nervshopping

Supermom bringt mich auf etwas ….. Gestern beim Mantel kaufen ist mir mal wieder ein um sich greifendes Phänomen richtig sauer aufgestoßen. Mich nervt dieses Shop-im-Shop-System in Warenhäusern unsäglich, man stolpert doch immer wieder in einen s.Oli.ver, es.prit, Tom.Ta.lor oder was-auch-immer-Bereich, die ihr Zeugs meist anders arrangiert haben, die Ware sonst aber weitestgehend dieselbe ist. Vielfalt sieht für mich anders aus.

Man ist es ja mittlerweile gewohnt sich selbstständig mit der Warenauslage zu beschäftigen und dann nur am Ende der Suche bei hektisch agierenden Kasslerinnen anzustehen, die das neue Stück mehr oder weniger vorsichtig in die Tüten stopfen. Meist möchte ich mich auch alleine umsehen, aufdringliches Personal treibt mich direkt wieder aus dem Laden heraus. Und doch weiß ich es zu schätzen, wenn Personal bei Bedarf zu Stelle ist und kompetent und freundlich helfen kann, Tipps gibt oder Fragen beantwortet.

Szenario: Eine Fläche von bestimmt 2.000m³, 9 Markenshops auf der Fläche verteilt, in dem jeweils eine leidlich motivierte Verkäuferin herum wandert, sich mit Kunden unterhielten, willkürlich an der Ware zuppelten und so irgendwie schon sehr beschäftigt aussahen. Die Gattin hatte einen guten Mantel gefunden, nur ohne Preisschild. So legte ich mir den Mantel über den Arm, schaute mich um und ging auf die erste Warenzupplerin zu. Die sah mich auf sie zukommen und drehte sich direkt um. 😯 Na gut, sie mag nicht, also schaute ich zur nächsten, die ebenso in einem abgrenzten Bereich (Be.tty Bar.clay) stand und telefonierte. Ich fand eine andere Dame, die tatsächlich einfach nur so da stand und geradeaus schaute. Ich ging auf sie zu und fragte ob sie mir helfen könne den Preis für den Mantel zu ermitteln, weil das Schild leider fehlte. Es täte ihr sehr leid, sie wäre nur für die Marke Bi.Ba zuständig (ausschweifende Handbewegung über die Ständer), sie können mir nicht helfen. Auf die Frage wer mir den bitte helfen könne, wusste sie auch keine richtige Antwort, ich solle irgendwo da hinten schauen. Wäre es nicht für die Gattin gewesen, ich hatte das Ding an Ort und Stelle fallen gelassen und wäre gegangen, doch so biss ich mir auf die Lippen und wanderte weiter umher.

Aufgrund der Erfahrung mied ich weitere Damen unter einem Firmenschild anzusprechen, sondern suchte eine Person mit einem Kauf.hof-Schild am Revers. Für meinen Teil sah ich genauso aus wie ein Kunde, der Hilfe suchte, doch keine der umstehenden Damen fand sich bereit zumindest einmal einen Schritt auf mich zu zu machen. Ich fand nach gefühlten 10 Minuten endlich jemand in der hintersten Ecke beim einsortieren von Ware (Hausmarke) und bekam dann auch prompt die erbetene Auskunft.

Der Mantel ist es letztlich geworden, aber nur weil die Gattin es unbedingt wollte. Dennoch wird zukünftig der Kauf.hof in Wiesbaden in der persönlichen Liste der möglichen Kaufquellen für Damenkleidung ganz weit hinten angesiedelt.