einfache Übung

Wir brauchen neue Kühlakkus für die Kühltasche auf der anstehenden Fahrt nach Bremen, weil die Alten nicht mehr auffindbar sind. Ich werde im Offline-Einkauf zunehmend hilfloser, weil wo bekommt man so was? Campingbedarf, Kaufhäuser, Baumärkte?

Zuerst zu dem Laden bei dem angeblich einmal alles drin ist. Ich betrete und versuche mich anhand der Regalschilder zu orientieren, frage dann aber doch die Information. Ja, da hinten fuchtelt sie vage mit der Hand irgendwo zwischen den Himmelsrichtungen Norde-Süden herum. Etwas genauer bitte. Ja, da halt. Ob der dicke Rechner auf dem Schreibtisch ein Warenwirtschaftssystem sei und sie dort nach dem Artikel und dessen letzte bekannte Position zu ermitteln wäre. Als Antwort greift sie zum Mikro und schreit eine Nummer rein, vermutlich dem Verantwortlicher der Warengruppe der mal zur Info kommen soll. Äh ….  ja sagt sie, geht schneller als in dem Ding zu schauen. Ich staune.

Die 46 kommt nach nur 5 Minuten auch angewackelt, die missmutige Stimmung deutlich im Gesicht vor sich her tragend. Was denn los sei, er wäre am Palette auspacken. Sie sagt es ihm meinen Wunsch, er stiert mich nieder, ich bedauere sofort ein solches Bedürfnis überhaupt erst entwickelt zu haben, es wäre aber keine da. Man könne aber bestellen. Ne, sage ich, bestellen kann ich selber und gehe lieber, bevor er mich mit zu den Regalen schleift zum auspacken helfen.

Kaufhäuser sind in der Innenstadt. Keine Lust dafür. Campingbedarf wüsste ich jetzt in Wiesbaden niemanden.

Ich muss sowieso noch etwas beschaffen, also Baumarkt. Das Kundengewusel dort ist beachtlich, vermutlich alle auf der Suche nach einem Mitarbeiter. Die Ausschilderung ist aber hilfreicher und so finde ich neue Kühlboxen bei den Gartenstühlen und Rasenmähern. Wer Kühlboxen hat, hat auch Akkus. Ich finde einen unvorsichtigen Mitarbeiter beim Waren herum wuchten und frage ihn. Nee, hätten se nicht, könne er aber bestellen. Ne sage ich, kann ich auch. Oder ich solle mir eine neue Box zulegen, da wären welche bei. Witzig. Ich lache aber nicht, sondern bitte ihn sein Regal weiter zu befüllen, weil mit Humor machen klapp nicht so wirklich. Er zuckt die Schulter und macht weiter. 

Auf dem Parkplatz im Auto sitzend bestelle ich mir via App bei Amazon neue KühlAkkus und zucke ganz kurz mit dem Finger über die “heute noch bis 21.00 Uhr liefern” Option, lasse es aber sein. Die Nachbarn hat sicher auch nicht Akkus die sie mir bis Samstag ausleihen kann.

Shorties-111

  • Am 24.10 wieder Irish Folk Festival in Mainz.
  • Mit einer stark irritierten Frau gesprochen, die ich eines Morgens wohl etwas zu intensiv dabei beobachtet habe, wie sie Schulkinder ins eigene Auto gebeten hat. Sie wohne in der Nachbarschaft und kenne die Kinder, ich solle nicht die Polizei rufen.
  • Das eigene Versprechen gebrochen, eine PS4 angeschafft und Spass damit haben. *konsumopfer
  • Gelernt und gemacht wie man in Plesk eine neue IP einbindet und eine bestehende Domain aus dem shared-Pool darauf umschreibt. Wollte ich schon immer mal. Im Ergebnis löst “nslookup 62.75.251.168” nun thatblog.de auf und umgekehrt. Das wurde insofern wichtig, weil plötzlich MailProvider damit begonnen haben MailDomains in ähnlicher Manier aufzulösen um diese bei Fehlern zu blockieren. Das haben die schon vorher gemacht, nur ohne den Block, man wurde nur schlechter bewertet und hat den individuellen SpamFilter weiter machen lassen. Für thatblog.de wäre es ja noch aushaltbar gewesen, für die FamilenMailDomain definitiv nicht.
  • In dem Zusammenhang einmal den kompletten DomainPool abgeschossen und den lokalen wie auch den Provider-DNS gründlich verwirrt. Die aufkommende Panik wurde bekämpft und habe der Sache mühsam beherrscht zugeschaut. Ein schon gefixter DNS-Fehler braucht meist nur Zeit. Binnen 2 Stunden war alles wieder gerade gezogen. 
  • Die Leseliste in Safari ist mir mit 125 ungelesenen Objekten leicht über den Kopf gewachsen. Die letzten 2 Wochen über habe ich mich nicht mit neuen Links beschäftigt sondern stattdessen die Leseliste ‘weg gelesen’. Es war interessant was ich vor 6 Wochen lesenswert betrachtet und heute eher so mit ‘nah’ bewerte.
  • Zuerst mochte ich sie nicht mehr, wollte sie schon verkaufen, lies mich aber überzeugen und bin heute wieder dankbar dafür. Handaufzug *ftw

warum das Ganze

In Sachen Kundendienst und Dienstleitung als solche bin ich empfindlich. Ich mag gute Arbeit erleben und auch wenn sich jemand Mühe gibt honoriere ich das nur zu gerne. Schwierig wird es wenn das Unternehmen zu groß wird oder zu viel Geld hat. Das lässt man den gemeinen Kunden gerne spüren in dem das Kundendienstangebot auf der Webseite um praktische FAQ und virtuelle Assistenten so weit erweitert wird, dass der persönliche Kontakt dabei ganz unauffällig weniger präsent in den Hintergrund rutscht *upsi. Die direkten Links zu “Kontaktseiten” verschwinden in die Footer 2,5 Meter unter die Seite, die zufällig noch nahezu endlos scrollt, oder wandert gleich hinter “registrier-gesperrte Kundenkonten”, werden von großflächigen Werbebotschaften so dominiert, dass man die kaum noch sieht. Das alles ist letztlich die Aussage des Unternehmens: Hau ab, wir wollen Dein Geld und sonst nichts.

Paradebeispiele hier aus meiner Erfahrung sind o2 und immer wieder unitymedia. Bei o2 tut sich nach Jahren der Katastrophen etwas positives, da hat jemand begriffen das ein Kunde der fortwährend verarscht wird ein zukünftiger ExKunde ist. Bei Unitymedia (UM) kann man das noch nicht, zumal der Laden ein Monopol im Kabelfernsehen hier in Hessen hat.

Deren Kabelfernsehen funktioniert eigentlich gut, das Internet geht sporadisch gerne mal für 10-20 Minuten einfach so aus, da hilft auch kein Neustart des Horizion-Revceivers, es werden keine IPs aufgelöst, also DNS-Probleme. Daran gewöhnt man sich, weil wenn man dem Kundendienst seinen Unmut schreiben will, sowieso nur nutz-/hilflose Schubladenantworten bekommt. Hauptsache der Kunde hat was womit er denken kann. Bei Störungsmeldungen klappt das alles besser, aber das ist scheinbar auch eine andere Hotline.

Hat man bei der UM-WebSite endlich diesen nutzlosen omnipräsenten virtuellen Assistenten gebändigt, der nichts anderes macht als anhand von Buzzwords irgendwelche random FAQ vorzulesen und sich mehr zufällig zum normalen Kontaktlink durchgeklickt hat, weiß man vorher schon das die Antwort auf die eigene Frage doch nutz- und hilflos sein wird. Man schreibt aber dennoch, rein nur um deren Ressourcen zu binden, weil man dem Laden doch tatsächlich auch seine Leitung bezahlt. Rein aus Böswilligkeit setze ich auch gleich mehrfache Mails ab und antworte ebenfalls mit Schubladenantworten (das kann ich nämlich auch) und beschäftige uns alle so bis ich die Lust verliere. Manchmal komme ich mir vor wie der olle Opa, der im Garten gegen die Nachbarskinder und deren Fussball wettert, die aber nichts hören, weil die Musik 2 Häuser weiter so laut ist. 

Aktueller Fall:
Ich nutze Horizon Go sporadisch auf dem iPad, das quasi einen Teil des TV-Angebots via Wlan oder Mobilem Netzwerk dort verfügbar macht. Plötzlich fehlen einige englisch sprachige Sender, die bisher in mein Paket eigentlich dazu gehören. Ich schreibe also dem Kundendienst, (sinngemäße Wiedergabe) “warum fehlen auf dem Horizon go einige englisch sprachigen Sender aus meinem Paket, die bisher verfügbar waren?”.

Die Antwort:

Früher konnte man noch antworten und somit den Dialog schön in die Länge ziehen, das geht jetzt nicht mehr. Die Mail ist ein one-way-ticket und die Antwort kenne ich schon. Also auch nichts neues.

Natürlich könnte ich auch anrufen, aber warum soll ich %random% Minuten (vermutlich irgendwas zwischen 15-30 Minuten, weil man so viele Anfragen hat, gerne auch schon mal morgens um 09.00 Uhr oder so) in einer Warteschleife mit gewaltfantasien-erzeugenden Musik hocken und meine Zeit verschwenden? 

Auf der Suche

Beim längst überfälligen Abtauen des Gefrierschranks wird die schon länger defekte Schublade (Befestigungsnase infolge des Eispanzers ist abgebrochen)  in Frage gestellt. Die Gattin erlaubt mir keine “DYI-Reparatur” (warum auch immer) sondern möchte gerne Original-Ware.

Amazon, ebay sind Fehlanzeige oder nicht eindeutig zu unserem Gerät zuzuordnen. Bleibt nur die Herstellerwebsite, die verlangt aber eine Registrierung damit man auf den E-Teil Katalog zugreifen kann. An E-Mail Adressen mangelt es mir ja nicht, dennoch bekommen die eine olle Schröddel-Adresse, eine Fake-Anschrift und Fake-Telefone, (ich will doch nur gucken zum Donner noch eins) dann muss man sehr ausdrücklich damit einverstanden sein, das diese Daten für alle möglichen Zwecke genutzt werden dürfen (haha – sollen sie ruhig), dann darf man. Pustekuchen ist. Schöne und weitläufig verteilte Marketing-Texte lassen einen glauben man ist an dem Punkt des Internets angelangt, an dem man glücklich sein darf, ja eigentlich sogar sein muss. Ok, bin ich halt glücklich, nur Ersatzteile siehe ich keine. Verdächtige Links gehen scheinbar alle auf weitere oder immer wieder selbe Marketing-Seiten, Erwähnungen zu Ersatzteilen enden im Nirgendwo, aber ich bin glücklich weil ich es ja sein darf.

Die Suche der Webseite meint mir unabhängig des Suchbegriffes jede Menge Garantieverlängerungen unterschiedlicher Dauer anbieten zu müssen, mein Gerät wurde gemäß der globalen Suche leider nie von Liebherr gefertigt. Die Rechnung von damals und auch google sagen etwas anderes. Immerhin bin ich glücklich. “Morgen dort anrufen” meint die Gattin. *wtf Von wegen, ich bestehe jetzt auf die DYI-Reparatur und warte auch nicht mehr auf Zustimmung sondern mache einfach. Zuerst mit einem Plastik-Strip und dann doch mit dem wieder gefundenen guten alten Fernmelde-Drath zu drillen.

Der gute alte Fernmelde-Drath zum drillen

Fazit:
1. Gebt den Sammlern ruhig Eure Daten, solange es nicht die Echten sind.
2. In your Face ‘Liebherr’.
3. HA!

selber schuld

Ach ja, man lernt halt immer noch. Seit geraumer Zeit frage ich mich, warum die RSS-Zahlen langsam aber doch stetig sinken. Bisher ging ich davon aus, das die Wenigsten noch wissen was das ist und auch nach dem Tot des Google-Readers dieses Feature kaum noch genutzt wird, sondern sich viele lieber bequem per MailAbo oder sonst wie auf Webseiten nach neuen Inhalten umtun.

Bei mir war dem aber nicht so, ein defektes/überaltertes unauffälliges Plugin mit dem ich den Footer des Feeds ergänzt habe, hat Feedaggregatoren wie z.b. Feedly ausgesperrt, weil die sich vor dem eigentlichen Anfassen des Feeds um dessen Validierung bemühen. Und die fällt dank des *schimpfwort* Plugins auf die Nase. Mein eigener Feedreader hat mir keinen Hinweis darauf gegeben, da hier etwas falsch lief. // Ein deutlicher Schubser, das ich mich mehr kümmern muss.

Merci ans Fellmonsterchen für den beiläufigen Hinweis in einem Ihrer Kommentare, der mich dann doch hat stutzig werden und nach der möglichen Ursache suchen lassen.