Der Nachteil des elektronischen Lesens

Es gibt seit 2-3 Jahren weder Tageszeitungen, noch andere Magazine in diesem Haushalt, dennoch ist die Papiertonne regelmäßig voll. Meist Werbung und ungewolltes Gedöns aus dem Briefkasten, aber eben keine Zeitungen. Im Innenraum des Wagens hat sich tüchtig Wasser gesammelt und wie mir eine Nachbarin mehrfach und mit Nachdruck empfohlen hat, würde banales Zeitungspapier hier helfen die betroffenen Stellen wieder trocken zu bekommen.

Fragt man halt bei den Nachbarn. Doch natürlich haben alle zeitungslesenden Menschen in der direkten Umgebung just gerade alle Altexemplare entsorgt und just einen Tag später wurden die Papiertonnen geleert. Natürlich.

Das Zeitungsbudchen im Ort hat auch keine Altzeitungen mehr, die unverkauften Exemplare werden am nächsten Tag zurück geschickt, sonst müsse man die voll bezahlen. Bildzeitung auch? Nein, sagt die Betreiberin, die verkaufen sich jeden Tag auf Null. So nahm ich mir 3 Ausgaben der aktuellen FAZ (weil viel Papier) mit.

Doch ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht, denn das Wasser hat sich nach etwas vorsichtigem Schneiden unter den Teppichen gesammelt, scheinbar verteilt über den gesamten Beifahrerraum. Aufmerksam geworden bin ich, als eines Morgens die Innenseite der Scheiben im Corsa rund herum beschlagen waren und eine eigentlich noch geschlossene kleine Flasche Trinkwasser im Fussraum liegend nur noch ¼ Inhalt hatte. Eilig fühlte ich unter den Fussmatten nach und stellte nahezu überall eine gewisse Feuchtigkeit fest. Viel zuviel für so ein kleine Flasche.

Die Sitze kann ich nicht ausbauen, weil darunter Technik (Gurtrückholdingsda, ….) und mehr verbaut ist und ich auch nicht das passende Werkzeug dazu habe. In die Werkstatt gehe ich derzeit auch nicht, das würde ich Unsummen kosten. Deswegen habe ich mich entschlossen den Teppich mit einem Messer selbst zu öffnen, irgendwo muss ich ja anfangen.

Die darunter liegenden Dämm-Flies-Matten aus einer Art Mull sind nicht nur feucht, sondern gleich klatschnass. Mit dem Daumen kann man an beliebigen Stellen sehr ordentliche Wasserlachen andrücken. Mit einem Messer habe ich die Matten dann notgedrungen an den Rändern der Teppichschnitte in handlichere Stücke zerkleinert und aus dem Wagen geholt. Die frei gewordenen Zwischenräume habe ich großzügig mit FAZ-Zeitungspapier ausgefüllt, um die restliche Feuchtigkeit aus dem Wagen zu holen. Es scheint auch zu funktionieren, die Zeitungen im vorderen Bereich sind nach 2 Tagen kaum noch feucht, der hintere Bereich wird besser.

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An den Dichtungen der Türen und der Hecklappe habe ich derweil dünnes Papier angebracht, um als Indikator auf mögliche Undichten hinzuweisen. Der wenige Regen in den letzten Tagen, sowie ein paar Versuche mit Wasserflaschen haben hier keine Aufklärung gebracht, also sind Türen und Fenster wohl dicht. Im Fussboden sind alle Stopfen vorhanden, keine sichtbaren Löcher. Der weitere Plan ist den Innenraum soweit möglich wieder trocken zu bekommen um dann gezielter nach der Undichten zu suchen. Am ehesten werde ich dann wohl mal in eine Waschanlage fahren.

10 Kommentare

  1. oh, mein Astra ist auch immer irgendwie feucht – und niemand weiß, wo das herkommt 🙁 Gut, so klatschnass war der auch nie! Falls Du bzw. Dein Autochen ´n Glasschiebedach hat, mal dort forschen. Es soll da beim Opel gewisse Schwachstellen geben und das Wasser würde irgendwie von dort in den Innenraum gelangen. Gegen Restfeuchte hilft auch: eine Packung Salz auf ein Geschirrtuch kippen und dann fest zubinden… Viel Erfolg bei der Spurensuche :top:

  2. @Rabenhaus
    Kein Glas- oder Schiebedach, sonst wäre es die Ablaufrinne im inneren des Daches. Ich hatte mal einen VW mit dem Problem, es hat Wochen gedauert bis ich das gefunden hatte. Ich dachte auch an die Tür, im besonderen die Türlautsprecherdichtungen, aber auch da ist alles trocken. Das ist dem Salz habe ich auch gelesen. Wenn ich mit der Zeitung nicht weiter kommen, werde ich das auch versuchen. Ich überlege auch, ob ich mir einen kleinen Elektro-Heizlüfter beschaffen soll und dann ordentlich Temperatur in den Wagen blasen lasse. // Merci. Wenn die A Astras älter werden, werden die Dicht-Gummies an der Windschutzscheibe durchlässig. Das Wasser darbietet sich bei Regen hinter die Gummies, dann die innere Karosserie runter und kommt im Fussraum raus. Wir hatten einen Astra-Kombi mit dem Problem.

  3. Bei ’nem Freund mit ähnlichem Problem war es ein undichter Ablaufschlauch der Klimaanlage, der auf seltsame Art durch die Karosserie geführt wurde.

  4. Ich hab auch schon länger Feuchtigkeit im Golf, ohne die Ursache zu kennen. Sobald es regnet, beschlagen alle Scheiben von innen. Ich lasse dann als Notbehelf immer die Klimaanlage auf vollen Touren laufen, die trocknet ja die Luft aus. Ich fahre ja insgesamt so wenig, dass es sich nicht lohnt, den Wagen deswegen in die Werkstatt zu geben…
    Das mit dem Salz ist eine gute Idee. Das probiere ich mal aus!

  5. @Guinan
    Das meine Klima immer noch wegen Steinschlag defekt ist, muss ich dass nicht kontrollieren.

    @Katja
    Na toll Du auch. Eine richtige Seuche…. wenn es nach dem Regen ist, würde ich die Regen-Abläufe der Scheiben prüfen.

  6. @all
    Das Wasser sammelt sich im Türschweller der Beifahrertüren. Gemerkt habe ich es, als ich heute morgen trocken losfuhr und bremsen musste. Da gluckerte und gluckste es, kurz bevor sich das Regenwasser der Nacht in den mühsam trocken gelegten Innraum ergoss. :rage: Es grenzt die Eintrittsmöglichkeiten schon deutlich ein. Mal sehen ob ich eine Werkstatt finde, die nicht >95€/Stunde haben will. 🙁

  7. Türschweller haben unten auch einen Auslauf… eventuell ist dieser einfach nur verstopft? Der Eintritt geschieht dann üblicherweise und wenig ungewohnt über die Scheibendichtungen… was aber in geringen Mengen ok ist.. :top:

  8. @Ismotis
    Dude, schön das es Dich noch gibt. // Morgen geht er zum Schrauber auf die Bühne, mal sehen ob der etwas findet. Ich fang das erst ga reicht an, mit Autos kann ich nicht. 🙂

  9. Ich drück die Daumen… 🙂 Btw: everytime 🙂 bin in den letzten Zügen meines Studiums 🙂

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