Müssen muss ich gar nicht

ich_muss_gar_nichts

@RadioBob

  1. Könnten Sie es bitte unterlassen, mir gegenüber diesen Befehlston auf Ihrer WebSeite anzuschlagen. Darauf reagiere ich höchst allergisch. Müssen muss ich überhaupt nichts, ich möchte mir vielleicht Ihre WebSeite ansehen.
  2. Die Wortwahl als solche ist schon recht massiv. Mein Vorschlag ist: Um die WebSeite vollständig nutzen zu können, aktivieren Sie bitte in Ihren Browser JavaScript und installieren mindestens Flash 8. Kling doch viel freundlicher und einladender.
  3. Mir persönlich geht dieses bunte Gezappel, nervtötende PopUps, Flash-Werbe-Banner Vorhalten/Aufdrängen richtig auf den Sack. Deshalb ist über NoScript und AdBlock dieser liderlichen Belästigung ein grundsätzlicher Riegel vorgeschoben. Dafür können Sie nichts, es ist meine bewusste Entscheidung und doch geht Sie diese überhaupt nichts an.
  4. Auf der anderen Seite, warum bauen Sie überhaupt solche künstliche Hürden auf? Ihre WebSeite soll ein Aushängeschild für Sie sein, die jedem unabhängig seiner Fähigkeiten und Kenntnisse zur Verfügung stehen sollte. Dafür macht man WebSeiten doch auch, oder etwa nicht? Finden Sie es wenn wirklich einladend, wenn Sie am Eingang eines Ladens mit den Worten begrüßt werden: “Hier sind Turnschuhe, Jenas und Gelbe T-Shirts sowie auch braune Augen nicht erlaubt? Bitte ziehen Sie sich um und nutzen Kontaktlinsen.” Wie fühlen Sie sich da?
  5. Ansonsten pustet Ihr geile Musik in den Äther und macht mir wieder Lust auf mehr Radio. Gerne gebe ich zu, heute Morgen zu Fleetwood Mac das Radio im Schlittchen an den Anschlag getrieben zu haben, damit man mein schauerliches Mitgegröle leidenschaftliches Mitsingen von außen nicht ertragen musste hören konnte.
    [youtube]GBWp6Us3oEc[/youtube]

    [Fleetwood Mac – the chain]

  6. Ich hoffe sehr, die Werbung und die Hörerhinweisbelästigungen (gerne auch Branding genannt) werden sich auch künftig im Rahmen heutiger Ausmaße halten, sonst fliegt auch Ihr wieder aus meinem Senderspeicher.
  7. Bin ich heute mies gelaunt, sonst wäre es zu diesem Beitrag vermutlich gar nicht erst gekommen.

In diesem Sinne, ein dennoch schönes und erbauliches Wochenende Euch allen. #samstagarbeit.suckz.ass

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Messezeit

Es steht die (noch) größte IT-Messe hierzulande an, die CeBit. Wenn man die Presse, die Newsletterverweise, die unzähligen Messeposts, die diversen Ankündigungen aller namhaften Hersteller, usw. erfolgreich ignoriert und man diese Phase der Messevorbereitung erfolgreich verdrängt hat, wird man spätestens dann auf den Boden der Tatsachen geholt, wenn die Eigenadressbuchdurchforster ihre “Hallo, ich bin noch da” Mail senden. Davon gibt es leider heuer reichlich.

Menschen die unbedingt noch einen Slot auf ihrem Stand besetzen müssen, damit Cheffe sieht “Schau hin, alles schon ausgebucht, ich bin fleißig”, bis zu Business-Menschen die scheinbar aus purer geschäftlicher Verzweiflung eine mitunter deutlich zu persönlich gefärbte E-Mail verfassen. Das ganze Prozedere gehört irgendwie auch zum Business, aber ich mag es dennoch nicht. Im Ghostwriter sind deshalb schon lange ein paar diesbezügliche Floskeln vorbereitet, die werden verschickt und sollten bis zum nächsten Jahr halten, falls ich nicht schon vorher aus deren Adressbuch fliege.

