ungebetene Rückmeldung

Eigentlich interessiere ich mich für regionale Nachrichten. Nur mag ich keine Zeitung aus Papier mehr haben, die ist mir zu sperrig und unpraktisch. Aber da hat man heutzutage ja weitere Möglichkeiten. Wobei, hat man wirklich?

Das zum Beispiel ist die WebSeite der hiesigen Zeitung, des Wiesbadener Kuriers:

einmal mit AdBlock

Wk mit adblockr

und noch einmal ohne AdBlock

Wk ohne adblock

Wundert es wirklich, dass Leute wie ich einen Browser mit AdBlocker nutzen? Bei dem zweiten Screenshot habe ich noch nicht den aggressiv gelben Werbe-Slider eingefangen, der sich einschiebt und das untere Fünftel der Seite verdeckt, bis man ihn wieder ausklickt. Oder der Slider, der von rechts kommt und auf weitere Inhalte verweist, fürchterlich stört und deswegen ebenfalls weggeklickt werden will. Ich verstehe, dass Werbung bei kostenlosen Angeboten im Web durchaus sein muss, um die Kosten zu deckeln. Aber da muss es doch noch andere Möglichkeiten geben, als den User durch unpassende Farben und aufdringliche Werbung, ablenkende Animationen fast schon mit Gewalt wieder von der Seite zu treiben.

Doch wie komme ich denn überhaupt auf die Seite? Fast ausschließlich durch einen kostenlosen RSS-Feed, den der WK auf seiner WebSeite anbietet. Der Feed präsentiert sich im Reeder jedoch ‘sehr nüchtern’:

Bildschirmfoto 2014 07 12 um 09 57 33

Keine Teaser zum anlesen, nur die Überschrift mit einem dahinter liegendem Link zum Artikel (siehe oben) und wie in dem Beispiel manchmal auch ein Bild. Es ist also mehr eine Gefühlssache, ob man sich den Artikel in die Leseliste von Safari (wegen AdBlock) schiebt oder nicht. Lesen im Reeder geht gar nicht (siehe 2. Screenshot oben)

Aber da gibt es ja auch noch die Möglichkeit den Kurier auf dem iPad in einer sogenannten Kiosk-App zu lesen. Hier mal ein kurzes Video vom Handling der App:

Auch das ist meiner Meinung nach äußerst einfalls- und lieblos umgesetzt. Das Lesen der Zeitung auf dem iPad ist eine Qual, ich kämpfe mehr mit der Zeitung anstatt sie zu studieren. Für das sogenannte ePaper möchte die Rhein-Mail Verlagsgruppe 20,90€ im Monat haben. 20,90€ für eine nutzerfeindliche (you heard me) App sind eindeutig 19,90€ zuviel. Mir ist völlig klar, dass eine ordentliche nutzungsfreundliche Zeitungs-App wie z.B. der heise Verlag für die c’t oder andere seiner Magazine anbietet entsprechend Geld kostet, doch das ist doch gut angelegt. Die Leser, die sich über diese App für ein Abo entscheiden, bringen das Geld doch wieder rein. Einfach nur die Zeitung als PDF einzustellen und den Leser dann damit kämpfen lassen war vielleicht zwischen 2000 und 2002 üblich, da gab es halt nichts anderes. Aber doch heute nicht mehr.

Ach ja, dann bleibt dann noch die Option das ePaper am MacBook zu nehmen. Leider kann ich dann die Zeitung aber eben nur im Browser lesen, nicht aber auf dem iPad in der Kiosk-App. Ich soll auch hier den Browser nehmen, die Ausgabe als PDF herunterladen und mich dann hindurchzwängen, oder das PDF vom Mac auf das iPad kopieren (Nutzung der iCloud geht übrigens prima).

Das ist meiner Meinung nach völlig unausgegoren. Wenn kein vernünftiges Angebot vorhanden ist, wird auch die Nachfrage nie werden. Der Markt regelt die Nachfrage und die Nachfrage den Markt. Oder habe ich hier unrecht?

@Rhein-Main Verlagsgruppe
Sehr gerne möchte ich Abonnent der ePaper Version des Wiesbadener Kuriers werden und dabei zwingend nicht das Gefühl haben, die für die Inhalte angemessenen 20,90€ auch gleich in den Ausguss hätte kippen können. Mit der umständlichen Handhabung und der nutzerfeindlichen Umsetzung der App, oder dem Handling der Inhalte verkommt das Lesen der sicherlich sorgsam erstellten Inhalte für mich zur Qual und irgendwann würde ich das Abo dann doch wieder abbestellen, oder wie just gerade passiert erst gar nicht dafür entscheiden.

