coole Überraschung

Die beste Tochter von allen ist unterwegs nach Kroatien. Der 21KG schwere Koffer wurde vom alten Papa und der jungen Tochter also heute an den Mainzer Bahnhof verfrachtet, weil dort der Bus losfährt. Ja Bus, nach Kroatien mit dem Bus. Die Gattin und ich schüttelten simultan unser beider Köpfe. Das sind lockere 16 Stunden ohne Stau, ein Flug mit 50 € Aufpreis dauert nur 2 Stunden. Nein, sie setzte Papas bekannten Dickkopf auf, es muss der Bus sein. Auch weil die anderen 3 die von hier aus mitfahren, ebenfalls die Ochsentour fahren wollten. Na dann, bitte.

Wir sind pünktlich, haben natürlich den von der Gattin geflissentlich gepackten Picknickrucksack zu Hause vergessen (gab später noch telefonischen Mecker von der Gattin) und stehen an der Haltestelle, von wo der Bus starten soll. Wir warten, sind alleine ohne Mitfahrfreunde, weil die sind etwas spät dran.

Ich kenne sie ja nun schon nicht erst seit heute und sage daher: “Ich mach mich wohl besser nach Hause bevor die 3 kommen. Ist Dir vermutlich peinlich wenn ich hier mit Dir stehe und warte bis du losfährst.” Sie dreht sich lässig zu mir, nimmt mich in den Arm:”Nö lass mal, bleib ruhig. Du bist schon cool.” Sie bekommt mich ja nicht oft baff geredet, aber das war definitiv einer der Momente. Sie schaut mich also an und weiß es ganz genau, also ich baff bin (die Augen lügen wohl nicht). “Das kommt aber nicht allzu oft vor, dass Du mich cool nennst. Danke. Du bist aber nicht zufällig prä-reisekrank?” “Nein,” sagt sie grinsend, “das ist mein Ernst.” *nochmal baff*

Also wartete ich bis die Freunde kamen und habe allen eine schöne Zeit gewünscht als es los ging. Nein, ich habe nicht gesagt, sie sollen brav bleiben und keinen Unfug machen (aka. Scheiße bauen), die bauen sie sowieso. Sie kommen hoffentlich alle heil, in einem Stück wieder und hatten eine tolle Zeit.

gez.

cooler (stolzer) *baff* Dad.

[Bild © unbekannt]

[crosspost mit geplate-eltern.de]

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lecker Musik

Die Schweden können Rockmusik, das weiß man. Manch eine Band aus Nässjö, Fagersta oder Borlänge klingt wie direkt verdrahtet mit den weltgrößten Rock’n’Roll Citys. Unsere Nachbarn hinter Kattegat und Skagerrak sind gut im Kopieren. Sie sind sozusagen die Chinesen des Rock’n’Roll. Hellsounds aus Göteborg setzt dem Ganzen nun die schwedische Krone auf.

Ihr Debütalbum «Hymns in the Key of 666» kleidet zehn Hardrock- und Metal-Klassiker in ein vollkommen anderes Gewand: Statt Donner-Drums, Gitarrengetürme und Stimmen in Exorzismus-Tonlage gibt es nun «Lounge Metal». Ein hübsches neues Genre hat sich das Trio da ausgedacht. Stücke wie «Blackened» von Metallica, «Run To The Hills» von Iron Maiden oder «Paranoid» von Black Sabbath werden von Akustikgitarre, Piano, Streichern, Tambourine und Triangel getragen. Außerdem ist Frontfrau Harriet Ohlssons Stimme äußerst bezaubernd. Hellsongs kommen bei ihren Covers also ohne Hellsounds aus.

