Sachen machen – Urlaubstag 2

  • ausgiebiges Morgen-Couching, FAZ und FeedReader leer gelesen
  • mit dem Kollegen einige SMS mit Rückfragen gewechselt
  • Wohnung gereinigt
  • neue “Koffer verloren Zettel” mit allerlei Kontaktinformation zur Beilage in die Koffer ausgedruckt
  • Onlinegaming (CS:GO)
  • den kleinen Muskelkater bejammern
  • formidable Rumpsteaks mit Kartoffeln und Kohlrabi in der Küche erzeugt
  • ebay Zeugs fotografiert und vorbereitet zum Verkauf
    (Haushaltsleiter, alte Marklin Eisenbahnen, neue IKEA Rollos)
  • Leergut verbracht und Nachschub geholt
  • Mit einem Fuzzie von meiner Versicherung zwangstelefoniert, weil man mich ja sonst nie erreicht und ob ich nicht meine HandNummer hinterlegen möchte. Die Antwort “Aus guten Grund haben sie meine Handynummer nicht” endete in peinlicher Still. Er erwiderte, dass man im Notfall mich dann schneller erreichen könnte. Notfall wie “die Zahlen stimmen nicht und er muss noch schnell was verkaufen?” Woher er eigentlich die Erlaubnis hätte mich auf dem Festnetz anzurufen? erneut peinliche Stille. Ich bat ihn nie wieder anzurufen, sondern zu schreiben wenn er etwas will, das lässt sich einfacher entsorgen. *klick
  • Schuhe geputzt, defekte Kleiderbügel aussortiert und entsorgt
  • Abendsnack: Burgertaxi für die Gattin gespielt.
  • lustlos TV geschaut, dann doch lieber “Der Marsianer” angesehen

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Sachen machen – Urlaubstag 1

  • 2 Tassen Kaffee auf der Couch am frühen Morgen zur eigentlich üblichen Ab-ins-Büro-Zeit und FAZ gelesen, oberflächlich herum gegammelt
  • Nach 6 Wochen mal wieder zum Rückensport gegangen, es war mir einfach zu warm zu Sport, alles aua.
  • zu Hause dann erstmal frühstücken, duschen, Kaffee
  • ein wenig in Steam spielen (CS:GO und Polarity)
  • etliches im Internet gelesen
  • gegen 13.30 nach Mainz in die leere Wohnung um Zählerstand abzulesen. Gaszähler ist natürlich im Keller und wer hat den Kellerschlüssel nicht dabei?
  • Auf der Bank die neue defekte VISA reklamiert, die PIN gilt nicht. Ich war bestimmt schon 10 Jahr nicht mehr auf der Bank, sonst immer als online oder telefonisch gemacht. Nach 10 Minuten am Schalter keine Lust mehr auf Menschen in einer Bank bekommen. Meine Schuld ist es nicht und doch muss ich die neue VISA bezahlen.  
  • Die beste Tochter von allen von der Arbeit abgeholt abgeholt und gemeinsam bei Nonna Luigi sehr leckere Nudeln gegessen.
  • In der Wohnung der besten Tochter mittels der zu Hause nicht länger benötigten PowerLan-Adapter das zu dünne WLan für die PS4 durch LAN ersetzt (44mbit gegenüber 13mbit). 
  • Einen unserer Koffer zum packen für die Insel verbracht. 
  • kurzes Shopping (DM ist so ANSTRENGEND)
  • Beim aus dem Parkplatz rangieren beinahe einen übermütigen Radfahrer erwischt. Er sich mächtig aufgeregt, ich mich tüchtig erschrocken. Ich habe zwar angesichts der engen Strassen wie immer einmal rund geblickt bevor ich langsam raus bin, ihn aber nicht gehen. Sein Deutsch war nicht das Beste, deswegen habe automatisch auf englisch versucht ihn zu beruhigen. Er liess ich nicht beruhigen und beleidigen muss ich mich auch nicht lassen, also lies ich ihn alleine weiter toben und fuhr weg.
  • Ein warmes Croissant vom Bäcker geholt und es mit etwas Marmelade  genüsslich verspeist. Vor Ort. 
  • Zu Hause, Wäsche machen, müde gearbeitete Gattin bekochen, räumen
  • wieder etwas gespielt, einiges im Internet gelesen
  • lustlos TV geschaut
  • sightseeing in iTunes …. eigentlich Bücher- und Musikwunschlisten eingesehen, um evtl. Kandidaten für den Urlaub auszumachen. 

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Der erste Tag

Irgendwie fühlt man sich wie durchgekaut. Dann darf ich mich aus dem Büro für 3 Wochen verabschieden, von jedem der einem über den Weg läuft, das breite Grinsen nicht verstecken, sich vorfreuen auf die Insel, den schon lange vorher eingestellten Abwesenheitsassistenten fürs eMail-Postfach checken, den Schreibtisch leer räumen, Telefone umleiten und  dann tatsächlich abschalten, die persönlichen Rechner alle runter fahren und nicht nur schlafen legen, noch letzte Instruktionen … nee doch nicht der verblieben Kollege ist doch nicht blöd, Kühlschrank ist leer, habe ich alles? Büro-Container abschliessen. Jetzt Ausbruch und weg.

Der erste Tag dann zu Hause zur _normalen_ Aufstehzeit auf der Couch mit einem Kaffee ist dann mit am schönsten.

Keine Aufgaben für die nächsten 3 Wochen, nur um sich selbst und seine Lieben kümmern. 

