Schrauberei

Wenn man sich selbst immer wieder dafür verflucht, dass man von 20 Jahren deutlich zu viele zusätzliche Schrauben in dem ollen Kleiderschrank verbaut hat. Doch darf man sich auch darüber freuen, dass einem nun ein kleiner elektrische Helfer zur Seite steht. Vor 20 Jahren habe ich das alles noch von Hand gemacht.

Heute also hat sich die Gattin mit dem neuen Schrank durch gesetzt. Der wird am Donnerstag auch schon geliefert und von mir aufgebaut, der Aufbauservice bräuchte noch mindestens 6 Wochen, geht natürlich gar nicht. Dafür muss natürlich der Alte, an vielen Stellen schon sehr verbrauchte Schrank nun endgültig weichen. Zum einen haben wir gestaunt, was da alles drinnen ist und dann auch wie langwierig die Zerlegung des damals sehr günstigen Teils war. Die störrische Stabilität begründet sich natürlich auch auf den Einsatz der vielen zusätzlichen Schrauben, er hat gehalten, länger als erwartet.

Hinterm Schrank und darunter fanden sich viele Sachen von der kleinen besten Tochter von allen (Wurfspiele, oder kaputte Kartons), vor allem aus der Zeit der Holzperlen und Steck-Bügel-Bilder fanden sich unmengen an verschollenen Kleinteilen. An den Türgriffen haben wir früher Kordeln und Seile zur Erschaffung von Kolter-Höhlen gebunden, als die sehr kleine beste Tochter von allen gerade laufen lernte war sie sehr dankbar für die glatte Front und die Griffe waren stets im Blickfeld, die mussten unbedingt abgefasst werden. Jeden Griff habe ich im Laufe der frühen Jahre mehrfach neu und mit dicken Schrauben neu befestigen müssen. Wenn man an dem Schrank vorbei ging, hat er wegen des Holzbodens an manchen Stellen leichtes Knarren vernehmen lassen, die obere Tür in der Mitte hat gerne mal geklappert und in der frühen Schulzeit diente die großen Türen als Galerie für selbst gemalte Bilder. Jetzt ist der Platz leer, bis morgen die Wand gestrichen wird und die kleine Kommoden umgestellt sind. 20 Jahre sind eine lange Zeit, wir hatten ihn seinerzeit gekauft, dass er nur ein paar Jahre halten muss und jetzt liegt er zerlegt im Auto der Gattin zur morgigen Entsorgung und mir brennen die Handgelenke.

Home-Rack

Mit Rack bezeichnet man in der IT üblicherweise eine Art von Schrank, in dem Server in Einschubbauart eingebaut sind [Wiki]. Findige Menschen haben einen Weg gefunden, diese eigentlich recht teuren Schränke zumindest zeitweise gegen eine sehr einfach Möglichkeit zu ersetzen:

[klick auf das Bild für mehr Informationen]

[via: Linux-Magazin Online -Newsletter]

#w00t // Man muss sich nur zu helfen wissen.

Ich wage jedoch ernsthaft bezweifeln, dass hier irgend jemand auch nur ansatzweise einen positiven WAF für den heimischen Einsatz wird erzeugen können. Für eine temporäre Situation außerhalb ist es eine Idee, die man sich behalten muss. Man weiß ja nie.