Gitarrenupdate-01

Mittlerweile ist die 7. Lehrstunde vorbei und das ganze Ding nimmt langsam Fahrt auf. Wir haben Noten gepaukt (was ganz schön trivial schwer werden kann, wenn man noch nie welche konnte) und Haltung, Griffe und andere Basics soweit als möglich gefestigt. Irgendwann gibt auch größte Holzkopf es auf und merkt sich wo das  g, h, a, c und d liegen und wie die zu spielen sind, damit am Ende eine einfache Melodie erklingt.

Seit vorletzter Stunde kommen die Akkorde A-Moll und E-Moll hinzu, was letztlich dazu führt, dass ich die Lehrerin im Hintergrund begleiten darf (*gulp*), während sie eine einfache Melodie vorgibt. Natürlich gerate ich regelmäßig raus und komme in Stress, weil das Umgreifen nicht ausreichend akkurat passiert und ich immer wieder Aussetzer in den Noten habe (natürlich mitten im Spiel, wo denn auch sonst), dennoch klingt es in meinen Ohren noch passabel, wobei sie herrlichsten Schleifen dreht, bis ich wieder “dabei” bin. Es ist natürlich nichts, was man nicht mit der nötigen Geduld (habe ich) und kontinuierlicher Übung (werde ich weiterhin) lösen kann.

Seitdem ich Akkorde und das Umgreifen von A-Moll auf E-Moll übe, toben die Fingerspitzen der linken Hand nach den Übungen den Aufstand. Sie sind sehr empfindlich und brennen auch etwas, aber schon leicht unangenehm (wie die Beine nach einem strammen Lauf), irgendwie fühlen sie sich auch etwas taub an. Das legt sich binnen kurzem wieder und doch ist es ein pfui-bäh Gefühl. Die Lehrerin lächelte und beruhigte mich (sinngemäß), dass es ganz normal sei, solange ich nicht die Saite zu würgen versuche und/oder krampfe. Beides passiert mir nach diversen Überprüfung nicht, es schmerzt nur.

Weitermachen! Die Fingerkuppen werden sich daran gewöhnen müssen.

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15 Kommentare

  1. Toll! Dankesehr für’s Update! Ich wünsche zügige Hornhautbildung und weiterhin mindestens so viel Freude dran wie bisher schon, idealerweise natürlich noch mehr. :)

    Edit: überflüssiges Wort wieder rausgeschummelt :-D

  2. Wichtig ist jetzt: dranbleiben. Auf den Fingerkuppen muss sich Hornhaut bilden und die entsteht nur, wenn man täglich mindesten 20 Minuten spielt. Ist die Hornhaut mal da, geht sie so schnell nicht wieder weg, dann reicht es auch, wenn man ein oder zwei Mal in der Woche klampft.
    Notenlesen muss man meiner Ansicht nach nicht unbedingt können, wobei es natürlich darauf ankommt, was man spielen möchte. Du willst, glaube ich, klassische Stücke spielen. Das geht wohl kaum ohne Noten. Aber die berühmte Lagerfeuer- oder Rhythmusgitarre kommt vollständig ohne Noten aus – schrumm schrumm 8)

  3. das wichtigste beim musik machen: spaß dran haben! und ein bisschen üben – dann fluppt es irgendwann von selbst :-D

  4. @Axel
    Yessir. :) Mein Dickkopf und ich haben und vereinbart, dass wir es richtig lernen wollen, mit Noten und allem PiPaPo. :pipe: Was wir beide dann am Ende damit anfangen wollen, wissen wir jetzt noch nicht. :donno:

    @Andrea
    Das tut es, immer noch. Ich muss nur meine Fingerkuppen heute und morgen etwas ruhen lassen, das zwiebelt mittlerweile ganz schon heftig. :pipe:

  5. Fingerkuppen blutig schrubben… geht am Schnellsten :-D

    Nen, im Ernst: ruhig angehen lassen, und die Erholungsphasen sind am Anfang schon wichtig. Es soll Spaß machen und nicht wehtun. Hornhaut kommt mit der Zeit, und dann kannst Du alle Welt damit beeindrucken, daß Du ne tasse heißes Wasser 50 m ohne Abzusetzen tragen kannst :-)

    Viel Spaß, wenn Du zu den Barreegriffen kommst *hrhrhr* und irgendwann kommen die Akkorde, bei denen Du Dir wirklich wünschst, ein Tintenfisch zu sein, um die Dinger greifen zu können…. Muahaha!

    (Übrigens: falls Du irgendwann warum auch immer einen Gitarrenklehrer haben solltest, der behauptet am Anfang MUSS es weh tun: such Dir nen neuen! Gabs schon viele, die sich durch solche dämlichen Sprüche Haltungsschäden o.ä. zugezogen haben…)

  6. @Broken Spirits
    *wah* blutig? :)

    Jupp, in aller Ruhe und Gelassenheit, sonst mach es keinen Spaß sondern wird zur Qual. Da ich küchenmäßig tatsächlich ziemlich temperaturempfindlich bin, ist das natürlich ein willkommener Nebeneffekt. :top:

    So Sprüche wie, “es muss an Anfang richtig weh tun, damit es später gut wird”, etc. sind mir zuwider. Von solchen Lehrern erwarte ich nichts und meide sie daher schon seit frühester Jugend. In der Ausbildung sagte man zu blasen an den Händen, es wäre faules Fleisch und somit nutzlos, also könne man ruhig… usw. anstatt einem zu zeigen wie es besser geht.

  7. @weltdeswissens
    *gulp* Konzert? …… nene, das wird nicht passieren, Bühne ist nichts für mich, glaube ich, und selbst wenn, das dauert noch Jahre.

  8. :) ich habe auch immer sofort rückmeldung, wenn ich mal nicht regelmäßig geige – vier-finger-kuppenalarm links! besonders die e-saite ist fies, die ist aus stahl!!111elf 8-O

  9. @rebhuhn
    Ich habe mir eine Zwangspause auferlegt, und die nächste Stunde verschoben. Ich wusste nicht, das Fingerspitzen derart bizzeln können. :donno:

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