Shorties 56

  • Jahrelang wurde ich von meinen Autos auf den 15.000km Wartungs-Rhythmus konditioniert. Dieser ist mittlerweile schon in Fleisch und Blut über gegangen, dass ich heuer fast nervös werde, weil die Inspektionswarnung im Schlittchen nicht kommen mag. Schlittchen hat einen Intervall von 30.000km.
  • Was soll ich davon halten, wenn ein Händler mir einen Newsletter schickt und ein MacBookPro 13″ Ausstellungsstück für 800 € anpreist, man auf die Seite geht, dort das er ein Online-Händler ohne Ladenlokal ist?
  • Letzthin habe ich ein altes Handy für die Nummer aus dem Impressum aus der Schublade gekramt, der Akku war natürlich völlig leer. Nach dem Aufladen lief es wieder problemlos, das Datum stand auf 02.01.2004. So alt ist es schon.
  • Die Gattin hat eine neue Teemischung angeschleppt, Messmer Masir, Pfefferminz mit Honig. Manchmal muss ich mich über den Geschmack der Gattin schon wundern. Der Tee schmeckt mir überhaupt nicht, sie hingegen trinkt ihn gerade nur noch. Außerdem stinkt riecht er sehr durchdringend.
  • Heuer tat ich den ersten Laufversuch im Jahr 2010. Die Lungen haben “Erbarmen” gerufen, der Stehen-Bleib-Reflex war 3 Mal unwiderstehlich. Dennoch gemütliche 4km auf Asphalt zum testen und wieder eingewöhnen geschafft, einmal hier um große Karree, weil der Kurpark zu matschig und mir zu unbeleuchtet ist. Eigentlich hatte ich mit Beschwerden der Bandscheiben gerechnet, die blieben erfreulicherweise jedoch aus. Heute Abend noch mal versuchen, quasi auslaufen, wiederum ganz gemütlich.
  • Die Gattin liegt seit Jahren mal wieder danieder, so richtig mit Lichtempfindlichkeit, dauerlaufender Nase, Husten und allem was sonst noch dazu gehört. Dabei haben der Besuch und ich so lecker Wok-Essen gemacht.
  • Morgen hole ich meine Gitarre ab. Dunkles Holz, auf Hochglanz poliert, Zederndecke, herrliche Maserung – eine Schönheit, ein Schmuckstück, ein wunderbares Instrument. Ich freue mich auf sie und den Zeitpunkt, wenn ich sie aus dem Laden tragen darf. Der erste ‘ernsthafte’ Termin ist dann der 8. März.
  • Am Abends des 8. März darf ich mir dann noch die phantastische Silje Nergaard live anhören:
    [youtube]JJafNoROPZc[/youtube]

    [Silje Nergaard – Be still my heart]

    falls youtube nicht läuft => click

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Abschiedsmusik

Wenn der lieb gewordene Kollege nach 6 Jahren gemeinsamen Weges letztlich geht, mag ich nicht fröhlich sein. Mir ist nicht nach fröhlich. Auch wenn ich ihn die letzten Monate nicht mehr in unter meinen Fittichen meiner Abteilung hatte, weil er die längst fällige Umbesetzung zur neuen Aufgabe bekam, so waren wir es die zuvor alles aufgebaut und am Laufen gehalten haben. Wir fluchten und schufteten gemeinsam, halfen uns und gaben auch gemeinsam auf. Rappelten uns wieder hoch und machten weiter, verbissen und immer mit einem blöden Spruch auf den Lippen und Kaffee auf dem Tisch. Konnte ich nicht mehr, sprang er ohne zu zögern ein, brauchte er eine Auszeit, konnte er sich auf mich verlassen. Wir waren ein gutes Team, verstanden uns ohne viele Worte und hatten in weiten Teilen den gleichen Humor. In 6 Jahren Gemeinsamkeit wächst mehr zusammen als man auf den ersten Blick sieht. Das stellt man fest, wenn es auseinander gerissen wird. Es tut sogar etwas weh. Er wird mir fehlen. Sehr. So long Dude. Pass auf Dich auf. Ich bin hier.

[youtube]o6xZRm_Ky6g[/youtube]

[Sara Gazarek – And So It Goes]

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Bfasdmzbhudesevwigs – der Gastbeitrag

Muriels Aktion gelangt nun zur Ausführung:

Ulkige Kreaturen – Heute: Der Blogger.

Der gemeine Blogger ist ein putziges, harmloses Wesen. Etwas befremdlich wirkt es von aussen, wenn seine Finger über eine Platte mit viereckigen Erhebungen sausen. Tastatur nennt der Blogger diese Platte und das helle Licht in welches er dabei schaut, das bezeichnet er als Monitor oder auch Bildschirm.

Der Sinn seines Tuns scheint von aussen betrachtet nicht ersichtlich und doch scheint ihm seine Tätigkeit zu fesseln, denn er verbringt viele, viele Stunden mit diesem Tun. Oft stehen auch die Finger still und er schaut nur in das helle Licht. Blogrunde drehen nennt er diese Tätigkeit und schaut man ihm nun dabei zu, dann kann man sehen, wie sehr ihn das ausfüllt. Oft schmunzelt er nur, oft lacht er aber auch laut, manchmal legt er aber auch die Stirn in Falten oder guckt mitleidsvoll drein. Das was er dort sieht im Licht, scheint ihm also vielfältige Gefühle zu bereiten.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal des Bloggers ist seine Kamera. Diese hat er fast immer und überall dabei um im entscheiden Moment sogenannten Blogcontent auch bildlich zeigen zu können. Falsch ist allerdings die eigentlich logische Folgerung bei diesem Blogcontent würde es sich stets um wichtigen, weltbewegenden zu dokumentierenden Inhalt handeln. Der Blogger fotografiert auch schonmal sein Essen, den Himmel, die Katze unterm Tisch oder auch kleine Porzellanengelchen oder Plüschhasen und ähnlich wichtige Dinge um sie der Welt zu zeigen. Dabei schreckt er keineswegs vor vermeintlich peinlichen Situationen zurück sondern sucht diese schon fast.

Trotz dieses Verhaltens ist der Blogger nicht als dumm zu bezeichnen. Im Gegenteil, die meisten Blogger gehen einem anständigen Beruf nach, viele versorgen eine Familie und sind auch sonst vielfältig eingebunden. Warum nun der Blogger trotz hohem IQ und ausreichend anderweitiger Beschäftigung, diesem merkwürdig anmutenden Tun nachgeht – nun, das weiss wohl nur der Blogger selbst.

[scheduled]

Update 25.02.: Hier hat Muriel eine Liste aller Teilnehmer veröffentlicht. Ausnahmslos wunderbare Geschichten.

Update 26.02.: Für ein paar Tage wird dieser Beitrag zum Sticky, damit das Auffinden leichter fällt.

Update 02.03.: Muriel hat die Verteilung aufgelöst, der Sticky is somit hinfällig.

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