Magischerweise funktioniert dieser komplette musikalische Blutaustausch sogar. «Symphony Of Destruction», im Original von Megadeth, tanzt Dank eines mitreißenden Ratime- und Honky-Tonk-Pianos umher wie ein Dutzend aufgedrehter Hippies um ein Lagerfeuer. Da kann man nur den Hut ziehen und sich noch mehr sympathy for the devil wünschen. Die übrigen ehemaligen Metal-Knaller sind tendenziell langsamer: Die beiden Iron Maiden-Cover – neben «Run To The Hills» wird noch «The Trooper» entschleunigt – bekommen ein zweites Leben als melancholische Folk-Ballade. Und die alte Fledermaus Ozzy Osbourne, der mit der Sabbath-Hymne «Paranoid» gewürdigt wird, mutiert zu einem zarten und von Selbstzweifeln geplagter Nachtfalter.

Na klar, könnte man jetzt denken, im Schwermetall lag eben immer schon viel Schwermut. Das wirklich Überraschende beim Hören von Hellsongs sind aber die Texte. Die muten stellenweise sogar elegant und vielschichtig an. Wer hätte das gedacht? Man muss den Eisenfäusten nur das Posen austreiben und schon wird es richtig nett. Schließlich sind die scheinbar harten Jungs im Stillen oft zartbesaitet und Ozzy hat zu Hause auch nicht die Spandex-Hosen an.

Ihre verträumt folkigen Covers verstehen Hellsongs, die es schon seit 2004 gibt, übrigens als Tribut und Huldigung an die so oft als stumpf verschriene Musik. Und ihr erstes Air Play bekam die Band ausgerechnet von dem schwedischen Heavy Metal-Radiosender «Rundgång». «Wir haben halt ein Herz aus Metal», sagt Hellsongs Akustikgitarrenrocker Kalle Karlsson dazu.

[quelle © netzeitung.de]

Hellsongs – “Symphony of Destruction”

[myspace]36977391[/myspace]

Klingt lecker – scheint auch lecker zu sein – auch wenn es Covers sind, aber die 3 können etwas. Das ist was für den kommenden musikalischen Einkaufszettel. cool

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Das kleine Schwarze…

…steht nun in der Werkstatt. Heute wird es vielleicht Geld kosten oder auch eben nicht. Der Meister fragt: “Hat er was?” Ich antworte:” Nein, schnurrt vor sich hin, ohne Fehler”. Ich denke somit die Liste der neben der Inspektion und TÜV noch anfallenden Teile auf 0 (in Worten Zero) reduziert zu haben. smile Telefon will er dennoch haben, für alle Fälle. Es gibt keine ‘alle Fälle’ heute. Ich hoffe der TÜV’ler schaut sich mein Lenkrad nicht so genau an. tschakkkkaaaa

Selten nutzte ich eine Werkstatt wie diese, der ich fast uneingeschränktes Vertrauen entgegen bringe. Wenn Opel, dann für uns der in Wiesbaden-Erbenheim (Kreuzberger Ring), ein kleiner aber familiärer und kompetenter Laden, lustigerweise ziemlich versteckt hinter einer Mitsubishi-Vertretung. Ich weiß auch nicht wie die da hingekommen sind. Sie machen dennoch gute Arbeit und bisher keine unsinnigen Reparaturen.

Dafür darf ich heute mal mit dem Wagen der Göttergattin fahren. Das ist auch mal schön. Im Innenraum echt leise das Ding, deutlich besser im Gegensatz zu meinem, außerdem richtig bequem, Klima hat er auch. *hm* Ich mache was falsch, oder?

Wenn die Jungs heute gut arbeiten und das kleine Schwarze mich nicht im Stich lässt, darf kann ich mir mein neues Spielzeug bestellen, entweder oder – beides geht leider nicht. Dennoch geht es morgen los mit dem Testpendeln “Wiesbaden – Frankfurt”. Mehr dazu später. Außerdem: in 2 Wochen ist für 3 Wochen massives Faulenzen angesagt. Ich bin wieder reif, richtig reif.

Habt einen schönen Wochenanfang.

