Tags-Archiv für: Einkauf

Hosenkauf mit Dame

25 September 2010

Drama. Entweder es hat zuviel Auswahl und Frau weiß so nicht welche würdig ist anprobiert zu werden, oder die Preise sind mit einem Würfel ermittelt worden (3 Würfe-3Stellen), oder die Passform ist katastrophal. Man fragt sich derweil nach welchen Schnitten genäht wird. So viele schlecht sitzende Hosen bei richtiger Größe kann es doch gar nicht geben. Verzweiflung treibt uns in den nächsten Laden. Ach das ist alles nicht so einfach. Außerdem versucht frau mich ständig zu was lila zu überreden. *grumpf*

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Warenbandziege

04 June 2010

Das Warenband ist völlig leer, weil die Kasse gerade erst öffnet.Aus der Nachbarschlange stürzt eine um ihr Leben kämpfende Frau mit kurzen roten Haaren, verbissenem Mund und richtig Stress in den Augen auf das Band zu. Mein Einkaufswagen und ich bewegen uns nach Ende des Beladens gemütlich ebenso auf das leere Band zu. Sie muss unbedingt zuerst am Band stehen, andernfalls ist ihr Tag wohl gelaufen. Soll sie ruhig und so beladen wir das Band quasi gemeinsam. Zur Sicherheit lege ich den Trenner schon aufs Band und beginne den Wagen zu leeren. Ich bin fertig, die Ziege schaut mich vorwurfsvoll an, denn ihre Warenschlange ist schon am Trenner angekommen, es liegt aber noch Zeugs in ihrem Wagen. “Hätten sie nicht warten können? Meinen Quark und Jogurt mag ich nicht vorne hinstellen”. *ähm* Verdutzt wie ich bin, schaue ich das Förderband entlang und sehe,dass sie ihre zwei Meter sehr weitläufig befüllt hat. “Räumen sie halt das Zeugs vorne etwas zusammen, da ist genug Platz. Sie brauchen nicht pro Artikel 30 cm Platz drum herum.” “Ich will aber nicht,” giftet sie mich richtig böse an. “Die Plastikbecher müssen zuletzt, die gehen sonst kaputt. Also bitte.” Sie macht Anstalten mein Zeugs weiter nach hinten zu schieben, was aufgrund er Schichtung zum Fallen diverser Gegenstände auf meiner Seite des Bandes führen würde. Mein Zeugs belegt 1/3 des Bandes, den Rest hat sie in Beschlag, unsere Warenmenge ist vergleichbar. Ich mache einen Schritt und sie traut sich nicht mehr, schnaubt stattdessen wie ein Walross. Die Kassiererin sitzt derweil und beginnt die Waren der Ziege über den Scanner zu ziehen. Weil die mir noch gegenüber steht und der Wagen auch befüllt ist, türmt sie nun die Waren am Ende der Kasse auf. Als der Platz eng wird, sagt sie zur Ziege, sie möge doch bitte nach vorne kommen. “Ich kann aber nicht, weil der hier mich nicht alles aufs Band legen lässt”, es folgt der triumphierende Blick einer im Geiste bedauernswerten Person. Die Kassiererin peilt übers Band, sieht das Missverhältnis und schüttelt genervt den Kopf. Sie steht auf, kommt auf die Kundenseite und schiebt das Zeugs der Ziege mit zwei schnellen Griffen zusammen. “So, jetzt haben sie Platz.” Die Gesichtsfarbe der Ziege wechselt nach mehr rosé, der Mund öffnet sich vor Entrüstung. Ich kann mein vorlautes Mundwerk nicht zum Schweigen verdonnern und sage “Na geht doch. Und nun bitte hurtig, ich mag nicht länger warten. Danke.” Sie hat keine Zeit mehr, denn die Kassiererin macht zügig ihren Job. “Kommen sie jetzt bitte” sagt diese im bestimmenden Ton. Die Ziege packt mit Wutfalten auf der Stirn den Rest ihres Wagens aufs Band. Dabei nuschelt sie sicherlich keine Freundlichkeiten ins Doppelkinn, zumindest wenn ich ihre Blicke richtig deute. Die Kassiererin ist schnell und wickelt alles zügig ab, sie zwingt die Ziege quasi aus der Kassenzone. Die Ziege ist immer noch hoch erregt und wartet an den Packtischen. Als ich mit meinem Wagen vorbei gehe will sie mir ein Gespräch aufzwingen, was jedoch daran scheitert, dass ich nicht stehen bleibe und ihr deutlich vernehmbares “Arschloch” mit einem gut sichtbaren Mittelfinger über dem Kopf haltend befürworte.Sachen gibt’s. :critic:

