the cake is not a lie

the cake is true

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Es hat etwas gedauert, weil ich im 19.Raum hemmungslos fest hing und hierüber irgendwann einfach die Lust verloren habe. Heute bin ich es noch einmal angegangen, eher aus Zufall weil Steam Sonderangebote hat und ich mir das mal ansehen wollte. Das war mit das beste Spiel was ich jemals gespielt habe.  Herrliche Kommentare und Situationen, sehr schön und spannend gestaltete Level, ein einziges Easteregg.

Wer wissen möchten um was es geht:

[youtube]TluRVBhmf8w[/youtube]

[Portal Trailer]

(mehr Videos und Info zum Spiel)

portal_01

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It’s a lie!

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Sockso-Personal-MusicServer Erfahrungsbericht

Auch wenn Baldrick mit eigentlich reichlich Platz ausgestattet ist, es hat schon einen eigenen Reiz für mich auch vom Büro aus auf die heimische Musikbibliothek zugreifen zu können. Der kleine Musik-Server steht sowieso im heimischen Netz (ohne öffentlichen Zugriff), also warum nicht etwas finden was den Zugriff auch von extern erlaubt?

Das Zauberwort ist Streaming, aber nicht das dauernde und wiederholte Aussenden eines starren vorbereiteten Audio-Streams, sondern eine Art Privat-Jukebox im Web wäre sehr cool. Das war vor etlichen Monaten eine im Kopf herumspukende Idee, die jedoch mit mehr oder weniger Disziplin nur eine ansatzweise Umsetzung fand. *öhm*

Mithilfe eines Artikels in der Papierversion des Linux-Magazins (hier nur ein Onlineauszug) fand ich unerwartet im Sockso-Streaming-Server eine sehr interessante Möglichkeit diesen Wunsch doch noch unkompliziert umzusetzen. Das ganze Projekt ist in Java geschrieben, daher unabhängig der Plattform und (auch unter Linux) kinderleicht zu installieren. In Kurzform:

  • Java-Runtime installieren (sudo apt-get install java-runtime).
  • Download des mit ~3MB doch recht kleinen Sockso-Paketes (click).
  • In ein Verzeichnis unter ~/entpacken und gleich rein ins neue Verzeichnis.
  • Rechte Maustaste auf die Datei “linux.sh” Eigenschaften => Zugriff => Datei als Programm ausführen markieren und mit OK bestätigen.
  • Dann einen Doppelklick auf die Datei “linux.sh”, im Terminal ausführen (damit man auch sieht falls was schief läuft).
  • Einen Moment warten und schon ist das Backend gestartet.
  • Nun noch die Musikdateien importieren und im Wesentlichen ist der Streaming-Server auch schon fertig. Die Restlichen sich selbst erklärenden Optionen kann man beizeiten erkunden, Sockso läuft so wie er ausgepackt wurde ‘out-of-the-box’.
  • Der Zugriff zum konsumieren selbst erfolgt über ein komfortables Web-Interface mit %IP-Adresse:4444% im jedem handelsüblichen Browser. Hier bietet sich ggf. ein kostenloser DynDNS-Service an, damit man auch mit einem häuslichen DSL-Anschluss noch von außen an seine Musik kommt.

Achtung: Man sollte den Zugriff via Web-Interface mittels Benutzerkonto und Passwort schützen (ist in der default config abgeschaltet), weil sonst jeder auf die Musik zugreifen kann, der die IP kennt oder herausfindet. Das wäre dann ein öffentliches Aufführen, was wiederum die GEMA auf den Plan rufen würde und man ggf. richtig Ärger wegen Verletzung des Urheberrechts erfahren könnte. Also bitte aufpassen wenn sich jemand an Sockso versuchen will. In meinem Router habe ich als alternative Sicherheit eine Regel eingestellt, die einen Zugriff auf das Web-Interface nur von der Firmen-IP erlaubt. Ansonsten ist ‘mein’ Sockso nach außen hin blind und taub wie ein Stock. Innerhalb des heimischen Netzwerkes kann jeder PC auf das Web-Interface zugreifen und in meinem Fall zusätzlich noch ein Nutzerkonto vorausgesetzt, auch Musik abspielen.

Man sollte Lame als mp3-Encoder installieren (console => sudo apt-get install lame) und diesen in der Registerkarte Encoders, sowie auch die Bitrate auswählen/eintragen, andernfalls schuftet die CPU bei konstant 99%.

top with Sockso

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Also keinen Schreck bekommen, wenn im top die CPU japst. Die Überlastung hier äußert sich am Web-Interface übrigens durch arg abgehackte Musik oder wellenartige Artefakte während des Abspielens. Macht keinen Spaß.

