Zuckerentzug

bekommt mir nicht sonderlich gut. Selbst kleine Mengen münden in einer üblen Erwachsenen-Akne, ich nehme quasi permanent an Gewicht zu und erlebe merkwürdigen gegenteiligen Heisshunger (süss => herzhaft =>süss).

All die Jahre bei den diversen Hautärzten mit ihren Tests und schi-schi haben nie geholfen die Akne zu bekämpfen, es lief immer auf Tabletten hinaus, die aber auch nicht umfassend halfen, weil die Ursache nicht bekannt war. Außerdem mag ich keine Tabletten die nicht unabdingbar nötig sind.

Irgendwann kam ich also selbst dahinter, dass Zucker der Auslöser ist und machte fortan einen weiten Bogen um alle Nahrung mit Zucker. Sicher kann man Zucker nicht gänzlich vermeiden, aber bewusst an die Nahrung herantreten und überlegen was und ich welcher Menge man verzehrt.

Anfänglich versuchte ich es mit Reduktion, aber wie das so ist, Verzicht muss ich direkt ohne Ausnahme umsetzen, erlaube ich mir Disziplinlosigkeiten habe ich schon verloren. Dennoch war ich gereizt, schlief schlechter und auch so war das allgemeine Befinden ‘anders’ im Sinne von schlechter, es ging aber nicht genauer festzumachen. Ich glaube nach 3-4 Wochen war das wieder weg. Zuerst befürchtete ich dem Körper etwas wichtiges zu entziehen und er wehrt sich, ich habe mit Fruchtzucker in Form von Früchten dagegen gehalten. Die tun mir erfreulicherweise nichts und dem Körper reicht der Fruchtzucker wohl. Ähnliches erlebte ich beim absetzen des Tramal-Schmerzmittels nach dem Bandscheibenvorfall und das ist wie Morphium.

Sich Schokolade, Gummizeugs, Torten und alles was die Industrie an Süsswaren in die Regale packt zu entbehren ist beileibe nicht einfach, die Verlockungen sind hinterhältig. Diese Disziplin aufrecht zu halten ist sehr schwer, auch weil Menschen in meiner weiteren Umgebung so wenig Verständnis zeigen, wenn ich angebotene Süßspeisen verweigern muss. Es gilt dann auch mit persönlichen Befindlichkeiten umzugehen, die trotz meiner stets freundlich erklärten Verweigerung entstehen. Das kann unfassbar anstrengend werden.

Ich mach das nun schon seit ca. 2 Jahren und mittlerweile hat es mein Umfeld gerafft und lässt mich damit in Ruhe, meistens zumindest. Und der Zuckerdetox erleichtert mir auch das Intervall-Fasten, das ich seit ca. 5 Monaten ausübe.  Das Gewicht reduziert sich langsam und stetig. Gut so.

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5 Kommentare

  1. Meine erworbene Meinung, das Zucker letztlich böse ist festigt sich.

    Passe ich mal nicht auf und erwischte zu viel Zucker merke ich das binnen 1 Stunde. Ich werde müde, der Magen ‘holpert’ eine kurz vor sich hin und kurzzeitig ist mir so übel, wie nach einem MacDonalds-Essen. Selbst auch?

  2. Ach, wenn ich das doch einmal hinbekommen würde, Zuckerentzug ist unfassbar schwierig. ich gehöre zu der Kindergeneration, die Ende der 50er Jahre mit gezuckerten Schnullern und später zum Frühstück mit Zucker- und Marmeladenbroten und Schokolade als Belohnung zuckersüchtig gemacht wurden.
    Wenigstens habe ich mit Reduktion schon einiges erreicht, was den Gewichtsverlust angeht. Glückwunsch!

  3. @Ruediger: Bei mir hat es Klick gemacht, als in einer Ernährungsdoku gesagt wurde, dass Kristallzucker in der Natur nicht vorkommt. Nach diesem Satz war es für mich irgendwie nicht mehr schwer auf Zucker zu verzichten. Nur wenn ich irgendwo zu Besuch bin, esse ich natürlich ein Stück Kuchen mit. ;-)

    Zusammen mit Intervall-Fasten und reduziertem Weizen/Brotkonsum geht es mir entschieden besser. :)

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