Ich spiele online 2

Status heute: Auch nach etlichen Offline-Sessions beziehe ich Runde-für-Runde im Deathmatch auf den Live-Servern weiterhin Prügel und doch habe ich das Gefühl, dass es voran geht. Die Maps Dust II, Fascale, Nuke, Marquis, Mirage kenne ich mittlerweile einigermaßen gut, sehr langsam stellt sich auch die verlorene Auge-Hand-Koordination wieder ein und ich bin kein reines Kanonenfutter mehr. Meistens jedenfalls.

Nun habe ich Operation Vanguard begonnen und ich bin schon zufrieden mit mir. Die silberne Operation-Medaille habe ich mir schon erarbeitet, die Goldene kommt auch bald. Die Maps werden mir weiter vertrauter, man lernt die gewissen Ecken in immer mehr Maps kennen, das Gameplay schleift sich ein, man „spielt”. Der Competitive Modus (also Bomben legen oder Geiseln retten) hat seinen Reiz, mehr als “Capture the Flag“ aus Battlefield. Bei einigen Matches aus der Operation war das Teamplay schon richtig klasse, so wie man es selbst mal gelernt hat: Deckung geben, Vorgehen des Mitspielers ermöglichen, Nachgehen unter Deckung des Mitspielern, wieder vorn vorne, Rückzug decken, Deckung beim entschärfen, spähen, schneller sein als der Gegner, das hat richtig Spaß gebracht. Man muss höllisch aufpassen, die Gamer sind meist pfeilschnell im AIM und im Spott und haben eine Treffsicherheit, die mich häufig an der Redlichkeit zweifeln lassen. Aber jammern gilt nicht.

Mein nachgerüstete Hardware (nVidia GT740 2GB passiv, Intel SSD, AMD FX-4300 CPU, 4 GB RAM) reicht völlig aus, nur die Maus ist nun zu ungenau und auch zu langsam. Das ändern wir die nächsten Tage in Form einer neuen Roccat Gaming Maus, die auch unter meinem Linux läuft und sogar eigene Treiber hat.

Ich spiele online

Die PS3-Plattform nervt wegen der häufigen Ausfälle, Sony wegen seiner Unfähigkeit und Geldgier, Battlefield ödet nur noch, der Connect zu den MP-Servern ist ein mühevolles Geduldspiel, der erst beim 5. oder 6. Versuch dann irgendwann klappt, die KinderAmins auf den privaten Servern kicken häufig wenn man sie mal erwischt, das Gameplay ist nicht vorhanden, die Kids wollen nur Punkte und Ranking machen, es ist ätzend, es nervt, es reicht. Ich habe fertig.

So versuchte ich mal wieder etwas ‘Neues’ und nahm meinen uralten Steam-Account, rüstete meine alten Gaming-PC mit etwas Geld auf, kaufte mir Counter Strike – Global Offensive (CS:GO) aus dem Winterangebot 2014 und will mich dort verprügeln lassen. Alles neu lernen, man kann auch nur zuschauen und so alles kennenlernen, bevor man selbst auf die Map geht. Die Übung war/ist auch nötig.

Auf den Servern herrscht allgemein ein rauher Wind. Wenn man nicht mit dem Team mithalten kann, ist recht schnell ein Kick-Vote am Laufen. Der Deathmatch-Modus ist als Anfänger richtig schlimm, weil man unglaubliche Prügel in kürzester Zeit bezieht. Nach einigen Runden hatte ich genug – sterben-spawn-sterben-spawn-sterben-spawn … ihr kennt das vielleicht. Kanonenfutter zu sein war noch nie mein Ding, ich habe kein Problem zu verlieren, doch will ich zumindest mitspielen. Ich muss aber auch zugeben, die Unkenntnis der Maps und das fremde GamePlays ist für das Team schon ein miese Gesamterfahrung. Daher wechselte ich erstmal in den Offline-Modus und spielte mit den Bots. Die kann man in der Schwierigkeitsstufe glücklicherweise verändern, auf Max-Stufe sind die Bots allerdings auch nicht einfach zu bekämpfen.