Stimmt so

Da hat SpOn durchaus Recht, wer sein iPhone komplett mittels Siri bedienen will, kommt schnell an die Grenzen seiner Geduld und wechselt doch wieder zur manuellen Bedienung. Ist mir auch passiert. Außerdem mag ich mich von Software nicht konditionieren lassen, dass ich in der richtigen Reihenfolge und Wortwahl genau das sage was Siri braucht, um zu tun was ich just gerade möchte/brauche. Die manuelle Bedienung von Software ist letztlich nichts anderes, aber mit einem Gerät in der vom Gerät erwarteten Weise zu sprechen ist für mich eindeutig Abrichtung. Das mache ich nicht mit.

Nach einigen durchaus enthusiastischen, aber am Ende doch entnervt endenden Tests in der Anfangsphase habe ich keine weiteren Versuche damit gemacht. Die Nutzung von Siri beschränkt sich bei mir aufs Autofahren, sprich wenn während der Fahrt ein Anruf getätigt werden oder eine SMS verschickt werden soll, ab und an darf Siri auch mal einen Tweet absetzen. 

Nebenbei gefragt: Hat jemand schon mal jemanden erlebt, der an einem Tisch im öffentlichen Café sitzt und krampfhaft einen Kalendertermin mit Siri eintragen will? Es ist ein Erlebnis mit giganto-loriotischen Ausmassen.  

Diesmal aber nicht

Auf mich wartet ein Einschreiben, (schon wieder), aber erst am nächsten Arbeitstag ab 11.00 Uhr (schon wieder). *sigh  Da ich erneut nichts erwarte und mir auch nicht bewusst bin etwas angestellt zu haben, juckt es mich nur geringfügig. Eigentlich. Wehe wenn das wieder dieser Postdienst ist, der unter „Lovefilm“ einen ü18 Service vermutet und mich deswegen antanzen lässt, werde ich dieses Mal aber laut. Und ich meine so richtig laut. Dann will und werde ich Frust und Ärger abbauen.

Mach nur so weiter Du blöder Freitag

1. Die bei eventim gekaufte Konzertkarte für Christina Lux am 23.02.2012 in Bonn ist wertlos, weil der Veranstalter einen anderen Künstler verpflichtet hat. eventim schickt mit dennoch die Karte, mit Lieferschein für Chistina Lux, doch auf der Karte steht Peter Glass. Auf Rückfrage bei eventim erklärt man sich bereits die Karte zurück zu nehmen, jedoch ohne Portokosten. Die können froh sein in Bremen zu sitzen, sonst wäre ich morgen früh am Tresen und ganz sicher nicht um nur danke zu sagen.

2. Aufforderung vom Rheingau-Musik-Festival die Konzertvideos von Vienna Teng vom Netz zu nehmen. Danke.

3. Vor 4 Wochen eine Ingersoll-Uhr beim deutschen Generalvertreter Cristano in Reparatur geschickt. Die Uhr wurde nach 2 Wochen im Rahmen der Garantie repariert wieder zurück geschickt. Nur hatte man vergessen das von mir ausgelegte Porto zu ersetzen. Nach der 3. Mail von mir immer noch keine Reaktion und keine Spur von den 5,90€ Porto.

4. @asshole => Mit Dir bin ich endgültig durch. Selbst wenn Du bei strömenden Regen am Straßenrand stehen solltest, werde ich Dich nicht mehr wahrnehmen. Ich bin fertig mit Dir.

Der Rest vom Tag war auch nicht viel besser. Tage wie heute sollten weniger Stunden bekommen, damit sie schneller vorüber gehen und man seine Ruhe hat.

wer nicht hören will

muss fühlen. Jeder kennt den Spruch, jeder weiß was damit gemeint ist. Die Gattin jetzt auch.

Letzten Freitag beschwerte sie sich, dass die heimische elektronischen Waage (aka. Drecksding – stammt übrigens aus 2001) sich mal wieder in der symbolischen Anzeige des Gewichts übte. Will meinen, manchmal ist die Anzeige etwas launisch um nicht gleich zu sagen richtig zickig. Man wiegt sich und Drecksding sagt 89kg, nächsten Morgen sind es plötzlich 94kg. Kann ja nicht sein. Steigt man nochmal drauf, sind es wieder 91kg, dann nochmal und man bekommt 88kg. Und beim 4. Mal sind es dann wieder 89kg. Man kann damit leben, wenn man es weiß. Drecksding und ich haben uns insofern arrangiert, dass ich 3 Wiegevorgänge ausführte und den Mittelwert nahm. Zur Verifizierung habe ich dann sporadisch immer wieder mal die ‚geeichte‘ Waage (aka. genaues Drecksding)  beim Apotheker genutzt. Meine Art und Weise der Gewichtsbestimmung stimmte einigermaßen, somit mochte ich Drecksding also wieder leiden.

Zurück zum Freitag, die Gattin beschwert sich also über Drecksding und will sie los werden. Sie ist in Fahrt, also ist Vorsicht angeraten. Bedacht frage ich, ob sie wirklich eine andere Waage will? Neue Waagen messen anders (warum auch immer)  und sie möge das doch bitte bedenken. Es ist ihr wurscht, sie hat Zorn auf Drecksding, die Schnauze gestrichen voll und will eine Neue, die dann vermutlich hübsches Drecksding heißen wird. Sie weiß es mal wieder besser, ich halte mich daher raus und so erwirbt die Gattin gestern eine neue Personenwaage. War ein Schnäppchen sagt sie, na toll. Ausgepackt und drauf gestellt und …. Stille. Ich denke mir „Nanu“ und gehe ins Bad. Die Gattin steht fassungslos den Kopf hängend auf hübschem Drecksding und meint „Das kann nicht sein.“ Ich schaue um sie herum auf die Anzeige und ziehe die Augenbrauen hoch. Sie sieht das und will schon mit mir schimpfen. „Nein„, sage ich schnell, „das kann auch nicht stimmen. Das wären ja 6 Kilo Unterschied zum alten Drecksding„. Sie zwingt mich ebenfalls zum Probewiegen, Widerstand ist zwecklos. Mein Gewicht wird gar mit 8 zusätzlichen Kilos gegenüber dem Dreisatz heute Morgen angezeigt. Sie grinst nicht unzufrieden. „Was?“ sage ich. „Du ja auch„, meint sie. Leider kann ich nur missbilligend vor mich hin brummen. Mir ist es dennoch egal, denn hübschem Drecksding traue ich jetzt sowieso nicht über den Weg. Schnäppchen. Pah! Bei den ganz alten Waagen könnte man ja die Nullstellung mit einem kleine Handrädchen nachjustieren, bei den elektronischen muss man mit der Anzeige leben. Für mich muss ich jedoch diagnostizieren, dass ich den Wert von hübschem Drecksding stark anzweifle und somit heute Mittag eine Kontrollwiegung vornehmen werde. Wäre doch gelacht. Von wegen Schnäppchen.