Eine dieser ‘Hallo’ Mails ist mir in der Menge dennoch aufgefallen. Doch dazu gibt es eine Vorgeschichte:

Vor etwa 3 Jahren ging es eine neue Telefonanlage für die Firma zu leasen und einbauen zu lassen. Mithilfe eines überschaubaren Pflichtenhefts wurden die üblichen Verdächtigen der Branche von mir mit der Bitte um Abgabe einer Offerte angeschrieben. Es folgte der normale Gang, bis 2 Anbieter übrig blieben. Diese Beiden lud ich mir ein, um Details der Offerte zu besprechen. Einer der beiden Kandidaten schlug mit 3 Leuten bei mir auf. Etwas überzogen für eine verhältnismäßig kleine Anlage, aber es ist ja nicht mein Geld.

Wie in Meetings üblich hielt man zuerst etwas Smalltalk und sollte dann aber irgendwann zum Geschäft kommen. Doch diese drei hatten anderes im Sinn. Man referierte über die Vorzüge der Hubber-Blubber GmbH, vor allem als Hardwarelieferant für Laptops, PCs und Server für die wir sicher Verwendung hätten. Man versuchte mehr oder weniger unverblümt unsere Quellen zu ergründen, unsere dortigen Konditionen zu erfragen und so weiter. Aus Höflichkeit spielte ich etwas mit, gab aber nichts wirklich verwertbares von mir. Zu meiner Verwunderung bremste meine offensichtliche Zurückhaltung die 3 nicht etwa aus, sondern stachelte sie gar noch an mich weiter im Thema zu behelligen, so wie schlechte Vertriebsleute nun mal sein können. Wobei 2 eher die ruhigen Vertreter waren und nur einer so penetrant war.

Nach ~10 Minuten bat ich zum eigentlichen Grund des Treffens, also unserer neuen Telefonanlage zu kommen. 3 Sätze später waren die schon wieder bei Leasingkonditionen für Server, Laptops und Desktops. Das wurde mir zu bunt. Erneut bat im unabsichtlich zu unwirschen Ton dieses Gesprächsthema nun endgültig zu beenden und mit mir bitte die Details zum Angebot zur Lieferung der Telefonanlage zu unterbreiten. Und zur Untermauerung meiner Aussage schob ich noch nach, dass wir kein Interesse unseren bisherigen Händler zu wechseln hätten. Darüber könne man ggf. gerne reden, wenn die Telefonanlage von der Hubber-Blubber GmbH tatsächlich eingebaut werden sollte und wir damit zufrieden wären. Es trat eine kurze Stille ein und wir gingen endlich zum Thema Telefonanlage, für genau 5 Minuten. Auf meine Frage “Welche Vorbereitungen sind getroffen, um die Telefone an unsere PCs anzubinden”, ging es jedoch sofort wieder los, dass man zur Anlage auch die passenden Laptops und PC liefern könne usw. usw.. *argh*

Wie der Ruediger nun mal sein kann, wenn er extrem genervt wird, gibt es kurze knackige Rundschläge ohne weitere Vorwarnungen. Ich stand auf und wollte zum Erstaunen der Drei das Meeting vorzeitig beenden. Ich bedauerte ihre Zeit verschwendet zu haben, denn offensichtlich hätte die Hubber-Blubber GmbH kein Interesse für Telefonanlagen zu liefern und einzubauen. Nach einer kurzen Phase der Verwunderung trat eine gewisse Empörung über mein rüdes Verhalten zu Tage. Wir einigten uns dann, ausschließlich über das Angebot zu sprechen und sonst über nichts. Der Penetrante verabschiedete sich daraufhin und die beiden Ruhigen blieben. Sollte mir auch recht sein. Der Rest des Meetings war schon etwas angespannt, aber komplett im Thema. Sie kamen wegen der Konditionen und der kostenpflichtigen Serviceleistungen dann letztlich doch nicht zum Zuge.

Heute bekomme ich also eine “Hall-wach” Mail von der Hubber-Blubber GmbH von dem Typ, der damals das Meeting vorzeitig verlassen hat, mit diesem Inhalt:

Ich möchte Ihnen, als Außendienstmitarbeiter der Blubber-Blubber GmbH, einen Wechsel auf ein modernes Telekommunikationssystem günstig ermöglichen. Hierbei erhalten Sie, je nach Größe und Preis des neuen Systems, eine “Abwrackprämie” von bis zu xxxxx,- Euro für Ihre alte TK-Anlage verrechnet – Demontage inklusive.

