Strömend

Auslöser war die Erkenntnis, dass ich für eine EP von John Mayer mit 4 Songs keine 5,99€ zu zahlen bereit war. Die beste Tochter von allen ist schon lange bei Spotify mit einem Premium-Account angemeldet und deswegen kann sie über meine Rage über die Preisgestaltung auch nur schmunzeln. Ok, also melde ich mich auch an und höre mir die EP kostenlos an. Soweit so gut. Die EP ist klasse, aber dennoch zu teuer. Kein schlechtes Gewissen bei mir.

Die Preisgestaltung auch bei den Musik-Downloads ist weiterhin eine Unverschämtheit. Mit welcher Berechtigung kosten die Downloads weiterhin ebenso viel wie eine CD? Ich bin der Auffassung, dass der CD-Preis zu einem ¼ rein nur auf der Hardware basiert, also Produktion, Lagerung, RMA, Logistic, usw. Hier stellt sich quasi autonom eine direkte Kauf-Verweigerung ein. Ergo suche/warte ich bisher bei Downloads auf Angebote in einem Bereich von 6,99-8,99€ je CD, oder kaufe mir meine Musik verzögert zum Erscheinungsdatum als CDs bei Amazon-Marketplace für einen Spottpreis (trotz Versand) und rippe mir die CDs als AudioFiles dann nach iTunes.

Die Werbung bei einem kostenlosen Spotify-Account nervt zwar, aber dafür kann man kostenlos hören. Auf der anderen Seite kann man einen Premium-Account auch für 6 € zum Family-Account upgraden und man hat seine Ruhe vor Werbung. Die Tochter kann gut argumentieren. Eine Schranke fällt also. Da ist dann noch meine Ansicht, dass man Musik besitzen muss, damit man darüber frei nach Bedarf verfügen kann. Dies aufzugeben und damit auch einen Teil der Kontrolle über die Musik zu verlieren wäre neu für mich und müsste geübt werden. Doch der Vorteil sich ohne finanziell auszutoben dennoch stets neue Alben anhören zu können ist schon verlockend. Die Schranke wackelt und wackelt und wackelte jetzt dann ich doch bei Spotify gelandet. Komische Sache das, aber auch spannend, weil es so vieles zu entdecken gibt.

Arsch gerettet

Einer der Gründe warum ich in iTunes Musik Store (iTMS) kaum bis gar nicht Musik kaufe ist, dass man die erworbenen Dateien nicht nochmal laden kann. Eine völlig schwachsinnige Einschränkung, die aus meiner Sicht noch jenseits einer vorstellbar stumpfsinnigen Schikane ist. Es muss jemanden geben, der diese Art der digitalen Distribution gut findet und letztlich auch veranlasst hat. Diesem Vollidioten gehört links und recht so lange auf die Wange geschlagen, bis ……

Aus Unachtsamkeit habe ist mir bei einer Dateioperation eine Musikdatei aus dem iTMS verloren gegangen. Der erneute Download  aus dem iTMS scheitert an der Möglichkeit die Datei noch einmal zu ziehen, weil habe ich ja schon. Die unverhoffte erblickte Hilfe im iTMS Menüpunkt „gekaufte Artikel“ entpuppt sich als zusätzliche Super-Verarsche. Da ist weder ein Button „iCloud“ noch etwas ähnliches oder gar ein Link. Wie komme ich darauf? Aber ich darf(!) den Song noch auf das iPhone laden, weil er da noch nicht ist. …. nutzlose Rohrkrepierer …. . Wie bekommt man den Song dann von iPhone wieder runter auf den Mac? Weil Apple will das nicht, man könnte ja böse Sachen machen und das gesamte Abendland in den Ruin treiben.

Wie auch immer, das Tool der Wahl heißt DeTune. großartig, phantastisch, Ich liebe Euch. Ich habt mir den Arsch gerettet.

 

Hat keine 2 Minuten Zeit gekostet diesen Schwachfug zu umgehen und nur Ärger und Verdruss erzeugt und Zeit gekostet. Wer hat jetzt gewonnen? IMHO haben die(!) in der Content-Industrie noch lange nicht genug Geld eingebüßt. Das muss erst richtig weh tun, bis sich diese Stuhlwärmer endlich darauf besinnen, dass erfolgreiches Verkaufen nicht mit dem Einverleib des Kaufpreises aufhört. Ich habe fertig.

 

Nachtrag: Eben sehe ich im iTMS, dass nachdem ich die Datei auf dem iPhone hatte, neben eben dieser Datei (und nur neben dieser) der iCloud-Button vorhanden ist und ich die Datei nun auch auf den Mac laden konnte. Finde nur ich das lächerlich?