Sockso Encoder

Mit installiertem Lame bleibt die CPU für das Backend bei <20%, dafür lutscht Lame kurzfristig mit >60% an der CPU solange (bei mir ca. 30 sec) bis das Musikstück fertig im Speicher des Servers gepuffert ist. Warum ein fertiges mp3 noch einmal encoded werden muss, ist mir auch nicht klar, vermutlich um den Stream in den Puffer des Servers  zu laden. Wenn man die Bitrate auf 64 herunter dreht, geht das Puffern leider nur unwesentlich schneller.

Nach einigen Titeln hängt dieses Gespann bei mir jedoch leider fest, dass heißt Lame kommt mit dem encoden nicht mehr nach und Sockso hat demzufolge nichts mehr zum streamen.  Manchmal ist es schon nach 2 Stücken passiert, dann erst wieder nach 10. Ein Muster habe ich leider nicht ausmachen können. In dem Fall bleibt nichts anderes übrig als den Stream kurz zu stoppen und zu warten bis wieder ausreichend Puffer (siehe die hellgraue Unterlegung hinter dem Titel im Playerfenster) wieder vorhanden ist:

Sockso player

oder Sockso gleich neu starten. Beides ist ein saublödes und lästiges Verhalten, denn vor dem Neustart hängt die Java-Runtime dann wieder mit konstant 99% an der CPU und Lame idled vor sich hin, aber Musik kommt keine mehr. Es ist reproduzierbar jedoch nicht absichtlich, zumindest auf meinem MusikServer (PIII-500Mhz, 384MB RAM). Ob es mit ‘problematischen’ mp3 zusammenhängen könnte, oder dem Rechner schlicht die Puste ausgeht da der Speicher nicht freigeräumt wird, kann ich nicht ermitteln. Leider habe ich im Kämmerchen keine alten SD-RAMs gefunden um es auszutesten. Mein a-DSL bietet einen Upload von ~70kb/sec, während des Streamens gab es hier keinerlei Engpässe. Wenn ich keinen andere Testbüchse finden sollte, werde ich den Entwickler deswegen angeschrieben oder ins Forum post, mal schauen ob er oder einer dazu etwas sagen kann.

Mein Fazit:
Die Software ist absolut brauchbar und eine echte Lösung für Musikjunkies wie mich. Zum frickeln hat man wenig bis gar nichts, dafür sorgt das Java. Alle Einstellungen am Back-End werden in Echtzeit übernommen, das erste Scannen der Bibliothek erfordert je nach Größe etwas Geduld. Danach kann man Sockso anweisen, in welchen Intervallen er die eingetragenen Speicherplätze nach neuen Dateien scannen soll. Sockso kommt gut mit externen wie auch internen Platten zurecht, keine Probleme hier gefunden.

Es werden sogar die richtigen Cover nachgeladen, Sockso kann stimmige Künstlerempfehlungen aus der eigenen Bibliothek zum laufenden Musikstück anbieten (ähnlich Genius in iTunes) , man kann seine Musik downloadbar schalten, Playlists erstellen, speichern und abspielen, oder auch via Upload jederzeit neue Stücke zur Bibliothek hinzufügen. Die Up-und Downloadfunktion sind erfreulicherweise jeweils getrennt voneinander optional. Beim Test ist mir allerdings der Upload regelmäßig abgeschmiert, weil ich den Speicherpfad der Uploads auf eine externe Platte verlegt habe, dies mag Sockso wohl nicht sonderlich. Man kann User-Accounts mit eingeschränkten Zugriffsmöglichkeiten für Bekannte und Freunde am Web-Interface einrichten, wenn man die Problematik der möglichen Urheberrechtsverletzung berücksichtigt.

Ob nun meine sicher schon etwas veraltete Hardware für die Wiedergabeprobleme verantwortlich ist, will ich noch austesten. Irgendwo werde ich wohl noch alten SD-RAM auftreiben können. Vielleicht ist das auch ein Grund den alten Musik-Server gegen etwas Potenteres auszutauschen? Ich habe  mal wieder Lust was mit Linux zu frickeln. Wenn es läuft ist es klasse, die Qualität des Streams selbst ist 1a.