Auch wegen der enttäuschenden Erfahrung hier bin ich gespannt und hoffe sehr, dass die Krautreporter sich geschickter anstellen werden. Im September soll es losgehen. Das sind  dann zwar keine regionalen Nachrichten, doch wenn es gelingt wirkt dies vielleicht als Signal für andere Zeitungsmedien. Und wenn es nur ein Model wie die frühere Netzeitung wäre, die Abonnenten (ich war damals einer) ein komplett werbefreies Nachrichtenportal anbot, alle anderen sahen Werbung auf der Seite. Leider konnte die Netzeitung mit dem Model als solche nicht überleben und ist mittlerweile eine Art “Aggregator-Portal für gesammelte Nachrichten aus allen möglichen Quellen. Ja, ich will gerne Geld ausgeben, aber ich will auch etwas dafür haben das mich zufrieden stellt.

suchen und nicht finden

Ein regelmäßiger Copy-Job einer Reihe von Dateien und Ordnern auf einem w2003Server wird benötigt. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, als vielmehr … ok eigentlich doch mit Faulheit. Admins wollen alles machbare möglichst automatisieren, dafür ist das Zeugs schliesslich auch da.

Die Struktur und Funktion der Batch-Datei wird zuerst lokal an Dummy-Dateien und -Ordnern getestet, so live auf einem Server zu spielen ist mir zu heikel. Als alles zu meiner Zufriedenheit funktioniert, bewegen ich die Batch und eine exclude-Datei (ich brauch nicht jeden Ordner) auf dem Server und passe ich die notwendigen Pfade sehr gewissenhaft an. Ich kontrollieren die Pfade insgesamt 3 Mal bevor ich einen Testlauf starte. Es funktioniert alles wie es soll. Dann fällt mir auch, dass ich die Batch im falschen Verzeichnis liegen habe und bewege sie in das eigentlich richtige. Danach passe ich Pfade in der Batch auf die geänderten Verhältnisse an, ein Testlauf schlägt fehl – kein Error, kein Eintrag in die Ereignisliste, nüscht. Ich prüfe die Pfade, die Berechtigungen, Dateigröße und Integrität (hash md5), alles ohne Befund.

Nach einem Not-Espresso prüfe ich noch einmal alles, weil man sich ab einem Punkt irgendwann selbst misstraut. Wieder ist alles richtig. Ich bewege die Batch wieder zurück zum ersten ‘falschen’ Ordner, passe die Pfade wieder an, Testlauf erfolgreich. Die Batch kommt wieder ins richtige Verzeichnis und ich bitte einen Kollegen die Pfade anzupassen, Berechtigungen zu prüfen, etc, dessen Testlauf schlägt wieder fehl.

Um nicht noch mehr Zeit zu verschwenden lasse ich die Batch nun entnervt dort wo sie ist und dokumentiere dies im AdminsLog. Ich darf Schokolade. Und wieder wurde dank mangelhafter Serversoftware wertvolle Lebenszeit sinnlos verschwendet. 

sinnloses gebastel

Das ist Altmaterialverwertung, der Artikel stammt vom 21.08.2011. Irgendwie habe ich vergessen den zu veröffentlichen. Mittlerweile gab es das Update „Bella“, was wiederum alles besser machen sollte.Die einzelnen Stufen der Verzweiflung dieses Update zu installieren habe ich nicht mehr festgehalten. Immerhin hat es mir geholfen eine Entscheidung zu fällen. Mittlerweile bin ich trotz langem Widerstand ebenfalls wie gefühlt der Rest der mobil telefonierenden Welt mit einem iPhone bestückt. Und ich hätte es früher machen sollen, ich Depp.

[15.07.2012]

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Wenn Firmen ihr Unvermögen einerseits durch Entscheidungen zu Schau tragen (hier: als Nokia verkündete zukünftig nur noch Windows Phone zu verkaufen) und ein eigentlich heute als ein relativ leichtes anzusehendes Unterfangen (hier: Update des Betriebssystems) den letzten Rest an Sympathie für ein Produkt nahezu auslöscht. Es geht um Technik, um sensible Technik, mein mobiles privates Büro, mein Nokia N8. Hätte ich 4 Wochen früher davon erfahren, dass Nokia den Weg geht, ich hätte mir das N8 nicht gekauft. Nun habe ich es und muss vorerst damit leben, weil einen Käufer findet man dafür nicht und ganz ehrlich, guten Gewissens kann ich das Ding auch nicht weiter verkaufen.