Ich musste herzhaft lachen, alleine schon wegen der Abwrackprämie für Telefonanlagen. Das wird vermutlich das Unwort für das Jahr 2009. Wenn Marketingabteilungen aufgrund aktueller Umstände schnell kreativ werden müssen wollen, kann auch mal so etwas ‘absurdes’ heraus kommen. Ich schreibe dem Absender, er möge mich doch bitte aus seinem Verteiler nehmen, weil wir uns seinerzeit für einen Wettbewerber entschieden hätten und ich auch für die Zukunft keine Möglichkeiten der Zusammenarbeit sehe.

Ratet was als 15 Minuten später als Antwort kam, “Wenn wir nicht um eine neue Telefonanlage reden wollten, könne man sich ja auch über Laptops, Desktop und Server reden. Man wäre jederzeit in der Lage und auch Willens ……” *argh*  *plonk*

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8

Bei der holden Maid stahl ich mir ein Stöckchen. Neu für mich, denn bisher stand ich diesem Blogger-Brauch eher ablehnend gegenüber. Zeiten ändern sich, Meinungen und Ansichten auch. Nun ja, es gilt 8 möglicherweise wissenswerte Sachen von sich aufzulisten:

  1. Kleidung mit V-Ausschnitt sind ein Haßobjekt an mir. Auch wenn die Gattin scheinbar nie müde wird, mir diese immer wieder aufzudrängen.
  2. Mit zurückhaltender Höflichkeit kann man bei mir besser punkten, als wenn man forsch auf mich zu marschiert.
  3. Weil es die holde Maid erwähnte und mir so in Erinnerung rief:
    Die erste LP, die ich mir vom ersten selbst verdienten Geld kaufte, war “Supertramp – Even in the quitest Moments (click|click|click)”. Die LP habe ich heute noch. Ob ich sie noch abspielen kann? Den Thorens habe ich noch, nur wo anschließen?
  4. Persönliche Freundlichkeiten von Menschen die ich nicht wirklich gut kenne, lassen reflexartig Argwohn bei mir aufkommen. Zu meinen Leidwesen spüren das diese Menschen von mir ungewollt und sind oft zurecht verschreckt.  Die Gattin sagt mir immer wieder, ich muss mehr Vertrauen schenken. Das sagt sich so einfach.
  5. Bauernbrot mit grober grauer Leberwurst und scharfem Senf ist eine meiner wenigen Leidenschaften. Dafür lasse ich alles stehen, nur morgens nicht.
  6. Für mich gibt es kaum etwas schöneres, als die Menschen die ich liebe umarmen zu dürfen und die Umarmung auch erwidert zu bekommen.
  7. Ohne ausreichend Zeit und Ruhe bin ich in ungewohnten Gefilden (sowohl örtlich als auch thematisch) nicht heimisch zu bekommen. Das endet fast immer im Fluchtreflex.
  8. Ich fälle recht schnell Entscheidungen und ziehe das was entschieden ist dann aber auch durch. Ende. Ab dem Punkt darf man mit mir nicht mehr diskutieren, besser ist das. Wirklich.

Wer mag, darf sich das Stöckchen gerne mitnehmen.

