Privatsphäre

In heutigen Zeiten, in denen nahezu jeder eine erhöhte Wahrnehmung der Wahrung seiner Persönlichkeitsrechte entwickelt oder schon hat, ist Entscheidung von Evernote die Notizen seiner Nutzer aktiv von Menschen lesen zum lassen schon als übertrieben dämlich zu bezeichnen. (Was ist Evernote?)

Mit diesem Bruch der Privatsphäre wolle man überprüfen, ob “das Maschinen gestützte Lesen” wie gewünscht arbeiten würde. Als Nutzer kann man per “opt-out” diesen Unfug verhindern. Das Erste was mich geärgert hat als ich davon las war das es ein “opt-out” sein muss, kein opt-in. Evernote setzt also voraus, dass keiner damit ein Problem hat wenn Fremde persönliche Zeilen lesen und nur die üblichen Störenfriede, Paranoiker und Querulanten nicht mitspielen werden. Und dann die Idee als solche. Ich kann den Gedankengang und die Vorgehensweise in der Führungsetage von Evernote nicht nachvollziehen. Wo waren die die letzten 4 Jahre?

Das Ding war kaum in der Presse, da hagelte es von allen Ecken der Premium-Nutzergruppe und Presse heftigste Kritik. Natürlich ruderte man kurzfristig wieder zurück, weil erst die rapid steigende Menge der gelöschten und gekündigten Premium-Accounts den Denkprozess in Gang setzten, der schon bei der Entscheidungsfindung der Änderung hätte vorhanden sein sollen. 

Plötzlich ist die Privatsphäre der Kunden natürlich sehr wichtig, wenn nicht gar das Wichtigste überhaupt und man werde es natürlich nicht umsetzten, weil schlecht kommuniziert und man werde in den nächsten Monaten die Policy überarbeiten und dann wieder an den Kunden heran treten. WTF!

1. Ich hatte weder eine Mail, noch sonst eine Information über diese Änderung in meinem Postfach.

2. Ich habe erst aus der englischen(!) Presse darüber erfahren.

3. Sind die noch ganz sauber?

4. Haben ich kein Vertrauen mehr in dieses Unternehmen, völlig Wurscht das die sich in die Policy schreiben. Meiner Meinung nach versuchen die die eigene NutzerBase weiter zu monetarisieren und nebenbei checken die Ihre Software auf was auch immer. Man liest die Notizen, lernt die Interessen kennen und baut Werbeprofile daraus. Bingo. Geldmaschine.

5. Die werden es wieder versuchen, mit anderer Kommunikation und vermutlich etwas subtiler, aber sie werden es.

Die Konsequenz: Mein sehr geschätztes Premium-Abo wurde direkt gekündigt, alle Notizen sind gelöscht, der Account wird nur noch Staub ansetzen, mehr nicht. 

Im Evernote-Forum geht es derweil hoch her, verärgerte Nutzer, dumme verärgerte Nutzer, Menschen die kein Probleme damit haben und es befürworten (weil ja nichts zu verbergen, usw.) und die Menschen die plötzlich die Trump-Wahl ins Feld führen (hä?). Die Moderation im Forum tat wirklich Not.

Und was mache ich denn jetzt mit meinen Notizen? Vorerst nutze ich Notes.app von Apple (deren Privacy-Policy ist zumindest derzeit noch sauber), die erfüllt schon recht gut meine Bedürfnisse. Hat aber den Nachteil, dass das WebInterface auf dem Büro-Windows eine kleine Qual ist (Luxusprobleme, ich weiß). Dann habe ich entdeckt, dass es eine Notes-App für mein heimischen NAS hat (QNotes) und die scheint auch recht gut zu tun, das WebInterface ist unter allen Systemen gut ausgebaut un nutzbar, es ist etwas langsam weil mein Upload zwar gut aber nicht sehr gut ist, doch dafür sind meine Notizen bei mir zu Hause. So gesehen sollte ich Evernote schenkelklopfend auch danken, Sie haben mir 70€ gespart, meine Bequemlichkeit beendet und mich in dem Zusammenhang dazu gebracht vorhandenes Material besser zu nutzen. 

Shorties 90

  • Ich finde Newsletter manchmal voll Scheisse, verdammt:

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  • *wohoo Asterix und Obelix Comic sind im iBook-Store verfügbar. Eigentlich toll, aber weil es nur gescannte PDFs des Heftes als eBooks maskiert sind, ist das Lesen eines Heftes trotz eines iPad Air ein eher bescheidenes Erlebnis. Und wieder wird eine Chance vertan, weil Netz-Amateure aus dem Printbuisness ihre Kompetenz nicht einen Hauch in Frage stellen und sich auch nicht die Mühe machen, ihr Produkt aus der Sicht der Nutzer zu betrachten.    
  • Finder mit Tabs. Lange habe ich drauf gewartet und heute benutze ich ihn überhaupt kaum mehr, sondern erledige alles weiter via Forklift.  
  • Die Firmen-Mac zuckt etwas nach dem Upgrade auf 10.9 Mavericks, das Touchpad hat Ausfälle wenn der Mac wieder wach wird. Immerhin hat er 4 komplette System-Upgrades mitgemacht, von 10.5 bis nun schliesslich 10.9 und wird täglich intensiv benutzt. Ich erwäge tatsächlich ein fresh-install-from-scratch. Aber noch ist es nicht soweit.
  • Wie jedes Jahr der scheue Blick in die eigene Musik-Bibliothek. Neu angeschaffte Musik in 2013 war für meine Verhältnisse im Gegensatz zu 2012 schon eher verhalten *hüstel
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  • Im Gedächtnis gebliebene Supportanfragen an Firmen in 2013: DivX schaffte es nach 30 Tagen immer noch keine Antwort zu senden (mehrfaches nachfragen nutzlos), Sony empfahl sich mit 45 Tagen ohne Antwort (mehrfaches nachfragen nutzlos), EA schwieg 21 Tage (nachfragen erst gar nicht versucht),  Eplus sandte nach 4 Stunden eine Antwort, Paketstation/DHL hatte 20 Minuten nach Übermittlung die Antwort in meinem Postfach, noch diverse deutsche Unternehmen mehr, die aber alle binnen +/- 24 Stunden geantwortet hatten. Und dann sagt man landläufig immer noch Deutschland sei eine Servicewüste. *disagreed
  • Ein Blick zurück nach 2013? Ach nee, es ist bald vorbei, das muss genügen.
  • Vorsätze für 2014? Nicht wirklich.

