Redeem und Chris Daughtry

Ich war auf einem Rock-Konzert. Tatsächlich! *kopfschuettel* Ich kann es weiterhin kaum glauben, ich als Freund der eher leisen Töne hab mir die Trommelfelle massieren lassen und das richtig.

Also die beste Tochter von allen erfährt im Januar, dass Chris Daughtry im März 2008 nach Frankfurt in die Batschkapp kommt. Da sie sich das letzte Halbjahr in der Schule erfolgreich angestrengt hat tue ich ihr den Gefallen gerne und biete mich an zu fahren bzw. mit zugehen. Zu weit ist der Weg für die Bahn, S-Bahn und außerdem ist es so bequemer. Ganz so abenteuerlustig ist man dann wohl doch nicht.

Egal, wir also gestern mit ihrem Freund auf Tour nach Frankfurt. Sie soll uns den Lotsen mithilfe einer ausgedruckten Wegbeschreibung machen, das erste Mal das Sie das tut. Fürs erste Mal war es ok, aber das ist in jedem Fall verbesserungsfähig.

@beste Tochter von allen
Wie gesagt immer eine oder 2 Spalten in der Beschreibung vorlesen. Beim Vorbeifahren die Abbiege zu nennen ist definitiv zu spät. 🙂

Fürs Protokoll: ohne den Orientierungssinn des alten Mannes wäre es schief gelaufen! 😉

Ich war noch nie zuvor in der Batschkapp, es ist eine echt urige,schedderige und doch eine sehr sympathisch gemütliche Lokalität. Alles ziemlich eng und klein, Berührungsängste darf man nicht haben. Habe ich auch nicht, Wertsachen werden dennoch sicher verstaut. Als Vorgruppe gab es ein schweizer Trio namens Redeem. Die hatten es in sich. Guter und zum Großteil sehr melodischer Gitarren-Rock. Nach 5 Songs traten sie ab und mir schwarnte Übles für den weiteren Teil des Abends.

Als ich den kleinen Saal betrat und die Größe aufgebauten Lautsprecher, sowie auch das vorhandene Verstärkerequipment sah, orientiere ich mich sicherheitshalber gleich etwas weiter nach hinten im Säälchen. Man ist ja nicht mehr der Jüngste. Und ich tat recht damit. Der Bass hatte bei der Vorgruppe schon kolik verursachende Ausmaße, die Drums ließen die Trommelfelle und den Körper permanent vibrieren, nur der Gesang hatte ein echt mieses Erscheinen – zu viel Übersteuern und krachen – das war wirklich schade. Aber die Musik war so laut, ich glaube man hätte auch so nichts verstehen können.

Na das wird was werden wenn Chris erst kommt. Und er kam dann gegen 21.45 Uhr mit seinen Jungs brachial in den Saal. Sie spielten seine CD einmal komplett routiniert durch, keine Fehler – saubere solide Vorstellung. Auf der Bühne gibt er sich nett und doch rockig, aber nicht als Prolet. Auch hier richtig gute Rockmusik, hart-laut-teilweise schon fast brutal. Die Stimmung im Säälchen war prima, alles Sahne. Die beste Tochter von allen mit Freund standen natürlich ganz vorne an der Bühne, natürlich – wo auch sonst.

Daughtry

[Bild © http://media.vivastreet.com]

Chris hatte dann nach 1,5 Stunden fertig, es wird plötzlich so still. Ne, wird es doch noch nicht. Mein Kopf dröhnt, mein Bauch grummelt, als würde er mich zur Toilette schicken wollen. oh man. Ich denke mir, dass die kleinen Männer im Ohr noch eine ganze Weile tüchtig beschäftigt sind. Erstmal raus an die frische Luft. Die beste Tochter von allen kommt mit gläsernen Augen kurze Zeit später nach, der Freund verzückt => geiler Abend, saugeile Musik. Recht hatten sie. Ich erschrecke innerlich vor mir selbst. Wer hat das gesagt?

Meine Trommelfelle transportieren scheinbar alles um mich herum um den Bruchteil einer Sekunde verzögert, oder habe ich Watte im Ohr? Wie auch immer, man möchte jedenfalls noch schauen was es im Merchandise gibt. Ok, nur zu. Danach Heimfahrt, Radio säuselt leise, ich hör sowieso nichts richtig.

Geiler Abend geile Musik und eine glückliche Tochter – Vaterherz was willst Du mehr? Nichts – mir geht es gut.

Karte als Beweis

Eher für mich als Beweis, ich war wirklich in einem Rockonzert. Ich fasse es nicht. 🙂

Nachtrag:
Morgen Scanner suchen gehen.