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Never touch a running system

Die Backup-Anlage ist mittlerweile ‘dauerhaft’ ins RZ meines Arbeitgebers umgezogen. Weil am Schrank gearbeitet werden soll, muss ich meine Anlage (Router, USV, NAS) an einen anderen Platz verbringen. Das ganze Gedöns stört an der Stelle einfach und ich muss nicht haben, das während meines sehr schnell nahenden Urlaubs (YAY!) die Kollegen damit hantieren müssen. 

Muss doch schnell zu machen sein, Mittagspause, Anlage runter fahren, ausschalten, alles abbauen, zum neuen Schrank verbringen, dort aufbauen, alles verkabeln, im Rangierschrank neu patchen, Anlage starten, fertig. Sollte in kaum mehr als 15 Minuten zu machen sein.

In Wirklichkeit brauchte ich 90 Minuten, weil der Router sich nicht mehr mit dem Internet verbinden wollte. Nach 45 Minuten ratlosen Suchens, bestimmt 5 Neustarts des Routers und 3 Resets auf Factory Default habe ich den Übergabe-Router und den Port des Providers neu gestartet (soll man aus Gründen nicht), half auch nicht. 

Ich war mir sicher auf meiner Seite alles richtig gemacht zu haben, bleibt nur noch den Support des Providers anzurufen. Der stellt fest, dass der Übergabe-Router fest hängt und neu gestartet werden muss. Hätte ich auch früher drauf kommen können, aber auch der Neustart lässt meine Anlage im OfflineModus. Wir suchen noch etwas und er kann nichts mehr für mich tun, bei ihm ist alles so wie es sein soll.

Es wird Zeit komisch denken, deswegen das Kabel vom Router zum Rangierpatchfeld getauscht (nichts), dann den Port gewechselt (ping) . WTF Von 20 Patchfeldern mit 960 Patchdosen, von denen die Hälfte noch frei ist,  muss ich ausgerechnet die eine Dose erwischen, die frei UND defekt ist. *argh

NEVER TOUCH A RUNNING SYSTEM. 

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Piep-Piep-Piep

Ich bin gerade dabei ein Motorrad dahingehen zu modifizieren, dass ich einen bequemen Fernsehsessel dran bauen kann (WTF) als Piep-Piep-Piep ? Im 3/4 -Schlaf schraube ich weiter und verzweifle ob des Vorhabens an zu langen Schrauben (WTF) Piep-Piep-Piep. Ok, das Werkzeug muss jetzt weg, die Schrauben können mich mal, ich öffne die Augen zu 25%. Es ist noch komplett dunkel Piep-Piep-Piep. Einen scheelen Blick auf die Handyuhr erklärt mir auch warum, 4.30 Uhr. Die Orientierung braucht etwas, das Motorradproblem ist wirklich nervig. Alles still, gerade als ich mich wieder umdrehen und mich weiter dem Schraubenproblem widmen will Piep-Piep-Piep.

Warum diese bescheuerten Rauchmelder nicht tagsüber eine trockene Batterie melden können sondern immer nachts. Bisher hat sich ja noch keiner diesbezüglich gemeldet, aber irgendwas anmaulen muss ich jetzt. Ich liege und warte bis zum nächsten Piep-Piep-Piep und es kommt. Es ist in der nächtlichen Stille infernalisch laut, zu laut um es zu ignorieren. Selbst wenn ich mir ein Hörbuch auf die Ohren stecke, ich müsste das sehr laut machen und außerdem ist es erst 4.45 Uhr. Also hoch und das Ding piep-tot machen. Ich setze mich mit 1/2 geöffneten Augen in jeden Raum und warte bis es wieder kommt. Gefühlt braucht es jetzt deutlich länger bis es wieder kommt. Logisch, ich bin ja jetzt aus dem Bett. Ich dussle irgendwie auf der Couch, so es sich unbeobachtet fühlen kann und es kommt wieder. Piep-Piep-Piep. Keine zuverlässige Ortung möglich.

Ich tigere also um 5.00 Uhr durch die Wohnung, die Augen zwischen 1/2 und 3/4 offen und warte bis diese Stück Scheisstechnik wieder einen Laut von sich gibt, damit ich es töten kann. Oder schlachten. Oder verbrennen. Ne, doch lieber nicht verbrennen. Ersäufen wäre auch gut. Irgendwann stehe ich schlaftrunken in der Küche und das Piep-Piep-Piep kommt nicht von der Decke, sondern aus der Rauchecke der Gattin. Ich taste auf dem Tisch herum und finde neben dem Aschenbecher noch einen Stift, irgendwas weiches, den Einkaufszettel(?), eine Gabel (?) und das Feuerzeug, aber kein Piep-Piep-Piep. Dabei ist es direkt vor mir. Licht will ich keines machen, also setze ich mich und taste in Ruhe weiter, bis ich das Festnetz–Telefon beim Piep-Piep-Piep erwische.

Was erlaube Telefon? Warum macht das Ding so einen Lärm? Soll doch die Batterie leise sterben, es juckt doch keinen um die Uhrzeit. Ich muss das nervige Teil nur in die Ladestation stecken und Ruhe ist. Oder soll ich es stattdessen der Gattin auf das Kopfkissen legen? Der diablolische Gedanke hält erstaunlich lange, aber ich stecke es lieber doch wieder in die Ladestation und trolle mich zurück ins Bett. Das sehr leise eingestellte Hörbuch soll mich wieder etwas einlullen, hoffentlich ist es nicht zu spannend. Es ist 5.10 Uhr und ich verliere den Faden am Buch, ich denke noch an die Schrauben und dämmere dann weg.

Der Wecker ist pünktlich und holt mich in den dämmrigen Morgen, die Gattin ist auch schon hoch und begrüßt mich mit nicht so gut geschlafen oder? Ich hätte den Piepmatz doch auf ihr Kopfkissen legen sollen.

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