Reisetag

Entspannung geht anders. Der Zubringer hat 15 Minuten aufzuholen, so muss ich im Frankfurt binnen 2 Minuten von Gleis 22 auf 7. Wenn da nicht die ganzen Pendler wären, die mufflig vor sich hin schlendern. Kurzerhand überspringe ich ein Gleis in hetze auf die 7. Der ICE scharrt schon mit den Hufen, der Bahnsteig ist leer. Wehe Du fährst ohne mich! Die Schaffner steht schon in der Tür, sieht mich springen und macht Handzeichen, sie wartet. Fein, aber ich bin im falschen Wagen. Egal. Während der ersten holprigen Meter arbeite ich mich durch die Gänge. Um in meinen Wagen zu kommen habe ich noch 7 vor mir. Eine Nummer vor meinem ist der Zutabschnitt zu Ende, ich muss zum nächsten Halt warten, dann nach vorne huschen. Dort angekommen macht mich die Wagennummer stutzig, denn nach den Regeln kommt nach 28 entweder 27 oder 29 und nicht 39. Ein Schaffner bietet sich an. Er nimmt meinen Fahrschein prüft und meint ich wäre fast richtIg, nur einen Wagen zurück. Ich schaue mich um, das war 1.Klasse wie der hier. Er nickt, zeigt mir meinen Fahrschein und bittet mich Platz zu nehmen. Ich lerne zukünftig gefälligst besser und mit Brille(!) auf den Fahrschein zu schauen. *arg*