Und dann war da noch

ein Schraubenhandel. Genauer 7 Regalreihen, jede ca. 10 Meter lang und ca. 2,5m hoch, mit 10 und mehr Böden voller Schrauben, Muttern, U-Scheiben, Spliten und was man sonst noch so zu schrauben braucht. Schrauben für alle möglichen Materialen und Stärken, Köpfe und was wie ich nicht noch alles. Ich habe Muster von den Schrauben dabei die ich brauche. Unsere neuen Severschränke sind gebraucht gekauft und leider nicht ganz vollständig. Nachbestellen daher zu lange, wir brauchen die Sachen schon am Wochenende.

Ich stehe verloren vor der riesigen Auswahl und weiß nicht so recht wo ich anfangen soll. Dann tritt ein Wissender an mich heran, der mit den allumfassenden Kenntnissen. Ich zeige ihm die Muster, er zögert keine Sekunde und schlurft los,  Gaius Pupus es nicht hätte besser machen können. Er spricht nicht mit mir, sondern mit den Mustern in seiner Hand. Unaufgefordert folge ich, er brummelt Größen, Senk- Rundkopf, Stahl, M5 usw. Dann greift er plötzlich in eines der Regale und ich habe flugs auf seine Frage „Wie viel“? antworten. Er zählt die gewünschte Menge ab in eine Schale und schlurft dann mit dem nächsten Muster weiter, ich wieder hinterher. Zur Sicherheit schaue ich hinter und um mich herum, ob da nicht irgendwie eine Kamera versteckt ist. Aber nein, der ist so. Er schlurf und murmelt zu den Mustern, findet, zählt ab, am Ende schüttet er alles in eine Tüte mit dem Kopf, schreibt ohne ein Wort an mich zu richten oder auf eines meiner schüchternen Worte zu reagieren einen Ausgabeschein, dann nickt er in Richtung Kasse und sagt noch“ danke“. Hä? Aber ich  solle mit den Blechschrauben aufpassen, die schneiden nur einmal und dann ist sense. Fertig, Abgang. Beide.

Ohne einmal zu zögern, hat der Schrauben-Gaius in diesem hunderten von Möglichkeiten jeweils die richtigen Schachteln gefunden. Dass muss ihm erst einmal einer nachmachen, dem Gaius Pupus des Schraubenhandels.