OT: Im Luft- und Sonnenband zu liegen und am Nokia diesen Beitrag zu verfassen ist klasse. :mrgreen:

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Gespräche in einer Ehe – 02

29 May 2010

Nach dem Einkauf:

  • Sie: Warum hast Du denn Lätta mitgebracht?
  • Er: Öhm, weil die auf dem Einkaufszettel stand.
  • Sie: Aber die mag ich nicht.
  • Er: Warum schreibst Du sie dann auf den Zettel?
  • Sie: Weil wir Margarine brauchen.
  • Er: Und warum schreibst Du dann Lätta auf, wenn …. .
  • Sie: Du weißt doch was unsere Margarine sonst ist.
  • Er: Ja und?
  • Sie: Kamst Du nicht von alleine auf die Idee, wieder die Betrolli mitzubringen?
  • Er: Wenn Du also Lätta schreibst, meinst Du Bertolli?
  • Sie: Ja.
  • Er: Aha.
  • Sie: Nein. Hättest ja mal mitdenken können.
  • Er: Deine Einkaufzettel sind i.d.R. eine strikt abzuarbeitenden Liste. Aber da ich nun weiß, d …
  • Sie: Moment. So war das nicht gemeint.
  • Er: Ach wirklich?
  • Sie: Jetzt tu nicht so.
  • Er: Also noch einmal, warum schreibst Du dann Lätta, wenn Du Bertolli meinst?
  • Sie: (kleinlaut) Mir fiel nur der blöde Name nicht ein.
  • Er: *rofl*

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Startschnittfutter

23 May 2010

Freier Stauraum im Hemdenschrank muss zwingend wieder befüllt werden:

In dem Zusammenhang mal was ganz anderes: Kann jemand der hier anwesenden Mitleser erklären, wozu diese eine fiese Nadel (s.u.) überhaupt gedacht ist?

Ich verstehe, dass bis zum Verkauf das Hemd im idealen präsentablen Zustand zu halten ist, doch gerade die “Nobelmarken” übertreiben es bisweilen ganz schön. Die neuen Hemden zu Hause aufzudröseln ist echte Fisselarbeit, im Schnitt sind 8-12 Nadeln, an mehr oder weniger logischen Stellen verbaut, dazu Seidenpapier in der Zwischenlage, diverse Kragenverstärker aus Pappe und Plastik, dazu noch allerlei Anhängsel und Gedöns. Der Haufen Abfall ist nach dem völligen Befreien der Hemden beachtlich, außerdem mir das Auspacken von Hemden so gar keinen Spaß macht. Regelmäßig verpasse ich dabei die letzte Nadel am Kragen (s.o.) und greife sogar rein, also fast zumindest. Diese doofe Nadel hat da rein gar nichts verloren und auch keine Funktion, da ja davor und dahinter schon die abnehmbaren Verstärker eingesteckt sind. Manchmal lasse ich die Hemden auch von dem Personal vor Ort schon auspacken. Lustig sind dann die verschiedenen Varianten des Augenrollens nach dem Äußern meiner Bitte zu beobachten. :pipe: :mrgreen:

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Heute

07 November 2009

Seit gestern Abend verspüre ich Lust auf

Cola Flaschen

So richtig Lust und Schmacht auf das Zeugs. Die Gattin lässt sich trotz massiver Unlust dennoch überzeugen, den anstehenden Wocheneinkauf ein klein wenig auszudehnen und einen Abstecher in die Innenstadt zum Gummibärenladen einzustreuen. Alles nur um den männlichen Drang nach Süßem nachzugeben. Jaja. :)

Der Regen wartet brav, bis wir aus dem städtischen Parkhaus heraus sind und die Richtung zum Gummiladen einschlagen. Das war überraschenderweise dermaßen voll, dass wir beide gleichzeitig davor zurückschreckten hinein zu gehen. Draußen warten? Ach ne, lass uns noch was bummeln, halbe Stunde oder so. Die Gattin ist wenig begeistert, der Regen verkommt derweil zum nieseln. Die Laune steigt daraufhin etwas.

