alles wie gehabt

Bald läuft der Mobilfunkvertrag aus und ich Trottel denke mir, „schau Dich doch schon mal um wer vom Wettbewerb etwas vernünftiges anbietet“. Das mache ich nun. Diese Durcheinander  an Preisen, Tarifoptionen  und Einschränkungen, unübersichtlichen Übersichtstabellen mit schreiendem Marketing-Geblubber  … ich verliere die Lust mich weiter zu informieren. Weil ich nicht so recht den Durchblick finde und Detailfragen habe, schrieb ich Vodephone an, die verwenden 1/3 des Antwortschreibens mich darauf hinzuweisen, dass ich mittels eines Rückrufes durch einen Berater sicherlich schneller und sicherer zum Ziel käme (yeah right, einmal nicht nein gesagt und schon hat man die Brüder am Hacken, sucht Euch doch bitte einen anderen Idioten), ein Satz behandelt meine Frage, der Rest ist Werbung und Legal Notice, Telekom sendet ein Formschreiben (Schublade 3, Fach7) zurück (good bye), E-Plus habe ich schon, O2 kommt für mich nicht in Frage. Nun denn, die Konzerne haben scheinbar immer noch nichts dazu gelernt, es gilt weiterhin den Kunden möglichst schnell zu verwirren und den verwirrten Kunden zum maximaldummen Klick zu provozieren. Das Projekt Mobilfunkanbieterwechsel ist somit gescheitert. Wer weiß wozu es gut ist.

Es gibt

  • sie immer noch, die ’stellenweise-dünngetragenen-braungraue-Rautenmustersocken-Addiletten-Jeans-Kiss-T-Shirt-Träger‘ Typen. *grusel*
  • immer noch genug Menschen, die über einen inflationär massiven Einsatz von duftenden Essenzen am eigenen Körper etwas anderes zu kompensieren versuchen. *börks* Ich komm schon noch drauf, irgendwann. Warum die dann gefühlt  immer ausgerechnet bei mir stehen müssen, verstehe ich dann sicher auch gleich. Duftwolken hindern am Sportgerät schwer schuftende Menschen massiv am Atmen.
  • immer genug Anlass andere Menschen zu betrachten. Mach ich ja auch gerne. Fängt man jedoch an fremde Menschen zu mustern, sollte man soviel Anstand haben, dass der Gemusterte von dem Vorgang selbst nichts mitbekommt, besonders wenn äußerst geringschätzende Blicke auf Wanderschaft gehen. Die Gefahr „mittendrin“ erwischt zu werden ist deutlich geringer. Sie hat sich jedoch von mir „erwischen“ lassen und konnte daraufhin gar nicht schnell genug weg. So peinlich das. Mal sehen, was nächste Woche passiert, dann schau ich mir zum Ausgleich ihre beachtlichen Reiterhosenoberschenkel sehr genau an. Nur damit sie weiß wie sich das anfühlt.
  • ein Grund für dankbares Ausatmen, wenn die eigentlich nur kurzfristig abgestellte und deswegen unverschraubte Wasserflasche beim plötzlichen umkippen in Richtung der Straßenschuhe vom Spindnachbarn, sich doch noch eines besseren besinnt und sich eben vom bewussten Spindnachbarn noch auffangen lässt. *gulp*

Nebenbei erwähnt: wenn sich das Handy partout nicht mehr anschalten lässt ist es nicht kaputt, sondern nur der Akku leer. Warum der gestrige Ladevorgang keine Wirkung gezeigt hat, erklärt sich spätestens dann, wenn man das defekte Ladegerät auswechselt.

Nokia Maps kostenlos

Für 3-4 ausgewählte Nokia Handys gab es die gute Anwendung „Nokia Maps“ schon Anfang des Jahres als kostenloser Download ohne eine zeitlich beschränkte Nutzungslizenz. Vorher war die Anwendung kostenpflichtig, man musste ein Jahresabo hierfür abschließen. Das kam trotz des sehr detaillierten Kartenmaterials, einer Fahrzeugnavigation und der einer Fußgängernavigation nicht in Frage, so behalf ich mir mit dem kostenlosen Google-Maps, das wiederum schon sehr lange auch für Nokia Handys zur Verfügung gestellt wird. Seit kurzem gibt es Nokia Maps unter anderem nun auch für das e71/e72 kostenlos=> klick

Parkgeld

Gestern war die 2. Stunde bei der Gitarrenlehrerin (=Sie). Aufgrund anderer Prioritäten hatte ich die vergangene Woche zu wenig geübt und mich auch nicht ausreichend um das Lernen der %beliebigeanzahlundartvonschimpfwörterneinsetzen% Noten bemühen können. Das muss anders werden, ein Tag in der Woche wird fortan dafür reserviert, nichts mit schreiben, lesen und nichts mit Online-Gaming, nur Gitarre üben und Noten lernen – sonst klappt das nicht. Sie hat es scheinbar jedoch gar nicht gemerkt, oder hat sich zumindest nichts anmerken lassen, insofern war die Stunde wieder lehrreich und wichtig für die Erkenntnis, dass ich mir einen Tag dafür nehmen muss und nicht „weil-gerade-Zeit-ist“ üben kann. Doch darum geht es jetzt nicht.

Recht pünktlich 10 Minuten vor Beginn der Stunde parke ich das Schlittchen zwangsläufig in der Straße, die auch dafür bekannt ist, häufig und gerne von den Parkplatzraubritternwächtern beschritten zu werden. Also ist mit mal eben abstellen nichts, sonst gibt es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit direkt ein freundliches Ticket. Das sehe ich ja gar nicht ein. Üblicherweise habe ich  ein paar Münzen im Schlittchen, nur heute ausgerechnet nicht, da ich vergessen hatte das Beutelchen im Handschuhfach aufzufüllen. *hmpf* Die kleinen Läden in unmittelbarer Nähe wollten konnten natürlich auch nicht wechseln und so erwägt ich schon es drauf ankommen zu lassen, als ich bei einem schnellen Rundblick (als wenn da etwas helfen würde, aber es beruhigt halt) in der Entfernung zwei blaue Figuren mit Gerätschaften in der Hand die gewinnträchtige Straße entlang schlendern sah. War ja mal wieder klar, nun aber hurtig. Um die Ecke wurde ich zu einer kleinen Bank in der Nähe geschickt. Dort konnte ich wechseln, dann schnell wieder zurück um den Parkschein zu ziehen, anschließend eilends zum Schlittchen und den Persilschein platziert. 4 Wagen später hätten die beiden Wegelagerer vor dem Schlittchen gestanden und… nun, gerade nochmal Glück gehabt. Zur Gitarrenstunde kam ich gerade noch pünktlich.

Nun sehe ich immer häufiger unter den Parkplatzschildern in Wiesbaden kleine Zusatzschilder mit Telefonnummern drauf. Es ist wie es ist, man sieht es jeden Tag, kümmert sich aber nicht weiter darum.

Heute jedoch nahm ich mein ‚Glück‘ zum Anlass mir anzusehen, was genau das überhaupt ist. Das Ganze nennt sich Handyparken und wird auf der WebSeite von Mobile-City beschrieben. In Kürze: man ruft die jeweilige Nummer auf dem Schild an und ‚löst‘ damit via Handy einen Parkschein. Die übermittelte Rufnummer wird mit den Registrierungsdaten verglichen und wenn es stimmt, kommt eine SMS die die Parkdauer bestätigt, der Betrag wird abgebucht oder vom PrePaid-Konto genommen. Man muss nur noch eine Vignette im Fenster haben, dann hat man seine Ruhe vor den Wegelagerern. Läuft die Parkdauer ab bekommt man eine neue SMS. Ich würde dann die Nummer einfach noch einmal anrufen (denke ich mir zumindest) und verlängern. Das wird demnächst mal ausprobiert. Liest sich jedenfalls sehr praktisch das Ganze. So schnell sollte es mir also  nicht mehr passieren, dass ich kein Kleingeld für die Parkbanditen parat habe.