Ignorant

Da stehen 10 Menschen in Reihe in einem schmalen Gang vor einem Geldautomaten und warten, dass der Vordermann fertig wird damit man selbst dran kommt. Natürlich kommt da ein Männlein des Wegs und denkt sich nichts dabei, dass sich da eine Reihe vor dem Automaten bildet, sondern umgeht flugs eine Absperrung und drängt nach vorne, just an die frei werdende Tastatur. Empörung macht sich breit, besonders bei den Damen an Stelle Nr. 1, 2 und 3. Und nicht nur das, es wird lautstark geschimpft was dieser Kerl sich da erdreistet und überhaupt. Das Komische ist, sie schimpfen sich untereinander, der Blödmann an der Tastatur bleibt völlig unbehelligt und ist auch schon fertig. Er geht den Gang an der Schlange vorbei, grinst dabei so anmaßend vor sich hin, dass ich es mir nicht verkneifen kann den Gang durch einen Schritt so zu verschließen, dass er nicht vorbei kommt. Er schaut mich an, grinst weiter und meint er würde gerne durch. Ich grinse zurück und sage, dass mir das jetzt gerade ziemlich egal sei. Sein Grinsen friert ein und er will mich mit dem Arm zur Seite drängen, ich halte dagegen. Wir haben ein Patt, ich komme mir so lächerlich vor, aber ich habe ich nun mal angefangen. Er möchte bitte jetzt vorbei, sagt er etwas lauter. Ich sage, das ich jetzt genau hier stehen bleibe. Er sagt Arschloch, ich sage danke. Er will jetzt endlich vorbei. Ich sage nun Arschloch. Die Schlange bewegt sich, ich gebe einen Hauch von Raum frei, gerade genug damit er sich hastig vorbei drängen kann und mir dabei sehr nahe kommt. Er sagt erneut Arschloch, ich sage wieder danke. Hinter ihm kommt direkt die ehemalige Nummer 1 und ruft hinter ihm her, sie würde ja so etwas nicht gerne hier so in der Öffentlichkeit sagen, aber so ein Arschloch wie das hier gerade hätte sie selten gesehen.

Heute habe ich

  • ungewollt gelernt was ein „white screen of death“ ist.
    Nach dem WordPress-Upgrade auf die Version 3.0 war thatblog problemlos erreichbar, nur nicht mehr im Backend. Hier kam nicht das gewohnte Dashboard, sondern eine schneeweiße Seite und nur die, sonst nichts. Daher „white screen of death“. So was liebe ich ja, kein Ansatz oder Idee wo man ansetzen könnte. Das Internet ist voll von WSODs und Anleitung, die jedoch hier nicht geholfen haben. Bei mir war es die Datei locale.php im WordPressverzeichnis „wp-includes/“. Die hatte ich für thatblog etwas angepasst und beim Upgrade einfach übernommen, was mir die neue Version jedoch übel nahm. Ich kam drauf, als ich das komplette Verzeichnis in Erwartung eines Uploadfehlers gelöscht und neu aufgespielt hatte. Es sind die kleinen Schritte die weiter helfen.
  • gelernt, dass wenn der Geldautomat sagt die Pin sei falsch, sie es auch ist. gelle
  • gelernt, dass wenn man endlich die richtige Karte einlegt, auch die Pin problemlos anerkannt wird. na geht doch.
  • gelernt, dass Park-Knöllchen auch im Vorbeifahren der Stadtpolizei festgestellt und eine Woche später zugestellt werden.
    Die Gattin hat es erwischt, quasi drive-by-abkassieren. Eine überaus perfide Art der Verkehrsüberwachung. Auch wenn es nicht viel anders ist, als wenn ein Zettel an der Scheibe klebt, irgendwie fühlt sich das Vorgehen etwas willkürlich an.
  • gelernt, dass Handyparken (dieses Mal wollten sie von mir) nicht jedem Stadtpolizisten bekannt ist.
    #mobiles_internet_mit_zugriff_aufs_handyparkenrechnungsarchiv ftw
  • erfahren, dass Laternenmasten sich in böswilliger Absicht völlig arglosen Fußgängern sinnlos vor die Füße werfen.
  • gehört, dass offene Fenster bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft einen gewissen Unterhaltungswert haben können. Vor allem wenn die Nachbarschaft ohne mit Kindertröten ausgerüstet zu sein, mit vollem Körpereinsatz am Fernsehgerät teilnimmt. 😛
  • gelernt, dass ein mini-Display-Port (MacBook) aber auch rein nichts mit einem mini-DVI-Port zu tun hat. *hmpf* lesen bildet
  • gehört, dass morgen Wochenende ist.