartig ausgerechnet ihn, wo denn genau die Kantine ist. Nach 5 Minuten war dann auch das Klingeln in den Ohren wieder weg und ich wartete, bis die Gesellen aus der Hallen zurück kamen und mich wieder abholten. Muss ich erwähnen, dass auch die richtig sauer auf mich waren? Sie sprachen kein Wort, sondern parkten mich in einer heißen Ecke der Halle, in unmittelbarer Nähe zum Schmelzofen. Nach 45 Minuten war ich gar und durfte nach einer zugeschrienen Wegbeschreibung und durchaus glaubhaften Züchtigungsandrohung noch einmal Frühstück holen. Dieses Mal klappte es und ich durfte nach dem Frühstück etwas mehr Abstand zum Schmelzofen halten. Nach der erneut von mir beschafften Mittagspause, wurde mir erlaubt die Taschen und das restliche Material wieder zurück zu schleppen, aber nur wenn ich den Weg auch kannte.
[online seit: 03-Aug-10 (9:11 Uhr) | bisher 10 Kommentare | Trackback]
Katzen haben mit mir nichts im Sinn und ich mit ihnen eigentlich auch nicht. In der Regel sehen wir uns, akzeptieren uns wie wir sind und sorgen in stiller Übereinkunft dafür, dass unsere Wege sich nicht näher als auf meine Armeslänge kreuzen. Ich werde somit nicht behelligt und ich behellige nicht. Das klappt, bis auf letzten Mittwoch. Ein Kater, der mich nun schon 5 Jahre “kennt” unterschritt plötzlich die gesunde Distanz und wich mir nicht von der Seite. Er setzte sich gar innerhalb der Entfernung meines ausgestreckten Armes und bliebt dort auch noch frech hocken. Nach 5 Minuten intensiven Wartens, wurde ich seinen mit tiefen Augen verursachten starrenden Blick bewusst. “Irgendwo hier muss Schinken liegen und er will den”, das war meine Erklärung. Er wird schon wieder gehen, tat er aber nicht. Der Blick wurde weniger starrend, als vielmehr weich und verlegen (Interpretation), hin und her. So hielt ich meine Hand zufällig über die Lehne, während die andere Hand vorsorglich mit einer gerollten Zeitung ausgerüstet sich bereit hielt, falls nötig verlorenen Respekt und Abstand wieder zurück zu bringen. Nichts geschah, er streifte die Hand mit dem Kopf, einmal, zweimal, dreimal und immer heftiger. Der mutige und sachte Griff an den Hals wurde heftig gurrend und mit wohlwollendem Recken bekundet. Das hielt 10 Minuten, dann trollte er sich, aber nur um seiner Schwester Platz zu machen, die Gleiches mit mir spielte. Muss ich nicht verstehen.
[online seit: 02-Aug-10 (19:18 Uhr) | bisher 8 Kommentare | Trackback]
Die vergangene Woche habe ich mich in ein sogenanntes Outlet schleppen lassen, das erste Mal überhaupt. Geballt offerierte Preisgefälle sind mir suspekt. Vermute ich dahinter doch nichts anderes als massenhafte Ladenhüter aus Schlussverkäufen der letzten 5 Jahre, in schicker Umgebung mit ‘gefummelten’ Etiketten (z.B. vorher 896€, jetzt nur noch 14€) präsentiert. Soweit das sorgsam gepflegte Vorurteil.
Ich habe mich heuer belehren lassen. In dem bewussten Outlet gibt es sicher auch Ladenhüter, aber auch jede Menge höchst ansehnlicher Ware zu extrem verführerischen Preisen. Man muss wirklich widerstehen wollen, wenn man sich dem Zug der Preise entziehen möchte und sich kein völlig unnötigen Unsinn anschafft nur um die Gelegenheit nicht zu verpassen. Wir sind gebummelt, lange und ausgiebig, haben viele Sachen angefasst und überlegt, die Mädels waren fast ein wenig im Rausch, aber nur fast. Andere waren da weit weniger zurückhaltend und so zeigte es sich immer wieder, dass mit den sinkenden Preisen sich automatisch die Zurückhaltung und Erziehung vieler Menschen nahezu nahtlos manipulieren lässt. Aber na ja, was solls.
Und ich? Aufgrund des eindeutig auf Weiblichkeit zugeschnittenen Angebotes verlegte ich mich aufs hilfreiche suchen, (an)gucken und kommentieren. Bis auf den einen Laden, der mir einen Anzug kredenzte, mit einem sehr feinen Tuch und einen ansprechenden Schnitt, dazu noch lediglich für ein Drittel des eigentlichen Preises. Da wurde mir ein Verzicht unmöglich gemacht. Nur die Hosen sind etwas zu lang und zu weit, aber das lässt sich korrigieren. Die schlimmste Ecke im Bezirk: Lindt. Die Hölle auf Erden, ich sags Euch.
[online seit: 01-Aug-10 (13:33 Uhr) | bisher 14 Kommentare | Trackback]
Nach 7 Tagen ohne begrüßt mich das MacBook mit einem wahrlich schönen Hintergrund:
[klick auf das Bild zum vergrößern ]
[online seit: 31-Jul-10 (21:40 Uhr) | bisher 5 Kommentare | Trackback]