Tags-Archiv für: Erinnerungen

erstes Laptop

10 February 2012

Das ist ein Fujitsu Siemens 735Dx CD, PI MMX/133MHz,  16MB RAM, 12″ DSTN Display, 2 MB EDO-Grafic-RAM, Neupreis: ~2.900DM, mit etwas Beziehungen: ~2.70o,ooDM. Irgendwann Mitte 90.

Beim Wühlen in einer Schublade mit ollem PC-Gerümpel auf dem Dachspeicher habe ich die Setup-CD zu dem Gerät gefunden, noch mit Windows 95.

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Ach

23 December 2011

Vor 12 Monaten wurden neue Weichen gestellt, Hummeln im Hintern, Freude,  Gelassenheit und auch wieder nicht. Mein Magen war ein Betonmischer.

Mein iCal erinnert mich just gerade daran, was da alles war. Rückblicke sind nicht so mein Ding, zwar irgendwie nett anzusehen, aber nur bei anderen. Doch den Rückblick jetzt genieße ich, mein 2011 war ein Hammer.

Und weil immer noch nicht Schluss und alles besser ist, wurde heute das stlv. aus dem Job-Title entfernt. HUA!

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Damalsbiszumabwinkenhörenmusik-07

15 July 2011

[Gerry Rafferty - Baker Street]

In Mainz, genauer am unteren Ende der Gaugasse, war 1978 ein kleiner Plattenladen in der Größe eines Wohnzimmers. Der Typ drinnen war eher Musiker als Verkäufer, lange Haare, immer einen Kaffee und einen Aschenbecher mit Kippen auf dem Tresen, Hascher und ein Pfundskerl. Er war sehr freundlich zu mir musikbegeistertem Teenager und lies mich immer wieder mal ein paar Stunden am ‘einzigen’ Probeplattenspieler sitzen um neue und geheime Indi-Platten zu hören.

Das Taschengeld war knapp, die Möglichkeiten sich etwas dazu zu verdienen waren kaum vorhanden. Zeitungen austragen war so ziemlich das Einzige was ging und das war richtig mies bezahlt. Die Alben und Schallplatten waren damals noch orbitant teuer, Alben kosteten 19,90-22,90DM, normale  LPs 14,90DM und Doppel-LPs gar 29,90 DM. Es war die Zeit, in der man mit dem Radio-Cassettenrekorder Sonntags Abend um 18.00 Uhr die SWF3 (heute SWR3) – Hitparade aufzeichnete. Doch da gab es nur Charts und Main-Stream, das wurde mir schnell langweilig und auch deswegen war der Laden einer der Lieblingsplätze in der Stadt, er war auf Indi-Musik spezialisiert, also Sachen die keiner der großen Läden wie Rheinelektra, Karstadt oder Kaufhof hatte. Dort jedenfalls habe ich “Baker Street” als britischen Import (49,90DM(?)) schon Wochen vorher hören dürfen, bevor es auf den deutschen Markt kam. Was war ich stolz meiner Clique ein lässiges “das kenne ich schon lange” entgegen schleudern zu können, als es endlich in der Charts auftauche. Das war wirklich wichtig :razz: . IMHO ist “Baker Street” auch heute noch ganz große Musik. :top:

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Cassetten

04 June 2011

Das auferstandene Fellmonsterchen (thx for Inkonsequenz) hat im Urlaub aufgeräumt und Cassetten gefunden. Katja erinnert sich an Pummel, Charlotta und ich geben auch Senf dazu:

Cassetten waren in meiner Jugend die einzige Möglichkeit ‘seine’ Musik nicht nur in den eigenen 4 Wänden auf Schallplatte zu hören, sondern auch außerhalb, im Auto (vor allem dort), im tragbaren Rekorder oder im Walkman. Die Herstellung einer Cassette war langwierig und aufwendig, weil analoge Technik immer langwierig und aufwendig ist. Man musste sich vorher viele Gedanken machen, welche Stücke man nacheinander aufnimmt, damit die Cassette bei dem Freunden die gewünschte Wirkung erzielt und auch nachhaltig beibehält. Es galt den Ruf zu erwerben “gute Cassetten” machen zu können. Erst dann hatte man es geschafft und man wurde gefragt, ob man eine Cassette bauen wollte, natürlich nicht ohne Gegenleistung. Diese waren ein Grad der Wertschätzung der Cassettenherstellungsfähgigkeiten. Unbezahlbar.

Ich schwor auf TDK c90 Chrom-Dyoxid und wirklich nur die, alles andere war Schrott und man konnte zwischen all dem Rauschen, das nicht vom Dolby unterdrückt werden konnte buchstäblich “hören”. Unbelehrbare Sparbrötchen waren das, widerlich. Es gab eine sorgsam gehegte Sammlung von etwa 150 dieser wunderbaren C90-iger (=45 Minuten Abspielmöglichkeit auf jeder Seite, weil man die wenden konnte und diese 45 Minuten waren immer(!) zum falschen Zeitpunkt zu Ende, wirklich immer), die mit sehr viel Mühe erstellt wurden. Man musste einer Schallplatte unter Nutzung diffiziler Technik die Töne entlocken und rechtzeitig Aufnahme-Stopp-und-Pausenknöpfe bedienen, dabei den Aufnahmepegel stets im Auge behalten (bloß nicht ins Rote laufen lassen) und sich durch nichts und niemand stören lassen. Man lernte Schallplatten vor deren Aufnahme zu begutachten, inwieweit mögliche Kratzer zu Sprüngen führen könnten,  die dann das gesamte audiophile Erlebnis binnen einer halben Sekunde vernichten konnte. Menschen die in Wohnungen mit altem Dielenboden wohnten, ernteten Mitleid, weil “Laufhüpfer” die Aufnahmen deutlich kennzeichneten und man sich nicht traute alles von vorne zu machen. Hier wurden auch übrigens die “Bitte nicht stören Schilder” an den Kinderzimmertüren erfunden.

Als verantwortungsbewusster Mensch, trug man stets einen kleinen Koffer mit den Lieblingcassetten von und zum Auto und hob sich so von den ‘normalen’ Nutzern ab. Auch das zeugte von dem Status, gute Cassetten zu haben und man war wieder vorne. Es gab auch einige Liveaufnahmen aus damaligen Lieblingsdiscos (heute Clubs und ohne die vielen Cocktails), die dem DJ unter erheblichen Einsatz von Standardalkoholika (Vodka, Bier, und so Zeugs) abgetrotzt wurden und ähnlich einer Trophäe nur als Kopie mitgeführt wurden, das Original wurde im Schrank verwahrt, dunkel und trocken. Heute sind es Zeitzeugen der Dancekultur aus den 80igern und den 90igern, wenn man sie noch abspielen könnte.

Und wo sind die Schätze heute? Gut verpackt liegen sie auf dem Dachboden, mangels Abspielmöglichkeit dachte ich schon öfter darüber nach sie zu entsorgen, bringe es aber nicht übers Herz. Noch nicht.

12 Kommentare | Rubrik(en): gealbert, gelesen, geschehen | Tags: ,


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