Shorties 71

  • Mich hat eine merkwürdige Vorliebe für Geox-Schuhe ergriffen, also nicht diese Sportschuhverschnitte sondern schlicht und schwarz und Glattleder und in (nach meinem Gusto) schick.
  • Direkt am Ladeneingang vom Personal ‚angegangen‘ zu werden ist lästig. Mehrfach sagen zu müssen, dass man zurecht kommt und sich umsehen möchte ist es auch. Einzige Hilfe ist sich Inears in die Ohren zu stopfen und Musik zu hören, dann wird man in Ruhe gelassen.
  • Zauberhaft zu sehen und zu erleben, wie eine Mutter mit ihrem Kind im Leseliegesessel mitten im Hugendubel ganz dicht beieinander kuschelten, während die Mutter leise aus einem Buch liest. Große Augen des Kindes, das Gesicht bannt die Seiten mit den Buchstaben, beide Arme unter dem Arm der Mutter verschränkt, der auch das Buch hält. Sie dürfte kaum älter als 7 sein, im vorbeigehen höre ich sie englisch lesen.
  • Lustig war es auch heute morgen auf dem Flughafen, weil das Buchungssystem offline war. Die Admins hatten ohne Zweifel den Spaß ihres Lebens. Die Schlangen vor den Schaltern jedenfalls waren lang, sehr lang und doch ging alles gesittet zu. Die Frau vor uns fragte vielleicht einmal zu oft wie spät es ist, denn was hilft es wenn man weiß, dass es knapp wird. Sie hatte getrocknete Tränen auf der Wange, sie tat mir leid.
  • Eine Mail von Opel, die mir nach meiner 3.(!) Nachfrage dann doch endlich zugestellt wurde. Ich möchte lediglich wissen, ob es ein werksseitiges Einbauset gibt, um das Schlittchen mit Bluetooth und einer Freisprecheinrichtung zu versehen, damit das Nokia auch im Auto tun darf. Das Ding von Nokia ist mir zuviel Gefummel. Jedenfalls bittet man mich um Geduld. *hmpf* 3 Wochen für die Beantwortung einer Frage und dabei ist sie noch nicht mal ansatzweise beantwortet. Mein Chef würde mich aus dem Haus jagen und das zurecht, würde ich so mit unseren Kunden umgehen. Aber dafür leben sie ja Autos.
  • Ein Prospektbote stopfte unseren Briefkasten mit allerlei Papiermüll zu. Da ich zufällig gerade auch am Briefkasten war bat ich ihn doch möglichst weiter zu gehen, ich wolle das viele Werbepapier nicht haben. Er lächelte (ganz wirklich) und meinte lapidar, es wäre ihm egal. Immerhin war er freundlich und ich räume in seinem Beisein den Briefkasten auf der anderen Seite wieder leer und und werfe es in die Papiertonne. Bei Handlungen wie dieser wird einem den Irrsinn gegenwärtig, dem wir Menschen manchmal folgen.
  • Der neue Lieblingsplatz für den samstäglichen Bummelkaffee ist auf einem kleinen Mauerabsatz am Rande des Rathausplatzes: