Rhodos Tag 14+15

Thomas Cook ist pleite, Condor flog dennoch. *puh

Wir haben es uns vollkommen gut gehen lassen und haben die letzten 15 Tage einfach so vor uns hin gelebt. Ob wir nun etwas besuchen wollten oder lieber das Meer genossen entscheiden wir spontan und nach Tageslaune. Keinem Stunden–/Tagesplan folgen zu müssen ist toll, wir genießen das sehr. Sicher auch so ein Altersding.

Die letzte ausgiebige Schwimmsession im Meerwasser für 2019 fand am 24.09 um 09.52 Uhr statt, das Meer war sehr erfrischend, fast völlig ruhig und bis ca.50 Meter vom Strand aus fast kristallklar bis hin zum Grund. Das machte es nicht einfacher.

Wir haben dieses Jahr leider eine Unmenge an biestigen und unhöflichen Menschen getroffen, vornehmlich aus England.

Meine Abneigung für Katzen ist geschwunden, sicher auch weil wir hier so viele allein gelassenen Kitten und jungen Katzen etwas helfen könnten.

Wir verabschieden uns durchaus wehmütig von vielen dienstbaren Menschen deren Leben in unserem Hotel sicher nicht einfach ist, dennoch sind sie stets freundlich und zuvorkommend und sind dankbar wenn man ihnen mit Respekt und Höflichkeit begegnet.

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Rhodos Tag 11+12+13

Die Katzen hier haben sich scheinbar untereinander abgesprochen, denn mittlerweile haben wir um unseren Tisch herum mindestens 5, zeitweise bis zu 9 Katzen, die flehentlich um Nahrung bitten. Wir geben ihnen milden Käse, Würstchen, Speck oder Ei, Pommes, sie sind nicht wählerisch solange es essbar erscheint. Am Strand für unseren Sundowner oder zum Absacker wartet auch immer einer auf uns, auf den Käse oder was immer wir mitbringen. Der Kater ist äußert zutraulich und legt sich dann auch gerne bei einem von uns auf den Schoß für ein kurzen Verdauungsnickerchen. Der junge Kater folgt uns auch bis zur Zimmertreppe (die liegt außen), macht aber keine Anstalten uns weiter zu folgen.

Der Kerl hat es auf zornigen Augenkontakt belassen. Das Gör hat sich derweil immer wieder in Szene (hollywood reifer Gang den Holzsteg entlang zum Strand, theatralische Entkleidungen, so was in der Art) setzen wollen, hat aber nicht so geklappt. Scheinbar ist sie während einer ihrer Strandshows an eine ältere Landfrau geraten, die sie tüchtig in ihrer Sprache (könnte ungarisch gewesen sein) angemault hat. Sie suchte Unterstützung beim Kerl, doch der hat ja mich beobachtet.

Wir haben den griechischen Flow verinnerlicht und schlafen schlurfen so durch den Tag, alles in Ruhe und ohne Hektik. Die Meldung, das Thomas Cook droht in die Insolvenz zu gehen macht uns etwas Kummer, weil Rückflug am Dienstag ist Condor.

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Rhodos Tag 8+9+10

Von meiner Hörbuchliste habe ich bis jetzt nur den 28. und vorerst letzten Donna Leon Roman und die ersten beiden Bücher der Känguru–Serie geschafft. Hat mir alles gut gefallen, das Känguru brachte mich des öfteren zum lauten Lachen, so schräg und absurd wie das geschrieben ist amüsierte ich mich prächtig.

Der nähere Strandbereich im Wasser zeichnet sich dadurch aus, dass es plötzlich richtig tief wird, so ich auch nicht stehen kann und einige Meter weiter eine breite Sandbank kommt, auf der wir beide wieder stehen können. Je nach Wellengang hat sich bei uns eine saloppe Tiefenangabe eingebürgert, wenn es fast zu tief zum stehen ist nennen wir das z.B.: äußerste Ballerina (ohne Wellengang und auf spitzen Zehenspitzen stehend). Wir würden deswegen schon mehrfach an/– ausgelacht, weil scheinbar im Zusammenhang mit dann doch überschäumenden Wellen diese Tiefenangabe nicht mehr genau genug ist. Nun ja, wir arbeiten dran.

Je länger wir hier sind umso weniger machen uns unsere jeweils ca.5–10kg Übergewicht zu schaffen. Der Willen die jedoch los zu werden wird im Gegenzug unbändig gestärkt. Das gehen wir nach dem Urlaub ganz sicher strikt an. Es muss jeder selbst wissen was er sich antut. Über das Essverhalten anderer Menschen zu lästern steht niemanden zu.

Wir waren auf Symi, einer Ausflugsinsel ca. 2Stunde langsame Schifffahrt von Rhodos entfernt. Ein bei +40* etwas anstrengendes Unterfangen, aber das gehört wohl dazu. Leider haben wir die Massen an anderen Touristen unterschätzt, so hat sich das ziemlich blöde angefühlt. Das Dörfchen hat früher vom Schwammtauchen gelebt, wunderschön und zauberhaft idyllisch in den Hang gebaut mit den kleinen griechischen Häusern, dem Hafen direkt an der Straße, leider war zu wenig Zeit auf eigene Faust in dem Dorf auf Entdeckungstour zu gehen. Man war viel zu sehr damit beschäftigt die Gäste in die richtige Läden zu lotsen und dort die Produkte von guten Freunden kaufen zu lassen. Das der Tripp in Summe nichts anderes war als eine Kaffee-Fahrt auf griechisch, hätten wir uns vorher auch nicht gedacht.

Dazu wurde ich heute auch in einer mir unverständlichen Sprache beleidigt, weil ich die FremdVerletzung meines persönlichen Sonnenbadbereiches (meiner Meinung nach 50cm rund um die Sonnenliege herum) nicht weiter kommentiert, sondern einfach weiter aufs Meer geschaut und Musik gehört habe. Vermutlich erwartete das Gör, dass ich ihr aufgrund ihrer Anwesenheit umgehend Platz machen würde. Woher dieses Anspruchsdenken kommt wüsste ich auch zu gerne. Sie ist dann in fremder Sprache grummelnd davon gezogen und hat sich 20 Meter weiter einen neuen Platz gesucht, nicht ohne ihren später zu ihr kommende männliche Begleitung scheinbar ihre Erfahrung in meiner Nähe zu berichten. Zumindest mutmaßende ich das, denn die Blicke beider in meine Richtung wurden zusehends feindlich. Bin schon sehr gespannt, ob sich daraus etwas entwickelt.

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Rhodos Tag 5+6+7

Das Tagesgefühl geht wie erwartet flöten, will sagen wir wissen nicht mehr sicher welcher Wochentag ist und es juckt und auch nicht sonderlich. Wir genießen das Meer, die Wärme, die Sonne und freuen uns ob der Ruhe die wir vor allem haben. Nichts ficht und an, herrlich so was.

Den Samstag wollten wir mal wieder unter Menschen und sind nach Rhodos City gegondelt, hatte aber das Pech das just heute ein riesiges Kreuzfahrtschiff anlandete und sich Unmengen an Chinesen in die Stadt ergoss. Rhodos ist jetzt nicht unbedingt die Stadt zum genießen, es gibt hier scheinbar nur eine begrenzte Anzahl praktikabler Geschäftsideen (Restaurant, NippesShop, Supermarket, Lederzeugs, Schmuck, Café, Boutique, Taxi, Ausflugsdings, Hotel, Pharmazia… das müssten alle sein) und die setzt jeder Insulaner gnadenlos um. Es gibt hier eine Straße nur mit Restaurants, die zudem alle die gefühlt gleiche Karte (Burger, Pizza, Gyros) haben. Überaus nervig das Ganze wenn man etwas landesüblicher speisen möchte. Wir wollten dann in ein Museum für alte Kunsthistorie, das hatte aber geschlossen. An einem Samstag. Kannst Du Dir nicht ausdenken. Vorher Webseite angucken sagen Sie. Haben wir natürlich, da stand nichts von geschlossen, aber das ist halt auch Griechenland.

Wir sind nach nach etwas entnervtem Bummeln und deutlich zu viel Touristengewusel doch lieber zurück an unsere Strand und wollten schön gemütlich noch was schwimmen. Am Vortag hat es spätabends tüchtig gestürmt, aus sehr ungewöhnlicher Richtung. Ist ja nicht schlimm, nur beim späten Schwimmen wurden wir von allerlei Unrat (Seegras und Stöckchen) überrascht, die normalerweise (wie der FrontDesk uns glaubhaft vermittelte) aber drüben an der türkischen Küste treiben würden. Der blöde Wind hätte die gesamt rhodesische Küste vermüllt und auch kleine fiese Quallen herüber getrieben. Heute Abend weht der Wind wieder normal und der Unrat und die Quallen sind wieder weg, bis auf eine und die hat beim späten Planschen die Gattin gefunden. Natürlich. Hautreizung, übles brennen und verständlich schlechte Laune. War sicher nicht unser Tag heute.

Sonntag soll man ruhen und wir taten es ausgiebig. Unser Schlafrhythmus verändert sich zusehends, wir schlafen tief und ausgiebig, auch und vor allem am Strand.

Mama mit Kitten die unter einer Terrasse wohnen alle hier entzücken.

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