Die Kamera an dem N8 ist prima, der Rest durchwachsen und eigentlich schon fast schlecht. Es gibt zwar einen AppStore in Form des Ovi Stores, doch nützliche oder hilfreiche Apps, die Funktionen ergänzen findet man dort kaum und wenn findet man dank Internet schnell heraus, dass die interessante App der pure Schrott ist. Das Keyboard ist eine Nutzungskatastrophe, weil massiv schreibfehlerfördernd, die Autovervollständigung verschlimmert alles nur noch, im Hochformat gibt es _nur_ eine alte Handytastatur (drei mal auf Ziffer 1 drücken ergibt Buchstabe C), das Ding ist allgemein langsam und träge, das sowieso nur als Notdurft verwendete surfen im Internet fordert alles an wirklichen Nutzungswillen heraus und und und. In Summe ist es ein Fehlkauf und ich hätte es nicht machen sollen.

Seit Wochen geistert nun in den Nachrichten herum. dass ein Update des Systems alles besser machen soll. Am Freitag abend sagt mir mein N8 endlich, dass ich das Update mit Namen Anna nun herunterladen könne, aber nicht im Handy via WLan wie erwartet, sondern am PC. Nach einem Blick auf die Nokia Seite bestätigt sich mein Verdacht, nur PC – kein Mac. Klar. Für solche Zwecke habe ich noch ein virtuelles XP auf dem Mac (sowohl VM-Ware via BootCamp, als auch Virtualbox), doch beide konnten nach den langwierigen Prozedur der Installation der OVI-Suite das Update auf Anna nicht vollziehen. Es lud und lud und lud und installierte und installierte und immer dann, wenn die OVI Suite mir sagte das nun das N8 vom USB (das besondere Nokia Micro-USB-Kabel wieder zu finden war sowieso ein Glücksfall) getrennt wird, meldete die OVI-Suite kurz danach, dass das Update nicht vollzogen werden konnte, weil das Scheisshandy nicht per USB verbunden ist. Ich verzichte auf Beschriftungen meines Frustes und sinnlosen aber irgendwie doch irgendwie befriedigenden Gewaltphantasien, ich machte also den Mac aus (Uptime zu dem Zeitpunkt war 21 Tage und ein paar Stunden) und startet das XP via Bootcamp.

Dort lief das Update endlich nach dem 3. Versuch durch und ich erschrak was Nokia mit dem Interface, den Icons und der Erscheinung (Themes) gemacht hatte. Vor Auffrischung im Sinne von besser kaum eine Spur, alles schwarz und dunkel, man konnte jedoch die Farbe der winzigen Rahmen auswählen (WOW!), die Icons sind hässlich (Geschmackssache!) und erzeugen mitunter nur Fragezeichen (ok, der Gewöhnungseffekt muss hier als Verursacher gelten), default Hintergrundbilder die zur Verunstaltung und Unlesbarkeit der Desktops führen, doch an einigen Ecke hat man die Oberfläche tatsächlich etwas feiner bedienbar gestaltet, es gibt auch im Hochformat endlich ein vollwertiges Keyboard, sowie auch die Bedienung der Keyboards an sich deutlich verbessert wurde. Was gibt es sonst noch, die Kamera stürzt nicht mehr ab und eines meiner pop3-Mailkonten lässt sich partout nicht mehr bedienen, so dass ich nach etlichen Versuchen es entnervt gelöscht habe um es ganz neu anzulegen, leider immer noch ohne Erfolg. Dann halt nicht.

In Helsinki sagt man mir, dass Nokia mit der Erzeugung von Gummistiefeln angefangen hat, sie sollten dort wieder ansetzen, aus dem Geschäft mit den Smartphones sind sie meiner Auffassung nach draußen. Und das ist angesichts der hier gezeigten Kompetenz auch gut so.

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das Prinzip der E-Mail

Nochmal Opel: Nach der letzten Antwort von Opel (Übermittlung meiner Fahrzeug-ID, damit man prüfen könne welches Bauteil möglich ist) war wieder 2 Wochen Funkstille. So schrieb ich erneut und bat nun etwas froscher um eine klärende Antwort, die dann auch NUR eine Woche später kam. Ich solle mich doch bitte an einen örtlichen Fachhändler wenden. *grrrr

mein Fazit:

1. Der Opel Kundenservice hat das Prinzip der E-Mail nicht verstanden. Ich vermute man lebt dort noch im Bewusstsein der gemeine Kunde glaubt eine E-Mail würde weiterhin per Snail bewegt und benötigt mindestens 2-4 Tage bis zum Empfänger.

2. Gutes Post-Marketing sieht anders aus.

3. Obwohl direkt beim Hersteller nachgefragt bin ich weiterhin ratlos.

4. Kommunikation mit Opel ist verschwendete Lebenszeit.

Gut gemacht Opel. Danke.