Lyambiko und Band im Frankfurter Hof in Mainz

Das Konzert trat ich auch aus einer gewissen Verzweiflung heraus an, weil sich über einen recht großen Zeitraum kaum für mich lohnenswerte Künstler anboten. Für 20 Euro je Karte kann man nichts wirklich verkehrt machen, also Zuschlag und peng. Die bisher von mir besuchten ‘richtigen’ Jazzkonzerte kann ich an einem Finger abzählen, insofern würde es auch spannend.

Der Saal war nicht ganz gefüllt, um mich herum herrschte kaum gefühlte Vorfreude oder Spannung, sehr relaxed alles. Sie kam zusammen mit der Band nur ca.10 Minuten zu spät auf die Bühne und begann auch ohne viel Umschweife. Jazz kann für Gelegenheitsfans schon recht unterhaltsam sein, oder auch nicht. Nach meiner Auffassung war dieser Jazz hier jedenfalls schon ordentlich, nicht zu viel und nicht zu massenkompatibel, gute Musik halt. Lyambiko verfügt über eine sehr angenehme Stimme mit einer stellenweise etwas merkwürdig punktiert betonten englischen Sprachweise, gerade wenn ein t am Ende des Wortes steht. Die Ansprache des Publikums von der Bühne (auch Stagetalk) ist meiner Auffassung nicht so ihr Ding, da schwang etwas Unsicherheit oder etwas Ungelenkheit mit, das stand ihr nicht so gut. Ihre Sache ist eindeutig das Jazzen und Jammen mit ihrer Band und natürlich das Singen, das macht sie gut.

Die Band, durch und durch Jazzer > 40 am Klavier, Kontrabass und Schlagzeug, war extra klasse. Denen sah man den eigenen Spaß an dieser Art von Musik sehr deutlich an. Man sagt ja allgemein, dass Jazzer ihre Musik eine besondere Art von Musiker sind. Das Highlight des Abends für mich war ein fantastisches Cover von Crossrads (youtube), neu arrangiert mit Elementen aus Jazz und Blues. Leider habe ich die Aufnahme verpasst, auch weil ich nicht so wirklich gerechnet hatte, das das Cover so gut wird. Nun ja, dafür habe ich das hier:

[youtube]VkqpPMeYZBY[/youtube]

[Lyambiko & Band – Breaking News (live)]

Mein Fazit: Sehr tolle Livemusik in höchst angenehmer Atmosphäre. Wenn man Jazz mag und die Karte nicht so teuer ist, es lohnt sich durchaus einen Besuch zu riskieren.

Wie sie sich in einem großen Saal anstellt kann ich nicht bewerten, der Frankfurter Hof fasst etwas 500-700 Gäste und hat eine ausgezeichnete Akustik, die Bühne ist angenehm hoch, so dass man auch aus der letzten Reihe noch einen prima Überblick hat.

sonstige Fragen des Abends:

  • Ob ich einen Säugling in ein Konzert mitgenommen hätte, kann ich nicht stimmig beantworten. Die Mutter saß ist der letzten Reihe, die Lautstärke der Musik war Wohnzimmerlevel (zumindest im Verhältnis) und dennoch.
  • Sich über Apps zu unterhalten geht sicher auch außerhalb eines Konzerts.
  • Der Tonmixer fummelt fortwährend an allen möglichen Knöpfen und Schaltern herum, ohne dabei hörbaren Einfluss auf den Klang zu nehmen. Dabei sah er alles andere als kompetent aus. Viele Knöpfe verführen zum dran herum drehen, das geht schon den kleinen Kindern so.
  • Die Mainzer Altstadt hat in der Dunkelheit einen gewissen Extracharme.
  • Nur mit Mühe konnte mich von einer Pizza Mafia mit frischem Pfeffer abhalten, doch um 22.45 esse ich nichts mehr so mächtiges. Aber lecker wäre es sicher gewesen.
  • Kinokritiker aufgepasst: stellt euch Abends nach den letzten Vorstellung einfach mal an den Ausgang eines Kinos und hört zu. Da kann man viel lernen.
  • Auf der Heimfahrt im Radio dann einen wunderschönen Song aus den 80-igern gehört
    [youtube]w_er72QbMpk[/youtube]

    [Human League – Human]

    falls youtube nicht läuft => click

    inkl. lautem und falschem Mitsingen.

Loading Likes...

extra schwer

An den Tagen, an denen jedes Pfund in der Sportbude irgendwie schwerer als sonst zu sein scheint, zieht sich die Session wie Kaugummi, die Übungen machen sich selbst schwer und zusätzlich zieht so ein kleiner Drecksack sofort noch an den Gewichten, kaum dass man sie erfolgreich aus deren Parkposition gewuchtet hat. An solchen Tagen möchte man am Ende sehr gerne nach Hause getragen werden. Nur macht das keiner, stattdessen warte ich noch etwas, bis sich der Wackelpudding aus den so arg geschundenen Muskeln verflüchtigt hat.

Loading Likes...

Hosenkauf mit Dame

Drama. Entweder es hat zuviel Auswahl und Frau weiß so nicht welche würdig ist anprobiert zu werden, oder die Preise sind mit einem Würfel ermittelt worden (3 Würfe-3Stellen), oder die Passform ist katastrophal. Man fragt sich derweil nach welchen Schnitten genäht wird. So viele schlecht sitzende Hosen bei richtiger Größe kann es doch gar nicht geben. Verzweiflung treibt uns in den nächsten Laden. Ach das ist alles nicht so einfach. Außerdem versucht frau mich ständig zu was lila zu überreden. *grumpf*

Loading Likes...

feines Gerät

Der kleine Taschenrechner ist verhältnismäßig schon sehr alt, ich müsste ihn Mitte der 80-iger gekauft haben. Kürzlich habe ich ihn beim längst überfälligen aufräumen der untersten Schreibtischschublade wieder gefunden und der funktioniert sogar noch prima. Den kann ich sehr gut am neuen Schreibtisch gebrauchen. Ach ich freue mich, den alten Bürokameraden aus meiner Anfangszeit in Wiesbaden wieder zu haben. Eigentlich wusste ich gar nicht, dass ich ihn vermisst habe.

Wer sich wundert, die Firma Braun baut auch heute noch erfolgreich Rasierer, Föns, Zahnbürsten und allerlei andere elektrischen Haushaltsgeräte. Braun hatte bis Ende der 80-iger auch wunderbare Stereroanlagen im Sortiment, wunderbar sowohl im Desgin, als auch in der damaligen Technik. Die waren sehr teuer und ziemlich exklusiv. Die Gattin hat sogar noch ihren alten Braun Receiver in der Kammer eingepackt, das Ding ist irre schwer, massiv und groß. Das nur mal so am Rande.

Loading Likes...