Kurzgedanke

Anlässlich des Bloggeburtstages des geschätzten Herrn Silencers und des kürzlichen Gesprächs über die Zukunft unserer Blogs, mache ich mir immer wieder mal einen kurzen Kopf um das bloggen als solches. 

Was würde es bringen, wenn man aufhören würde? Und was wenn man weiter macht? Keine richtige Antwort.

Es ist ohne Zweifel weniger geworden, wo früher monatlich zwischen 20-40 Beiträge vorhanden waren, sind es heute noch 1-3, oder auch mal gar keine. So what? Geschichten hat es genug, aufgrund diverser Umstände kann ich zunehmend weniger erzählen, weil mir das zu viel Privatsphäre offenlegen würde. 

Die seltenen Gespräche mit Menschen, die Blogs und deren Menschen nicht verstehen wollen, das man ja so viel von sich preis gibt, wenn man unter seinem echten Namen und aus seinem Privatleben bloggt, nerven mich. Wer sich auf Facebook herum treibt ist meiner Meinung nach wesentlich schlimmer dran, als ich. Hier muss man manuell nach Informationen graben und die zusammentragen, bei Facebook machen das Algorithmen und Bots und man erfährt wesentlich mehr über die Person als hier bei mir. Meine Linie ist und bleibt klar. Ich bin hier und bleibe. OK? (*hugs*)

(Spontanpost aufgrund der Nachfrage von lieben Menschen, die sich per Mail an mich gewandt und sich erkundigt haben)

 

 

m2c

Rebekka war so freundlich meine Frage zu beantworten. Nun will ich auch über den Grund der Frage eine Auskunft geben:

Ich habe mir verschiedene Sessions der diversen re:publica Veranstaltungen auf Youtube angesehen, bzw. diese begonnen aber dann meist nach wenigen Minuten wieder abgebrochen. Dann habe ich einiges gelesen und mir meine Meinung dazu gebildet. Ich erlebe das alles wie eine Konferenz, an der man am Ende eine Absichtserklärung verfasst, beim nächsten Mal eine Absichtserklärung zu verfassen, die eine Absichtserklärung zum Ziel hat. Oder anders ausgedrückt: Wenn eine Inselbevölkerung sich darüber beklagt wie schlecht die Festlandregierung doch ist, die aber zu weit weg ist um zuzuhören, kann man soviel lamentieren wie mal will, es juckt niemanden warum man lamentiert.

Auf re:publica oder ähnlichen Veranstaltungen treffen sich Leute, die alle irgendwie intensiv im Internet zugange sind und tauschen sich ohne Einschränkungen zu erfahren darüber aus. Das ist prima. Aber mehr ist es nicht. Man sollte weder z.B. ein freies Internet, ein politisches Statement über solche Veranstaltungen stellen, oder dort hineintragen, denn die passenden Entscheidungen hierzu treffen leider andere. Man selbst kann wenn es passiert zwar auf sich und auf die bedrohliche Lage aufmerksam machen, doch wenn die/der Machtinhaber es nicht möchte/für gut hält, bleibt einem nur sich auf den Boden zu werfen und mit den Füssen zu trampeln. Die nächste Wahl kommt bestimmt? Ja und – was passiert dann? Same shit – different color.

Ich bin in dieser Sache engstirnig und wenig offen, doch bezeichne ich derartige Veranstaltungen ohne die Leute die die Macht etwas zu bewegen inne haben, als  Freizeitveranstaltung unter Gleichgesinnten. Jedem sei von Herzen gegönnt sich auf solchen Veranstaltungen umzutun, sich einzubringen und seinen Punkt zu machen. Wenn er wieder wegfährt, muss er sich im Klaren darüber sein, bleibt der Punkt dort. (no offense!)