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Schlüsselgranate

Mein privater Schlüsselbund besteht aus 3 Schlüsseln (Briefkasten, Haus-/Wohnungstür und Auto) und einen kleinen Schlüsselanhänger in Form eines Eulchens aus altem Silber. Die Gattin indes nutzt eine mittelschweres Knäuel aus 14 Schlüssel und 4 unterschiedlichen Anhängern. Von einigen Schlüsseln weiß sie vermutlich gar nicht mehr, wo die genau hin gehören. Das ist also ein Mörderteil, zudem unhandlich und ohne ausreichend große Handtasche kaum zu transportieren. Das wird vermutlich auch der Grund dessen sein.

Vor den Feiertagen war ich im Rewe, unten auf der Sonnenberger-Strasse, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Direkt vor dem Laden ist ein kleiner Parkplatz mit ein paar Stellplätzen und direkter Ein-Ausfahrt zur Hauptstraße. Ich fahre auf den Parkplatz und steige aus. In Richtung zum Eingang laufend gehe an einer jungen Frau vorbei, die in einer beachtlich dimensionierten Tasche gräbt. Die Tasche hat ein derart unhandliches Format, dass sie kurzerhand auf der Motorhaube ihres trendy Mini-Clubman abgestellt ist, den Blick starr ins Innere gerichtet. Beim vorübergehen höre ich aus dem Inneren der Tasche schlüsselklimpern, einen Schritt später scheppert es blechern in meinem Rücken und ich höre den erwarteten Schreckensruf. Eigentlich klar, sie hat etwas fallen gelassen. Ich drehe im Gehen den Kopf, sie kniet schon vor dem Mini und hebt den Schlüsselbund auf, der wohl unter das Auto gerutscht ist. Wobei das eine schmeichelnde Umschreibung eines mächtig unförmigen Knäuels ist, der kaum in Ihre zierliche Hand zu passen scheint. Details kann ich nicht erkennen, nur reichlich bunte Anhänger, was mit Kugeln und Schildern, irgendwas goldenes und eine riesige Menge an Schlüsseln. Wenn ich mir den Bund der Gattin in Erinnerung rufe, sind hier mindestens doppelt so vielen ‘Sachen’ dran, darunter aber auch alte lange Bartschlüssel. Dieses ganze Gebilde einhändig zu bewegen scheint mir purer Leichtsinn. Sie kniet also, die Tasche neben sich auf dem Boden und greift nach dem Knäuel. Als sie wieder hoch kommt, lässt sie das Knäuel auf der Erde liegen und zerrt ungeduldig ein Tempo aus der Jeans. Sie spuckt ungeschickt drauf und beginnt an der Stelle der Haube zu wischen und zu rubbeln an der zuvor die Tasche stand. Dazwischen hört man “oh nein – das darf nicht wahr sein – oh nein”.

Ich gehe weiter, erledige den kurzen Einkauf und verlasse den Laden wieder. Sie ist immer noch da, leicht an der Motorhaube angelehnt, halb drauf sitzend und ein Handy am Ohr. Lauschen möchte ich nicht und doch höre ich die Wörter Steinschlag und Baustelle. Blöd ist sie also nicht, denn die Baustelle wo das Haus abgerissen wurde, ist nur eine Strasse weiter. Auf gleicher Höhe sehe ich das Malheur in Form eines schönen dicken Kratzers auf der dunklen Motorhaube. Ob sie mit dem Freund/Mann oder schon der Versicherung telefoniert?

Ein klein wenig Schadenfreude verspüre ich schon und denke auch direkt an das Mordsteil der Gattin. Die Motorhaube ihres Zafira ist zu steil, da kann sie nichts abstellen, als0 droht hier eigentlich keine Gefahr. Die nächsten Tage achte ich eher unbewusst auf die Schlüsselbünde meiner Mitmenschen. Dabei stelle ich fest, dass ich tatsächlich aus dem Rahmen zu fallen scheine, denn kaum jemand der nicht mit mindestens 10 oder mehr Schlüsseln hantiert. Die weiblichen Bünde sind häufig mit mehr als 2 Anhängern verziert, die Männlichen meist nur einen. Die Fahrer von teurer Luxuswagen haben den Wagenschlüssel fast immer separat an etwas sehr wertvoll aussehenden mit Kette, auch wenn der Fahrer eine Frau ist. Kaum einer sortiert die Schlüssel nach Größe (was ich sicher tun würde *schaem*). Auch finden diese hässlich bunten Gummischlüsselringe immer noch recht häufig Verwendung. Ältere Frauen haben gehäuft lederne Klappmäppchen, ältere Männer scheinen keine Schlüssel mehr bei sich zu haben.

So, und nun miste ich den Schlüsselbund der Gattin aus, so rein zur Sicherheit. wink

Einen schönen Restsonntag noch.

