ein Aquarium das keines mehr ist

Der Corsa war in der Werkstatt. Nach 3 Tagen Stille hielt ich es dann doch nicht mehr aus und rief an. Man sei ratlos, denn man wisse weiterhin nicht wie das Wasser in den Innenraum käme. *gulp Mir schwante Schlimmes in Form einer saftigen Rechnung für die Maßnahmen. Derweil spricht der Werkstattleiter freundlich weiter. Man habe Berieslungen ausgeführt, einen Kärcher bemüht und den Wagen auch im dicksten Regen über Nacht draußen stehen lassen. Nüscht. Es tät ihm leid, ich könne den Wagen wohl besser wieder abholen.

Fast schon ängstlich frage ich, wie viele Stellen die Rechnung im Summenfeld wohl haben wird. Nüscht, sagt er trocken. Wenn sie etwas gefunden hätten, dann hätte es eine Rechnung gegeben, aber so nicht. *Pause* Außer Danke, brachte ich nichts raus.

Was wäre Opel ohne Vertragswerkstätten wie Opel Beltz in Wiesbaden Erbenheim. Richtig. Nüscht!

fast trockenes Aquarium

Ich habe weiterhin keine Ahnung, wie sich das Wasser in den Corsa arbeitet. Nahezu jeder der es mitbekommt sagt mir, da wäre nur ein Abfluss verstopft (ja super) oder streut Häme in Form von Wasserwitzen über mich. Damit kann ich gut umgehen, meine Zeit kommt auch noch. 😛 Die Abflüsse, die ich mithilfe google lokalisiert habe, sind übrigens nicht verstopft.

In meinem Zorn auf den Wagen habe ich die Spalten auf der gesamten Beifahrerseite mit durchsichtigem Paketband flächig abgeklebt, ich wurde der Wassermassen nicht mehr Herr. Am schlimmsten Tag habe ich zwei Becher aus dem Innenraum geschöpft. Die Werkstatt war leider völlig ausgebucht und mit dem Problem zu einer fremden Werkstatt zu gehen, daran mochte ich erst gar nicht dran denken (ich bin nunmal in solchen Dingen extrem misstrauisch.) Die Klebestreifen haben zumindest den Wasser-Nachschub wirksam stoppen können.

Nun stopfe ich seit Tagen in alle möglichen feuchten Ecken des Beifahrerraums so viele Tageszeitungen wie nur reingehen und ich bekommen kann, um die ‘verteilte’ Nässe unter den Teppichen heraus zu ziehen, was auch recht gut funktioniert. Es ist unglaublich wie viel Wasser so eine normale Tageszeitung aufnehmen und halten kann. Heute nun sind die Zeitungen nur noch ein klein wenig klamm, nicht mehr nass und der Wagen kommt am Dienstag endlich in die Werkstatt.

Wünscht mir bitte Glück und einen Schaden, den Opel gar nicht abwarten kann in Kulanz übernehmen zu wollen. Soweit das Wunschdenken. Mir ist aber auch klar, dass ich ohne ein Fernsehteam von Spiegel-Online im Rücken vermutlich lediglich einen herzhaften Furz des Opel-Kundendienstleiters zu hören bekommen, wenn überhaupt.