[Bild © Lady Chanel / www.pixelio.de]

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Navi oder kein Navi

(sinngemäße Wiedergabe eines kürzlich geführten Telefonats)

Er ist ein weitläufig Bekannter mit hin und wieder massiven Mitteilungsbedürfnis, besonders wenn er sein veralteter Rechner mal wieder nicht so will wie er und erwartet von mir hofft geholfen zu bekommen. Dank Remote-Tools wie Real-VNC kann ich sein Windows 2000 auch unter Linux von zu Hause aus bearbeiten. Es gab Bedarf eines Kurzbesuchs meinerseits, weil zusätzlicher RAM eingebaut werden sollte. Nur gibt es den nicht mehr im Handel und ich habe noch einen passenden 128MB Riegel auf dem Speicher. Also weg mit dem Ding.

Sein technisches Verständnis ist mit der Bedienung einer Mikrowelle eigentlich schon ausgeschöpft, er ist dabei ein sehr netter Kerl und kann richtig gut backen.

Er: Komm doch bitte vorbei wegen dem Arbeitsspeicher. Dann könntest Du den auch gleich einbauen. Ich kann das doch nicht. Und ich zeige Dir meine neue Wohnung. Frischer Kuchen ist auch da.

(er weiß womit er mich locken kann)

Ich: Dem kann ich ja wohl kaum widerstehen. Gib mir doch bitte Deine neue Adresse.

(er übermittelt die Daten)

Er: Kennst Du das?

Ich: Nö, aber das bekomme ich schon hin. Bin ja nicht blind.

Er: Was höre ich, hast Du Dir auch so ein Discounter-Navi angeschafft?

Ich: Nie im leben hänge ich mir so ein Ding an die Scheibe. Ist zwar bequem, doch kostet das deutlich mehr als …

Er: Wie willst Du denn das sonst finden?

Ich: Wie ich immer. Ich schaue in meinen Stadtplan.

Er: Stadtplan?

Ich: Stadtplan!

Er: Du meinst aus Papier oder hast Du das den mobTux mit UMTS ausgerüstet?

Ich: Ganz altmodisch aus Papier. Das geht immer noch prima.

Er: Kannst Du das denn?

Ich: Was gibt es da zu können? Ich kann lesen und habe Orientierungssinn. Damit habe ich noch alles gefunden was ich suchte.

Er: Echt jetzt?

Ich: Ja sicher.

Er: Ich könnte das nicht mehr, ohne mein Navi im Auto.

Ich: Warum?

Er: Ich kann keine Karten lesen und steh irgendwie auf die Navi-Stimme.

Ich: ‘…keine Karten lesen’… sieht mir eher nach DevotFetisch aus.

Er: (lacht) Quatsch.

Ich: Wie hast Du das vorher gemacht?

Er: Bus gefahren.

Ich: *öhm* Also ich bin gegen 19.00 Uhr da.

Er: Na, ich denke mal es wird später.

Ich: Nein, wird es nicht.

Er: Leih Dir lieber ein Navi.

Ich: Kommt nicht in Frage.

*klick*

Er hat mich trotz seiner Defizite technologisch überholt, auch weil ich mal wieder den Dickkopf entscheiden lasse. Ich will so ein Ding einfach nicht haben, das mag auch daran liegen das ich mir außer von der Göttergattin nicht gerne sagen lassen, wo es lang geht. wink

[Bild © unbekannt]

Ich amüsiere mich bis dato immer über alle, die im Kleinwagen sitzend die Scheiben voller technologischem Extra-Zubehör vom Discounter zugepflastert haben. Auf der Pendlerautobahn ist es ganz schlimm. Warum Pendler wie auch ich jeden Tag die gleiche Strecke fahren und dennoch immer das Navi an der Windschutzscheibe pappt und auch noch läuft, mag ich nicht verstehen. Auf der anderen Seite hat man dafür bezahlt also soll es auch laufen. Oder man kontrolliert so, dass die Straße sich nicht verschoben hat, das Navi also noch aktuell ist. Technik schön und gut, aber nicht für alles und überall. Da bin und bleibe ich bockig.

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