es geschehen Wunder

Anstelle analog per Post und Papier zu bestellen, wird man(n) gebeten es doch per Internet zu machen. Kein Grund, keine Diskussionen, weil bloss genau hingucken usw., kein sichtbares zögern. Weil es einfach bequemer ist und man müsse nicht zu dem ekeligen Briefkasten laufen. Die Digitalisierung in diesem Haushalt schreitet doch irgendwann voran.

oder so

Die Gattin und die beste Tochter von allen wollen in einen Laden in Darmstadt zum Einkauf. Nicht das es hier in der Nähe nicht auch Geschäfte gäbe, aber dieses eine eben nicht. Aus Gründen mag ich nicht mit und so ziehen die Beiden alleine los.

Doch Moment, wie müssen wir denn fahren? Gibt ja genug Möglichkeiten sich Routen berechnen und ausdrucken zu lassen. Moment sag ich, das geht auch besser. Auf dem Mac gibt es ja seit 10.8 auch Karten. Die auf dem heimischen Mac berechnete Route bekommt die beste Tochter von allen via iMessage direkt aufs iPhone geschickt. Danke Papa.

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Auch das kann heutige Technik. Einfach und schlicht – praktisch.

nervshopping

Supermom bringt mich auf etwas ….. Gestern beim Mantel kaufen ist mir mal wieder ein um sich greifendes Phänomen richtig sauer aufgestoßen. Mich nervt dieses Shop-im-Shop-System in Warenhäusern unsäglich, man stolpert doch immer wieder in einen s.Oli.ver, es.prit, Tom.Ta.lor oder was-auch-immer-Bereich, die ihr Zeugs meist anders arrangiert haben, die Ware sonst aber weitestgehend dieselbe ist. Vielfalt sieht für mich anders aus.

Man ist es ja mittlerweile gewohnt sich selbstständig mit der Warenauslage zu beschäftigen und dann nur am Ende der Suche bei hektisch agierenden Kasslerinnen anzustehen, die das neue Stück mehr oder weniger vorsichtig in die Tüten stopfen. Meist möchte ich mich auch alleine umsehen, aufdringliches Personal treibt mich direkt wieder aus dem Laden heraus. Und doch weiß ich es zu schätzen, wenn Personal bei Bedarf zu Stelle ist und kompetent und freundlich helfen kann, Tipps gibt oder Fragen beantwortet.

Szenario: Eine Fläche von bestimmt 2.000m³, 9 Markenshops auf der Fläche verteilt, in dem jeweils eine leidlich motivierte Verkäuferin herum wandert, sich mit Kunden unterhielten, willkürlich an der Ware zuppelten und so irgendwie schon sehr beschäftigt aussahen. Die Gattin hatte einen guten Mantel gefunden, nur ohne Preisschild. So legte ich mir den Mantel über den Arm, schaute mich um und ging auf die erste Warenzupplerin zu. Die sah mich auf sie zukommen und drehte sich direkt um. 😯 Na gut, sie mag nicht, also schaute ich zur nächsten, die ebenso in einem abgrenzten Bereich (Be.tty Bar.clay) stand und telefonierte. Ich fand eine andere Dame, die tatsächlich einfach nur so da stand und geradeaus schaute. Ich ging auf sie zu und fragte ob sie mir helfen könne den Preis für den Mantel zu ermitteln, weil das Schild leider fehlte. Es täte ihr sehr leid, sie wäre nur für die Marke Bi.Ba zuständig (ausschweifende Handbewegung über die Ständer), sie können mir nicht helfen. Auf die Frage wer mir den bitte helfen könne, wusste sie auch keine richtige Antwort, ich solle irgendwo da hinten schauen. Wäre es nicht für die Gattin gewesen, ich hatte das Ding an Ort und Stelle fallen gelassen und wäre gegangen, doch so biss ich mir auf die Lippen und wanderte weiter umher.

Aufgrund der Erfahrung mied ich weitere Damen unter einem Firmenschild anzusprechen, sondern suchte eine Person mit einem Kauf.hof-Schild am Revers. Für meinen Teil sah ich genauso aus wie ein Kunde, der Hilfe suchte, doch keine der umstehenden Damen fand sich bereit zumindest einmal einen Schritt auf mich zu zu machen. Ich fand nach gefühlten 10 Minuten endlich jemand in der hintersten Ecke beim einsortieren von Ware (Hausmarke) und bekam dann auch prompt die erbetene Auskunft.

Der Mantel ist es letztlich geworden, aber nur weil die Gattin es unbedingt wollte. Dennoch wird zukünftig der Kauf.hof in Wiesbaden in der persönlichen Liste der möglichen Kaufquellen für Damenkleidung ganz weit hinten angesiedelt.

Schweigen

Die Gattin hätte gerne einen neuen Mantel, aus Wolle, schön dick, übers Knie sollte er gehen, Knöpfe, Kragen zum hochstellen, grau/silbergrau meliert. Eine lösbare Aufgabe.

Ein Laden mit reichlich Auswahl, sie probiert #1 – #5 (schrecklich bis grauslich, Schnitt, Wohlfühlfaktor und überhaupt), wir suchen weiter, es folgen #6 – #10, dann #11 – #15, #16 – #17 sind gut, kosten aber weit über dem selbst gesteckten Budget von 120€. Wir verlassen den Laden, weil hier wird das nichts. Beim Herausgehen laufen wir an der Herrenabteilung vorbei, mir fällt ein Mantel ins Auge, grau, dezentes Fischgrätenmuster, mittellang, schöner Kragen, Knöpfe, ich bleibe stehen, die Gattin schaut derweil Pullover. Ich greife den Mantel in meiner Größe, passt, Spiegel sagt auch alles ist gut, Preisschild ist erfreulich oft überklebt, Marke? Egal. Ich geh zur Kasse, 49€. #w00t

Dann zurück zur Gattin, die immer noch am selben Pulloverstapel ist. Sie sieht mich mit der großen Tüte und zieht fragend die Brauen hoch. „Mein neuer Mantel“, sage ich. Sie lugt hinein, fragt dann wann ich den denn bitte gekauft hätte? „Gerade eben, als Du…“ „Als ich bei den Pullovern war?“, schneidet sie mir das Wort ab. „Ähm, ja“. „In den 2 Minuten?“ „Ja, gefällt er Dir nicht?“ Sie dreht auf dem Absatz und geht eiligen Schrittes nach draußen um eine zu rauchen. Schweigen, auch als ich mich zu ihr stelle. ( )

Quickies-01

  • Namensschilder an %VERKAUFSPERSONAL% die nur Frau/Herr %NACHNAME% als Aufdruck haben, können extrem hilfreich sein. Ich hätte sonst nicht gewusst, wie ich die Dame(!) hätte ansprechen sollen.
  • 3 Hosen – alle zu lang. War ja klar. Die Schneiderin (eine junge Dame (kaum älter als 18, mit Migrationshintergrund und leicht fehlerhaftem Deutsch) hat mich in Unsicherheit gestürzt, weil _click_ . Dem Reflex sie zu korrigieren konnte ich mit Mühe überstehen, nicht um es ihr zu zeigen, sondern fürs nächste Mal. Aber das ginge sicher zu weit und wäre auch ggf. zu peinlich geworden, für beide irgendwie. Oder hättet ihr etwas gesagt?
  • Shopping habe ich dennoch unglücklich mit 3:4 verloren, die Gattin war in ihrer Lieblingsboutique. 🙁