NTFS unter Mac OS X beschreiben

Datei- und Betriebssysteme sind ein Thema für sich. Datenträger die unter Mac OS X in HFS+ formatiert sind, lassen sich unter Windows gar nicht nutzen. Umgekehrt lässt sich unter Mac OS X ein NTFS formatierter Datenträger wenigstens lesen, Linux ext2/3/4 geht weder unter Mac OS X , noch unter Windows. Der kleinste gemeinsame Nenner ist FAT32, das können alle. Nur gibt es hier die <4GB Dateien-Limitierung. Irgendwie fühlt man sich in die  Zeit der „Videosystemunruhen“ in den frühen 80igern zwischen Beta, Betamax, VHS, Video 2000 und was es sonst noch alles gab zurück versetzt, jeder macht irgendwas und sorgt zusätzlich dafür, dass die Interoperabilität immer schön auf der Strecke bleibt, schließlich ist man an Umsatz interessiert und sonst nichts. Der Kunde wird es schon schlucken oder auch nicht, wen interessiert das schon. Es gibt es schließlich genug Kunden auf der Welt, einer mehr oder weniger, das macht doch nichts. *Zynismus aus*

In Zeiten von OpenSource und globalen Community Projekten finden sich gottlob immer fähige Menschen, die etwas gegen diese Mentalität tun und etwas auf die Beine stellen, was diese Multi-Milliarden Konzerne nicht wollen, nämlich die fehlende Interoperabilität in Eigenregie herzustellen. So gibt es zum Beispiel unter Linux das Tool NTFS-3G, um eben NTFS Datenträger auch unter Linux beschreiben zu können (funktioniert übrigens so klasse, dass zumindest in Ubuntu das Tool standardmäßig mit ausgeliefert wird). Um unter Windows auch HFS+ formatierte Datenträger lesen zu können, nutzt man den HFS-Explorer, für ext2/3 gibt es auch etwas usw. So schafft sich also der interessierte Computernutzer im Laufe der Zeit eine ganze Reihe von Möglichkeiten an, um die vermisste Interoperabilität zumindest rudimentär zu gewährleisten.

Seit ich auf Mac OS X umgestellt habe, verwende ich auch NTGF-3G um auf dem MacBook auch meine NTFS-Datenträger beschreiben zu können, z. b. mobile Festplatten oder USB-Sticks oder auch direkt in die Bootcamp-Partition (anderes Thema). Letzte Woche ging das jedoch nicht mehr, sprich alle NTFS-Datenträger ließen sich nur noch lesend am MacBook einstecken. Die intensive Websuche als auch mehrfache Neuinstallationen halfen nichts, es musste eine Alternative her.

Zuerst fand ich Paragon, die ich jedoch aus einem anderen Grund verschmähte. In Tuxera fand ich letztlich eine mögliche Alternative, jedoch musste das alte defekte NTFS-3G zuerst runter. Leider funktionierte die vorhandene Deinstallation nicht, erst nach einem beherzten Griff auf die Console.  Angeblich soll es im Snow Leopard auch möglich sein einen vorhandenen jedoch inaktiven nativen NTFS Support nachträglich einzuschalten, doch war ist mir etwas zu heikel. Also teste ich nun Tuxera und bin beeindruckt wie schnell das Tool gegenüber NTFS-3G arbeitet. Nun es ist ja auch nicht kostenlos.

Es könnte so einfach sein, wenn sich die Konzerne gegenseitig akzeptieren und anerkennen würden, letztlich ärgern alle unnötigerweise _ihre_ Kunden. Anyway, bei Fragen bitte fragen, ich helfe gerne.