Schluesselbund

[Bild © lster79 / www.pixelio.de]

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SAMBA

Wer einen Drucker (in meinem Fall ein CANON PiXMA IP3000), der wiederum via SAMBA im Netz steht, schon mal mit einem Windows-System versucht hat zu verbinden, weiß welche künstlichen Hürden mitunter es zu überwinden gilt. Unter Win XP muss alles selbst machen, also den Server ‘finden’ (btw: scheiß egal ob man die IP nun kennt oder nicht, wenn Windows den SAMBA-Server nicht findet, dann hilft fast nichts), dann zickt der Treiber, der Drucker-Monitor fehlt oder ist nur eingeschränkt, usw.  Mit dem Business-VISTA habe ich es hier intensiv und mehrfach versucht und aufgegeben. Natürlich kann es auch an mir oder meinem Netz liegen, viele Möglichkeiten hier etwas falsch zu machen hat man eigentlich nicht. Unter Linux ist es indes relativ easy, nur wenig Handarbeit ist hier nötig, hier passt alles schon recht gut. Soeben habe ich aber erlebt, wie man diese lapidare Tätigkeit perfekt umsetzt. Das Mac OS X erfährt per Klick (Apfel => Systemeinstellungen => Drucken und Faxen => +), dass ich einen Drucker anbinden möchte. Daraufhin scannt es unaufgefordert mein Netz, findet den SAMBA-Server mit dem Drucker und übernimmt automatisch die IP und zeigt den Drucker schon mal an. Nach der Bestätigung holt/baut es sich direkt den Treiber, derweil ich einen Namen für den neuen Drucker vergebe. Keine 5 Sekunden später ist der Drucker online, der Probedruck erfolgreich getätigt und fertig. Der absolute Hammer.

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einen Moment

Mein Drang eine Runde im Park zu laufen resultiert aus der Lust an vermisster Bewegung im akzeptablen Wetter, als an meinem schlechten Gewissen. Es gab sicher reichlich, aber nicht zuviel. Draußen ist es kühl und frisch, nur eine Runde. Aber die in Ruhe und Einsamkeit … es pustet den Kopf frei … macht Platz für … .

Im Park waren mächtig viele Spaziergänger. Vermutlich drängt es viele nach der gestrigen Schlemmerei zum Gehen an der frischen Luft. Es wird der Sonntagsstaat zur Schau getragen oder die Geschenke werden in der Öffentlichkeit gezeigt. Kinder dürfen rennen, oder werden streng an der Hand geführt, beide sind dennoch kaum zu bremsen. Väter schieben Kinderwagen mit Stolz geschwellter Brust, Frauen schlendern daneben her, ein waches Auge auf was er tut. Alte Leute jammern sitzend und lautstark über die Wehwehchen, was würden sie auch wieder gerne richtig laufen können und doch ist es auch im Alter schön. Die Enten werden noch dicker gefüttert und ich laufe gemütlich an allem vorbei, nehme alles auf, bin doch auf mich und den Weg vor mir konzentriert. Langsam genug um nichts in meiner Nähe zu verpassen und schnell genug um meinem Anspruch noch gerecht zu werden.

Am Spielplatz steht das Tor offen, Hunde können hinein. Ein kleines Kind müht sich redlich das schwere Tor auf Anweisung seiner Mutter zu schließen.  “Los Frodo, feste drücken”, und macht dabei aufmunternde Kopfbewegungen. So motiviert legt sich der Kleine mächtig ins Zeug. Den Rest des Weges denke ich drüber nach, welche Strafe es für den Jungen ist diesen Namen tragen zu müssen. Ist das am Ende gar nur ein Spitzname, oder hat da wirklich jemand zu viel Herr der Ringe abbekommen? Am liebsten würde ich zurück und fragen. Doch lieber nicht.

Dafür sehe ich die beste Tochter von allen mit ihrem Neuen, innig umarmt und mitten auf dem Weg knutschen. Kein Grund den Lauf zu unterbrechen, es würde vermutlich doch nur peinlich werden. Wir kennen uns nicht und ich habe einen Räuberbart. So laufe ich weiter, tippe ihr auf gleicher Höhe auf die Schulter und grüße lachend mit der Hand, als ich weiter weg bin. Er war sichtlich verlegen, sie hat fröhlich gelacht und ich bin mit meinen Gedanken alleine weiter gelaufen. Kein Problem, ich freu mich sehr für sie. Man sieht es an den Augen und hört es am Lachen.

Parkszene im Herbst

[Bild © Templermeister / www.pixelio.de]

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