Shorties 48

  • Zeit der Orangen/Mandarinen. Nach dem Schälen schmecken die einzelnen Stücke immer wieder so unterschiedlich, es sei denn man hat die weißen Reste alle herunter gepuhlt. Das Puhlen macht aber keinen Spaß und die Hände riechen dann so lange nach den Schalen. Also doch wieder keine frischen Orangen/Mandarinen, oder es findet sich jemand der schält und puhlt. 😛
  • Meine Twitter Zeit ist vorbei, schlicht und einfach keine Lust mehr darauf.
  • Mit einem resignierten Erstaunen stelle ich gerade fest, dass sich meine musikalische Wunschlisten bei emusic und Amazon einfach nicht kleiner werden. Kaum sind x Einträge aus der Liste ‚abgearbeitet‘, schummeln sich fast schon direkt wieder 2 Mal soviel Neue hinzu.
  • Endlich habe ich sie mir bestellen können und es macht richtig Spaß sich wieder mit aktuellen Spielen beschäftigen zu können. #w00t
  • Es liegt sicher auch an der Jahreszeit, dass meine mentale Belastungsgrenze gerade deutlich reduziert ist. Der Level bis mich etwas nervt oder mich richtig ’satt‘ werden lässt, erschrickt selbst mich immer wieder.
  • Warum auch immer, in den letzten 2 Wochen sind mir reichlich Kleidungsstücke kaputt gegangen. Einiges konnte ich ja noch nähen und dennoch fühlt es sich so an, als wenn mir quasi vieles unter den Fingern auseinander gefallen ist. Und da ist meine Schwäche wieder, Socken stopfen. Das konnte ich nie, das werde ich nie können und das will es auch nicht mehr können. Die Gattin übrigens auch nicht, hier sind wir uns wieder mal vollkommen einig.
  • Nun schon die 3. Woche ohne Parkrunden. Wenn ich Zeit habe, regnet es, also bleibe ich drinnen. Wenn ich so richtig Lust zum laufen habe ist es zu dunkel, wenn sonst umgebungstechnisch alles passt, verspüre ich so gar keine richtige Lust. Dann passt mal wirklich alles zusammen, dann erscheint die Gattin und zertrümmert die zarten Keime der Bewegungslust, indem sie Lust hat einen Kaffee trinken zu gehen, oder einkaufen gehen will. Scheiß Herbst.
  • Der linke Daumennagel wächst gefühlt schneller als der Rechte. Kann das sein?
  • Es ist mal wieder so weit, neuer Spieler – neues Glück. Seit einigen Tagen bekomme ich nun wieder Mails von verschiedenen Personen aus unterschiedlichen Unternehmen, die mir Werbung auf thatblog.de schmackhaft machen möchten, bzw. mir Möglichkeiten aufzeigen wollen, wie ich mit SEO (Seach Engine Optimization) deutlich mehr aus thatblog machen könnte. Nun es sind immer die selben Menschen die mir mittels Groupmail (Spamtool) schreiben und nicht wissen, dass es einen Header bei E-Mails gibt, den man lesen kann. Blöd dann, wenn man einen eigenen Mail-Server hostet, der sich per IP-Sperre blocken lässt. Bin ich wohl wieder von einem Adressverkäufer unwissentlich „ausgebeutet“ worden und die arme Haut mit dem lästigen Geschäftsmodel versucht sein Invest noch irgendwie zu retten. Eigentlich könnte ich auch mal in Erfahrung bringen,wie genau eine Mail-Bombe funktioniert.

absurde Werbung

absurde Offerte als Spam

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Warum auch immer ich derzeit mit Messerwerbung bedacht werde, selten habe ich so einen ausgemachten Blödsinn lesen müssen wie von diesem Hersteller. Das hat mit Kreativität im Vertrieb und Marketing nichts mehr zu tun. Die Personen, die sich so einen Müll ausdenken sind in meinen Augen gefährlich für Ihre Mitmenschen. Leider kann man sie nicht belangen, es sein denn man engagiert sich persönlich. So verwerflich es auch sein mag, mein Geld gebe ich lieber für andere Sachen aus und hoffe inständig, dass kein Elternteil sich von diesem ausgemachten Schwachfug verleiten lässt. Wenn ich Messer kaufen wollte, wüsste ich schon wo ich nicht hingehen würde.