Nebenbei gefragt, ist jemandem außer mir ebenfalls schon mal aufgefallen, dass Regenschirme eigentlich fehl konzipiert sind? Der mittige Griff ist völlig doof angebracht, denn durch die dadurch erzwungene Haltung werden nur ca. 50% (links / rechts) oder gar weniger der Regenschutzfläche verwendet, der Rest wird quasi ungenutzt mit sich herum getragen. Mehr sogar noch, denn die allermeisten Regenschirmträger können mit dieser vom Körpermittelpunkt versetzten Haltung und dem eigenen vergrößerten Durchmesser gar nicht umgehen. Anstrengend wird die Sache für die Umgebung dann, wenn man selbst keinen Schirm hat (minimaler Niesel braucht keinen Schirm) und eine Auslage betrachtet, dann eine fremde Frau mit Billigschirm in der Hand unter den Baldachin gesellt und sich versucht weiterhin eine Zigarette anzustecken. Mit dem Riesenlederbeutel in der Armbeuge hängend kann dies schon eine beachtliche Übung sein, wie ich im Spiegelbild des Schaufensters sehe. Der Schirm wackelt derweil bedrohlich, bis sich links ein Mensch von der Frau über das mordlüsterne Drahtende des Spanngerüstes des Schirmstoffes beklagt und auch ich rechts von ihr zu maulen beginne, weil auch mein Ohr sauber ist. Sie entschuldigt sich zwar glaubhaft, machte aber keine Anstalten den Schirm am wackeln zu hindern, die Kippe ist wichtiger. Links und rechts rücken wir von der Frau ab, was sie zur Kenntnis nimmt. Die Kippe qualmt endlich und sie zieht gierig den Rauch in die Lungen.

Die Gattin möchte überraschend mal eben in den Laden rein, um nach Hosen schauen. “Wenn wir schon mal da sind”, sagt sie. Wir erspähen ein verlockendes Preisangebot ihrer Lieblingsjeansmarke. Ich selbst könnte ich auch mal wieder in den Levis-Laden gehen. Aber zuerst stöbern wir zwei Jeans für die Gattin zutage, die prima sitzen und schon immer so gesucht wurde. Die Beiden kommen mit und der Gattin geht es daraufhin zusehends besser.

“Sag mal”, meint sie dann, “wolltest Du nicht letzte Woche noch einen neuen Schal haben?” Stimmt, da hatte sie recht, wie doch immer. In die Schal-Abteilung finden sich dann auch schöne Stücke für uns beide. Aus Gewohnheit und weil wir es immer tun wenn wir in dem Laden sind, ‘wandern’ wir auch durch die Herrenabteilung. Da sehe ich einen Posten reduzierte Marken-Hemden. Die Reduktion um 35€ ist heftig, die Ware ist makellos. Da schaut Mann doch mal genauer hin. An der Kasse später erschrecke und ärgere ich mich auch wieder, manchmal kein Maß finden zu können. Aber gut, ich kann einige meiner alten Hemden sowieso nicht mehr sehen, die verticke ich dann 2nd Hand oder in eBay. Die Berechtigung des Kaufes ist somit gefunden und der Ärger verfliegt wieder. :roll:

Das Nieseln hat aufgehört, wir wollen zurück zu Gummikalorienladen, der Levis-Laden ist ja näher. Die Gattin gibt mir Recht, dass ihre zwei Jeans meine Hemden nicht aufwiegen und so gehen wir zu meinen hoffentlich neuen 501. Dort wollen gleich zwei unbedingt mit mir mitkommen, eine sogar in schwarze. Die letzte schwarze Jeans ist schon ziemlich lang eher. Wir schlendern ordentlich bepackt die Fußgängerzone entlang, quatschen und schauen, lästern und lustwandeln. Als wir am Parkautomaten stehen überkommt mich das vertraute Gefühl noch etwas vergessen zu haben. Wir machen uns erneut auf den Weg zum Süßwarenladen, der Regen nieselt weiter vor sich hin. Der Laden ist mittlerweile leer und wir können die leckeren Kalorien mitnehmen, bevor wir dann endlich den Wocheneinkauf erledigen.

Nach dem Ausladen schauen wir noch schnell in den Briefkasten und finden einen Brief. “Steuer!”, *gulp* mehr muss die Gattin nicht sagen. “Soll ich?”, fragt sie mich. Nee, erst ausladen und dann öffnen. Sie zögert kurz, weil sie will schon rein schauen, lässt es aber dann doch sein. Später dann kommt bei einer Tasse Kaffee Rückzahlung in unerwarteter Höhe zum Vorschein. Ha. :razz:

Ach so: Shopping-Score: 5:8 (ich gewonnen) 8)

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