ist jammern toll?

Mal ehrlich, ist es toll, also zumindest manchmal so für sich? Man kann sich so herrlich selbst in den Boden reden, bekommt bisweilen doch zusätzliche Aufmerksamkeit, vielleicht sogar aus einer Richtung die man so gar nicht im Sichtfeld hätte und am Ende denkt man sich, dass diese Jammerei eigentlich gar nicht hätte sein müssen. Wenn man einen Schritt zurück macht und alles mal mit etwas Abstand beäugt schon gleich gar nicht. Wir Deutschen sollen ja wahre Jammerlappen sein, so oft und gerne wir jammern würden. Von hier aus betrachtet kann das schon stimmen, auch wenn das nicht direkt hier passieren würde.  Und doch wäre auch mir heute ausnahmsweise nach etwas profanem Jammern zumute, sicher auch mit Anlass weil es sonst keinen Spaß oder Sinn macht, doch der gehört nicht hier her. Stattdessen stöbere ich in meiner Music-Library und lasse schöne Töne um mich sein. Da macht jammern keinen Spaß mehr. Ist eigentlich auch besser so, jammern hilft ja sowieso nicht, richtig?

6 Kommentare

  1. Wenn mich das heulende Elend überkommt, bin ich gelegentlich dankbar für einen kräftigen Tritt. Sobald das Selbstmitleid in Wut umschlägt, kann ich wieder klarer denken, und dann ist meist schon eine Lösung in Sicht.
    Musik hilft aber auch, sofern schön laut und schön aggressiv. Weichgespülter Kram eher nicht.

  2. @Guinan
    So ein Tritt kann sicher heilsam sein, andererseits .. sich in Ruhe und für eine gewisse Zeit seinem Elend hingeben zu können hat auch was. :oops:

  3. Helfen tut es nicht immer, aber manchmal baut es Druck ab. Die meisten, die ich kenne, geben sich den Tritt schon irgendwann selbst.

    Nur wer jahrelang über das immer gleiche jammert, für den/die habe ich wenig Verständnis.

  4. Jammern ist ein kleines bißchen Seelenbalsam. Teilweise hilft es auch beim Reflektieren des Problems/Ärgernis. Doch zu häufiges Jammern ist eher schädlich. Aber das passiert ja keinem ;)

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