Lizz Wright im Frankfurter Hof

Ihre Stimme ist klasse, selten erlebt, dass jemand im Titel auf ein anderes Genre umschalten kann (von Jazz auf Blues, oder umgekehrt) und es dennoch gut klingt. Gefällige und nicht alltägliche Musik, leider hat der Mischpultochse entweder Taschenbillard gespielt oder hatte seine Finger sonst wo, denn der mitunter stark überdröhnende Gitarrenbass und das daraus resultierende metallische Scheppern irgendwo in meiner Nähe hat im letzten Drittel des Konzerts für Verdruss gesorgt.

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Skurilität des Abends:

Sitzplätze mit Nummern, ich stand dennoch ganz hinten weil 1. bessere Sicht auf die Bühne und 2. mir die Stühle in meiner Reihe zu eng beieinander standen, Frau Nachbars Riesenhandtasche auf meinem Handrücken nur weil sie die nicht auf den Boden stellen mag, musste ich nicht haben. Jedenfalls saßen zwei Schwatztanten in der letzten Reihe, hinter der ich stand. Kurz vor Beginn waren die Beiden dann damit beschäftigt ihre Stühle hin und her zu rücken, so das sie zwischen den Vorderleuten hindurch schauen konnten, wenn diese sich nicht bewegen würden. Nach dem dritten umständlichen Rücken (weil aufstehen und Stuhl schieben ist was für Luschen, Frau von Welt bleibt sitzen und hält die Sitzfläche fest an den Po gedruckt und vollführt eine elefantös grazile Bewegung nach der anderen) hätte ich am liebsten sagen wollen, sie mögen sich doch bitte auch hinstellen, nur damit endlich Ruhe ist und ich nicht in Überlegung komme die Beiden am Kragen zu packen und vor die Tür zu setzen. Aber das geht ja nicht, der Sitzplatz ist schließlich bezahlt. Irgendwann hatten sie es dann doch geschafft, bis der Vordermann sich bewegte und dann wurde gebeten doch bitte den Blick wieder freizugeben. *sigh* Merkwürdigerweise machte der Vordermann das auch noch. Na ja, ich bin dann doch ich ein paar Schritte weiter weg, weil die Beiden nur noch genervt haben. Nach etwa 40 Minuten war einer der Plätze leer, eine war also weg, *jay* somit konnte ich wieder zurück zu dem eigentlich besseren Platz. Dachte ich, doch kaum stehe ich wieder an der Wand, sehe ich die eine auf dem Boden sitzen und eine Art Joga machen, im Lotussitz, beugen und strecken, sie steht auf, Kniebeugen, Rumpfbeugen, …. sicher war die Dame sehr beweglich, aber WTF?

4 Kommentare

  1. Offenbar hatte die Dame zu viel Geld übrig, wenn sie zum Gymnastik machen extra in ein Konzert geht. 🙄

  2. Gymnastik? Ich glaube, so was kann ich ganz gut ausblenden, solange mich niemand dolle rempelt, noch viel schlimmer finde ich immer die Menschen, die sich das ganze Konzert über unterhalten oder gar so laut und schräg mitsingen, dass man den/die Sänger/in nicht mehr versteht. Ätzend.
    Ich frage mich dann immer, ob die Exemplare vielleicht Freikarten bekommen haben und nur mal eben so da sind … vielleicht war Dein turnendes Ding ja auch so ein Fall. Doof jedenfalls *nickt*

    Tanya, aber auch sehr selten bestuhlte Konzerte besuchend

  3. @Tanya
    Ja Gymnastik, ziemlich abgefahrene. Ausblenden ging nicht, ich musste die Verbiegungen irgendwie mitbekommen, rein aus Neid. 🙂 // Diese Publikumssänger als Plage tauchen überall auf, keine Ahnung wer die züchtet. 🙄

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