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auch mal wieder

Wer so wie ich heute sein XP zum spielen starten will, stattdessen jedoch die vielsagende Meldung sieht, dass die “Datei c:\windows\system32\config\system fehlerhaft oder beschädigt ist. Man möge doch bitte von der Setup-CD starten und über die Reparaturkonsole die defekte Datei wieder reparieren bzw. einen Systemwiederherstellung ausführen, weiß man trotz der eigentlich klaren Anweisung dennoch nicht, was man tun soll. Die Prozedur mutet für den unbedarften Nutzer zwar etwas kompliziert, doch ist es eigentlich ganz einfach, wenn man sich exakt an die Anweisungen hält. Ich wusste es beim ersten Mal auch nicht. Mittlerweile nach dem 9. oder 13. Mal weiß ich es, muss aber auch immer wieder nachlesen. Der Microsoft-Supportartikel Q307545 ist mir als everlasting Favorite seit Jahren ein stetiger Begleiter, der brav alle Browser- oder Rechnerumzüge mitmacht. Es liest sich schlimmer als es ist. Also keine Sorge traut euch dran, es funktioniert und geht allemal schneller als sein Windows neu zu installieren. Wirklich. Das Blöde daran ist, dass man einen anderen PC haben muss, um das Problem mithilfe der Anleitung zu lösen, weil wer bereitet sich auf so etwas denn schon vor. Rein intuitiv geht da gar nichts. Ist gar der einzige PC im Haus betroffen und hat keine Ersatzmöglichkeit oder einen guten wissenden Freund, hat man leider keine Chance und legt wohl die Recovery-CD ein. Nach x Stunden hat man sein XP wieder und nach weiteren x Stunden ist es auch so wie es mal war, nur ohne Dateien, Mail, Spiele, Programme, persönlichen Desktop und und und. Natürlich könnte man auch einfach ein Image des Systems vorhalten, doch wer macht so etwas schon? Egal, nach 15 Minuten durfte ich dann endlich wieder. Ich rege mich jedes Mal weniger darüber auf.

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Shorties 21

  • Das Kirschkernkissen hat ein mini kleines Loch. Nun wissen wir also auch, wo diese komischen einzelnen Kerne immer herkamen.
  • Baldrick mit fettigen Fingern bedienen zu wollen, weil mir kurzfristig das gerade gefertigte Wurstbrot aus dem Gedächtnis entfiel, kann nur eine blöde Idee sein. Intuitive Bedienung ist klasse, intuitives Anfassen nicht.
  • Ist es dekadent, wenn ich frische Boxershorts kurz auf der Heizung platziere bevor ich sie anziehe?
  • Muss ich der besten Tochter von allen mal auf den Fuß treten, weil sie sich scheinbar ständig frische Boxershorts von mir ‘ausleiht’ und die nach dem Waschen nicht mehr zurück bringt?
  • Das ist nun die 4. Woche ohne Laufen im Park. Die Bewegung, die Anstrengung sowie die nachsportliche ‘Erschöpfung’ fehlt mir schon sehr.
  • Es ist höchst erfreulich, dass die Krankenkasse den Fehler im Kostenplan erkennt und nun neu berechnen möchte. Am Telefon war noch alles in Ordnung, wer kann denn auch ahnen, dass ich plötzlich vor dem Schreibtisch stehe. Wenn man mich offensichtlich zu beschubsen versucht, werde ich  ungemütlich und ab 50€ auch renitent. Nun bin ich mal neugierig, wie der so plötzlich erkannte Fehler nun korrigiert wird. #never.try.to.fuck.the.admin
  • President Camembert und krachend frisches Baguette schmecken abends eigentlich am Besten mit einer Tasse heißen Tee.
  • Jeans und feine Anzugschuhe sehen von oben aus extra komisch aus, wenn man eher Sneakers gewohnt ist. #neue.Schuhe.eintragen
  • Eine Playlist unter Windows erneut auf den iPod zu kopieren kann bedeuten, dass man doppelte Stücke auf dem iPod hat. Unter Mac OS X nimmt iTunes brav die Stücke, die beim ersten Versuch noch nicht kopiert wurden. Daher immer erst prüfen wieviel Platz noch frei ist, will man eine große Playlist unter Windows rüber kopieren. Außerdem geht es unter MAc OS X irgendwie schneller habe ich das Gefühl.
  • Mit dem AE als WLan-AP flutscht das WLan deutlich besser, das PowerBook verbindet sich nun endlich automatisch wieder mit dem WLan. Der olle Belkin-AP war mir schon lange suspekt, aber egal er hat sich ja nun selbst abgeschossen.
  • Ungeliebtes Kleingeld in einer Jogginghose zu transportieren (Rückfahrt vom Bäcker) und es dann in einem fiesen unbegehbaren Ritz im Schlittchen zu versenken, kann einem den Samstag Morgen zumindest zeitweise etwas vernageln. Warum sind die Euro nicht magnetisch?
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