easy couching

Die Gattin lungert mit mir gemeinsam auf der Couch. Der Kaffee dampft auf dem Tisch, wir haben noch ein paar Madleines als Gebäck. Sie spielt auf dem Pad, ich wühle mich durchs Internet. Dann ihr heimlich erwartete Blick über die Schulter zu mir. „Wir müssen uns fertig machen zum sporteln.“ Die Frage wird von einem dezenten Hundeblick begleitet, der eine ganz bestimmte Antwort erwartet, „Oder doch nicht?“ Sachtes durchatmen, erst auf der Einen, dann auch auf der anderen Seite der Couch. Wir kennen uns. 

Couchkleber

Wir verzweifeln gerade, denn über Nacht hat sich ein Zwerg an unseren Couchen zu schaffen gemacht und die mit Klebstoff eingepinselt. Der Vorgang ist perfide, denn der Klebstoff entfaltet seine Wirkung erst Stunden nach dem Auftragen, gestern Abend war noch alles in Ordnung. Es ist kein Spaß hier auf den Couchen zu warten bis der Kleister seine Wirkung verliert und dabei einfach nicht hoch zu kommen. Bitte lieber Sportpalast, wir können nichts dafür, wir würden ja gerne, schaffen es aber nicht. Gottlob habe wir in weiser Voraussicht alle derzeit erforderlichen Grundnahrungsmittel wie Kaffee, Wasser und kleine schmackhafte Fertigküchlein in einer Art Instinkthandlung in ausreichender Menge bereits vor dem ersten Hinsetzen bereits in Griffweite positioniert. Lieber Sportpalast, Du musst nichts machen oder für uns veranlassen, passt alles schon. Kümmer Dich um die, die es nötiger haben als wir. Und jetzt heißt es warten. Das Leben ist hart. Manchmal.

Nebenbei gefragt: Die französische Sprache ist an sich ja sehr schön zu hören, wenn sie mit einer gewissen Geduld und Freundlichkeit in der Stimme/Stimmlage und ohne zuviel Einsatz persönlicher Extremitäten gegeben wird. Warum tue ich mich mit Musik in der Sprache im allgemeinen nur so schwer? Kann mir das jemand erklären?

Berry hier scheint eine erfreuliche Ausnahme zu sein, zumindest bis jetzt.

[youtube]jbLOqatyhCk[/youtube]

[Berry – Mademoiselle]

falls youtube nicht läuft => click