Bewunderung

Der Mensch, der lässig mit einer Schulter an der Wand einer Bushaltestelle lehnt, die Beine gekreuzt um noch lässiger zu sein;  der Mensch also, der so entspannt aber mit Hingabe seinen Zeigefinger erst das Eine, dann in das andere Nasenloch versenkt und dabei dreht und schiebt, bohrt und wühlt, als wenn es darum ging den geheimen Hinterausgang zu finden; der Mensch also ist zu bewundern, weil er sich einen Dreck darum schert, dass das kleine Kind voller Hochachtung zu ihm aufschaut und die Mutter sich nicht anders zu helfen wusste, als entrüstet die Bushaltestelle zu verlassen, das gänzlich faszinationserstarrte Kind mit sich zu ziehen und zu Fuß zu gehen. Kinderschutz geht schließlich vor. tongue

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schaut man zurück

Aus Gründen wird aufgeräumt, altes Zeugs vor Jahren noch zu schade zum wegwerfen, ist es nun doch geworden. Klar, man trennt sich viel zu schwer und verwahrt so lange, bis es nervt oder sich an unpassender Stelle so richtig blöd sammelt und dann kommt es doch weg. Das Schätzchen hier war mal ein echter Kracher, das seinerzeit installierte Debian Lenny läuft noch klaglos drauf. Doch wenn das MacBook daneben steht, sieht es schon sehr ‘komisch’ aus. Egal, es hat sich sehr schnell noch ein Linuxer gefunden, der es an interessierte Schüler weitergeben will. Schön. …. Also eigentlich ist es doch immer noch zu schade ….

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Verweigerung

Bin die letzten Tage bestimmt 50 Mal gefragt worden, wann ich mir das neue iPhone anschaffe. Wohlgemerkt, nicht ob, sondern wann. Ist mein zugegebenermaßen vorhandenes Pro-Mac-Verständnis schon soweit fortgeschritten, dass die Menschen um mich herum mir schlicht alles zutrauen? Und nein, ich kaufe es mir bestimmt nicht. Auch als Herdentier darf man sich bewusst etwas abseits stellen und leicht amüsiert verfolgen, wie andere den Rest ihres Verstandes an der Kasse abgeben.

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