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gelernt des Tages

08 June 2012

Wenn der Vapianokoch fragt wie scharf die Arrabiata-Soße werden soll, darf man sich nicht von anderen Menschen ablenken lassen, weil der Koch auf das Stop wartet. :knirsch:

Selten habe ich einen derart missgelaunten Koch erleben müssen und noch viel seltener war ich unfreiwillig Teil einer an sich entwürdigenden Rangelei, weil es 3 Menschen neben mir darum ging als erster an einer neuen Kochstation stehen zu können.

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nichts außer Arbeit

31 January 2012

Davon aber reichlich viel. Doch wer mit tollen Kollegen durch die Gänge haust, macht es gerne und viel. Wir haben also unser Projekt so richtig mit Schwung voran getrieben, fast schon zu schnell für die Nacharbeiten. Doch so gegen 17.30 Uhr stellte sich bei uns dann schon so etwas wie Erschöpfung ein. Zum Abschluss noch essen (Chef zahlt) und schluss für heute. Die Allgäuer Kässpatzn habe ich ganz schön unterschätzt, ab einem Drittel musste ich kämpfen und habe es dann doch gelassen, so lecker sie auch waren. Meine Tischgäste (echte Bayern) nannten sie zwar nur mittelmäßig, aber das ficht mich nicht an. Obwohl ich zugeben, erst der alte Parmesan-Käse extra oben drauf, auf den die Bayern bestanden haben, gaben der Sache einen zusätzlich guten Rutsch. Gute Nacht. I’m beef.

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Ein Schritt hinterm Zielstrich

07 August 2011

Vorgestern lies es sich der finnische Chef ob des positiven Abschluss des Projekts nicht nehmen uns auszuführen. Er brachte uns zu einem Restaurant, auf einer kleinen Insel ein Stück vor Helsinki die nur per Boot erreicht und wieder verlassen werden kann. Alle 15 Minuten tuckert eine kleine Holzfähre um Gäste zu holen oder zu bringen.

Eine kleine erzählerische Rundfahrt während der Wartezeit um Helsinki inklusive, spannende Sache das. Ein sehr lauer Sommerabend schön warm und gemütlich auf der Haut, eine leichte Meeresbrise, die Sonne entscheidet sich lange nicht, ob sie untergehen oder lieber noch etwas sichtbar möchte, ein Ort zum versinken im Ausblick, dem Meer, dem Knarren des uralten Holz auf der Treppe, dem leisen Quietschen von Metall vom Bootshaus, diesem runden rauen Felsen auf denen auf wundersame Weise stellenweise Pflanzen wachsen, den Möwen über dem Dach und den persönlichen Stimmungen die das alles in Summe verursacht.

Das Restaurant ist ein Traum und von der ganz besonderen Sorte. Um mit seinem Nachbarn reden zu können muss man sich überdeutlich zur Seite lehnen, weil man so viel Platz hat, der nächste Nachbartisch ist 3 Meter weit weg, die Servietten sind aus schwerem Stoff und doch weich wie Seide, Kerzen flackern am vertikal gekippten Fenster, die Karte ist ein 2 seitiges handgeschriebenes(?) Kunstwerk, die Stühle sind kleine Sessel, alles drum herum ist Holz riecht und klingt auch so wenn der Wind etwas auffrischt.

Jeder der 4 Gänge wird von einer anderen Person begleitet, die einem Details dazu erzählt, während die Teller von anderen auf dem Platz drapiert (ganz bestimmt nicht gestellt) werden. Die finnische Aussprache gepaart mit der englischen Sprache ist eine sehr sympathisch klingende Mischung, selbst wenn nicht alles so flüssig und richtig herüber kommt. So springt Frau ins finnische und wird rot als sie es merkt, wiederholt eilig alles in englisch, verhaspelt sich dabei hemmungslos und lacht es letztlich einfach weg, irgendwie wieder typisch finnisch.

Und weil die Herrschaften den Getränken zugesprochen haben und die Strafen der finnischen Polizei auch bei nur minimalem Alkohol extrem gesalzen sind, bin ich später gefahren, in einem fremden Auto in einer fremden Stadt, deren Schilder ich zwar lesen aber nicht verstanden habe. Dabei darf ich feststellen, dass der Finne ein extrem disziplinierter Verkehrsteilnehmer ist und auch, dass die finnischen Straßenschilder (in rot-gelb) besser zu erkennen sind als unsere (weiß-rot). Die Disziplin mag auch am Strafsystem liegen, denn die Zahlungen sind abhängig vom Verdienst des letzten Jahres. Nach Erzählung kommt es so problemlos zustande, dass ein Strafzettel wegen Alkohol mal schnell 1.500 € kosten kann.

SO einfach ist es aber nicht zu fahren, auch weil Helsinki Zentrum zum Großteil noch Kopfsteinpflaster als Straßenbelag hat. Den Weg zur Bierbar habe ich dann doch noch gefunden, auch oder obwohl die Beifahrer alles versuchten mich in die Irre zu führen. Während ich später bei dem Hahn No.5 ausgestiegen bin, haben meine Kollegen dann alleine die Reihe wohl (annähernd?) komplettiert. Der nächste Tag war sowieso nur aufräumen und komplettieren angesagt, da brannte nichts mehr an.

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