Freudiges Vergessen

Weil eine Kollegin nach ca. 10 Monaten intensiver Nutzung den Plaste-PC mit dem vergammelten Win 7 nicht mehr vernünftig arbeiten kann, darf dieser 2000 € teure Entwicklungsmaschine mit zu mir nach Hause. Während die Kollegin eine kurze Auszeit nimmt, will ich den Tisch-Trabbi neu aufsetzen und bei der Gelegenheit auch eine SSD einpflanzen.

Ich habe wirklich und wahrhaftig vergessen, was das für eine zeitvernichtende Müllarbeit ist, erst das Grundsystem installieren, dann Treiber (online auf dem Mac) zusammensuchen und diese einzeln installieren, Updates fahren, Netzwerk-Treiber nochmal installieren weil nach Updates kein WLan mehr da, x-Neustarts, etc.

Nach nunmehr ca. 3,5 4,5 Stunden mehr oder weniger intensiver Zweisamkeit (weil man muss irgendwie immer dabei bleiben) ist es nun nahezu betriebsbereit, doch ist das Nutzerprofil noch nicht zurückgesichert (bin schon sehr gespannt ob die das wenigstens mittlerweile gelernt haben), dazu muss noch diverses Zubehör (Firefox, eclipse, AntiVirus, Grafikzeugs, et.c) installiert, dann auch noch aufgeräumt und die mitunter immer noch gefährlichen Windows Default Settings optimiert werden.

Was bin ich froh, das ich diesen Dreck privat nicht mehr dulden muss, sondern nun dafür schön brav bezahlt werde.

Nachtrag 29.12.2012:
Ich könnte mir auf die Schenkel schlagen vor Vergnügen, so lächerlich ist dieser Müll. Zuerst das Gute, in der Theorie kann man Nutzerprofile von einem Win7 auf das Andere transferieren. Wenn man zuvor (nun das Schlechte) mit dem eigenen Windows Easy Transfer dieses in eine Datei gepackt hat. Blöd nur, wenn das nicht mehr geht, weil die Platte schon ausgebaut ist, bzw. Das alte Windows nicht mehr starten will. Wie kann man für so einen unausgegorenen Mist nur Geld ausgeben? Das kann jede noch so kleine Linux-Distri besser und das Zeug kostet keine Unsummen. Leute spart euer Geld, kauft Euch was vernünftiges und lasst diesen Ausschuss aus Redmond im Regal liegen. Und kommt mit nicht damit, dass dieser Schiss einfacher zu bedienen sei. Und nun mach ich es auf die manuelle Weise, copy-and-paste der Dokumente und einzelner Anwendungsdaten, hab ja sonst nichts zu tun.

Nachtrag zu Arsch gerettet

Weil ich so sauer war, habe ich an den iTMS Support geschrieben man möge mir doch bitte erklären, warum ich trotz deren Erklärung (Kopie anbei) nichts von der iCloud laden durfte, sondern den Weg über das iPhone gehen musste.

Die Antwort ist so banal wie ärgerlich: Weil die Datei noch auf dem Rechner war, bzw. in der aktuellen iTunes Bibliothek. Zitat aus der Mail-Antwort:

…. ACHTUNG
Sollte Ihnen der Hinweis „geladen“ angezeigt werden, deutet es daraufhin, dass der Artikel noch in Ihrer iTunes Mediathek gespeichert ist. Um ungewollte Duplikate zu vermeiden, prüft die Funktion vorher das Vorhandensein der Artikel in Ihrer Mediathek. …

Warum man bei Apple nicht selbst auf die Idee kommt, diese doch recht hilfreiche Anmerkung in dieser sonst sinnlosen Hilfe aus dem Artikel zu integrieren? Wie auch immer, die Datei war nicht auf dem Rechner, doch in der Bibliothek. Hätte ich den fehlerhaften (weil auf nicht vorhandene Datei verweisenden) Eintrag entfernt und den Bereich „gekaufte Artikel“ neu aufgerufen, hätte ich die Datei direkt auf den Mac laden können. Völlig intuitiv das Ganze.

Arsch gerettet

Einer der Gründe warum ich in iTunes Musik Store (iTMS) kaum bis gar nicht Musik kaufe ist, dass man die erworbenen Dateien nicht nochmal laden kann. Eine völlig schwachsinnige Einschränkung, die aus meiner Sicht noch jenseits einer vorstellbar stumpfsinnigen Schikane ist. Es muss jemanden geben, der diese Art der digitalen Distribution gut findet und letztlich auch veranlasst hat. Diesem Vollidioten gehört links und recht so lange auf die Wange geschlagen, bis ……

Aus Unachtsamkeit habe ist mir bei einer Dateioperation eine Musikdatei aus dem iTMS verloren gegangen. Der erneute Download  aus dem iTMS scheitert an der Möglichkeit die Datei noch einmal zu ziehen, weil habe ich ja schon. Die unverhoffte erblickte Hilfe im iTMS Menüpunkt „gekaufte Artikel“ entpuppt sich als zusätzliche Super-Verarsche. Da ist weder ein Button „iCloud“ noch etwas ähnliches oder gar ein Link. Wie komme ich darauf? Aber ich darf(!) den Song noch auf das iPhone laden, weil er da noch nicht ist. …. nutzlose Rohrkrepierer …. . Wie bekommt man den Song dann von iPhone wieder runter auf den Mac? Weil Apple will das nicht, man könnte ja böse Sachen machen und das gesamte Abendland in den Ruin treiben.

Wie auch immer, das Tool der Wahl heißt DeTune. großartig, phantastisch, Ich liebe Euch. Ich habt mir den Arsch gerettet.

 

Hat keine 2 Minuten Zeit gekostet diesen Schwachfug zu umgehen und nur Ärger und Verdruss erzeugt und Zeit gekostet. Wer hat jetzt gewonnen? IMHO haben die(!) in der Content-Industrie noch lange nicht genug Geld eingebüßt. Das muss erst richtig weh tun, bis sich diese Stuhlwärmer endlich darauf besinnen, dass erfolgreiches Verkaufen nicht mit dem Einverleib des Kaufpreises aufhört. Ich habe fertig.

 

Nachtrag: Eben sehe ich im iTMS, dass nachdem ich die Datei auf dem iPhone hatte, neben eben dieser Datei (und nur neben dieser) der iCloud-Button vorhanden ist und ich die Datei nun auch auf den Mac laden konnte. Finde nur ich das lächerlich?