Belästigung

Zeitungen online zu lesen finde ich grundsätzlich gut. Das entspricht meinem Nutzungsverhalten und kommt meiner Zeiteinteilung und Verfügbarkeit sehr entgegen.

Nun gibt es ja die ach so bösen AdBlocker im Browser, die man als wehrloser Internetnutzer heutzutage fast schon verwenden muss, damit man von den besuchten Internetangeboten überhaupt noch etwas lesen kann, ohne einen epileptischen Anfall zu erleiden. Die cleveren Verlagshäuser bieten dann irgendwann Abo-Modelle an, die eine Nutzung der WebSeiten durch Zahlung einer monatlichen Gebühr legitimiert und die lästige Werbung ausblenden. Guter Deal.

Der Wiesbadener Kurier macht das etwas anders, man darf zahlen und online lesen und bekommt als Danke die gleiche Werbung eingeblendet wie ohne Abo (click). Folge: AdBlocker. Folge-2: irgendwann ein schlechtes Gewissen beim Abonnenten, ergo Abo wird gekündigt, WebSeite des WK wird nicht mehr besucht. Well done.

Sie SZ hat sich seinerzeit gleich komlett hinter einer Paywall versteckt, aber keine vernünftigen online Abo-Angebote gemacht. Ok, die musste ich dann auch nicht mehr lesen. Schade, aber war dann halt so. Die Paywall bei der Bildzeitung und beim Spiegel begrüße ich ausdrücklich als wirksamen Content-Filter gegenüber der Öffentlichkeit.

Und jetzt kommt die so sehr gemochte FAZ auch noch daher. *argh Für die zahle ich Trottel doch tatsächlich monatlich satte 45€ und bekomme seit Tagen das zu sehen:

machmal auch nur der Paywall-Hinweis so das ich die Artikel-Seite x-mal neu laden muss, bis ich den Artikel dann endlich lesen darf. Ich bin so was von genervt, dass ich kurz davor bin das Abo zu kündigen und auf ARD und ZDF zu wechseln. Aber ach, da sind die notleidenden Medien der Republik ja sehr erfolgreich unterwegs die News-Onlineangebote den genannten Sendeanstalten dermaßen zu verkrüppeln, dass man den eigenen Mist weiter als „hottest-shit“ vermarkten kann. Den AdBlocker auf faz.net auszuschalten ist leider auch keine Option, weil man trotz Abo und valider Anmeldung sofort wieder Werbung eingeblendet bekommt und die Seite einen wenn auch nur minimalen Würgreflex bei mir auslöst. Unaufdringliche Werbung my ass! Ich zahle, also will ich die Scheisse erst gar nicht sehen. Die wollen doch gekündigt bekommen, oder?

ein Aquarium das keines mehr ist

Der Corsa war in der Werkstatt. Nach 3 Tagen Stille hielt ich es dann doch nicht mehr aus und rief an. Man sei ratlos, denn man wisse weiterhin nicht wie das Wasser in den Innenraum käme. *gulp Mir schwante Schlimmes in Form einer saftigen Rechnung für die Maßnahmen. Derweil spricht der Werkstattleiter freundlich weiter. Man habe Berieslungen ausgeführt, einen Kärcher bemüht und den Wagen auch im dicksten Regen über Nacht draußen stehen lassen. Nüscht. Es tät ihm leid, ich könne den Wagen wohl besser wieder abholen.

Fast schon ängstlich frage ich, wie viele Stellen die Rechnung im Summenfeld wohl haben wird. Nüscht, sagt er trocken. Wenn sie etwas gefunden hätten, dann hätte es eine Rechnung gegeben, aber so nicht. *Pause* Außer Danke, brachte ich nichts raus.

Was wäre Opel ohne Vertragswerkstätten wie Opel Beltz in Wiesbaden Erbenheim. Richtig. Nüscht!

fast trockenes Aquarium

Ich habe weiterhin keine Ahnung, wie sich das Wasser in den Corsa arbeitet. Nahezu jeder der es mitbekommt sagt mir, da wäre nur ein Abfluss verstopft (ja super) oder streut Häme in Form von Wasserwitzen über mich. Damit kann ich gut umgehen, meine Zeit kommt auch noch. 😛 Die Abflüsse, die ich mithilfe google lokalisiert habe, sind übrigens nicht verstopft.

In meinem Zorn auf den Wagen habe ich die Spalten auf der gesamten Beifahrerseite mit durchsichtigem Paketband flächig abgeklebt, ich wurde der Wassermassen nicht mehr Herr. Am schlimmsten Tag habe ich zwei Becher aus dem Innenraum geschöpft. Die Werkstatt war leider völlig ausgebucht und mit dem Problem zu einer fremden Werkstatt zu gehen, daran mochte ich erst gar nicht dran denken (ich bin nunmal in solchen Dingen extrem misstrauisch.) Die Klebestreifen haben zumindest den Wasser-Nachschub wirksam stoppen können.

Nun stopfe ich seit Tagen in alle möglichen feuchten Ecken des Beifahrerraums so viele Tageszeitungen wie nur reingehen und ich bekommen kann, um die ‘verteilte’ Nässe unter den Teppichen heraus zu ziehen, was auch recht gut funktioniert. Es ist unglaublich wie viel Wasser so eine normale Tageszeitung aufnehmen und halten kann. Heute nun sind die Zeitungen nur noch ein klein wenig klamm, nicht mehr nass und der Wagen kommt am Dienstag endlich in die Werkstatt.

Wünscht mir bitte Glück und einen Schaden, den Opel gar nicht abwarten kann in Kulanz übernehmen zu wollen. Soweit das Wunschdenken. Mir ist aber auch klar, dass ich ohne ein Fernsehteam von Spiegel-Online im Rücken vermutlich lediglich einen herzhaften Furz des Opel-Kundendienstleiters zu hören bekommen, wenn überhaupt.

Online-Abo

Mein erstes und einziges Online-Abo einer Tages-Zeitung, nun doch der Wiesbadener-Kurier den ich hier zwar gescholten habe, doch biete er mit 5,90€/Monat ein Mini-Abo für die WebSite und einer iOS-App. Die aufdringliche Werbung bliebt auf der WebSite zwar eingeblendet, aber nun habe ich kein schlechtes Gewissen mehr den AdBlock eingeschaltet zu lassen. Und die App sowie der Newsletter sind auch nicht schlecht.