doch nicht ohne – update

Der Trigger ist gefunden, es war Little Snitch 2.5, die laut Hersteller zwar kompatibel zu OS X 10.8 wäre, aber nicht mehr weiter entwickelt würde. Irgendwo muss man anfangen, also verdächtigte ich zuerst die Netzwerkumgebung. Nach Entfernung von Little Snitch wurde der Finder wieder zahm und freundlich wie immer. Da ich auf  die kleine Petze nicht verzichten möchte, entschied ich mich zu einem Upgrade zur aktuellen Version. Freundlicherweise subventioniert der Hersteller den Erwerb der Vorversion durch einen deutlich Preisnachlass in Form eines Upgradepreises.

Nicht so wie die unangefochtene #1 im Markt der Virtualisierungssoftware in diesem unserem bekannten Universum. Die wird es auch nicht in weiter interessieren, dass ich daran beteiligt war mittlerweile die 7. Lizenz von der weltbesten Virtualisierungssoftware in die Tonne getreten zu haben und gegen Parallels Desktop 7 ausgetauscht wurde. Die jeweiligen Nutzer baten mich um Hinweise und was zu machen wäre, weil VMware 3 nicht mehr unter OS X 10.8 läuft.  So habe ich die möglichen Optionen aufgezeigt, entschieden hat der Nutzer alleine. Und ja, ich bin was offensichtliche Verarschung von Kunden angeht extrem nachtragend.

bullshit

Die letzte Keynote habe ich mir live als Stream angesehen, ich war/bin auf den neuen Touch gespannt, vielmehr auf das Display und die Bluethoothausstattung. Und auch ein neues iTunes ist vorgestellt, eines mit einem neuen Service namens PING, der eine „social community“ ähnlich der von lastFM nun auch in iTunes integriert.

//RANT ON// Wir sind demnach im Jahr EINS, in der die bösartige Softwareseuche „Featuritis“ auch in Applesoftware um sich griff. In Linux/Unix gilt normalerweise die unisono Regel „one job, one tool“, davon sind Apple im Laufe ihre sehr erfolgreichen Zeit sicher etwas abgerückt, doch im Kern aber schon noch dabei geblieben. Doch was zu Hölle hat eine „social community“ in meiner Musik-Bibliothek zu suchen? Richtig, rein gar nichts. Auch ich habe einen lastFM Account und habe den auch testweise genutzt. Letztlich ist es Marketing getriebener Unfug, doch das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Was mich dann so auf die Palme bringt?

Meine Musik liegt auf einer Festplatte im heimischen Netzwerk (ein sogenanntes NAS, gebaut aus einem sehr schlanken Linux-Rechner [eeePC], SAMBA-Server und eine fetter USB-Festplatte) damit die beste Tochter von allen und ich ggf. die selbe Musik nutzen können. Das spart Platz, schont die Nerven und erleichtert auch noch das Backup. Doch nach Installation von dem brandneuen iTunes 10 ist das NAS und damit die Musik komplett verschwunden. Natürlich nicht gelöscht, aber schlicht nicht mehr zu nutzen. Zuerst dachte ich das NAS sei ‚verloren‘ (also nicht mehr verbunden), doch der Mac konnte problemlos drauf zugreifen und auch Dateien direkt abspielen, nur iTunes selbst nicht mehr. Nach einem kurzen Exkurs mit Tante Google vermute ich mal, hat man wohl vergessen ein Netzwerkprotokoll zu implementieren. Denn das Netz ist voll von Posts von in meinen Augen vollkommen zurecht erbosten Nutzern, denen es ebenso ergeht wie auch mir/uns.

Bevor also ein ausgemachter Schwachfug wie PING einbaut wird, nur damit das Marketing sich in der Ecke sitzend einen nach dem anderen von der Palme wedeln kann, hat gefälligst das Produkt in seinen Grundfunktionen ordentlich zu funktionieren. Dann können die meinetwegen auch bunte sich drehende und selbst faulende Hölzchen hinein bauen und im Reigen hüpfend rückwärts LaPaloma jodeln, es ist mir scheiß egal. Wenn die Entwickler Langeweile haben, lässt sie ergründen, warum man iPhones und iPods immer noch mit einem Kabel an den Mac/PC anzuschließen hat. Das kann man doch besser lösen. Als nächsten kommt eine Funktion um CD-Cover zu bearbeiten und die auf Facebook oder anderen Seiten zu verteilen, wie? //RANT OFF//

TimeMachine sei dank ist dieser Mist wieder runter und wir hören wieder mit iTunes 9 unsere Musik. iTunes 10 – zum jetzigen Zeitpunkt an Überflüssigkeit nicht zu überbieten.