Konzert: Anna Depenbusch

Ich hatte angesichts meiner quer-gehörten Alben deutlich mehr “Liedermacher-Style“ erwartet und bekam zu häufig „schlager-artiges“ präsentiert. Wir (die Gattin wurde zwangsverpflichtet) hatten also unsere Mühe dem Konzert dauerhaft gut gelaunt zu folgen. Für mich braucht sie keine Band, ich fand sie stellenweise sogar deplatziert und ‚over-enganged‘, alleine ist sie sehr viel besser. Fazit: 3- , Wiederholungsoption: nope. (Geschmäcker sind verschieden).

Ausgeführt

Die beste Tochter von allen hatte damals keine Zeit, so ging ich alleine und erlebte einen feinen Abend mit wunderbarer Musik:

[media id=2]

Üblicherweise besuche ich Konzerte eines Künstlers kein zweites Mal, man vergleicht immer und selten wird es besser. Doch was tut man nicht alles für die lieben Kinder.

Gestern nun kam Ingrid Michaelson wieder nach Frankfurt und die beste Tochter von allen hatte Zeit, also führte ich sie aus. Die Lokalität des Konzerts in Frankfurt nennt sich Sankt Peter und wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um eine Kirche. Genauer einer ehemalige Kirche, die zur Kulturstätte umgebaut wurde. Innen ist es recht angenehm und freundlich, mit einer sehr guten Akustik, nur die Bühne ist mir deutlich zu flach.

Ingrid war und ist klasse auf der Bühne, sehr locker, spontan und natürlich wie sie mit ihrem Publikum umgeht. Sie will auf der Bühne auch ihren Spaß haben und das sieht man. Leider war heuer Allie Moss nicht dabei, denn ihre Stimme harmoniert für mein Verständnis besser mit der von Ingrid, als die der gestrigen Begleitung, die deswegen keineswegs schlecht war.

Der Tochter hat es sehr gefallen, mir eigentlich auch. Ein schöner Abend mit wunderschöner Musik, es fehlte lediglich die aus meiner Sicht seinerzeit etwas kuschligere Atmosphäre. Stankt Peter ist für die Musik von Ingrid nach meinem Empfinden einen Tic zu groß oder besser weitläufig, es gehen immerhin ca. 1.500 Leute hinein.

Ärgernis des Abends: Ich stand auf einem Fleck, der mit einer klebrigen Substanz belegt war. Stand ich längere Zeit an der Stelle, klebte der Schuh fest. Ein überaus unangenehmes Gefühl. Erst dachte ich an Cola oder ein anderes Zuckergetränk, doch als ich nach einigen Minuten ruhigen Stehens echte Probleme hatte beim Heben des Schuhs diesen am Fuß zu halten, muss es wohl doch etwas anderes gewesen sein. Aufgrund der Enge und des für mich doch wunderbaren Blicks auf die Bühne hieß es also regelmäßig den Fuß zu heben. *hmpf*