nicht alles glauben

Das papierlose Büro ist ein Traum, den mir leider nicht vergönnt ist zu leben. Auf meinem Tisch steht daher ein kleiner praktischer HP Laserjet 1102w Drucker (Luxus – I know). Aber ich versuche es soweit als möglich immerhin. Das Gerät habe ich quasi vom ChefChef geerbt, weil er sein Büro ‚aufgeräumt‘ hat. (Nebenbei sei erwähnt, wir arbeiten im Printer-Business) . Im Drucker war noch die Erstausstattung der Kartusche, also mit reduzierter Füllung als die regulären Kaufkartuschen, damit der Kunde möglichst schnell einsieht, eine neue Kartusche kaufen zu wollen. Nun rülpst mich der Drucker auf dem Arbeits-Windows seit nunmehr 4 Wochen einmal die Woche an, daß die Kartusche nun leer sei und ich doch bitte alsbald Ersatz einsetzten soll. Bequem dazu bekommt man einen Link zum HP-Shop dargeboten, den man anklicken muss um eine neue Kartusche zu ordern. Der sture Bock in mir sagt, na das wollen wir doch mal sehen wie leer du wirklich bist. Aus den in der Meldung geschätzten 50 möglichen Restseiten die ich noch mit dieser Kartuschen noch hätte drucken dürfen (bei einer Seitenabdeckung von 5%), sind mittlerweile schon 120 geworden und er druckt immer noch und völlig fehlerfreie Seiten aus. Diese Art der Verschwendung und Kundenverarsche macht mich wirklich sauer. Wir haben unsere eigenen Kartuschen, wir verkaufen die schliesslich, insofern bekomme ich Kartuschen mit größerer Reichweite bei gleichem oder günstigerem Preis. Aus dem Businessalltag weiß ich, dass jeder Gerätehersteller (wirklich jeder!) Betrügerchips auf seinen OEM-Kartuschen platziert, die dem Drucker ab einer gewissen gedruckten Seitenzahl sagen, dass sie nun leer sind. Dabei ist noch reichlich genug Toner vorhanden um gut das Mehrfache der vermeidlich geschätzte Restmenge an Ausdrucken zu schaffen. Das geht sogar soweit, dass die Kartusche sich quasi ‚deaktiviert‘, obwohl noch genug Tone da ist. Jemand der diese miesen Tricks der Hersteller nicht kennt, wirft also bares Geld in den Müll, wenn er wie vom Drucker gewünscht verfährt. Nach meiner Erfahrung kann man problemlos eine Toner-Kartusche so lange benutzen, bis der Ausdruck wirklich sichtbar nachlässt, völlig egal was der Drucker anmeckert. Es passiert nichts am Drucker. Der Büro-Mac hängt übrigens an demselben Drucker, ebenfalls mit dem Originaltreiber von HP installiert und der beschwert sich nicht über die leere Kartusche, sondern druckt einfach Seite und Seite, dafür zeigt er mir aber keinen Resttoner im Druckermenü an.